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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Stützen der Gesellschaft

Die beste Grundlage der besseren Gesellschaft

30. Januar 2010, 11:03 Uhr

It takes three years to build a ship, it takes three centuries to build a tradition.
Andrew Browne Cunningham, 1st Viscount Cunningham of Hyndhope, 1941


Tu es nicht, beschwor mich meine Mutter.
Ich kann nicht anders, insistierte ich. Ihr habe mich so gemacht und erzogen, ich muss es tun.
Aber wenn Dich jemand sieht, gab sie zu bedenken.
Deshalb komme ich ja auch wie der Dieb in der Nacht.
Du kannst von uns haben, was Du willst, versuchte sie es erneut.
Aber ich will genau den einen, und Vater hat es 1979 genauso gemacht.
Aber das war im besten Geschäft der Stadt und Du...
Im Haus der alten Frau P. ist auch nicht Schlechtes. Ich mache das jetzt.
Aber pass auf, dass Dich keiner sieht! Ich will kein Gerede!

Ich wartete, bis die Sonne an jenem Sommertag 2006 blutrot untergegangen war, zog mir schlechte Kleidung an, und eilte durch die engen Gassen meiner dummen, kleinen Heimatstadt an der Donau. Nicht weit von meinem Haus steht ein anderer, etwas kleinerer Stadtpalast des Barock, damals der Besitz der alteingesessenen Familie P.. Die alte Frau P. hatte sich bis zuletzt darin gegen alle Versuche gewehrt, sie ins Altersheim abzuschieben, und als es nicht mehr anders ging, kamen auch bald die Antiquitätenhändler und räumten ihre Wohnung aus. Als Frau P. dann gestorben war, verkauften die Erben das unrestaurierte Haus an einen Notar, der damit für den Rest seines Lebens Steuern legal vermeiden wollte. Was noch im Haus war, musste weg. Als ich am Nachmittag daran vorbeikam, warfen sie gerade den Sarough der Familie P. weg.

Die alte Frau P. war eine Bekannte meiner Grossmutter, so wie man sich eben kennt, wenn man das ganze Leben im gleichen Viertel der Altstadt wohnt. Der Sarough stammt aus der grossen Zeit der für die Verhältnisse der Stadt immens reichen Familie, und lag schon im Wohnzimmer, als Frau P. geboren wurde. Um 1900, schätzte Frau P., musste ihr Grossvater den Teppich erworben haben, und er war das teuerste Stück im Haus: Ein Monstrum, 2,5 Meter breit und 3,7 Meter lang, und an die 80 Kilo schwer. Gross genug, um einen halben Landesbankvorstand darin einzuwickeln und in der Donau zu versenken, falls man als neuer Ministerpräsident alte Mitwisser loswerden möchte. Aber viel zu schade dafür. Und ebenso zu schade für den Container, in den ihn die Erben der alten Frau P. werfen wollten. Immerhin, sie hatten dabei ein schlechtes Gewissen und waren heilfroh, als ich sie bat, das Monstrum mitsamt seinem Staub und Mottenlöchern mir zu schenken. Es folgte eine nicht ganz billige Restaurierung, und würde ich - was ich natürlich bis mindestens zum nächsten Mal unter keinen Umständen tue, denn es wäre nicht schicklich - je eine Frau in meinem Frühstückszimmer verführen, wäre der Sarough der Familie P. die erste, weiche, angenehme und exquisite Station nach dem Herabsinken von englischen Chesterfieldsesseln, deren Geschichte dereinst auch zu erzählen sein wird. 

Ich kann mir ein Zimmer ohne Perserteppich nicht vorstellen. Das gehört einfach dazu. Das ist in uns seit Generationen drin, dieser Wunsch nach dem Perserteppich, es gibt keine Alternative, und als meine Mutter dann sah, was ich des Nachts keuchend durch die Gassen geschleppt hatte, freute sie sich wie ein Kind. Über Jahrhunderte war der Perserteppich der ultimative Einrichtungsgegenstand der Reichen; in der Renaissance benutzte man ihn noch als Tischdecke, und nur die Allerreichsten konnten es sich leisten, auf solchen Kostbarkeiten zu gehen. Von blauen Kurfürsten wird berichtet, dass ihm während seines Exils in Holland der Verbleib seiner Gemäldesammlung reichlich egal war, aber die Teppiche wollte er aus München haben. Bis zu meiner Generation ist der Perserteppich neben dem edlen Porzellan und dem Silber und unabhängig von jeder politisch-weltanschaulichen Einstellung die zentrale Erfahrung von gelebtem Reichtum: Als Kind musste man dafür die Schuhe ausziehen, und durfte später keinesfalls darauf, wenn die Eltern in Urlaub waren, der Apotheker und Bankdirektoren Töchter hinunterziehen. Trotzdem oder gerade deshalb ist der Perserteppich auch unvergesslicher Bestandteil des jugendlichen Erwachens, und ich möchte behaupten: Es gibt da so einiges, an das man sich weniger gern erinnert.

Dann kam Khomeini und das Austrocknen der persischen Kunst und Importe, es kamen die indischen Teppiche und all die Betrüger, die bis zu 90% reduzierten, der Perser galt bald als unmodern und grosselternhaft, und es dauerte keine 10 Jahre, bis der vom Mittelalter bis zur Gegenwart begehrte Begleiter der besseren Gesellschaft des Hauses verwiesen wurde. Teppiche galten als Hausmilbenheimat und viel zu indezent für den neuen Purismus, es gab erbitterte Debatten um Kinderarbeit und die Menschenrechte, die erstaunlicherweise weitgehend ausbleiben, wenn es nicht um die Bewahrung einer Jahrtausende alten Kultur, sondern um billig zusammengeschluderte Kleider aus Diktaturen wie Bangladesch und China geht. Heute bekommt man beste Teppiche im Nachverkauf von Auktionen für einen  Bruchteil dessen, was sich an Preisen auf alten, sorgsam bewahrten Rechnungen findet. Wenn man so will: Die Teppiche einer normalen Villa im Westviertel sind ein schlechtes Investment für die Erben, die einen damals erheblich billigeren Porsche in der Doppelgarage sicher nicht so verschleudern würden.

Derartig veränderte Einstellungen zum Besitz dürften auch der Hintergrund für den Niedergang der Perserteppiche sein: Es gibt zu viele andere Alternativen für die Repräsentation. Alles, was man als Heimelektronik bezeichnet, spielte bis Ende der 60er Jahre keine besondere Rolle, Ortsgespräche wählte man auf Drehscheiben an und konnte unbegrenzt reden, TV gab es nur am Abend und Plattenspieler wurden für Dekaden erworben. Nahrungsmittel wurden in den letzten Jahrzehnten billiger, aber die Essgewohnheiten wurden mit dem Niedergang der Kochkunst sehr viel teurer. Die Generationenanschaffung eines guten Teppichs dagegen hindert die Mobilität und macht im Vergleich zu abwaschbaren Laminat erheblich mehr Arbeit. Wer seine Freizeit nicht mit Gesprächen und Büchern verbringt, sondern abgedunkelt in Sitzlandschaften vor der Glotze, hat auch nichts von so einem Teppich, ja, er fühlt sich nicht mal armselig, und das Auf den Teppich Ziehen hat er dank Pr0nodownload auch nicht mehr nötig. 

Genau aber dieses Unvorstellbar-Unerlaubte jedoch, diese byzantinisch-prunkvolle Freude am Hinabsinken mit dem Teuersten, das man hat, auf das Teuerste, das man ererbt, geschenkt bekommt oder im Nachverkauf abstaubt, könnte die Rettung für den Teppich sein. Es ging ein gewisses Raunen durch die Modewelt, als Dolce&Gabbana 2004 es wagten, ihre Modelle auf ausgefallenen Orientteppichen zu präsentieren. Seitdem muss man sich auf den bevorzugten Jagdgründen mitunter schon wieder um manchen pastellfarbenen Seidenteppich mit dreisten Rechtsanwälten streiten und über ihren, zur in Versace vom vorletzten Jahr gekleideten Begleiterin geneigten Aufsteigerkopf einen Preis ansagen, der vielleicht im retardierten Bayern immer noch gering wäre, aber im verkommenen Berlin der Transferleistungsempfänger aus Kanzleien und Beratung bei der allseits bekannten und sachverständigen Händlerfamilie M. schon eine gewisse Achtung erzeugt. Von Renaissance zu sprechen wäre zu viel.

Aber vor ein paar Wochen traf ich einen Abkömmling der Familie P., und der bedauerte schon wieder den Verlust so mancher schönen Dinge: Das alte Haus, mit dem man selbst hätte Steuern sparen können, die alten Möbel, die viel zu billig verkauft wurden, und der Teppich, von dem die alte Frau P. so angetan war, und den man hergegeben hat. Aber so ist das eben, sage ich tröstend: Natürlich macht eine Fussbodenheizung den Boden warm, wenn sie einmal läuft. Natürlich kann man Schuhe anziehen, und spürt dann nicht die Härte der Bodenplatten. Es gibt auch Webteppiche, die nicht hässlich sind, bis man das erste Mal Wein darauf verschüttet, was beim Perser nicht aufgefallen wäre. Auch die Katzen finden sich zur Not mit den Polstermöbeln ab und zupfen genervt jene Fabrikfäden raus, die im geknüpften Teppich verbleiben würde. Es geht durchaus ohne. Es sind ja nur 500 Jahre Tradition. Man kann so existieren.

Rational spricht also, auch wenn der Kampf um die Abschaffung des Teppichs inzwischen wieder ein wenig offen ist, wirklich vieles dagegen, auf derartig teuren Dingen herumzulaufen. Und wenn man mal Kinder hat und in Urlaub ist, können die immer noch den Badvorleger benutzen, in der Hoffnung, dass bei Apothekers daheim auch alles so kahl, glatt, sauber und kalt wie in der Leichenhalle ist. Niemand braucht Perserteppiche. Es ist nur Luxus, aber die neue Grundlage der besseren Gesellschaft ist ohnehin Marmor, wie im Empfangsbereich der Kanzlei oder Bank. Das Zeug, das bei mir unten im Hausgang liegt und nun auch schon ein paar Jahrhunderte mitmacht, wenn ich darauf den Schnee von den Schuhen klopfe, um dann oben den Täbriz zu betreten. Und ein paar weiche, feinste Millimeter einsinke. Es muss nicht sein.

(Der Teppich auf dem dritten Bild ist übrigens ein rund 130 Jahre alter und extrem robuster Afschar, auf dem man angeblich mit dem Panzer fahren könnte. Ich halte das für eine gemeine Untertreibung, hat er doch auch schon Besuche von fünf Kleinkindern, davon drei nicht schlafend, überlebt!)

Begleitmusik:
Vor den alabastern Mauer des Kalifengarten
Heult der Broder und macht den harten
Moslemfeind. Ich aber ruhe unter Palmen
Trinke Tee und kaue an dan Halmen
Feiner Pfefferminze. Es ist schön hier.
So angenehm. Und es tönt mir
Wundersame Weise von dieser Platte
Die schon länger ich im Auge hatte
Zur Vorstellung dem wertem Publikum.
Der Broder aber kippt vor Grausen um.

Veröffentlicht 30. Januar 2010, 11:03 von Don Alphonso
Kommentare

Stephen

30. Januar 2010, 11:55

Muss man zum Wertschaetzen von Perserteppichen ueber Fachkenntnisse verfuegen?  Selber bin ich ja nicht ganz westviertelkompatibel (kein Vermoegen), aber als ich es dann nach Abzahlen der fuer mein luxurioes langes Studium aufgenommenen Schulden endlich schaffte, mir eine Eigentumswohnung zu kaufen, schenkte mir meine Mutter zur Einzug "meine zwei am wenigsten wertvollen Teppiche".  Die sind fuer mein ungeuebtes Auge immer noch enorm schoen.   Muellcontainer? Niemals!

Nebenbei, wer gerade keinen Partner hat, kann auf solchen Teppichen auch sehr gut Yoga ueben. Rutschfestigkeit wird erreicht, indem man die Zehen gegen den Strich stellt.   Freunde fragen mich immer: "Du hast keine Yogamatte?"  Ich bin aber zu verklemmt, zu antworten: "Nein, Yoga uebe ich am liebsten auf meinem Perserteppich."  Aber hier, unter dem Schutz der Anonymitaet, kann ich das ja mal zugeben...

prince Matecki

30. Januar 2010, 12:54

Ja ein Leben ohne Perser ist möglich, aber sinnlos. Auch wenn ich damit etwas beim guten von Bülow geklaut habe. Das war so sobald meine Eltern sich in den 50ern wieder "etwas leisten" konnten und ist daheim auch so. In Wilhelmshaven war ich ein guter Kunde des dortigen Perser-Geschäftes. Ich bin sogar froh dass meine Vermieter bei der kleinen möblierten Bude hier in Bonn neben zwei Webteppichen mehrere alte (und etwas abgelatschte) Perser hier auf den Teppichboden gelegt haben. Es gibt Farbe und es macht es wohnlich. Das wird auch wieder "in" werden, spätestens bei der nächsten Energiekrise wenn die Leute die Fußbodenheizung unter dem hippen Steinfußboden herunter regeln müssen.

HansMeier555

30. Januar 2010, 12:56

Gedämpfte Begleitmusik?

Don Alphonso

30. Januar 2010, 13:06

HansMeier555, wird nachgeliefert - ich musste erst mal die Haremsdamen äh auf den Wochenmarkt.

colorcraze

30. Januar 2010, 13:11

Ihre Würdigung des Perserteppichs gefällt mir entschieden besser als ihre Ablehnung der Zumutungen der Nazimoderne. -

Auf abgezogenen Dielen haben sie eine natürliche Heimat, weil sie die argen Laufgeräusche von Holzbalkendecken dämpfen. Ihre Bedenken gegen Kleinkinder und staubige Schuhe teile ich nicht, sind diese Stücke doch glücklicherweise sehr robust und gebrauchsfähig, sofern es sich um wollene handelt. Seidenteppiche gehören eh eher an die Wand gehängt. Schlimm sind Hunde, Katzen, Motten, spitze Möbelfüße (die Rollen oben sehen gefährlich aus) und jahrzehntelanges Füße-auf-die-gleiche-Stelle-Setzen. Aber selbst von Motten angenagte und von Katzen verhaarte und ... lassen sich retten, indem sie fachgerecht gewaschen, gebürstet und eulanisiert werden. So geschehen mit einem kleineren Teppich einer verstorbenen Tante, den ich im Zug durch halb D schleppte und dann um die Ecke beim letzten noch vorhandenen persischen Teppichgeschäft wieder in Schuß bringen ließ. Zum Wegschmeißen war er zu schade, das Muster war so eigentümlich. Der Teppichhändler wußte, aus welchem Ort der stammte; es muß ein kleiner Ort sein, denn den Namen hatte ich noch nie gehört. -

Ansonsten, wie wärs denn mit einem Gobelin? Vor dem neuzeitlichen Raffen von Gegenständen aus aller Welt (man denke an chinesische Porzellanteller und indonesische Lackschränke) qua Seeverkehr machte man derlei in Europa selbst. Davon ist aber nicht viel erhalten, allenfalls in Belgien und Frankreich noch. Und Halberstadt, glaube ich.  

Der Tiger

30. Januar 2010, 13:13

Und wenn es geschneit hat, schleift man den Perser in den Garten, legt in auf den Schnee und klopft ihn ein bißchen aus. Das hat der Perser viel lieber als den neumodischen Staubsauger.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 13:51

Stephen, ich glaube, Mütter, die so etwas sagen, haben gar keine schlechten Teppiche und sind somit der beste Indikator. Generell denke ich, dass sie einem einfach gefallen müssen - präzise Herkunft, Knotenzahl und in gewisser Weise sogar das Alter sind relativ, wobei ich eigentlich immer zu den älteren Stücken greifen würde.

.

prince Matecki, ich finde ja, dass allein schon die Farben warm machen, egal wie kalt es wirklich ist. Was mir aber weh tut, ist der Umstand, wie viel gerade einfach so entsorgt wird, denn gerade die Stücke vor 1979  sind ganz famos. Und da fehlt bei vielen einfach das Bewusstsein.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 13:56

Begleitmusik ist da, sind alle zufrieden? Habe ich etwas vergessen?

prince Matecki

30. Januar 2010, 14:03

Kleiner Tip: Wer die Lautsprecher der Entkoppelung wegen auf Spikes stellt möge jeweils eine Cent Münze unterlegen. In die Kupferlegierung sinkt der Spike ein, die Entkopplung bleibt bestehen und Perser (oder Parkett) danken es.

Für kleine Korrekturen ("toeing in", d.h. leichtes Anwinkeln nach innen) kann man die Boxen damit sogar verschieben.

HansMeier555

30. Januar 2010, 14:03

Warum haben Teppichhändler eigentlich so einen schlechten Ruf, und das sogar dann, wenn sie, wie ein Berliner Ex-Bürgermeisterkandidat, in einem gutbürgerlichen Steinhaus seßhaft und polizeilich gemeldet sind?

Kunstrat Fraischdörfer

30. Januar 2010, 14:16

Teppichhändler, das war so Anfang achtziger Jahre in vorigen Jahrhundert gewissermassen exotisch, jedenfalls viel aufregender als Galerist.

.

Nahmen sie doch für sich in Anspruch, ihre Teppiche in eigens durchgeführten Expeditionen - die fuhren deswegen auch alle Land Rover als Geschäftswagen - ausgekundschaftet, beugutachtet und schliesslich für ihre Kundschaft an Ort und Stelle der Erzeugung erworben und so importiert zu haben, von Zollagern war da nie die Rede.

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Seitdem irgendwelche Abverkäufer von Webwaren die sonderbarsten Postwurfsendungen verschicken, die sonderbarste Erzählungen,  untersetzt mit allersonderbarsten Paragrafen der einschlägigen Geetzbücher, enthalten und diese ganzen Erzählungen aus tausendunundein Nächten mit vielen, zunächst unverständlichen Worten schlussendlich nicht viel anders sagem als das aus vergleichbarem Zusammenhang bekannte: Zwanzig Prozent auf alles ausser Tiernahrung! ist es mit der Exotik dieses Standes nicht mehr weit her.

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Das mit der Flucht in die Sachwerte klappt auch nicht, wenn die Erben die ererbten Werte nicht zu schätzen wissen. Von daher ist verleben, solange es geht, nicht die schlechteste Alternative.

donna laura

30. Januar 2010, 14:31

mein lieber Don Alphonso, erwähnten sie nicht kürzlich auf nachfrage (viel weiter oben in disem blog), dass ihnen für gewisse aktivitäten ein perserteppich zu unbequem sei? falls aber doch einige hartnäckige flecken, die regelmässig das interesse der hunde auf sich ziehen, aus der frivolen, aber ungeschickten jugend zurückgeblieben sein sollten, könnte ich ihnen noch das reinigungsteam aus dem weisssen haus empfeheln, die haben übung ...

unsere perserteppiche treiben sich aus gerechtigkeitsgründen bei den geschwistern herum und wärmen interlükbe an, in unserer bibliothek befindet sich ein anderes schätzchen: ein millefleur.

laperla

30. Januar 2010, 14:39

leichtfüßig und anmutig. schon lange habe ich keinen ihrer texte so genossen wie diesen. danke.

Reiterjunge

30. Januar 2010, 15:02

Dicke Teppiche sind etwas feines, besonders wenn im ganzen Haus Fliesen verlegt sind.

Sie müssen ja nicht teuer sein.

Wenn man feine alte Perserteppiche einfach so findet, umso besser.

Ich hätte ihn auch mitgenommen.

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Es ist nicht zu fassen was die Leute alles wegwerfen.

Kürzlich habe ich aus einem Sperrmüllhaufen in Frankfurt-Bockenheim ein sehr schönes chinesisches Bild gezogen.

Ich kenne mich überhaupt nicht damit aus, aber das Papier des Passepartouts sah schon ungewohnt aus.

Zuhause habe ich zumindest festgestellt, daß es original handgemalt ist.

Es trägt einen Stempel und eine Unterschrift.

Wer weiß ?

nico

30. Januar 2010, 15:28

Geehrter Don, nun endlich der lang ersehnte Beitrag. Und natürlich schreiben Sie in erwarteter Weise. Schön und Beruhigend. Ich kenne eine pers. Familie - natürlich Teppichhändler hier am Ort, und das schönste, was man erleben konnte, war, dem Vater bei Verkaufsgesprächen im Geschäft zu lauschen. Jedewede Art des Vertrauensbeweises wurde da kundgetan. Unglaublich wie die steten Räumungsverkäufe, die heutzutage mit amtlich bestellten Gerichtsvollziehern mit Foto belegt werden, um 70%Nachlaß zu rechtfertigen. Fehlen eigentlich nur noch Kinder mit abgehakten Extremitäten oder durch Bomben verlorengegangene. Genau dies führte wohl zur Inflation dieser unentbehrlichen Kunststücke. Es lag aber auch einfach zuviel Müll in den Freihäfen, der den Begriff Perserteppich nicht verdiente. Maschinenteppiche, an denen just das Preisschild Handarbeit ist. Stillose Besitzer solcher legen sich ja gerne Brücken mehrfach übereinander. An einem 3x5 Meter Exponat hingegen haben früher ganze Familien geknüpft, und die waren stolz drauf. Naturfarben wurden verwandt, die nichts mit diesen Acrylfarben gemein haben. Auf nichts geht und ...... es sich schöner als auf einem 2,5cm dicken Perser.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 15:42

colorcraze, doch, Gobelins gibt es noch in grosser menge, zumindest nachmittelalterlich, so gut wie in jedem besseren Schloss. Aber auch in Basel gibt es grosse Bestände. Das ist aber eher ein Thema für Spezialisten, weil die heutigen Zustände die ehemalige Wirkung kaum vermitteln können. Bei gut gemachten Seidenteppichen sehe ich auch bei der benutzung kein Problem, Seide ist ja enorm stabil.

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Der Tiger, aber nur, wenn der Schnee sehr kalt und trocken ist!

Don Alphonso

30. Januar 2010, 15:46

prince Matecki, danke, das hört sich klug an - bei der Rolle sehe ich keine Probleme, weil der Tisch immer wieder bewegt wird - vorsichtig natürlich. Ansonsten gibt es in England kleine Bronzeschalane mit 2 Zoll Durchmesser, in die man die Beine von Möbeln stellen kann.

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HansMeier555, meine Schwester erzählt, dass es ganze juristische Fachbücher nur zum teppichbetrug gibt. In den 70er Jahren, als die Preise rapide stiegen, war das wohl sehr weit verbreitet.

luxurius

30. Januar 2010, 16:02

Erstaunlicherweise ist so ein feiner Perser aus reiner Wolle, wo er doch so empfindlich aussieht, in Wirklichkeit um ein vielfaches robuster als beispielweise ein normaler Teppichboden, dem man ein längeres Leben zutrauen würde aufgrund seiner Grobheit oder auch den Kunstfasern.

Geschmack hin oder her, jedenfalls ist ein Perser keine Umweltverschmutzung, weil es kein Wegwerfartikel ist.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 16:07

Kunstrat Fraischdörfer, das eigentliche Elend des Teppichhandels beginnt so gegen 1900, 1910 im heutigen Nordwestiran. Von dort aus wurden im  19. Jahrhundert  die alten Originale aufgekauft, bis man keine mehr fand und nacharbeiten lassen musste. Um 1920 kamen dann die Kunstfarben auf, die bemalten Teppiche, dann auch noch die Sesshaftigkeit von Nomaden und die Manufakturen. Das sind nicht zwingend schlechte Teppiche, aber wer wirklich etwas Gutes möchte, muss 100 Jahre zurück gehen.

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la perla, bitteschön, gern geschehen. (Vielleicht sollte ich ja mit mehr Unterleib bloggen, und mit weniger Hirn)

Don Alphonso

30. Januar 2010, 16:17

Liebe Donna Laura, ich bin natürlich meinen Pflichten der Recherche nachgekommen und habe das alles mit einer Bekannten in Versuchsreihen ausprobiert. Mit folgenden Ergebnissen

1. Der Höhentest: Sturz aus 60 Zentimeter Höhe mit 1 Geliebten aus dem Bett auf einen dickflorigen Bergamaläufer am Tegernsee, ca. 1950: 1 gebrochener Zeh. (Ich weiss, ich behauptete, das sei beim Aufräumen passiert, aber hier nun die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Es war ein Arbeitsunfall.)

2. Der Seiden-Goum am Tegernsee, ca. 1970: Nach wenigen Momenten viel zu hart, trotz guten Gefühls. 3 blaue Flecken.

3. Der anatolische Gebetsteppich, ca. 1960 in meiner Jungfrauenfalle unter dem Dach: ganz ok für kurze Zeit, aber zu dünn, aber auch mit guter Profanität.

4. Der obige Afschar: Nicht besser als eine Bundesstrasse. Sehr blutig danach.

5. Der Ardebil in meinem Schlafzimmer: Ausgefallen wegen mangelhafter Aufräumaktion.

6. Der Sarough von Frau P.: Ach nach 30 Minuten angenehm, leicht matratzenartig, gutes Gefühl in der Hand.

Wie immer, kommt es also darauf an.

HansMeier555

30. Januar 2010, 16:26

Könnte man nicht auch so einen Sunbeam innen mit Teppichen auskleiden, einschließlich Decke und Kofferaum?

Der Tiger

30. Januar 2010, 16:51

Vor langer Zeit, als ich noch jung und weiblich attraktiv war, lud mich mal ein kanadischer Diplomat zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Während seine  Frau das Essen zubereitete, gab der Diplomat mir auf einem riesigen Perserteppich, er muss mindestens 8 m lang gewesen sein, meine erste Golfstunde. Mein Lehrer meinte, ein Perser sei mindestens so gut wie ein englischer Rasen und im langen Winter von Ottawa könnte man ja leider nicht draussen Golf spielen. Es blieb meine einzige Golfstunde, denn nach einen Diplomaten als Lehrer auf einem Perser war mir jeder andere Golfkurs zu profan.

Driver

30. Januar 2010, 18:30

Lieber Don, dankedankedanke! Endlich der Beweis, dass Geschmack und gutes Liege- oder Rollgefühl zusammengehören. Haben Sie das mal den Japanern zu erklären versucht, die sich im Winter in ihren Hütten den Hintern? Und wäre das Gaspedal von 27 Millionen Reisschüsseln nicht ganz unverklemmt geblieben mit einem richtigen Perser unterm Fuß? Übrigens ein weiteres schlagendes Argument gegen Autos (billige Gewebe als Giftmülldepots) und für Musikinstrumente (Holz auf händisch geknüpftem Wert). Jetzt lege ich meinen 2x3 Tabriz aber mal in den norddeutschen Schnee. Chapeau!

muscat

30. Januar 2010, 18:34

Kaschkooli in Naturfarben muss sein; wäre auch sehr für Ihre Testreihe zu empfehlen.

.

Die Musik ist klasse. Der (islamische) Orient wird schwer unterschätzt (nicht nur von Herrn Broder).

Maximilian

30. Januar 2010, 18:55

Immer die kleinen niedlichen Spitzen auf Berlin, der Don ist schon ein putziges aber eben nicht ganz ernst zu nehmendes Fabelwesen. Denn schließlich wollen in der Realität alle nach Berlin, nur keiner an den Tegernsee. Aufs Land könnte ich noch mit 80 ziehen, die Jugend der global angesagtesten Stadt möchte ich aber auch in meinen jungen Jahren geniessen. Drum Glück auf für das kleine Donle in der Provinz, ich bin da eher Kosmopolit.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 19:09

Also, ich habe eine Bekannte in Berlin, die hat sich eine Wohnung in etwa so gross wie meine gekauft - ganz regulär, ruhig, recht zentral, gute Anbindungen, Blick ins Grüne, sauberes Haus, was ja nicht selbstverständlich ist in Berlin. Da kostete der Quadratmeter 700 Euro. Bei mir am Tegernsee geht unter 2500 bis 3000 nichts. Und jetzt frage ich mich, wieso wir am Tegernsee 10 Jahre Genehmigungsfristen für Neubauten haben, und vier mal so hohe Preise. Weil hier keiner her will, oder vielleicht nur, weil wir dort wohnen, wo sich ein Berliner oft nicht mal einen Urlaub leisten kann?

HansMeier555

30. Januar 2010, 19:18

Rottach-Egern ist teurer als Gmund, richtig?

Don Alphonso

30. Januar 2010, 19:22

Tendenziell ja, aber in echter Seenähe ist das da oben die absolute Untergrenze, oder es gibt einen Haken. Formal gehört aber auch St. Quirin zu Gmund, und das ist mit die teuerste Lage am See und wohl auch eine der teuersten in Deutschland. Zu kleines Angebot, zu grosse Nachfrage.

Maximilian

30. Januar 2010, 19:26

Da wohnt die Bekannte aber in einer schlechten Gegend, ich würde den Umgang wechseln. Im normalen Prenzl.Berg 2-3000 Euronen Standard, beste Mittelage zB am Potsdamer Platz inzwischen 5.000 E. Da der T-See so klein und provinziell ist wundert es nicht, dass man lange auf Genehmigungen wartet, vielleicht liegts aber auch nur an der bräsigen Mentailtät der Beteiligten? Wie auch immer, max. ein verlängertes WE Urlaub am See oder in einer Rentnerpension dann ab 80, alles andere wäre bei gesundem Verstand nicht zu verantworten. ;-)

Don Alphonso

30. Januar 2010, 19:42

Ich dachte ja immer, dass sich "gut" und Potsdamer Platz irgendwie ausschliessen, schliesslich gab es ja auch im beisheim Center massenhaft Probleme, den Immobiliengiftmüll zu verkaufen. Aber ich schaue natürlich gern nach, und was sehen da meine Äuglein? Gleich neben der Castingallee, 75 Quadratmeter restauriert aus Insomasse, 127000 Verkehrswert, na, da würde es mich aber wundern, wenn bei der Auktion mehr als 100.000 rauskäme. Aber die Hybris dieser Stadt, die vollkommen überzogenen und unverkäuflichen Anzeigenpreise für bare Münze zu nehmen, kennt man ja. Nicht umsonst wurden die letzten 2 jahre viele dieser angelich 5000-Euro-Projekte stillschweigend eingestellt. Also, kommen Sie mal runter und lesen Sie Yvan Golls Sodom Berlin, das erdet. Oder soll uch jetzt nochmal den Anteil des Wohnungsleerstandes in Berlin raussuchen? Brettharte Fakten, und so?

colorcraze

30. Januar 2010, 19:46

[Untersetzer] 2 Zoll klingt nach Abhilfe. -

[Testreihe] hm.. vielleicht doch eher der geschnitzte maschinengewebte chinesische Schlafzimmerteppich? Wenigstens scheint sich das Retten des Saroughs gelohnt zu haben. -

[Gobelins] Aus welcher Zeit sind die in den Schlössern? Bestimmt Barock und Rokoko, oder? Sind Ihnen auch mal welche aus der Zeit davor untergekommen (Renaissance, Gotik, sensationell wäre Romanik)?

[persische Teppichproduktion] Naja, es gibt schon sehr gute Chemiewollfarben - inzwischen, 1900 noch nicht so. Die damaligen Lilaexperimente dürften wohl recht schnell ausgebleicht sein. Bemalte Teppiche klingt allerdings nach Billigstschund, womöglich war es das, was die süddeutschen Maschinenteppiche zur soliden Alternative erhob.

HansMeier555

30. Januar 2010, 20:01

Sind das jetzt Quadratmeterpreise für die Wohnung oder für den Teppich?

--  Hallo?

Maximilian

30. Januar 2010, 20:14

Wer nicht in Berlin lebt kann nicht mitreden, erst recht nicht am Berg im Wald am See. Klar kann ich Konkurs- und Insolvenzangebote raussuchen und versuchen deren Preise als real auszugeben. Wenn Sie sich aber nicht gänzlich den Illusionen hingeben, dann finden Sie gute und bewohnbare Objekte im Prenzl.Berg und Mitte ab 2-3 TE, gerne in Luxusausvarianten auch darüber. Der Potsdamer Platz ist natürlich mit dem Blick aus entsprechenden Objekten auf den Tiergarten großartig, hier ein Tiergartenfoto berlinlaurabraun.wordpress.com/.../der-klassenreise-nach-berlin-im-fruhling , kenne ich so etwa auch vom Central Park. Es bewahrheitet sich auch im Fall Ihres Berlintraumas wieder: Viel Feind viel Ehr! Denn wer will bitte schon ohne Rollatorbedürftigkeit an den Tergensee. ;-)))

Der Gärtner

30. Januar 2010, 20:16

Da haben Sie eine schöne Geschichte geschrieben, der ich nur aus vollem Herzen zustimmen kann. Zu Perserteppichen und Knüpfware anderer Provinienzen könnte ich Geschichten erzählen. Jedes Jahr einmal, an einem heissen Sommertag nehme ich einen der Teppiche und schrubbe sie mit Schrubber und Kernseife und dem Gartenschlauch. Danach trocknen sie in der Sonne. Meine schlimmsten Sonnenbrände habe ich mir dabei schon geholt. Familiäre Haushaltsauflösungen haben uns auch schon um schöne Stücke bereichert, weil die eigenen Kinder das nicht wollten.. Da der Boden bei uns zum Bedecken nicht ausreicht, habe ich manche an die Wand geknüpft. Schön sind auch französische Teppiche mit floralen Mustern, wir besuchten dazu eigens die letzte Manufaktur ,,Point" in Sedan. Die haben z.b. den Elysee-Palast ausgestattet. Heute zwar eine sehenswerte aber leider recht traurige Fabrik mit riesigen Metallwebstühlen.

Verbrachten heute Nachmittag vor dem Kamin mit ....Torte und ...Tee, wunderbar, draussen Schnee, da muss ich Ihnen einmal rechtgeben.

Inge

30. Januar 2010, 20:18

Bleiben sie alle mal schön auf dem Teppich, die beste Grundlage der besseren Gesellschaft ist noch immer das reine Gewissen (ist ja in Persien oder heutzutage Iran ja nicht zum Besten bestellt oder irre ich mich?) Der teppich täuscht nur hinweg die eigentlichen Probleme liegen ja noch viel tiefergelegt

Don Alphonso

30. Januar 2010, 20:25

Nun, Maximilian, es gibt hier so einen Knopf, und an dem entscheide nur ich, wer hier mitreden kann und wer nicht. Ich habe aber anderthalb Jahre in Berlin gewohnt und ja, ich kenne auch den Immobilienmarkt, weil Berlin vor gut zwei Jahren auch Teil meiner Überlegungen war - eben weil es dort realiter spottbillig ist (80 qm gegenüber der BfA für 90.000 Euro, Anfang der 90er gebaut, mit Gartenanteil und Tiefgarage heiss das Angebot). Am Tegernsee wohnen viele ältere Menschen, weil sie es sich leisten können, für Jüngere, das gebe ich zu, ist es sehr schwer, dort zu kaufen oder zu bauen. Aber es ist keine Frage des Wollens.

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Denn es ist wirklich hübsch hier. Übrigens habe ich vorgestern mal nachgeschaut: Von mir nach Berlin sind es 634 Kilometer, davon ein Drittel durch Ostdeutschland. Nach Venedig sind es  nur 406 Kilometer. Und die Leute dort würde ich durchaus beneiden. Aber Berlin? Oh weh.

Maximilian

30. Januar 2010, 20:37

Eigentlich kenne ich nur Menschen, ob aus Deutschland oder international, die von Berlin begeistert sind, gerade auch mit entsprechendem finanziellen Hintergrund, da das Lebens- und Freiheitsgefühl hier ungleich intensiver und größer ist als in den stickigen muffigen Biedermeierdörfern und -gegenden, die einen geistig zu schnell altern lassen.

Wie gesagt, wo auch immer ich wohne, muss die Gegend passen. Sie können also nach Schnäppchen- und Sonderangebioten suchen oder alternativ nach der favorisierten Gegend, müssen dann allerdings auch den Preis zahlen können. Wenn ich in den guten und angesagten Gegenden Berlins wohnen will, etwa Schlachtensee, Potsdamer Platz, Bötzowviertel, Paul-Lincke-Ufer, Scheunenviertel, Victoria-Luise-Platz, Dahlem, Winterfeldtplatz uva., muss ich auch die Preise zahlen wollen und vor allem können. Mit Ihren Billigangebotspreisen kommen Sie da leider nicht weit, entweder Schnäppchenjäger sein oder gut leben, da tendiere ich doch eher zu letzter Alternative.

HansMeier555

30. Januar 2010, 20:39

"Gleich neben der Castingallee, 75 Quadratmeter restauriert aus Insomasse, 127000 Verkehrswert, na, da würde es mich aber wundern, wenn bei der Auktion mehr als 100.000 rauskäme."

- Hey, das interessiert mich, können Sie den Link posten?

HansMeier555

30. Januar 2010, 20:40

Und wie weit isses bis Salzburg?

Das haben Sie hoffentlich auch mit eingepreist.

Der Gärtner

30. Januar 2010, 20:50

Eine sagenhafte Ausstellung über die Burgunder in Brügge vor ein oder zwei Jahren zeigte auch das Hofzeremoniell Philipp des Guten welches in Europa stilbilden gewesen ist. Zentral war dabei das Aufhängen der Teppiche, mit denen der Königstross durch seine Länder unterwegs war und diese dabei in Spezialbehältern transportierte. Schon konnte Regierung gehalten werden.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 21:04

Der Gärtner, wenn ich mich richtig erinnere, ist man ab dem Papsttum in Avignon recht gut dabei, was das Zeremoniell und die Eaumausstattung anging (Ich muss unbesingt wieder nach Avignon).

.

Ich meinte mal gelesen zu haben, dass es in Frankreich auch noch eine Fabrik gibt, die das nach alter Methode macht. Ich muss mal in meinen Büchern kramen, das war ein Einrichtungsbuch über die Region der Ile-de-France. Man braucht die Stücke für manche Museen und Schlösser. Oder ich frage mal in München nach. Das wäre nämlich auch so eine Sache, und ich habe gerade zwei Stühle um 1720 zu bepolstern.

Der Gärtner

30. Januar 2010, 21:05

Berlin-Tegernsee: da reiten Sie mal wieder Ihr liebstes Steckenpferd. Berlin mit seinen Wasserstrassen und der umliegenden Seenlandschaft: Scharmützelsee im Paddelboot am Sommertag durch endloses grünes Schilf dazu Musik ,,Am Fenster" von ,,City", so kann Glück auch aussehen. Oder Potsdamer Schlosspark, eine Traumlandschaft. Aber Sie wissen das!

Von Ihren Teppichabenteuern glaube ich kein Wort!

Der Gärtner

30. Januar 2010, 21:12

Abenteuer dieser Art haben ausserdem auf dem Bärenfell stattzufinden... sagt der Volksmund.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 21:13

Das, mein Bester, ist auch ganz gut so.

.

Aber ich bin kein Freund von toten Tieren.  Teppiche sind einfach schöner.

Der Gärtner

30. Januar 2010, 21:19

Dies ist der rechte Ort für eine lang fällige Richtigstellung: ,,Je mehr Schotter, desto dicker die Teppiche", Irrtum, umgedreht! Iranisches Sprichwort: je reicher das Haus desto dünner die Teppiche.

Maximilian

30. Januar 2010, 21:25

Nun, der eine mag die Abwechslung auf der Erde, etwa die Vielfalt Berlins, oder eben dem Wasser, so die endlosen Wasserwege und unzähligen Seen der traumhaften Hauptstadtregion. Andere sind anspruchsloser und fühlen sich an einem kleinen monotonen Ort und See eingeengt von Bergen schon wohl, mir wäre das ja irgendwie viel zu wenig für ein wahrhaftes und intensives Leben. ;-)

HansMeier555

30. Januar 2010, 21:36

Es gibt so ein paar Luxuskunstprodukte, die sich der Züchtung, Industrialisierung, Reproduzierung, Rationalisierung verweigern.

Trüffel, Kaviar und halt auch die Teppiche.

Offenbar hat noch niemand eine Maschine erfunden, die so einen Teppich von gleicher Qualität billiger und schneller knüpfen kann. Erstaunlich eigentlich.

Der Tiger

30. Januar 2010, 21:48

Und wenn man die ganz dünnen (Seiden)teppiche sogar noch an die Wand hängen kann, ist man wohl besonders reich? In unserem Wohnzimmer hängt - sichtbar von der Straße - ein Lyoner Seidenwandteppich, fast noch ganz modern, ein echter Hundertwasser. Wie ich ihn wo, warum und wie zahlbar erstanden habe, ist eine lange Geschichte. Aber jetzt weiss ich wenigsten, warum diverse Leute annehmen, ich sei unsagbar reich.      

Don Alphonso

30. Januar 2010, 21:53

Ha! In meinem Schlafzimmer am Tegernsee hängt über dem Fallhöhentestbett so ein dünner Seidenteppich mit Lebensbaum!

HansMeier555

30. Januar 2010, 22:01

Ihr Teppich: Draufbleiben und davonfliegen.

HansMeier555

30. Januar 2010, 22:04

Mal off topic: Hat es eigentlich keinen Sinn, jetzt kräftig Griechenland-Staatsanleihen zu kaufen? Wenn der Schneeball platzt, muß ja sowieso der mitteleuropäische Steuerzahler ran, darauf kann man sich doch wohl fest verlassen, oder nicht?

JoeKotsch

30. Januar 2010, 22:20

@Maximilian

..

einverstanden, leben und leben lassen..

..

aber auch lassen..

.

www.youtube.com/watch

.

bin ich froh, dass ich so alt bin, wie ich bin..

Johannes Pesch

30. Januar 2010, 22:27

http://sine nobilitate

nu bleimse mal alle aufm Teppich

Dame mit dem Einhorn

30. Januar 2010, 22:32

oje, Hundertwasser, und dann auch noch textil, kitsch as kitsch can

Inge

30. Januar 2010, 22:46

na hoffentlich haben Sie unter dem Fallhöhentestbett aucfh wieder einen dicken

Teppich liegen aber danke für die schöne Seenlandschaft und jetzt träumt mal

alle schön die beste Winterlandschaft haben wir ja heute schon gratis bekommen

direkt von oben, der höchsten Fallhöhe.man geht auch wunderbar leise darauf

BertholdIV

30. Januar 2010, 22:48

@DA

Warum zitieren Sie denn diesen blauen Kurfürsten. Diese ganze katholische Reconquista hat die Oberpfalz, Niederbayern nur vor die Hunde gehen lassen. Über den hilft doch nur der Mantel des Schweigens oder Löschung aus den Geschichtsbüchern.

Zu Berlin: Ich habe gestern im Standard (sic!) ein Interview mit Michael Michalsky

gelesen, wie angesagt die Modestadt Berlin ist.... Viel Feind viel Ehr und viel Erfolg beim Kampf gegen Berlin. Wäre es nicht die bessere Strategie das Geschehen in dieser erst seit kurzem bestehenden Stadt - ich gehe immer von Städten aus, die noch das römische Imperium gesehen haben - einfach zu ignorieren?

Don Alphonso

30. Januar 2010, 22:55

BertholdIV, die Alternative wäre der Adebil in Hitlers Privatbüro gewesen. Ich schöpfe halt aus dem Wissen, das ich parat habe. Ich hätte jetzt auch einen anderen Typen herausrechercheren können, aber so leicht ist das alles nicht. Also der blaue Kurfürst.

.

Und Berlin  - wird das nicht schon genug ignoriert? Als hier in dieser Zeitng vier oder fünf Beiträge zu diesem Modevortäuschungsdingens kamen, gab es meines Wissens nach 0 Kommentare.

.

Inge, wir haben hier bretthartes Glatteis. Ohne Teppich, falls es einen derbröselt.

BertoldIV

30. Januar 2010, 23:01

@DA

noch ein Nachtrag zu "angesagtesten Stadt" und dem ganzen Unsinn. Weil es oben erwähnt ist: Salzburg glaube ich, ist wirklich das, wo die Weichenstellung passiert. Die Familien Piech und Mateschitz regieren schon das halbe Europa. Wenn Sie sich mal in der Großindustrie umhören, wie viele wichtige Firmenfeiern in den Hangars von Red Bull stattfinden. Oder welch riesigen Flughafen das kleine Salzburg hat (nicht wegen der Chartermaschinen).

Don Alphonso

30. Januar 2010, 23:02

HansMeier555, die Verschuldung Griechenlands wäre nur ein Teil des Problems. Ich glaube auch nicht, dass man das enorme Defizit der Griechen auffängt, dazu haben sich die zu viel geleistet, und es würde nur den Korruptis dort helfen, so weiter zu machen. Es gibt bei der EZB schon Überlegungen für den Aussieg aus der EZB-Zone; die Griechen könnten wie andere Balkanländer mit dem Euro weitermachen, nur halt ohne Zentralbank.  Dann ein Staatsbankrott oder ein Schuldenschnitt. Sonst hat man einen tag später die Iren und eine Woche später Italien und Spanien mit den gleichen Wünschen vor der Tür. Griechenland ist möglicherweise einfach verzichtbar.

.

Der Gärtner, ich denke, das hängt auch ein wenig von den klimatischen Verhältnissen ab. Ich mag weiche, warme Teppiche. Und wichtig ist vor allem auch die Knotenzahl.

BertoldIV

30. Januar 2010, 23:08

@DA

aber müssen es immer diese Vertreter der Rekatholisierung sein. Ich bin wie schon mal gesagt in einem der ältesten Gymnasien D in die Schule gegangen, gegründet von Jesuiten direkt nach der Wiedereinverleibung der oberen Pfalz in der hauptstadt dieses Kurfürstentums: Unser Latein und Griechischlehrer (CSU? aus Landshut?) hat über die o.g. Person berichtet und nie vom Winterkönig. Nein das muss einfach nicht sein. Die Rekatholisierung hat die Gegend nur zum Teufel gejagt, einen Vorteil haben die rekatholisierenden Oberbayern davon auch nicht, aber es gibt ein paar barockkirchen - wers mag.

fionn

30. Januar 2010, 23:11

Was machte die Bessere Geselleschaft früher abends?  Sie musizierten!

Ich habe keine Perserteppiche, doch ich spiele Klavier und habe ein Astor-Klavier von ca. 1785.  

Der Hintergrund ist für Deutsche besonders interessant:  

John-Jacob Astor wurde 1763 in Walldorf, Deutschland geboren.     Mit 16 Jahren verliess er Walldorf, wanderte nach London aus, wo er wohnte 4 Jahre lange bei seinem Bruder George Astor, der Klaviere baute (bis 1810) in seinem Werkstatt an 73, Cornhill,  London.    John-Jacob konnte bald fliessend englisch, wanderte  1783 nach Baltimore aus und von dort resite er weiter nach New York.  Statt Geld nahm er als "capital" einige Musikinstrumente (u.a. ein Klavier und einige Querflöten) mit.  Bald began er mit Pelzen aus Kanada zu handeln.  Er machte alles selber in Kanada "trapping, trading, beating the pelts himself".   John-Jacob  schickte die Pelzen nach London  und importierte Klaviere.

Er hat eine sehr kluge Anlagestrategie -  in New York/Manhattan kaufte er Grund und Boden (Land ) auf!   Und als er 1848 starb, besass er 1/20 von Manhattan.  He was the richest man in the USA, worth USD20M. - 1/15 of the US Treasury at that time!  

Zwei US Präsidenten - Thomas Jefferson und James Monroe - hatten je ein Astor Klavier....

Diese Infos bekam ich von der Artistic Direktorin at Beechwood House

(das Herrenhaus der Familie Astor  - heute ein Museum - in den USA).

www.friendsofsquarepianos.co.uk/sale.html

Teutobrecht

30. Januar 2010, 23:14

http://G. Schoenbauer

@HansMeier555,

Sie sind nicht der einzige. Das zuletzt placierte Anleihenpaket stiess ja - bei einem Zinssatz um 6 % - auf regen Zuspruch.

Meine auch: Ob nun China oder wer immer einsteigt oder auch nicht einsteigt, man wird die Griechen nicht fallen lassen; auch die die sog. Dominotheorie scheint mir eher unsinnig zu sein.

Selber hoffe ich darauf, mit den zu erwartenden Waehrungsschwankungen einen kleinen Schnitt zu machen.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 23:26

Die Schweizer werden schnell intervenieren, und solange die Amerikaner über 5% non performing loans haben, würde ich auch nicht dem Dollar trauen. Aber das muss jeder selbst wissen, ich würde die Hände von FX lassen.

fionn

30. Januar 2010, 23:27

@ HansMeier 21.04h   Computer-driven Trading sorgt für viele Volatilität an den Börsen.    Doch wenn man bereit ist, mit eigenem Geld zu spekulieren... trotzdem man muss sehr gut informiert sein.  Ich kontrolliere mein Depot täglich, wie ich früher meine kleine Kinder nicht aus dem Augen liess.

BertholdIV

30. Januar 2010, 23:28

@hansmeier555

vor zwei Jahren hat mich ein Kunde bei einem Kundenfest nach einem Aktientip gefragt. ich habe ihm gesagt, dass es m.E. billige systemrelevante Banken gibt, die nicht fallen gelassen werden dürfen. Er hat sich dann Fortris gekauft und eine goldene Nase verdient. Ähnliches hätten Sie mit Immoeast in Aut machen können. Bei Griechenland bin ich nicht sicher. ich würde mir immer noch die Commerzbank ansehen. Rechnen Sie sich mal die Marktkapitalisierung von 2008 und 2009 nach. Dann sehen Sie wieviel Kapital da vernichtet wurde um die Dresdner auffangen zu können, damit die Allianz diese von ohnen eigens "geschaffene" bad bank abstoßen konnte.  Sie brauchen sich nur den Chart derCommerzbank seit 2007 ansehen, das ist selbsterklärend, was da passiert.

HansMeier555

30. Januar 2010, 23:44

Danke für die Hinweise zu Griechenland. Darauf einen Ouzo.

.

Lieber Berthold IV, wenn Sie nach Nordostdeutschland schauen, dann müssen Sie doch zugeben: Keine Rekatholisierung ist auch keine Lösung.

colorcraze

30. Januar 2010, 23:44

@Gärtner/Don: bringt mich zu einer Idee für die heutigen fahrenden Projektler: immer das gleiche Tuch mitnehmen als Hintergrund für die Webcam beim Skypen, das beruhigt das Gegenüber.

Don Alphonso

30. Januar 2010, 23:45

Ich darf vielleicht noch auf das hier hinweisen:

.

www.businessinsider.com/we-are-so-screwed-2010-1

.

Ich persönlich glaube, dass den Griechen nur ein Schicksal am Herzen liegt: Ihr eigenes. Und deshalb wäre ich enorm vorsichtig, irgendwas mit denen zu tun. Solange weiter die Agrarsubventionen kommen, macht denen der ein oder andere Geldleiher und dessen Schicksal absolut nichts aus.

Der Gärtner

30. Januar 2010, 23:50

Je feiner der Faden, desto mehr Knoten pro qm.

No. 6

31. Januar 2010, 00:09

Verehrter Maximilian,

Berlin ist wie ein großes Universitätsviertel im Weltraum.

.

Es werden alle Sprachen gesprochen. Dem Paten aus dem vorderen Orient gehören auch die italienischen Restaurants, der Copyshop und die Änderungsschneiderei.

.

In den verlassenen stählernen Bilgen der Randzonen tobt der Aufstand der Tentakelianer. Die verlassenen Übungsräume ehemaliger Robotorchester werden renoviert damit sie in Zukunft für die Teezeremonie der Hohen Priesterin genutzt werden können. Niemand interessiert sich wirklich für die Veröffentlichungen der Professoren aus den Tempeln des Inneren der Alma Mater. Der Chef der Raumstation läßt einen Sparerlaß verteilen, in dem er anordnet, daß jeder Student in Zukunft das Hygienepapier selbst mitzubringen hat, da die Budgets und das Spice sich dem Ende zuneigen.

.

Alle haben Spaß mit fluoreszierendem Schnaps und nur ein Ziel, nämlich:

Am Ende der lustigen Zeit von der Raumstation durch das Warptor des Athlon in eine neue Dimension zu wechseln. Danach hat Berlin eine wesentliche Gemeinsamkeit mit Tegernsee. - Die 'Ewig Gestrigen' und die 'Außerirdisch Eingeborenen' bleiben zurück und ernähren sich vom Vakuum der tausendjährigen Kneipe.

.

Musik dazu: Ideal mit "Giechischer Wein ist so gemein"

BertholdIV

31. Januar 2010, 00:11

@DA

Der Screen shot des Bloombergterminals ist ja cool. Das sehe ich mir am Montag mal selber an. Aber nochmal: eine Staatsverschuldung allein zu betrachten macht keinen Sinn. Die Verschuldung der Privathaushalte ist ebenso wichtig. Die VErschuldung eines Landes öffentlich und privat ändert sich gar nicht viel . Deshalb ist Italien m.E. besser aufgestellt als D, da die privathaushalte nicht verschuldet sind. In D schafft es Dank der "tollen" Reformen seit den 80ern (Lohnzurück-haltung, "Sanierung" der Unis, Hype um FH's  etc.) ein großer Teil der Einwohner nicht, außreichendes Geld zu verdienen.

fionn

31. Januar 2010, 00:20

The Astor piano link is this one

www.antiquekeyboard.com/squarepiano.html

P.S.  HansMeier555

Spekulieren mit griechischen Anleihen ist ein gefundenes Fressen imo für

Investmentbankers bei Goldman Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank  usw.

BertoldIV

31. Januar 2010, 00:25

@HansMeier555

ob keine Rekatholisierung keine Lösung ist? Doch. Weil eine solche Rekatholisierung die eigene Kirche ja ruiniert. Mir kommt das immer so vor, als müsste die katholische Kirche bei den Gegenden wie Oberpfalz oder Böhmen immer Gewehr bei Fuss stehen, damit sich die Geister nicht wieder rühren.

Sie holen sich wie z.B. mit den Jesuiten Richtungen ins Haus, die sie nach getaner Arbeit nicht rauswerfen können, sondern imemr schön unter Kontrolel halten müssen.

gitarrengewitter

31. Januar 2010, 00:29

Ich muss bei Perserteppichen immer an die ganzen Hippie-Buden der Freunde meiner Eltern von früher denken, die haben die Dinger nämlich immer gern vom Sperrmüll mitgenommen, die wussten halt was gut ist, aus Erfahrung versteht sich. Und heute fahren sie auch fast alle einen Mercedes.

fionn

31. Januar 2010, 00:31

Ouzo - nein danke.  

Wir wohnten ein Jahr einmal in Athen und ich habe mich für les vins du pays interessiert, kaufte einmal 12 Flaschen Rotwein "Mise en bouteille au lieu d'origine Bellevue" - klingt okay, oder?  Bis ich meinen Mann fragte - "Where is  Bellevue"?   He said  "The main Athens power station is at Bellevue".  

Ms. Phipps

31. Januar 2010, 01:28

Lieber Don Alphonso,

Ihre Ode an den Perserteppich hat mein Herz erwärmt. Wunderschön wieder die Form, ermutigend der Inhalt. Sie sind wohl ein Glückspilz, wenn Sie 2006 noch einen kostbaren alten Sarough auf der Straße finden! Ich bewohne in einer alten Hansestadt oben im Norden ein Altstadthaus aus dem 16. Jahrhundert,  das mich mit etlichen Teppichen bei Laune hält. Ich habe u. a. auch einen kleineren Sarough, wobei ich noch in guter Erinnerung habe, wie beispielswise vor 15 Jahren prächtige grüne Saoughs in Hamburg versteigert wurden. Es handelte sich um Stücke aus den USA, die nach 1918 als Reparationskosten speziell für die Staaten hergestellt wurden. Das amerikanische Klima scheint den Saroughs äußerst gut bekommen zu sein. Sie glänzten auch im Schatten und Kenner konnten sich an ihrer Geschichte, die jeder gute Teppich erzählt, erfreuen. Diese Saroughs kosteten zwischen 40.00 und 80.000 Mark. Für mich leider zu teuer. Deswegen, lieber Don, bleiben Sie weiterhin froh mit und auf Ihren reizenden Teppichen!  

Teutobrecht

31. Januar 2010, 01:42

http://G. Schoenbauer

@fionn,

ein Wort zu den High Frequency Tradern, um diese Spezies auf gut Deutsch anzusprechen.

Stellen Sie sich vor, Sie steigen in einen Toyota, druecken das Gaspedal durch, schalten hoch, wobei sich das Zwischengas bei diesem Fabrikat eruebrigt, und fahren damit, sagen wir 2 Kilometer. Mein oder genauer der oekofreundliche Toyota meiner Frau hat rund 400 PS, und ich kann Ihnen sagen: eine rasante Fahrt.

Steigen Sie dagegen in ein konventionelles Auto,  fahren zoegern los, schalten mehrfach rauf und runter, geht es weit weniger rasant und es dauert laenger, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Auf die Waehrungsspekulation uebertragen, sind es die High Frequency Trader, die den zweitgenannten Fahrstil pflegen. in anderen Worten, geht von ihnen eine beruhigende, die Ausschlaege daempfende Wirkung aus, auch wenn alle Welt das gegenteil behauptet.

Schauen Sie sich mal z.B. bei adblue die Sekundencharts an, wo man das buchstaeblich sehen kann, oder eine Studie wie die von Harald Hau(http://www.haraldhau.com/), die das naturgemaess etwas genauer auf den Punkt bringt.

Haben das vor einiger Zeit an anderer Stelle (http://rebellmarkt.blogger.de/) unter dem Gesichtspunkt der Tobin-Steuer diskutiert, wobei ich selber aus den Beitraegen von amelia, egghat und damenwahl am meisten gelernt habe.

MfG

G.S.

Ægopodium

31. Januar 2010, 02:08

"... hat er doch auch schon Besuche von fünf Kleinkindern, davon drei nicht schlafend, überlebt!"

.

In der ersten Etage des Hauses meiner Urgroßmutter gab es einen langen Korridor mit einem sehr glatten Parkettfußboden, auf dem wir Kinder mit einem kleinen Perserteppich, den wir heimlich unten aus dem Salon stibitzten, gerne "Aladin auf dem fliegenden Teppich" spielten. Ja, Kinder können grausam sein. Das war aber kein Afshar sondern ein Abadeh, soweit ich mich erinnern kann. In ihrem Garten wuchs übrigens auch die Begleitpflanze zur interessanten Begleitmusik, die arabische Teeminze, und wucherte dort, wie viele Minzearten und -sorten, unkontrollierbar vor sich hin.

Teutobrecht

31. Januar 2010, 02:33

http://G. Schoenbauer

.... Nachtrag: der Titel der erwaehnten Studie von H. Hau ist: "THE ROLE OF TRANSACTION COSTS FOR FINANCIAL VOLATILITY: EVIDENCE FROM THE PARIS BOURSE".

Soll ja alles seine Ordnung haben. Ist sie nicht das halbe Leben?

G.S.

CARIB

31. Januar 2010, 03:53

wie ist es moeglich soviel sh.. zu einem Thema , es geht um einen Teppich, zu schreiben? Dennoch geniesse ich aus der karibischen Ferne die Auslassungen des Don Alfonso - nicht alle, aber doch etliche erzeugen ein Schmunzeln....hier mein, nein, kein Perserteppich, aber ein Kassak um die Jahrhundertwende 1900.....fuehlt sich auch in der Karibik wohl und ich obenauf....Musik keine spezielle, aber Klavier ist immer angebracht und gibt die Kultur, die im taeglichen Leben in der Welt da draussen zu vermissen ist..../Users/jensschauerte/Pictures/iPhoto Library/Modified/2010/Jan 30, 2010/P1300418.JPG

orientexpress

31. Januar 2010, 06:26

Neben schönen Teppichen in der Wohnung genieße ich es, kleine Teppiche, so 30x40cm im Fußraum meines Autos zu haben. Die sind trotz Feuchtigkeit und Schmutz haltbarer als das Blech außenraum und sorgen immer wieder für Verblüffung, nicht nur bei Mitfahrern, sondern wenn ich den Wagen zur Wäsche und Innenreinigung gebe.

Rosinante

31. Januar 2010, 06:39

No.6, Ihr Berlin-Porträt hat die zerbrechliche Liebenswürdigkeit eines Aphorismus' von Lichtenberg, die soziologische Tiefenschärfe des Marianengrabens im Hallenschwimmbad Mitte und das sardonische Gekicher von Paris Hilton beim Empfang des Internationalen Kunstpreises für das Hilfswerk "Deine alten Socken für Berlin".

Nico

31. Januar 2010, 08:26

Griechische Staatsanleihen und Perserteppiche. Gegensatz pur. Ausgeburt der Inflation eines untergegangenen Weltreiches und Mahnmal der Beständigkeit pers. Knüpfer-Dynastien das andere.

Ja, die Knoten, um die ranken sich Legenden. Dabei ist es ganz einfach: Teppich umdrehen und die Knoten pro qcm zählen. Dabei sollte man schon auf min. 100 kommen. Wohlgemerkt bei handgeknüpfter Ware. Nur so ist eine entsprechend feine Zeichnung der Ornamente und Linienführung hinzuknüpfen. Nun rechnet mal schön - bei 3x5m bspw. Buchhalter zählen am besten durch, um keinen zu vergessen.

Wenn man fertig ist, sind die Knoten noch immer da, die griech. Staatsanleihe wohl eher nicht.

fionn

31. Januar 2010, 08:39

@ G. S.  Re High-Frequency-Tradern - ist das   "Neudeutsch"?  

Heute morgen hoffe ich auf  High-Speed-Tennis von Fed-Express im Final Messieurs in Melbourne/OZ.  Hopp, Hopp, Roger!  

auch-einer

31. Januar 2010, 09:47

fionn,

Myers, Gustavus: The History of Great American Fortunes; dt. als Das grosse Geld, Greno, Nördlingen, 1987.

.

nach myers war pelzhandel damals, indianer betrügen, oder schlimmer noch, besoffen zu machen, um sie so umso besser ausnehmen zu können. dass sich astor zu diesem zweck agenten hielt, nicht selber machte sondern umso mehr machen liess, macht es auch nicht besser.  

Lutz

31. Januar 2010, 09:56

Berlin hatte in einem Monat (Nov. 2008) 11582 Zuzüge. Das ist ziemlich exakt die Einwohnerzahl von Rottach-Egern und Gmund a. Tegernsee. 3000 €/m² zeigen, dass das Angebot knapp ist, bei einer bestehenden Nachfrage. Knapp ist das Angebot nur, weil der Tegernsee doch recht klein ist (etwas größer z. B. als der Müggelsee).

Solange der prominenteste Anwohner noch A. Schalck-Golodkowski ist (oder Uli Hoeneß?), ist der Tegernsee nur preislich in der 1. Liga. Früher hieß er mal Lago di Bonzo, sagt man das heute noch, ich habe es ewig nicht mehr gehört?

Nico

31. Januar 2010, 10:29

...als Wahl-Andalusier gefällt die Begleitmusik besonders. Man will sich sodann auf das Knüpfwerk legen.

Broder, Don, Sie meinen sicher Ihren Kollegen, oder interpretiere ich falsch?

Der Tiger

31. Januar 2010, 10:41

@Dame mit dem Einhorn

Jedermann mit gehobenem Kunstverständnis findet Hundertwasser kitschig. Aber ich habe eben kein gehobenes Kunstgefühl. Sie sollten erst mal sehen, was ich alles an meinen Weihnachtsbaum hänge! Im Lauf des Lebens habe ich da mindestens 200 Kitschanhänger angesammelt, jede Menge Engel, aber auch anderes, zum Beispiel einen ausgestopften miniatur Stofflachs mit Nikolausmütze.  Den hänge ich immer besonders dominant auf. Ein Einhorn fehlt mir leider noch. Aber Sie haben mich da auf eine Idee gebraucht. Für nächste Weihnachten werde ich mir einen Einhornaufhänger aus Seide suchen - mit oder ohne Dame.

Der Tiger

31. Januar 2010, 10:41

@Dame mit dem Einhorn

Jedermann mit gehobenem Kunstverständnis findet Hundertwasser kitschig. Aber ich habe eben kein gehobenes Kunstgefühl. Sie sollten erst mal sehen, was ich alles an meinen Weihnachtsbaum hänge! Im Lauf des Lebens habe ich da mindestens 200 Kitschanhänger angesammelt, jede Menge Engel, aber auch anderes, zum Beispiel einen ausgestopften miniatur Stofflachs mit Nikolausmütze.  Den hänge ich immer besonders dominant auf. Ein Einhorn fehlt mir leider noch. Aber Sie haben mich da auf eine Idee gebraucht. Für nächste Weihnachten werde ich mir einen Einhornaufhänger aus Seide suchen - mit oder ohne Dame.

francesca

31. Januar 2010, 11:00

Kennt jemand in diesem illustren Kreis die Prognosen von Gerald Celente?

Diese sind an diesem strahlenden Sonntag durchaus geeignet, Eintrübungen hervorzurufen.

Zum Glück habe ich meine Perserteppiche, meine Goldbarren, meine Immobilien usw.

und natürlich diese Diskussionsrunde.

Johannes v. F.

31. Januar 2010, 11:15

Selbst bin ich unendlich froh, keine solch alten Lumpen an Boden, Wand oder Decke zu haben. Denn die Erfahrung bestätigt, wer seine Wohnräume vollstellt wie ein Museum, bei dem ist es meist auch im Geiste nur derart vergangenheitsorientiert und spinnenwebenbehangen bestellt. Daher ist das lebendige Berlin, mit allabendlich den angesagtesten Partys der Nation, wenn nicht gar global, und zum Ausgleich der traumhaften Wald- und Seenlandschaft zum Entspannen ein Wunsch für jeden Freidenker, den sich nur wenige leisten können. Denn entweder scheitern sie in Berlin und müssen wieder zeitnah ihre Sachen packen oder sie merken schnell, dass Geschwindiegkeit in Denken und Handeln und Kreativität nicht ihre Sache ist, dann ziehen sie sich lieber in anspruchsloses Museumsdorf zurück und harren dort dem jüngsten Tag. Das sind dann aber Menschen mit unflexiblen Lebensansprüchen, die möchte man weder in Berlin sehen, Gefahr des Imageschadens, noch sie in seinem Umfeld wissen.

Don Alphonso

31. Januar 2010, 11:26

Johannes v. F., nette Theorie mit 1 Haken: In meinem Fall habe ich meine Aufgabe in Berlin - und die war nicht dort wohnen und asozial benehmen -  bewältigt und bin, was ich ohnehin vorhatte, zurückgegangen, und dann mache ich aus meinem Dorf ein sehr erfolgreiches, sehr modernes und kreatives Medienprojekt. Und Sie können hier nur kommentieren. Ich bin oben, Sie sind in Berlin. Ein hübscher Haken, finde ich.

.

francesca, wenn ich hier meine Meinung schreiben würde, gäbe es eine Sonnenfinsternis. Wir sind, wirtschaftlich betrachtet, Tote auf Urlaub.

Johannes v. F.

31. Januar 2010, 11:43

;-)))))))))))) Na wenn dieses Medienprojekt für Sie schon oben ist, dann bin ich soweit oben, dass Sie da unten ja max. mein Spiegelbild im kleinne See sehen können und der Haken ist wohl der, an dem sie als Angel-Wurm im See zappeln und von dort nicht mehr weg kommen.  ;-)))))))))))) Mein großer Vorteil ist hingegen, dass ich hier im großen Medienprojekt nicht immer aktiv sein und verhaftet sein muss und den eigenen negativen Sarkasmus täglich ertragen und mich energetisch selbst herunterziehen, Sie schon, das finde ich aber widerum dann doch lustig. ;-)))))))))))))))) Man sollte doch nicht mit Steinchen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. ;-)))

malena

31. Januar 2010, 11:54

endlich die Teppichbilder - oh ja! ich war ja schon sehr gespannt - schon wegen des erwähnten Belutsch. Schöne Stücke! aber gewiss!

Ach ja, verschleudert die gute Ware und wie! Und ich mag darüber nicht heulen. Ein großes Hihi auf die Fussbodenheizung. Also ich weiß nicht: Ich bin ebenfalls teppichverrückt, die Stücke in meinem Besitz sind allerdings nichts "wert", sehen halt bloß gut aus, abgelatscht zwar und unrestauriert, es ist mir aber egal, jedenfalls liegt da ein Ding aufm Boden, Perser mit einem Muster, an dem ich mich nicht satt sehen kann, defintiv von 1900, defintiv vom Jugendstil beeinflusst, aus einer Regensburger Entrümpelung ("Arztvilla" oder "Adelsbesitz"???? ;-)  ein Täbriz von - ok - der Farbzusammenstellung nach würde ich auf die 60er - 70er tippen, türkisblauer Grund und die Orange- und Beigetöne, die man damals so hatte, aber sehr harmonisch und ich kann mich ebenfalls nicht sattsehn. Ein Bidjar im Kinderzimmer, heller Fond, Rosenmuster und Ranken in Blau und Rottönen, der hat weniger gekostet als ein Kinderteppich der Firma HABA (da fiel die Entscheidung echt leicht;-), ein Kirman, dunkelblau liegt auch noch rum, ein Ersari ebenfalls. Wollte keiner kaufen. Na, mir soll es recht sein.    

als Geldanlage tät ich mir einen Perser allerdings nie ins Haus. Sowas wird geklaut, geht kaputt und rauf und runter im Preis und wären die Dinger teurer, so tät ich mir zur Not den Teppich selber sticken (geht nämlich auch und es gibt einfach hinreissend schöne, antike Vorlagen für sowas, ich meine nicht neuzeitliche Stickbilder nach Zahlen oder Bastelpackungen für Gobelins aus dem Hobbybedarf, sondern Handarbeitsmagazine von vor 1900).  

Jedenfalls hätte ich die 80 Kilogramm Teppich ebenfalls nach Hause gewuchtet (zur Not mit Sackkarre vorfahren ;-)

Inge

31. Januar 2010, 11:59

ja hallo und guten morgen alle zusammen, sie sind ja ein wirklich lustiger Haufen

und Tote auf Urlaub ist der richtige Ausdruck, aber sie werden schon noch lebendig

wissen Sie mit dem Denken in Hochgeschwindigkeit hat es so seine Bewandtnis

wie beim Bügeln (aber das machen die meisten von Ihnen ja nicht selbst sie lassen

und somit fehlt ihnen da die über die Hirnmitte übergreifende Tätigkeit und Klavierspielen kann ja auch nicht jeder) auf der Ben Yehudastr. in Tel Aviv wußte man das auch schon da gibt es das schöne Bild vom Rabbi der ein grünes Tuch bügelt und die haben bekanntlich das Wissen. Also einen schönen Sonntag egal

wo sie sich befinden

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:02

Johannes v. F., ich denke nicht, dass man in so einer Position mit solchen Emoticons ankäme, und auch der Idiotenbindestrich würde einem da nicht passieren. Viel Spass mit Ihrer Betätigung als Klassensprecher der 7a.

.

Lutz, ich denke ja, dass der Niedergang von Berlin auch in der Unfähigkeit seiner Bewohner begründet ist, komplexere Sachverhalte zu verstehen. Zuzug ist eine tolle Sache, wenn alle bleiben. Sinnvollerweise betrachtet man aber auch die Geburten- und Sterbefälle sowie die Wegziehenden, und da ist Berlin nun schon seit längerem eher stagnierend, mit Trend zur Schrumpfung bei gleichzeitig hohem Leerstand. Etwas, das es am Tegernsee nicht gibt.

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:10

Nico, ich weigere mich, solche Leute als Kollegen zu betrachten. Wenn der behauptet, Journalist zu sein, dann wäre ich lieber Profiplauderer und Akzidenzdichter.

.

Malena, es ist durchaus legitim, einen Teppich anzutreten, warum auch nicht. Es ist ein Gebrauchsgegenstand und lebt durch die Benutzung. Das Tragische ist nur, dass es heute eben nicht mehr passt - ein minimalistisches Ambiente in wenigen Farben wird durch eine alten Perser zerstört, es sieht aus wie ein Rollstuhlfahrer auf einer Party gelifteter Seniorinnen. Der gleiche Teppich aber in einem bunt gefassten Altbau - wer zum teufel sagt eigentlich, dass Wände weiss sein müssen? - ist eine sehr feine Sache. Aber das verstehen Arzterben oft nicht.

malena

31. Januar 2010, 12:13

leiber Don, könnten Sie kurz erwähnen, was auf den Fotos genau zu sehen ist? Die Ausschnitte sind leider nicht groß genug - Sarough ("amerikanischer" für den gehobenen Wohnzimmerbedarf der 1900er Jahre in Europe und US?) , Täbriz, Heriz, Belutsch? Bidjar? Moud? Kirwan, Kirman, Hamedan? Läßt sich einfach nicht recht erkennen.... danke

Der Tiger

31. Januar 2010, 12:13

@Johannes v. F.

Was für'n Laus ist Ihnen denn jetzt über die Leber gekrochen? Sie verteidigen sich selbst und Berlin in einem Stil als wäre Berlin ihre derzeitige große Liebe, von der Don behauptet, es wäre eine Nutte. (Dabei ist es der Berliner Bürgermeister, der behauptet Berlin wäre arm aber sexy. Als ich das zum ersten Mal hörte, schloss ich daraus sofort, dass sie offensichtlich zu dumm ist, um ihr gottgegebenen Talent an den Mann zu bringen)

Johannes v. F.

31. Januar 2010, 12:14

Ihre unterhaltsamen Fehlanalysen in allen Ehren, aber eins dann doch noch: Natürlich zieht am Tegernsee niemand weg, bei dem Altersdurchschnitt kann sich ja kaum noch jemand bewegen und die geistige Flexibilität ist sicher auch nicht mehr die beste? Alles vielleicht auch aufgrund des täglich Stückchens fetter Torte, anstatt veganer Lebensweise und Yoga? ;-))))))))))))) Aber worüber reden wir hier eigentlich, Tegernsee, gibt es Uninteressanteres? Da sind inzwischen weite Teile des Ruhrgebiets spannender. ;-))))))))))) Ich würde mich schon beim Thema München extrem langweilen, aber bitte nicht Teersee, das ist wirklich zuviel des schlechten Geschmacks. Für eine solche Themenwahl geschweige denn einen längeren AUfenthalt hätte ich bei meiner Großmutter Verständnis, aber nicht bei Menschen unter 75. ;-)))))))))))))))))))))))))

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:15

Nico, man tut sich leichter, wenn man 10 mal 10 Zentimeter nimmt und das dann hochrechnet. Zuerst aber denke ich, er muss einfach gefallen. Ich kenne Leute, die fassen den Teppich an und wissen.

.

orientexpress, das brauche ich auch noch für den Sunbeam.

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:25

Liebe Malena, Schreibweisen mal beiseite: Oben ist der Saough (Sarouk), der aber kein Amerikanischer ist, die Farben sind dafür nicjt kräftig genug. und er wurde auch nicht bemalt, wie in den USA üblich.

.

Dann kommt der Teppich auf der Auktion (man frage mich nicht), der Afschar mit zwei Feldern (Hochzeitsteppich) und ganz unter der Täbriz mit Blumenranken und kleinem Medaillon.

.

CARIB, nun, Plaudern ist eben etwas anderes als intensive Berichterstattung, das kann schon mal dauern.

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:28

Ich lösche Kommentare übrigens auch für zu dumme Emoticons.

.

Ægopodium, ich weiss gar nicht, ob Kinder das heute noch tun würden, die haben doch sicher ihre Flugsimulation auf dem Rechner. (Ich würde heute kein Kind sein wollen)

BertholdIV

31. Januar 2010, 12:29

@DA

Berlin ist wirklich ein Reizwort für Sie. Ich hatte einen Studienkollegen in kath. Theologie, der dann nach Berlin ging bei eine der größten Werbeagenturen arbeitete (die nach eienm Lebensmittel benannt..) und immer zu Weihnachten in die Oberpfalz kommt, seinen Eltern, einem befreundeten Lehrer und mir von der großen weiten Welt erzählt...

Die Stadt darf doch nur wichtig spielen. Die Entscheidungen fallen z.B. in Güterloh,

Frau Mohn fährt dann zur Vereidigung Ihrer geschaffenen Kanzlerin nach Berlin mit einer Dose selbstgebackener Kekse, die sie auf der Besucherbühne verzehrt (Wunderschöner Bericht in der SZ - darf ich diesen namen hier erwähnen?).

Die bertelsmänner sollen auch einen schönen Palast unter den Linden haben. Ich war mal zu einer Buchpräsentation eingeladen, konnte aber leider nicht teilnehmen, da geschäftlich in Wien unterwegs... - sehr schade.

BTW: Wie wäre es über den Einrichtungsgeschmack zu schreiben (die Süddeutsche traute sich das früher: "Kachelfarbe in Gütersloh"), wie Frau Mohn sie für Ihr oberes Management auswählt..., ob da wohl noch Teppiche üblich sind?

Vielleicht wäre der Kleidungsstil des "Gesichts von Bertelsmann" Herr Günter Jauch ein Anhaltspunkt

malena

31. Januar 2010, 12:38

don, Wohnung als Rollstuhlfahrer und die Teppiche als geliftete Seniorinnen, nicht schlecht (mein Mann und ich wollten auch immer schon lieber den eher umfangreichen Altbau, die Wände pfefferminzgrün, gelb, rot und sattes Blau. der Boden Marmormosaik, ein hinreißendes Rankenmuster, jeden Tag Freude,  mit Hingabe gebohnert;-) aber grade ein Belutsch, ein Hamedan, Bidjar passen sogar zu handelüblichen, billigen Weichholzmöbeln im "Landhausstil" (Bauernteppich zu Bauernmöbeln sozusagen), selbst zu Rattan, zu allem Historismus sowieso. Achja...... aber ich tät sowas auch in die Platte rein (wenn nicht schon der Altbau angeschafft wär;-).

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:49

gitarrengewitter, damals konnte man auf dem Perser beiden Ideologien nachhängen, der eine seinem Kolonialismus und der andere seinen gerauchten 1001 Nächten. Aber mit den glattlackierten Erfolgsmenschen ist das natürlich vorbei.

.

Ms. Phipps, ich glaube ja, dass man die Dinge nicht suchen sollte, sondern solange nett zu ihnen sein, bis sie einen anschmeicheln wie eine Katze, weil sie wissen, dass sie es gut haben werden. Viel Glück, da wird sich schon was finden.

malena

31. Januar 2010, 12:50

Lieber Don, oh, das wußte ich gar nicht, dass amerikanischer Sarough ein angemalter Sarough ist (da ich noch nie einen US-Sarough gesehen hab - genausowenig wie "Vorwerck"-Teppiche, die staubsaugertauglichen). Ich dachte, die Dinger seien halt einfach ein bißchen mit Rücksicht auf US-Geschmack in original-persischen Knüpfereien angefertigt worden. Die Schreibweise bitte ich nachzusehn, da es ja offensichtlich eine recht breite Front der Eindeutschung, Einamerikanisierung der Fachbegriffe gibt.

Danke noch für die Erläuterungen.

Inge

31. Januar 2010, 12:55

also alles läßt sich auf einem Computer auch nicht nachspielen (hätte idch Freitag

keinen Automatten dabeigehabt das waren jetzt halt keine Perser) ich wäre mit

meinem Auto nicht mehr aus dem Schneehaufen rausgekommen. Dafür müssen sie

als Kind schon artgerecht gespielt haben und Phantasie entwickelt haben

Don Alphonso

31. Januar 2010, 12:57

BertholdIV, aber nein, ich sortiere den Sumpf nur dort ein, wo er jenseits des Hypes ist: Bei den grossdeutschen Elendsquartieren. Zu Bertelsmann kann ich wenig sagen, ich war da zwar mal in Berlin, aber andere Glieder dieser Behörde fand ich sehr unterschiedlich und, wie es eben oft ist, einander widersprechend. Einfach nicht meine Welt. Irgendwie auch zu katholisch-norddeutsch, ganz komische Mischung, wenn man bayerisches Barock kennt. Wei, wenn scho nochad glei gscheid, sog I.

.

malena, ich dachte da eher an das typische Loft und andere Designerwohnungen mit dem Charme einer Pathologie. Die bemalten Teppiche haben besonders bei den roten Tönen einen weinroten Ansrich, den man gut erkennt, wenn man den Teppich umdreht: Oft nämlich wurde die alte Farbe um Blüten und Ranken stehen gelassen, um eine komplexere Arbeit vorzutäuschen, während daruter alles eine Farbe hat. Ist aber ein grosses Kapitel, und den Amerikanern ist das auch keineswegs peinlich.

HansMeier555

31. Januar 2010, 13:57

Das gab es auch: Bombenteppiche

Der gute Ratschlag vom kleinen Haushaltshelfer am Sonntagmittag

31. Januar 2010, 14:07

Wer eine Hausstaub- oder Hausmilbenallergie hat, sollte auf grundsätzlich auf Teppiche in seiner Wohnung verzichten!

francesca

31. Januar 2010, 14:08

"Tote auf Urlaub" mein lieber Don, wie wahr, wie wahr. Ich gedenke allerdings,

nicht in diesem Zustand weiter zu verweilen. Hätten Sie denn nicht Lust auch

aufzuwachen? Deshalb sind wir doch hierher gekommen; natürlich auch um die

schönen Illusionen ein wenig zu pflegen.

Inge

31. Januar 2010, 14:13

also ich habe ja noch nie mit Teppichen zu tun gehabt und auch noch nie einen besessen, aber man könnte da ja gleich mal ein größeres Gesch#ft aufmachen und

wegen Diebstahl da werden dann individuelle chips mit eingebaut und sobald der

von Fremden entwendet werden soll geht die sirene gleich los und schon haben sie ihre ruhe. Und anstatt sich da mit Atomsprengköpfen in Iran verrückt zu machen

sollen die lieber mal die schönen alten Muster rauskramen es wird reißend Absatz

finden und eine neue Ära wäre eingeläutet. (PS Chip wird vom Kunden persönlich

zu hause installiert wie bei einem Safe)

Der Gärtner

31. Januar 2010, 14:16

Amerikanische Saroughs: ich glaube der Unterschied des Rosas beruht auf der Verwendung der ersten synthetischen Wollfarben um 1900 und der Naturfarben, weiss aber nicht mehr wie herum das lief. Aber die Amerikaner waren zu einer Zeit noch die Haupt-Nachfrager nach grossen Teppichen, die man jetzt als Reimporte da und dort kaufen kann.

Zu Berlin-Tegernsee: Redet der eine über Landschaft, redet der andere über die unmöglichen Menschen, und umgekehrt. So wird das aber nix. Vorschlag zur Güte: Vielleicht sollte man zuerst über Vorzüge/Nachteile der zwei Landschaften befinden und danach, getrennt davon, über den jeweiligen, dazugehörigen Menschenschlag? Ich für meinen Teil möcht in Deutschland jedenfalls beide Gegenden einschliesslich ihrer Bewohner nicht missen.

malena

31. Januar 2010, 14:30

sehr nett:

" typische Loft und andere Designerwohnungen mit dem Charme einer Pathologie."

Können die Möchtegern-Warhols gerne haben ;-) mir wärs zu zugig in so ner Bude (ist doch un-heiz-bar!). Was bin ich froh, dass ich keinen Geschmack hab.  Designerwohnung - tstststs also wenn, dann doch in der Originalautowerkstatt (viel Spaß mit den Altchemikalien).

Amerikanern - peinlich - warum auch? wer guckt denn auch schon unterm Teppich nach? ;-) so als Gast? Ist das nicht terribly unfein?

BertholdIV

31. Januar 2010, 14:50

Das ist das Problem mit den Katholiken der Diaspora. Die nehmen das alles zu ernst; beginnt aber schon nördlich der Donau.

BTW: Behörde ist eine schöne Bezeichnung dafür, allerdings sind die Bertels-männer doch durch den Druck evangelischer Gesangbücher groß geworden (na ja im 2ten Weltkrieg war es dann was anderes) oder irre ich hier?

Kannten Sie die Zeitung Aufbau aus New York. leider vor ca. 10 Jahren eingestellt und nicht so gut wieder auferstanden wie früher...

Ein amüsierter Leser

31. Januar 2010, 14:54

"Gross genug, um einen halben Landesbankvorstand darin einzuwickeln und in der Donau zu versenken, falls man als neuer Ministerpräsident alte Mitwisser loswerden möchte."

Nun bring den Mann doch nicht noch auf dumme Gedanken...

Nico

31. Januar 2010, 15:25

Don, Kollege selbstredend nur im Sinn des Berufsstandes. Sollte er allerdings die notwendigen Disziplinen gar nicht studiert haben, sorry.

Sehr schön auch Ihr Reim. Denke dabei an den Kalifengarten der Alhambra von Almeria oder Granada. Schade, daß keine Bilder gehen.

.

Bei Berlin fallen mir die Leute ein, die in den frühen Siebzigern dorthin zogen, um der Einberufung zu entfliehen oder später, um Häuser zu besetzen. Als Besucher wurde man von denen immer in einer latenten Arroganz gefragt: kommt ihr aus dem Westen?

No. 6

31. Januar 2010, 15:40

Verehrte @Rosinante

Kluge Leute glauben zu machen, man sei, was man nicht ist, ist in den meisten Fällen schwerer, als wirklich zu werden, was man scheinen will.

swina

31. Januar 2010, 16:45

das berliner westviertel heißt potsdam(-babelsberg).

.

die rodelberge am tegernsee sind beneidenswert.

überhaupt scheint dem gemüt durch die topographie wohlergehen gesichert zu sein.

.

mein einziger einwand: die gefahr der verblödung, wie sie jede provinz in sich trägt (so daß dann gespräche nur noch über "idiotenstreifen" und die qualität der wirtshausküchle möglich werden).

.

schreiben sie deshalb - contraphobisch - gegen berlin an?  

nicht nötig -

die südwestdeutsche provinz überzieht berlin wie mehltau, innovativ, selbstdenkend sind allein die künstler - und zwei, drei intellektuelle ausnahmen.

fionn

31. Januar 2010, 16:53

Eine Frage an die Mitglieder der Besseren Geselleschaft - die sog. BGs - oder "Bon Genre" wie man auf französisch zu sagen pflegt.  

Was für Haustiere halten die BGs, wenn überhaupt?  Ich nehme an, Don Alphonso möchte keinen "four-legged friend" in seiner Wohnung halten - wegen dem wertvollen Perserteppich?  Oder höchstens nur eine Perserkatze:-)

Rosinante

31. Januar 2010, 16:54

Verehrte @ No.6, Sie sind die erste Nummer, die ich unter den Dichterinnen flächenreduziert kennenlernen darf. Was halten Sie davon: Das trojanische Pferd verirrt sich zu dem Lippizianern und lebt Dank de Cervantes auf dem Papier? (na ja, auch auf dem e-book?)

Rosinante

31. Januar 2010, 17:04

HansMeier555, waren die Bombenteppiche unten auch bemalt?

HansMeier555

31. Januar 2010, 17:24

Gääääääääääääääähn,

so langsam beginnt mich diese Gartenzwergschlacht um Berlin zu langweiligen.

Könnte man sich die Wampe nicht anderswie kuhlen?

Das heutige Berlin ist zum einen liebenswerte Provinz (wie eh und je) und zum anderen Siegestrophäe, Skalp, Triumphfetisch und Aufmarschplatz eines überheblich gewordenen Westdeutschland. Alles, was dem Don am heutigen Berlin, der "Berliner Republik" oder der "neuen Berliner Bürgerlichkeit" so mißfällt, sind im Grunde gesamtdeutsche Phänomene, die in Berlin nur Ihre Manege bzw. ihr "Sende-Studio" gefunden haben.

Ja, das gilt sogar für Punker und Bettelstudenten und das qualitätsjournalistische Prekariat -- alle diese Gruppen erhalten immerzu kräftig Nachschub direkt aus den Abitursjahrsgängen der kleindummstädtischen Gymnasien ganz Westdeutschlands.

.

Mein Vorschlag wäre:

Diskutieren wir doch lieber mal über 1866.

muscat

31. Januar 2010, 17:29

Don, BertholdIV, nix gegen die (ost-)westfälischen Katholiken! Vielleicht brauchen Sie die Bündnispartner demnächst mal wieder...

Lutz

31. Januar 2010, 18:00

Dank an JvF für den Hinweis, daß niemand mehr vom Tegersee wegzieht - und auch warum das so ist.

Berlin hat von 2004 bis 2008 ca. 50000 Einwohner gewonnen, als Differenz von Zuzügen minus Wegzügen (Geburten und Sterbefälle mal als nicht-bewußte Entscheidung für einen Wohnort außen vor). Von diesen 50000 stammt ein erheblicher Teil übrigens aus dem Ausland (und das ist gut so). Am Tegernsee ist ja spätestens ab Eichstätt Ausland (oder schon ab Milbertshofen?)

Ob die Bayern sich beim Verstehen komplexer Sachverhalt schon hervorgetan haben, weiß ich nicht. Berliner sind aber in der Lage, komplexe Sachverhalte einfach zu formulieren ("Berlin ist arm, aber sexy"). Damit sind die Süddeutschen im allgemeinen nicht so erfolgreich, egal ob ohne ("Symbiose aus Laptop und Lederhose", R. Herzog) oder mit Hilfe einer Agentur ("Wir können alles. Außer Hochdeutsch").

Lutz (Westfalen)

malena

31. Januar 2010, 18:01

@gärtner das natürlich vorkommende Zeug hieß Türkischrot, Krapp oder Färberröte, die Pflanze enthält Alizarin, erstmals 1889 synthetisiert. Synthetische Farben wurden neben Pflanzenfarben auch gern im gleichen Teppich verarbeitet, deshalb das unharmonische Farbzusammenspiel - chemische Farben: schrill, natürliche: blasser. Naja, so die Theorie - ich hab auch schon massenhaft Teppiche gesehen, die nicht nur sehr alt, sondern auch sagenhaft hässlich sind. Nur alt, finde ich, ist kein Kriterium. Ja, von den US-Reimporten habe ich gehört, Riesenteile als Unterlage für Clubsessel  und anner Wand dann die Modernen Gemälde in italienischer Hängung und auch in US sterben Leute und sind Erben doof ;-)

No. 6

31. Januar 2010, 18:27

Verehrte @Rosinante

.

Nochn Gedicht - diesmal mauf die auf die Berliner Republik:

.

Es nistet sich ein in Deinem PC

Das Hehr der Brüder - s'tut gar nicht weh.

Sie wollen's wissen ob groß oder klein

Ja - diese Brüder nisten sich ein.

.

Sie machen Dich glücklich mit Updates ... und so

In Wahrheit interessiert sie Dein SoHo

Wer bist Du, was machst Du, wo und wann -

Mit wem, warum, womit ... und dann ...

.

... Schreiben Sie es in Datenbanken

Sie nennen das "Personel Privacy".

Was sie machen, mit Dir als Krankem

Ja - das erfährst Du nie.

.

Es gilt, was André Heller sagt auch für die "Privacy":

"Die wahre "Privacy" - die ist im Kopf !

Und ist sie nicht darin, dann ist sie nirgendwo !"

.

Also ... Sei getrost, leg Dich zurück.

Bleib cool, calm down, werd nicht verrückt.

Das beste Versteck für Deine Nadel

Ist immer der Heuhaufen auf der Blue Marble.

.

Und Datamining findet sie nicht !

Sich selbst erwürgt der Knöterich !

Und eines Tages verschwinden im Strudel

All diese Brüder mitsamt dem Doodle.

Teppiche haben ja manchmal auch was mit Filz zu tun.

Der Gärtner

31. Januar 2010, 18:35

HerrMeier: 1866?, sollen wir das jetzt googeln? Wir warten auf auf Ihren Gedankenblitz..

malena

31. Januar 2010, 18:52

@Don, den Afschar nochmals ausgiebig gewürdigt, der sehr, sehr schön ist. Klar, Babysabber steckt so ein Ding mühelos weg, weshalb ich meiner Kleinen so ein Unterteil ins Kinderzimmer gelegt hab (damit sie sich schon mal an die Hausmilben gewöhnen möge;-) Ich hoffe sehr, dass die Preise noch ein wenig abgestürzt bleiben, ich hätte gern das ein oder andre olle Flachgewebe zusätzlich. Noch eine Frage: Zu welchem Möbel gehört das ranke Bein in zierlicher Messingklaue mit der Rolle unten dran?

prince Matecki

31. Januar 2010, 19:11

@fionn

Die meisten meiner Freunde unter BG haben Hunde, gerade auch die mit Kindern. Das geht vom (früher recht typisch deutschen) Rauhaardackel über den Schäferhund ("damit meine Frau keine Angst hat wenn ich weg bin") bis zum Afghanen (der viel Platz braucht, aber ideal ist um Kids vom computer weg zu bekommen, da spart man die Diät und die Physiotherapeutin). Ein sehr angelsächsisch orientiert hat mehrere Foxhounds. Solche Herdentiere (wie auch Dalmatiner) sollte man immer mindestens zu zweit, wenn nicht als Gruppe halten. Katzen dagegen sind unter meinen Freunden sehr selten, nur eine Familie hat eine. Das mag auch an der ein oder anderen Allergie unter den Kids liegen.

Achso - zum Thema dieses Threads: Bisher haben sich auf meinen Teppichen sowohl die Kinder wie auch die Hunde immer gut benommen. Die Eignung zweier übereinander liegender Teppiche für andere Sachen wurde getestet, aber als ständige Nutzung verworfen. Für die Details gilt: der Gentleman genießt und schweigt.

Andrea Diener

31. Januar 2010, 19:17

1866: Frankfurt verliert seine Unabhängigkeit und wird preußisch. Darüber muß man nicht diskutieren, darüber breitet man am besten den Mantel des Schweigens.

Han

31. Januar 2010, 19:35

Und kurz darauf wurde auch Bayern preussisch.

Jedenfalls wurden Pickelhauben eingeführt.

.

Gärtner: Ja bitte, gugeln, besser noch Wiken.

sterne

31. Januar 2010, 19:50

Au weia. Fürs Verseschmieden gilt: Üben, üben, üben. Und denken. Minze z.B. hat keine Halme. Nie. (Grundtiefer Seufzer)

Rosinante

31. Januar 2010, 21:16

Verehrte @ No.6,  danke für Ihr Berlin Poem. Beim ersten lyrischen Beitrag kam mir Lichtenberg. Nun geht's vielleicht eher in Richtung Wondratscheck. Aber Sie lassen da einen Frust raus, der sehr verständlich ist, insbesondere bei den zahlreichen Blogkommentaren der unbelehrbaren und inhaltsarmen Fürsprecher. (bitte, verehrter HansMeier555, Ihre selbstironischen, pointierten und, na ja, auch etwas stolzen Kommentare sind nicht gemeint). Die Kids können nur substanzlos röhren, und sollen noch solange Party machen, wie sie können. Sehr lange, wird dies kaum mehr sein.

HansMeier555. 1866 ist vielleicht ein Epochenjahr. Dass man in Basel die erste Wasserleitung in Betrieb nahm, wird weniger interessieren. Aber in Paris gab's sicher einen Knaller? Oder in Biarritz oder in Baden-Baden? Oder in Berlin?

Etwa, Dame ohne Unterleib beschäftigt die Juristen, Unerlaubte Flugversuche im Spreewald, Razzia der Sittenpolizei auf Montmartre, Queen Victoria weilte incognito zur Sommerfrische am Atlantik oder Kontroverse Debatte über neue Uniformen der Berliner Polizei. Na ja, nur zur Güte.

donna laura

31. Januar 2010, 21:17

einer der hunde einer meiner freundinnen hatte sich ob krankheit auf ihrem teppich erleichtert - und zwar in beide richtungen ... (dem teppich geht es jetzt nach der professionellen reiningung wieder gut - aber das gesicht des teppichreinigers hätte ich sehen wollen ... möchten sie darauf noch ko.q..x.lieren?)

Don Alphonso

31. Januar 2010, 21:22

donna laura, meine jetzige Freundin erkämpfte ich mir zu einer Zeit, da ich in Petting (so hiess der Ort wirklich) tote Bajuwaren aus der Erde schaufelte. Trotzdem wurde es eine grosse Liebe. Ich glaube, es gibt nichts, was Liebe nicht überwindet.

Don Alphonso

31. Januar 2010, 21:25

malena, meine Erfahrung aus den Nachverkäufen spricht für weiterhin niedrige Preise. Das Bein gehört zu einem englischen Sofa Table aus Mahagoni so um 1850/70. so genau kann man das bei der Form nicht sagen.

.

prince Matecki, die Katzen bei meinen Eltern übergeben sich nicht dort - wenn sie es seltenst tun - wo sie gestreichelt werden möchten.

colorcraze

31. Januar 2010, 21:33

@princeMatecki: haben die Hunde dann ihren eigenen kleinen Teppich? Sonst verhaaren sie doch alles. Katzen sind diesbezüglich extraschlimm.-

Apropos Teppichbewundern: also mir gefällt der Täbriz am besten. Mir gefallen diese harmonisch ausgeklügelten Rankenmuster. Das ist das richtige für Wohnzimmer mit Bücherschrank. Der Afschar ist ein nicht umzubringendes Gebrauchsstück, den würde ich eher für Durchgangs- und Laufwege verwenden. Schon eine gute Sache, so ein Teppich - eine Wiese fürs Wohnzimmer. -

prince Matecki

31. Januar 2010, 21:36

Ich bin einfach kein Katzentyp. Dafür mögen mich alle Hunde. Gut anspringende Begrüßung durch mehrere Foxhounds ist gewöhnungsbedürftig und hat mich auch schon mal zwei Knöpfe am Ärmel eines Sakkos gekostet.

prince Matecki

31. Januar 2010, 21:48

@colorcraze Ja ich kenne Leute die haben einen eigenen Teppich (meist so einen Gebetsteppich) und dazu eine Kuscheldecke für ihren Hund. Und ich habe kleine Teppiche im Bentley als zusätzliche Lage über den Teppichboden (unter dem zusätzlich echt englischer Haarfilz als Dämmung ist).

donna laura

31. Januar 2010, 21:49

großdingharting ist auch ein netter bayerischer ort, kleindingharting aus naheliegenden gründen weniger. nicht so weit weg von sauerlach ...

minna

31. Januar 2010, 21:51

.

Das Datum der Machtergreifung wird doch rechtzeitig mitgeteilt. Oder?

donna laura

31. Januar 2010, 21:52

ach ja: waren sie schon mal in maria elend? es ist dort noch immer recht ursprünglich-malerisch, jedoch einsam.

HansMeier555

31. Januar 2010, 22:02

Apropos Petting:

Da muß ich einen Filmtip loswerden, der mir neulich nicht einfiel: "Silentium" von Murnberger, eine oberbayerisch-salzburgerische Heimatidylle für echte Musikliebhaber.

HansMeier555

31. Januar 2010, 22:04

In NRW gibt es ein Kaff namens "Ewig". Dort befindet sich eine JVA. Sauerländer Humor vermutlich.

fionn

31. Januar 2010, 22:07

@ prince Matecki  18.11h   cc: HansMeier555  Re Greek debt.  

Entweder ist man "a cat lover" oder "a dog lover" - stimmt!  Wir hatten einmal in GB eine Basset Hundin (namens Felicity),  und auch einen Hamster (namens Hammy), der einmal durch die Dielenbretter in einem Badzimmer verschwand.  Die Kinder waren ausser sich, doch Hammy kam züruck am gleichen Tag.   Vor dem Kamin im Winter sich zu setzen mit einem schnarchenden Hund in der Nähe ist sehr angenehm.

@ HansMeier555.  in "Le Monde" am 29.1  wird das Thema "La Chine, La Grece et le paradox de Triffin" das Thema eines Leserbriefs.  Interessant - China hat schon 2009 insgesamt mehr als USD100B an "certains pays d'Afrique, an Khazakstan, an Argentinien und an Russland" geliehen.  Im Fall von Griechenland geht's um €53B - ein Pappenstiel für die SAFE (China's "State Administration of Foreign Exchange") , die über Reserven in der Höhe von USD2400B verfügen.   Wahrscheinlich aber passt es den Amis/der EZB nicht wenn China Griechenland mit den nötigen  €53B aus der Klemme helfen würde.   Kompliziert oder?  

fionn

31. Januar 2010, 22:22

@ Don Alphonso.   20.22h.  

Ja, stimmt -  "Amor  vincit omnia" - the words on the pendant which the  attractive / rather flirty nun was wearing in the "Canterbury Tales" by Geoffrey Chaucer (1343-1400) - obligatory reading for my Univ. course in Mediaeval French.  

Rosinante

01. Februar 2010, 04:56

donna laura, ich war 'mal beim Schmuggel eines Papageis aus Peru für ein Kind (damals 13, nicht mein Blut) beteiligt. Er war das Geschenk von zwei Nonnen und krächzte noch Jahre später gerne "laura triumphalis", obwohl er nur spanische Worte kannte und nie ein Wort Deutsch annahm.

Joha

01. Februar 2010, 09:16

Rosinante, sie sind entweder zu alt, zu einfältig oder zu unattraktiv für Berlin, das erklärt dann auch den Fokus auf die eigene Provinz der Scheintoten. ;-)

Avantgarde

01. Februar 2010, 09:43

Ja die Ortsnamen...

Los geht's bei Augsburg in Kissing, dann weiter mit Petting, bei Erfolg ins oberösterreichische Fucking, zum Heiraten in den Wedding, und wenn das alles nicht funktioniert, bleibt noch der Wank in Garmisch, oder man wechselt in Tuntenhausen die Fronten.

Der Gärtner

01. Februar 2010, 10:26

von Rüsselsheim über Wixhausen nach Darmstadt...Schreckliche Gegend!

laperla

01. Februar 2010, 11:48

lieber d.a., ohne auf die dreitausendjährige konkurrenz zwischen geist & affekt eingehen zu wollen: die snythese macht es aus, oder?

laperla

01. Februar 2010, 11:49

synthese natürlich. (für die oberkorrekten;)

Martin

01. Februar 2010, 13:07

Die frisch gebackenen Tunten könnten ihre Hochzeitsreise etwa auch in Bückeburg verbringen...

Die ergrub ich mir, die Holde...

01. Februar 2010, 15:55

"meine jetzige Freundin erkämpfte ich mir zu einer Zeit, da ich tote Bajuwaren aus der Erde schaufelte. Trotzdem wurde es eine grosse Liebe. Ich glaube, es gibt nichts, was Liebe nicht überwindet." Nicht einmal der Tod, scheints. Nur was lieben Sie an einer zwar selbsterschaufelten, aber toten Bajuwarin?

Grimaldeli

02. Februar 2010, 00:26

Speat zugeschaltet zum Thema, aber ich sag nur 'Labrador'!

Das war der Hund seit meinen Kindstagen. Die Jagdhunde, sprich, Dackel fuer den Fuchs,die DeutschDrahthaar etc. waren zwar zugegen, aber die Labs haben einen Teil meines Lebens eingenommen!Zurzeit ist es eine Schoko, geboren in MC. Sie zahlt keine Steuern, im Gegensatz zu mir (an dieser stelle kein trauriges smiley, einerseits, weil ich sieauch nicht mag, anderseits, weil sie in dieses Forum auch nicht reinpassen); Katzen verstehen sich uebrigens gut mit meinen Labs, wenn sie zur Familie gehoeren.

elbsegler

02. Februar 2010, 14:39

@Gärtner + Aventgarde

Wenn Sie die Reise in die bizarre Welt der Ortsnamen fortsetzen möchten, dürfen als Destinationen 27607 Hymendorf, 29691 Hodenhagen, 14547 Busendorf, 27624 Fickmühlen, nicht fehlen.

gelegentlich

03. Februar 2010, 19:52

http://michael@4lin.net

Ihre Blogs lese ich im Allgemeinen mit Vernügen und Gewinn. Ihre Genauigkeit beim Hinschauen auf die sachlich-technischen Details alter Sachen find e ich hervorragend. Aber Niemand weiß Alles. Als Jemand, der einen Teil seines Lebens mit Menschen verbracht hat, die solche Teppiche machen, also ,,vor Ort", und der sich deshalb mit antiken und neuen ein wenig auskennt, möchte ich mir einige Bemerkungen aber nicht ersparen.

@elbsegler: ich scherze nicht - in Hodenhagen treffen sich regelmäßig die norddeutschen Freunde des Orientteppichs und bemühen sich darum, Sachkenntnis zum Thema aufzubauen.

Die gezeigten Stücke, die Liebe dazu bleibt ohnehin als Emotion ohne Begründungszwang außen vor, passen überhaupt nicht in den Rahmen einer ,,besseren Gesellschaft", was immer das auch sein mag. Selbst der Afshar ist, im Rahmen seiner Gruppe, ein ziemlich spätes, steifes und ausdrucksarmes Stück. Generell sind die hier goutierten ,,Blümchenperser" ein Zubehör der Gründerzeit. Wenn man den Orientteppich (Flachgewebe gehören wohl auch dazu) als Kunst versteht sind es Artefakte aus dem Straßengraben.

Tatsächlich gibt es wenige Dinge, die so gut zu moderner Inneneinrichtung passen wie wirklich gute authentische Dorfteppiche und vor allem frühe anatolische Kelims. Expressiveres gibt es kaum. Da Wolle als Träger von Farbe technisch besser ist als fast alles Andere (Naturfarben auf Wolle, nicht Seide, sind praktisch wie vielfach lasierende Lacke auf einem transparenten Untergrund anzusehen) und da man stets mit möglichst gesättigten Naturfarben gearbeitet hatte (die praktisch immer zueinander passen) kann man damit visuell einmalige Resultate erhalten. Von solchen Kalibern ist hier aber nicht die Rede.

Übrigens sind Orientteppiche überwiegend nicht für die Benutzung mit Schuhen gemacht worden - und den besten unter ihnen bekommt diese auch nicht. Die Saroughs-Maroughs, von denen hier die Rede ist, sind so etwas wie ein 1000 Euro-Chateau X, den ein neureicher Chinese aus Statusgründen meinte kaufen zu müssen und den er mit Eiswürfeln und Colazusatz für sich trinkbar gemacht hat. Dass sie hierzulande immer wieder hoch gehandelt werden ist nicht mehr als eine Art selbstreferentieller Mummenschanz und ändert daran nichts.

Im Übrigen sei erwähnt, dass mittlerweile das Fälschen von sehr guten Teppichen handwerklich so gut geworden ist dass selbst die Experten sehr oft - immer öfter! - nicht mehr mitkommen. Die Auktionshäuser hoffen sich mit Ausschweigen behelfen zu können.

Wer sich eingeladen fühlt sich eingehend mit dieser hoch interessanten Kunstform zu beschäftigen soll wissen, dass es da viel mehr zu entdecken gibt als in anderen, abgegrasteren Bereichen.

colorcaze

04. Februar 2010, 19:48

@gelegentlich: gewiß, im weißen Neubautempel mit Fußbodenheizung macht sich so ein antiker Kelim schon gut. Aber zu einem bestuckten Altbau paßts nicht so.

gelegentlich

06. Februar 2010, 16:18

@colorcaze

Ob der Kelim antik ist oder nicht ist hierfür sicherlich egal. Gut sollte er sein - das hat ja mit dem Alter nichts zu tun.

Da die Zeichnung aller authentischer Stücke, ob Kelim oder Dorfteppichen, auf dem gleichen algorhitmischen Prinzip beruht und immer gut aussieht, wenn man wirklich maximal gesättigte Naturfarben genommen hat, spielt es auch keine Rolle ob es ein Kelim oder ein Dorfteppich ist. Stuck aber ist wie Alles, dessen Daseinszweck das etwas hermachen wollen ist, genuin scheußlich, was durch ein gutes Stück nur noch betont würde.

JorgeLoma

01. Mai 2010, 11:18

@Don Alfonso, 31.01.2010

Das mit dem Zu- und Wegziehen nach und von Berlin und das Bleiben und immer wieder kommen ist so eine Sache. Nachdem Sie damals Berlin grollend (?) verlassen hatten, suchten Sie doch vor Kurzem ausgerechnet dort eine Immoblie?

Zwecks wessen? Aber das ist Ihr Geheimnis! Tip: Hassliebe?

>

Nachdem ich zur Zeit der Mauerperiode dort gelebt hatte, zog es mich übers große Wasser, dann aber wieder nicht nach München (obwohl ich bekanntlich Halboberbayer bin), aber doch wieder nach Berlin, dann aber wieder hierher übers große Wasser zurück. Berlin kenne ich - sei es West: Dahlem, Z-dorf, Friedenau oder Ost: Seddinsee, Müggelsee, Stahnsdorf, Scheunenviertel -

recht gut. Wohnte um die Ecke zu GG, UJ etc. in der Sponholz, später in der Froehauf, wo ein Bus mich autolos hin und her zur Philharmonie brachte. Zwei Ecken weiter fuhr ein Bus zum Schlachten- und zum Kleinen Wannsee zu Heinrich. Und die S brachte mich sommers und winters nach Potsdam zu Friedrich. Nicht genug: Mit dem Fahrrad fuhr ich in 30 Minuten in den Tiergarten und zur Museumsinsel und nach Charlottenburg und Kreuzberg, um die frischesten türkischen Delikatessen für meine Gäste zu kaufen.

Ist Ihnen so etwas noch nie passiert? Einer ausm Westen steht irritiert (was auch sonst) an einer Kudammecke. Kommt ein Ostviertelberliner und fragt ihn: "Is wat? Keen Zimmer? Hier ham Se meine Adresse, und morjen de Schlüssel unter de Fußmatte. Jute Nacht, unn scheenn Jruß an ..."! (selbst erlebt).

Das alles isset aber nich! Eine Freundin aus Ottobrunn und ich parlierten aus Spaß an der Freud immer hochniederdeutsch-missingsch: Do hebbt wi uns an gewöihnt.

Vielleicht wars auch ganz lustig, als Angie Benedikt anrief: Die norddütsche ProtestantIn und der altboaerische Katholik: kkk vs. ggg. Auf gleicher Scheitel-

höhe, was übrigens einem CSU-Hinterbänkler übel aufstieß. Berlin hat jelacht.

JorgeLoma

01. Mai 2010, 11:21

@Johannes v.F.

Kenn Sie Piefke aus Klein-Pankow? Kieken Se mal inn Spiejel!

JorgeLoma

01. Mai 2010, 11:32

@HansMier555, 31.01.2010

und im Harz (NS) Schierke und Elend (Goethe).

JorgeLoma

01. Mai 2010, 11:46

@Berthold IV

Tststs. Breißen beginnt spätestens nördlich der Nordspitze des Tegernsees. Daher auch des Dons Hassliebe zu seiner dummen, kleinen Geburtsstadt am langsamen Fluss. Diese ehemals reformationierte Stadt mit zeitlich bedeutender Universität wurde dann gegenreformationiert. Wie ein Bloggerkollege meinte: kaputtgegenreformationiert. Ist es dass, was der Don meint?

JorgeLoma

01. Mai 2010, 11:54

über Geilenkirchen und Hodenhagen und (Netikette)-büdel (=Beutel) nach A.schau und (Netikette)

JorgeLoma

01. Mai 2010, 12:09

@Don Alphonso

Danke, dass Sie um diese späte/frühe Stunde noch/schon freischalten und walten. Aller Augen warten auf Ihre nächste Studie, um das Wochenende hindurch sich lesend und schreibend damit zu verlustieren.

Gute Nacht/ Guten Morgen.

Ich gehe in meine Buntkarierten.

Was krähen die Gockel? oder sind die auch schon eingetopft?

(vgl. BusChs Witwe Bolte)

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