Home
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Zur Sicherheit

Preußens Gloria bis Abendlied

03. Dezember 2009, 12:11 Uhr

„Staatssekretär Dr. Wichert und General Schneiderhan verdienen unser aller Dank und Anerkennung und werden mit den gebührenden militärischen Ehren verabschiedet." Man mag sich vorstellen, dass an diesem Ministerzitat lange getüftelt worden ist, ehe es Anfang dieser Woche herumgeschickt wurde. Während die gebührenden militärischen Ehren heute abend allgemein zu sehen sein werden, ist der potentiell geschwätzige Teil der Veranstaltung, ein Empfang vorab, in einem eher kleinen Rahmen gehalten worden. Verwiesen wird im Verteidigungsministerium auf die Einladungswünsche der zu Verabschiedenden. Die durften auch ihre Musikwünsch äußern: Graf-Eberhard-Marsch von Albert Segebrecht (Schneiderhan); Preußens Gloria von Gottfried Piefke (Wichert); Marsch der Finnländischen Reiterei (W.); Marsch der Bundeswehr von Christoph Reichelt (S.); Abendlied und deutscher Zapfenstreich von Gerhard Scholz (beide). (Berichtigung beim Komponisten des "Abendlieds" dank eines freundlichen Hinweises - vielen Dank!)

Veröffentlicht 03. Dezember 2009, 12:11 von Stephan Löwenstein
Abgelegt unter: ,
Kommentare

Nebula

03. Dezember 2009, 15:41

Ich glaube, dass sowohl Schneiderhan als auch Wichert an einem Versuch beteiligt waren, die Position des BMVg  (Erstmeldung BMVG, Sprecher Christian Dienst in der Regierungspressekonferenz) und des Ministers vom 04.09.09 aufrecht zu halten. Der Minister hatte sich nach den ersten offiziellen Äußerungen aus seinem Ministerium nachmittags - während er auf Wahlkampftour bei uns in Süddeutschland war - auf gleicher Linie geäußert, und das sehr apodiktisch. Die Folge war eine Welle der Sympathie für die "klaren" Worte des Ministers. Ist es nicht denkbar, dass man erstmal den Wahlkampf abwarten wollte bevor man mit zivilen Toten argumentiert und damit von der ursprünglichen Position des BMVG/Ministers abrücken würde. Man hätte doch der Opposition Munition an die Hand gegeben, hätte Jung seine Position geändert. Ich frage mich nur, hat vielleicht der Beamtenapparat hier anfänglich falsch kommuniziert und den Minister aufs falsche Pferd gesetzt? Oder wer hat Jung am 04.09. vor Ort im Wahlkampf tatsächlich beraten?

Hajuem

03. Dezember 2009, 21:36

Der Luftschlag ist militärisch angemessen."Selbst wenn es keine Verfahrensfehler gegeben hätte", so Minister zu Guttenberg vor wenigen Tagen, "hätte es zum Luftschlag kommen müssen." Nun ist der Luftschlag militärisch nicht mehr angemessen. Was aber ist denn nun militärisch angemessen? Die Truppe erwartet vom Inhaber der Befehls-und Kommandogewalt eine Antwort auf diese Frage und nicht die fragwürdige "Begnadigung" eines in einer Gefechtslage handelnden Kommandeurs.

Rainer Schmeil

03. Dezember 2009, 22:58

Absolut verdiente Personen haben die Bundeswehr verlassen. Ihnen verdient Dank und Anerkennung für Ihr Engagement in den letzten Jahren. Nicht umsonst hat man sie am Ruhestand "gehindert" bzw. aus diesem zurück "geholt". Eine gute Tradition der Streitkräfte ist das Zeremoniell des "Großen Zapfenstreichs" welches solchen verdienten Persönlichkeiten einfach "zusteht".

Ich würde mich freuen, wenn die Politik es schaffen würde Ziele im Geiste von St.Malo endlich mal auch gegenüber der Bevölkerung verständlich zu kommunizieren.

Jürgen Ruwe

04. Dezember 2009, 09:19

http://www.juergenruwe.de

@Rainer Schmeil

Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern; das Kapitel ist abgeschossen. Wie so häufig, beginnt aber bereits wieder die Legendenbildung.

Dass Minister zu Guttenberg die Würdigung einer beruflichen Lebensleistung nicht von einem einzelnen Ereignis abhängig gemacht hat, ist klug und anständig. Über die Verdienste der beiden betroffenen Herren in den letzten Jahren aber kann man durchaus unterschiedlicher Auffassung sein. Meine Einschätzung dazu, die von vielen Kennern der Verhältnisse geteilt wird, habe ich in hoffentlich ausreichender Klarheit auch öffentlich deutlich gemacht. Über die Behauptung, der Ex-Generalinspekteur und der Ex-Staatssekretär seien quasi genötigt worden, ihren Dienst zu verlängern bzw. wieder aufzunehmen, können die, die es besser wissen, nur schmunzeln. Auch dazu habe ich in „Generalinspekteur lebenslänglich“ bereits im Juli 2008 einige Anmerkungen gemacht.

Für die Bundeswehr ist der Abgang der beiden Herren nach weit verbreiteter Auffassung ein Gewinn.

Ihr Kommentar

 
Hinzufügen
Blogsuche
in
Blog abonnieren
per Email an folgende Adresse
Themenfinder
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z