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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Stützen der Gesellschaft

Die griechische Krise und der grosse Mann in der Villa

26. Februar 2010, 10:48 Uhr

Die bitteren Lager in diesem leidigen Haus,
sie wissen um mein nächtlich Leid
Sophokles, Elektra

Der einzig unangenehme Teil am Vermietergeschäft ist der Mieterwechsel. Jahrelang kommt Geld ohne Aufwand auf die Konten, ein paar ehrenwerte Taten sind ab und an zu verichten, man muss reden mit den Leuten, sagte meine Grossmutter immer, und sie hatte natürlich wie immer recht: Das schafft eine angenehme Athmosühäre im Haus, man versteht sich, löst die kleinen Probleme im Vorbeigehen, und immer ist jemand da, der für die anderen Post annimmt oder beim Tragen helfen kann, wenn ein Sofa kommt. Die glücklichsten Menschen sind in der Regel jene, die in guten Münchner Lagen ein grosses Haus besitzen, und auch in der kleinen, dummen Stadt an der Donau mit ihrem exzellenten Wirtschaftswachstum gibt es schlimmere Tätigkeiten, als sich um die eigenen Inmobilien zu kümmern. Allein der Mieterwechsel ist immer etwas schwierig, man muss die neuen, gestiegenen Mietpreise festlegen, ein paar Dinge an der Wohnung sind immer noch selbst zu machen oder bei der Gelegenheit zu verbessern, ein, zwei Monate Mietausfälle sind nicht auszuschliessen, und um manchen Mieter, der es nun selbst zum Hausbesitzer gebracht hat, ist es wirklich schade.

Scherzhaft - denn solche Luxussorgen schätzt man - wird dann immer diskutiert, ob man nicht einfach alles, wirklich alles verkaufen und sich mit dem Geld bis zum Ende aller Tage ein schönes, soweit möglich sorgen- und arbeitsfreies Leben machen sollte. Das ist ein nicht ernst gemeintes Ritual, denn wie meine immer Recht habende Grossmutter auch betonte: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Wie wenig ernst gemeint solche Überlegungen aber in Tagen wie diesen sind, zeigte sich, als bei einer anderen Immobilie - ein kleines, freistehendes Haus mit grossem Garten - ein Mieterwechsel im umgebenden Viertel herumsprach. Dann nämlich ertönte bei uns das Telefon, und auf der anderen Seite machte es der Herr kurz: Er habe Geld und wollte das Haus kaufen. Und das, lange bevor jemand auch nur daran gedacht hatte, den üblichen Vorschlag des Verkaufs und den Umzug in eine angenehmere Region - Meran, Gardasee, Südfrankreich, eventuell für den Winter sogar Rom oder die Maremma - auch nur anzudeuten.

Natürlich redet man auch mit solchen Leuten, selbst wenn man gar nicht daran denkt, zu verkaufen. Der Anrufer hat schlichtweg Angst um sein Geld. Die Frage, ob wir bald in einem deflationärem oder inflationären Umfeld leben werden, ist noch nicht entschieden, aber mit ein wenig Pech gibt es beides: Massive Inflation bei den normalen Lebenshaltungskosten zusammen mit einer Deflation bei den Dingen, die sich niemand mehr wird leisten können. In der Statistik sieht das nicht so schlimm aus, wie es in Wirklichkeit ist. Wer mehr Geld als nur die üblichen 100.000 hat, die bei den typischen schlechteren Kindern besserer Kreise bis zum 40. Lebensjahr angelaufen sind, sucht nach sicheren Anlagen. Da kann es sich lohnen, noch vor allen anderen bei Hausbesitzern anzurufen und Angebote zu machen. Was erst mal in so einem Haus steckt, kann keine Regierung wegnehmen, um es den Griechen zu geben, den Spaniern, den Italienern oder wem auch immer.

Und wer, so der verunsicherte Anrufer, garantiere einem eigentlich, dass der Euro nicht in zwei Währungen aufgeteilt werde, und sich dabei alle mit einer Währungsreform mitsamt Währungsschnitt von einigen Schulden trennten? Hat man die Finanzkrise gerade so mit Ach und Krach und 20% Buchwertverluste im Portfolio gerade so überstanden, konnte man sich gerade noch aus den Aktien retten, nur um jetzt dem Finanzmarkt erneut ausgeliefert zu sein, der auf den Untergang des Euros wettet? Die Reichen der Republik sind bislang gerade noch mal davon gekommen, weil der Staat die Banken rettete - aber werden die Banken nun die Staat und die Währungsunion retten, oder nicht doch jene, die ihnen das Profitieren durch Defizitvertuschung erlaubt haben, nun als Gegenstand neuer Wetten auffassen - nachdem sie noch selbst von den griechischen Finanztricks profitierten? Der Reiche mag in seinem Viertel, in seiner Stadt, in seiner Region als reich gelten, reicher als 100 andere, aber er ist Nichts gegen die Kraft der Märkte.

Und im Fall von Griechenland, möchte man ergänzen, wollte man den Preis für das kleine Haus nach oben treiben, sieht man jetzt erst die Schäden, die die Kräfte über all die Jahre in den Fundamenten der Währung schon angerichtet haben. Wer weiss, was da alles noch kommt und kommen wird, wenn nach den Griechen den Spanier die Hand aufhalten werden - vielleicht haben die ja auch Hilfe der Banken bei der Vertuschung von Schulden erhalten, ausserdem hört man Spannendes über die Bilanzierung dort, also, vielleicht 150.000 mehr, und vielleicht käme man ins Geschäft.

Niemand will hier verkaufen, sollen doch jene, die jahrelang über die geringen Renditen des Vermietergeschäfts lachten, ihr Geld in griechische Bonds stecken, die sind gerade billig zu haben, oder in britische Peseten oder den Dollar jener transatlantischen, vereinigten Kolonien der Chinesen, wenn sie mit den Finanzmarktwölfen heulen wollen. Ich jedoch, der ich oft unter alten, reichen Menschen auf dem Berg oberhalb des Sees sitze und zuhöre, welche Themen beliebt sind, höre gerade nur vom Immobilienkauf, nie aber vom Verkauf. Alle suchen. Niemand bietet an, zumindest nicht in den Regionen auf der Sonnenseite dieses Landes auf der - relativ betrachtet - Sonnenseite des finanziellen Zusammenbruchs, der sich von schlechten amerikanischen Häusern im Mittelwesten über marode Banken und kriminelle Wallstreetzocker nun in die Grundlagen von Staaten und Föderationen gefressen hat, immer entlang der alten Sünden, die jetzt offenbar werden. Für den kleinen Mann auf der Strasse, der längst wieder vor der Glotze den nächsten Unterhaltungsmüll begafft, spielt das keine Rolle, aber der grosse Mann in der Villa ahnt, dass es um mehr als nur die griechischen Ölbäume und griechische Rentner gehen wird.

Und so kommt er zurück von den breit aufgestellten Anlageformen, die von allen Entwicklungen auf der Welt profitieren sollten, zu den engen Gassen seiner Heimat, klopft an den Türen und fragt, ob man nicht für den internationalen Tand und Glasschmuck nicht ein Haus der Väter haben könnte, das möglichst entkoppelt sein sollte von den Umwälzungen, die erst möglich wurden, weil sein Geld sie anheizte. Er schwört den Banken ab und dem Vermögensberater, zumindest bis zum nächsten Anfall der Gier, er ruft an und offeriert, und wird er abgewiesen, lauscht er auf den nächsten Mieterwechsel bei alten Leuten, die vielleicht gar nicht mehr die Kraft haben, um sich um ihre Anwesen zu kümmern. Manchmal muss er erfahren, dass ein Sohn in der Sache so denkt wie die Generationen vor ihm, manchmal hat er vielleicht sogar Glück und gibt die Roulettekugeln und Karten des Finanzkasinos an andere weiter.

Draussen im Netz jedoch wird Poker und Roulette gespielt und auf Fussballer gewettet, es wird in Neu York die Marge nach oben getrieben, und in Preussens Hauptstadt fragt man sich, wem man das alles aufbürden soll, die Schulden, die Ausgaben und die Bankgewinne zur Finanzierung von Politikerreden. Es ist einfach nicht mehr da, als eben da ist, man wird es immer irgendwie nehmen müssen, aber soweit, dass man ein Haus zersägt, ist man noch nicht gekommen. Später dann, wenn vielleicht ein Mieter verschwindet und der Badboden durchweicht ist, wenn der Efeu das Dach durchbohrt oder die Heizung krepiert, wird sich der neue Traditionalist doch fragen, ob ein wenig mehr Mut in finanziellen Dingen nicht besser gewesen wäre - zumal, wenn alles gut gegangen sein wird, die Griechen gerettet und die Spanier gestützt wurden, und die Zocker mit jenen Papieren reich wurden, die er damals für das Haus aufgegeben hat.

Wenn oben über dem See wieder über das Hausverkaufen gesprochen wird, und die Adressen der Vermögensverwalter die Runde machen, wird es wieder soweit sein. Aber im Moment regiert die Angst in den Villen, eine untergeordnete Rolle in einer griechischen Tragödie zu spielen, in der der Chor nicht die letzten Strophen singt, sondern ausgeblutet auf den Brettern von Börsen und Ministerien liegt.

Veröffentlicht 26. Februar 2010, 10:48 von Don Alphonso
Kommentare

muscat

26. Februar 2010, 10:07

Nette Untergangs-Folklore!

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Jeder Kunde bekommt den Vermögensberater oder die Bank, die er verdient.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 10:10

Nun, ich habe nicht angerufen - wir wurden angerufen. Das ist schon mal kein schlechtes Zeichen, in Hinblick auf Angebot und Nachfrage. Mir geht es gar nicht so arg schlecht, wenn ich ehrlich bin.

fridericus

26. Februar 2010, 10:11

Anlage in Immobilien - schön und gut, gelegentlich auch traditionswahrend. Aber ob alle potentiellen Käufer Sanierungs- und Instandhaltungsaufwand adäquat berücksichtigen, potentiellen Ärger mit Mietern einkalkulieren und den Wertzuwachs einer Immobilie nicht allzu optimistisch ansetzen?

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Ach ja, gibt es in den besseren Kreisen auch Fälle von "Mietnomaden"?

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Beste Grüße

f.

Hotelerbe

26. Februar 2010, 10:25

Für diese Einsichten muss man nicht zu den vermeintlichen Stützen der Gesellschaft gehören.

"Hektar besteht" sagt der Bauer, der sich noch nicht auf die Massenproduktion unserer Mitgeschöpfe verlegt hat.

Und ist dabei Teil der Wertschöpfungskette und nicht bloß Parasit, der von seinen Kapitalerträgen lebt, also Hartz IV mit Torten, Altbauten und Bergtouren.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 10:28

Ich glaube auch, dass manche den Aufwand etwas unterschätzen. Die Frage ist eben: Will ich in Zeiten wie diesen dauernd auf Kurse und Entwicklungen starren, oder mich ab und zu mit Menschen beschäftigen und versuchen, im Haus einen guten Mix hinzubekommen? Schippe ich lieber Schnee, oder schiebe ich von der einen Anlageform in die andere? Zahle ich einen Heizungsmonteur oder den heissen Ofen eines Vermögensverwalters?

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Nach meiner Erfahrung gibt es sowas wie sorglose Rendite in einem Berich von über 3% einfach nicht.

muscat

26. Februar 2010, 10:28

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Rettung kann man für Geld oder Gold nicht kaufen. Kann man beides nicht essen und drin wohnen geht auch nicht.

Investiert wird nur in die eigenen Fähigkeiten und den unverzichtbaren Bedarf. Dieses zu erkennen bzw. zu definieren, daran scheitern schon die allermeisten.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 10:35

Hotelerbe, höre ich da ein klein wenig Neid aus der Stimme? Nun, ich fahre auch nach Italien und mache nicht nur Bergtouren, und das hier, wie die Beantwortung Ihres Kommentars, wird zumindest insoweit honoriert, dass es als reguläre Beschäftigung gewertet wird. Eine angenehme Beschäftigung, keine Frage, aber es gibt auch genug Bauern, die das machen, weil sie es machen wollen. Bei uns am Tegernsee etwa ist die Wiese mitsamt Bergblick gegenüber seit 30 Jahren als Bauland ausgewiesen, aber der Bauer sieht darauf lieber seine Kühe stehen.

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Muscat, immerhin ist das Wohnen eines der Grundbedürfnisse der Menschen. Nicht überall natürlich, in Sachsen würde ich nichts kaufen und alles verkaufen, wie auch in Preussens Hauptstadt - aber Zentrumslagen in Ländern mit stabiler Einwohnerentwicklung sind nicht dumm. Das heisst nicht, dass ich gerade jetzt kaufen würde - aber Besitz ist ganz ok.

HansMeier555

26. Februar 2010, 10:42

Ich kenne hübsche Gegenden in Deutschland (nein, keine Krisengebiete), wo popelige Einfamlienhäuschen im Gärtchen auf dem Hügelchen am Rande des kleinen Städtchens heute weitaus günstiger sind als vor 10 Jahren.

Woran das liegt? Vielleicht daran, daß die Erben längst woanders wohnen, daher verkaufen wollen, während sich die jungen Familien inzwischen keine Häser mehr leisten können?

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Ihren Bekannten bitte kein Wort davon!

El Greco

26. Februar 2010, 10:43

Endlich mal wieder ein richtiger Krisendon. Ich hatte schon Entzugserscheinungen. Aber sehen Sie das mal so: Gibt es einen Unterschied zwischen unserer schönen Dauerkirse und einer hübschen Schlittenfahrt steil bergab im Sonnenschein? Irgendwann kommt eben mal die Wolkengrenze, wie im richtigen Leben.

Die Schuldenuhr heute morgen steht auf 1,75. Ich wette, daß wir bis 2,0 noch Luft haben. Um was wetten wir, wenn das Geld zum Papier wird? Legen Sie eine Immobilie auf den Tisch?

Bleiben Sie in Balance!

fionn

26. Februar 2010, 10:45

Die Vergangenheit ist immer präsent in Griechenland.  Jeder Grieche (ob Bauer oder Millliardär)  philosophiert gern  und hat immer ein Zitat aus dem Altgriechischen parat.

Sehr oft hört man  

"Eis avrion ta spoudeia" -  Die wichtigen Angelegenheiten werden wir morgen erledigen.    (d.h.   Let's enjoy today first).  

Don Alphonso

26. Februar 2010, 10:53

HansMeier555, die Unfähigkeit junger Familien ist eine ganz besondere Beobachtng, die meines Erachtens auch viel mit der Unfähigkeit zu tun hat, die Ausgaben zu kontrollieren. Eine Familie mit 150 Euro Handyrechnung und weiteren 100 Euro Fitnessclubrechnung und doppelt so vielen Friseur- und Beautybesuchen als früher zahlt auf die Schnelle jedes Jahr 4000 Euro mehr, als es ihre Eltern taten. Das sind 20000 Euro in fünf Jahren, allein für solche Spässe. 40.000 Mark! Und was man mit einem 40.000-Mark Bausparer tun konnte, das wiederum erzählen einem gern die Eltern. Da gibt es einfach einen Paradigmenwandel im Lebensstil. Und der hat bei den ganz grossen Anschaffungen Folgen.

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El Greco, ich habe keine Schulden und ziemlich wenig Geld. Es gibt natürlich einen Punkt, an dem Schulden nicht mehr kontrollierbar sind, aber nachdem das hier Deutschland ist, tippe ich auf einen geordneten Währungsschnitt "zugunsten des gemeinsamen Hauses Europa", oder irgendsowas. Es geht sicher keine 10 Jahre mehr gut, würde ich sagen. Klever sind mal wieder die Schweizer, die ihre Banken runterfahren und sich nach Alternativen auf hohem Niveau umschauen.

Norbert

26. Februar 2010, 10:55

Carolus Magnus

26. Februar 2010, 10:59

http://www.ratskeller-aachen.de/index.php?f=1&p=Home

Werter Don. Ich möchte ein Dauerthema Ihres unterhaltsamen Blogs aufgreifen: den Anstand. Wie entledigt man sich auf anständige Weise eines säumigen Mieters vom Typus Bankrotteur? Mit freundlichem, aber bestimmtem Auftreten allein kommt man erfahrungsgemäß nicht zum Ziele. Und einen Advokaten um Sekundanz bitten? Im alten Rom ließ man soetwas vielleicht doch eher von ausgedienten Gladiatoren erledigen. Wie gehen Sie vor (Sie haben gewisse Andeutungen in einem früheren Blog gemacht)?

Don Alphonso

26. Februar 2010, 11:04

Norbert, ja, durchaus - ein derartiges Objekt liegt seit gestern auf meinem Schreibtisch, sagenhaft günstige 3000 Euro pro Quadratmeter mit Grund und ein klein wenig Seeblick - aber leider die Strasse nach Bad Wiessee in 20 und die Bahnlinie in 35 Meter Entfernung vor dem See. Nach 2 Jahren Wahlheimat kennt man das Spiel - entweder billig mit extremen Haken oder teuer mit kleinen Haken. In Tegernsee selbst hat man das gleiche Problem mot Strasse und Bahn, und trotzdem ist es auch hübsch teuer. Also eher ungeeignet, um dort verlustfrei zu investieren.

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fionn, man hat auch 2500 Jahre Tradition beim Steuerhinterziehen, das sollte man auch nicht vergessen! Und wenn in Athen jemand zu viel Steuern wollte, schickte man ihn in Verbannung.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 11:14

Carolus Magnus, ich sage es mal so: Wenn man selbst in der Immobilie wohnt, ist das allein schon etwas disziplinierend. Man muss halt lieber vorher drei Mieter abweisen und auf den Richtigen warten, als gleich zu glauben, dass der erste ohne Mietausfall der Beste ist. Ausserdem ist es ja oft so, dass anständige Mieter dergleichen nachziehen; eine Wohnung, in der eine Studentin ist, hat zwar schon 4 Mieterwechsel erlebt, aber ich musste sie trotzdem nie neu vermieten.

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Ansonsten, so hört man, bieten anstehende, fundamentale Reparaturen mitsamt auf die Mieter umlegbare Kosten und dem Verschwinden von Türen im Winter (Bauarbeiter können ja auch mal was vergessen) immer gute Möglichkeiten, den Aufenthalt ein wenig unkomfortabler zu gestalten. Und wenn der Mieter das nicht gut findet, kann er ja gerne versuchen, seine Rechte anderweitig durchzusetzen, berichten Leute, die in München keinen guten Ruf haben. Man kehrt gewissermassen die Belästigung gegen  den Mieter, auf jeden Verstoss gibt es eine Abmahnung, und was man so hört - allerdings nicht von mir, ich habe da keine Probleme - gehen Raubmieter meist den Weg des geringsten Widerstandes.

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Aber nochmal: Mit sauberer Vorauswahl ist das alles kein Problem.

Dipsy

26. Februar 2010, 11:27

Neben Immobilien bleibt auch der Franken! Haushaltsüberschuss der Eidgenossenschaft in 2009: 2,7 Mia.. Davon kann man in Grossberlin nur träumen.

Carolus Magnus

26. Februar 2010, 11:27

http://www.tongeren.be/Toerisme/Antiekmarkt

Über das Verschwinden einer Tür lohnt sich gewiss nachzudenken, werter Don. Handwerker sind ja leider so unzuverlässlich...

HansMeier555

26. Februar 2010, 11:33

Lieber Don, da ist was dran. Wir jedenfalls hatten einen Gemüsegarten, seufz.

donna laura

26. Februar 2010, 11:35

ach ja, wie bringt man seine schäfchen ins trockene: raus aus dem euro-regen, rein in beste lagen mit aussicht auf wertzuwachs selbst bei deflationsszenarien. wohnen müssen die leute immer.

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trotz ihrer beantwortung möchte ich gerne die frage von fridericus und Carolus Magnus aufgreifen und erneut stellen: wie, lieber don, haltens sie's mit mietnomaden?

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der dezente hinweis auf die eigene gute trefferquote bei der wildschweinjagd, den ich liefern könnte, wird wohl kaum ein geeignetes instrument sein ...

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mietnomaden zeigen so einige facetten, wie ich hörte und einmal selbst erlebte: der eine verzieht sich zwar rasch, steckt dann aber in der privatinsolvenz und taucht schliesslich ganz unter ...

was ist, wenn der unliebsame verwohner der wohnung gar nicht das weite zu suchen beabsichtigt und evtl. plötzlich ganz furchtbar gebrechlich vor dem amtsarzt erscheint?

oder ganz plötzlich ohne arbeit dasteht, evtl. wirklich schwer erkrankt und drei plagen zu ernähren hat? dann wird es bitter.

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der vage hinweis, sich die leute anzusehen, ist nicht wirklich hilfreich. denn zumindest letzteres wird in varianten wird zukünftig häufiger anzutreffen sein.

wollen sie mir im ernst erzählen, sie liessen dann den scrooge raushängen?

muscat

26. Februar 2010, 11:35

Wenn in Ffm. in sehr guter (jedoch nicht 1a-)Lage immer noch 14 € Kaltmiete pro qm Altbau gezahlt wird, kann es alles nicht so schlimm sein.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 11:36

Dipsy, bei einem Kurs von 1,52 zum Euro: Sicher. Aber bei allem, was unter 1,40 liegt, wäre ich nicht überrascht, wenn die Schweizer dann wie nach der Weltwirtschaftskrise selbst abwerten.

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Carolus Magnus, auch das leider notwendige Abstellen des Wassers - plötzlich, aber so ist das nun mal - kann jemanden in die Lage bringen, die Miete zu kürzen; aber wie soll das gehen, wenn er schon nicht mehr zahlt?

a13

26. Februar 2010, 11:47

Angst ist glaube ich ein schlechter Berater in Transformationsphasen. Sind die materiellen Grundbedürfnisse gesichert so bietet sich doch gerade jetzt die Möglichkeit neue Bäume zu pflanzen, oder etwa nicht?

Vielen "Stützen d. G." mag es primär um die Sicherung des eigenen Vermögens gehen, doch ob die Bewahrung des status quo langfristig erfolgreich sein wird?

Ich glaube es braucht mehr Mut in der Auseinandersetzung mit den anstehenden Herausforderungen. Wer es sich leisten kann und in der Lage ist über den eigenen Tellerrand zu blicken, der kann heute Bäume pflanzen und damit die gesellschaftliche Entwicklung vielleicht langfristig beeinflussen. Die verbreitete Verunsicherung und die gewachsenen Probleme im Bereich der Politik, der Wirtschaft und der Wirtschaftswissenschaften bieten vielen Möglichkeiten für neue Ideen. Nur ich sehe sie leider nicht, die Akteure welche für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung Verantwortung übernehmen wollen und bereit sind jenseits der klassischen Investments in neue Ideen zu investieren.  

Don Carlos

26. Februar 2010, 11:55

also ich hätte ein grundstück abzugeben...

MarkusvonBentheim-Burg

26. Februar 2010, 12:02

http://www.mobile.de

Werter Don,

unsere Vorfahren haben es genauso gehalten. Viele Immobilien, wenig Flüssiges in falschen Händen. Dazu hat man sich ganz real Gedanken gemacht, wo man etwas zu beissen herbekommt, wenn mal wirklich alles vor die Hunde geht. Der Zweite Weltkrieg war so ein Fall. Antwort auf die Problemstellung: Große Grundstücke mit eigenem Wasser, Wald, Weide, Stallungen und einigen Flächen, die mit geringem Aufwand zu Feldflächen gemacht werden können. Das ganze eingezäunt. Im Personalstock sind immer ein oder zwei, die sich mit solch widrigen Lebenssituationen auskennen und improvisieren können. Sprich, man hat ein mittelaltes Bauernpaar in Küche und Garten. Mit denen kann man alle Krisen meistern.

Der Verfall des Euros ist längst beschlossene Sache. In unseren Clubs in unserer schönen Stadt werden schon länger Szenarien ausgearbeitet, wie man damit umgeht. Wie man sich verhält, wenn die Bundeswehr plötzlich vor Bankfilialen auftaucht, um zu schützen, was geplündert werden wird. Dass der Amero für den Nord und Südamerikanischen Raum schon längst gedruckt wird und der Eurodollar den Euro bei den verbliebenen Eurostaaten ablösen wird. Wer hat gelesen, dass Notstandsgesetze Ende 2008 vom Parlament beschlossen und vorsorglich schon Lebensmittelmarken für eine Währungsübergangszeit in den Bundesdruckereien gedruckt wurden? Seltsam, dass kein Magazin und keine Zeitung auch nur eine Zeile darüber schreibt...

Das werden zwei lustige Jahre 2010 und 2011. Ich glaube, ich verziehe mich in mein Chalet in der Schweiz bis alles vorüber ist. Das wird auch nicht verkauft. Es lebe die Immobilie (mit Grundstück für Kartoffeln)!

Beste Grüße

MvB-B

Quallenregen

26. Februar 2010, 12:12

Wohl dem der diese Sorgen nicht teilen muss und  nur auf den gefüllten Teller am nächsten Tage hofft...

Grüße aus dem stürmischen Südwesten

etiterum

26. Februar 2010, 12:14

http://bob

Wir sind alle Spätankömmlinge in einer fertigen Welt.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 12:18

etiterum, sicher. Man sitzt da und wartet, dass sich der Platz freistirbt.

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Quallenregen, nun, auf meinem gefüllten Teller werden Trüffelgnocchi sein.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 12:22

HansMeier555, wenn es ganz schlimm kommt, tauschen wir hier Gartentipps.

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Donna Laura, ich bin ja der höflichste Mensch der Welt, aber nach über 150 Jahren in diesem Geschäft hat die Familie eben auch Vermieterblut. Dazu kommt auch heiute noch so eine gewisse Sozialkontrolle innerhalb der kleinen Stadt an der Donau. Bei 3% Arbeitslosigkeit und relativ hohen Kosten ist das Rumhängen und Verwohnen einfach nicht so arg attraktiv.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 12:27

muscat, naja, Frankfurt ist halt ein billiges Pflaster, im Vergleich mit München.

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a13, ich fürchte, es ist zuviel verlangt, längerfristiges Denken in einer Welt zu erwarten, die genau das eigentlich bestraft, weil sie selbst nur noch kurzfristig von Finanzierungsrunde zu Finanzierungsrunde eilt. Wenn man nicht gerade extrem reich ist, hat man auch nur uberraschend wenig Optionen, wirklich auf Prozesse einzuwirken. Die "armen Reichen" sind da auch nicht viel besser dran als die Armen; sie können in ihren Grenzen Entscheidungen treffen, aber nicht die Systeme beeinflussen. Und weil es nicht geht, versucht man eben, zu profitieren, solange es geht.

Teutobrecht

26. Februar 2010, 12:37

http://G. Schoenbauer

... na ja, Dipsy, wie sagte vor ein paar Tagen ein Politiker, dessen Name mir entfallen ist: "Deutschland und die EG brauchen die Schweiz nicht, aber die Schweiz braucht Deutschland und die EG."

Es geht also um Konfliktfaehigkeit,  und "Grossberlin" usw. werden die Eidgenossen schon zur Ordnung rufen, wenn sie nicht spuren und es den Aufwand lohnt. Und jetzt hat auch noch Gaddafi diesem Bergvoelkchen den Heiligen Krieg erklaert, das in seiner Minderheit keineswegs rassistisch ist und sich am liebsten mit Ruetlischwueren und Kuehemelken beschaeftigt.

MfG

G.S.

muscat

26. Februar 2010, 12:53

Ja, aber eben ein billiges Pflaster ohne Münchener... Das ist der Vorteil.

BertoldIV

26. Februar 2010, 12:59

@DA

Auch wenn Sie es nicht hören wollen und trotz meiner anti münchen bias als einwohner der oberen Pfalz. In Frankfurt hat e m.E. substanz, in München ein paar hundert ha Wind ums Haus.

Sie können doch die Sündenliste, HRE, Dresdner als bad bank der allianz, bayerische Landesbank, das verscherbeln des bayerischen tafelsilbers (bayernwerk...) für Technologieoffensiven der bayerischen Regierung...

Ich glaube, die Leute dort zahlen in München so viel, damit Sie sich einreden, dass es einen materiellen Wert hat  

Don Alphonso

26. Februar 2010, 13:03

Don Carlos, Lage, Lage, Lage, das ist wichtig. Besser Lage ohne Grundstück statt Grundstück ohne Lage.

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muscat, das kommt darauf an, wie man Hessen verträgt. Ich habe damit keine Probleme, aber andere werden das anders sehen.

elbsegler

26. Februar 2010, 13:10

Na, dann schon mal tschüß, wenn jetzt doch der Weltuntergang bevorsteht. Vorher pflanze ich aber noch ein Apfelbäumchen.

Streuf

26. Februar 2010, 13:17

Ich will mich hier mal als Vertreter einer jungen Familie in Sachsen zu Wort melden.

Vor ca. 15 Jahren kamen Anleger aus den Westvierteln der alten BRD in Scharren hier her und bezahlten gern auch 2000 bis 3000 Euro für den qm Wohnraum, wohl in der Hoffnung auf Steuerersparnis und Wertzuwachs. Die erste Wette ging häufig auf. Die zweite eher selten bis nie. Viele dieser Eigentümer wollen, nachdem die steuerlichen Vorteile gefallen sind, jetzt wieder verkaufen, koste es was es wolle.

Für den kreditwürdigen Eigennutzer, der zudem eine gewisse Inflationserwartung hegt, bieten sich hier, gerade auch mit dem Blick auf das aktuelle Zinsniveau, durchaus interessante Möglichkeiten. Wenn das Einkommen gut und sicher ist und man die Absicht hat, bis zum Ende seiner Tage hier zu wohnen, ist die Frage "Miete oder Kauf?" meist schnell entschieden.

HansMeier555

26. Februar 2010, 13:33

Das wäre ein Nachtrag zur Dekadenzdebatte.

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Meine Mutter fand es extrem dekadent, Obst, Gemüse oder Marmelade im Laden zu kaufen, wenn man ein eigenes Grundstück hat.

Und das waren keineswegs Hunger- oder Krisenzeiten.

ferry

26. Februar 2010, 13:33

Was sind das eigentlich für Leute, die eine derartige Nummer wie -Mietnomade- durchziehen? Das ist ja schließlich auch eine Art von Widerstand zeigen, aber wogegen? Weshalb trifft es zumeist Privatvermieter und nicht WohnkasernenvermietungsGesellschaften.

Beim Anblick manch eines Wohnobjektes wundert es mich überhaupt, das da jemand drin wohnt zw. haust und offenbar auch noch für dieses bauliche Elend Miete bezahlt. Ich muß gar nicht extra durch Sachsen-Anhalt fahren, um so abgrundtief häßliche Immobilien ansichtig zu werden. So manch ein Vermieter sollte sich was schämen! Und der Ortsbürgermeister gleich mit.

elbsegler

26. Februar 2010, 13:52

@ferry

Der Mietnomade ist kein "Widerständler", sondern ein Sozialschmarotzer, der den besonderen gesetzlichen Schutz der Wohnung und die damit verbundenen langen Bearbeitungszeiträume ausnutzt. Diese Typen gibt es natürlich in allen Bereichen der Wirtschaft. Das Dauerschuldverhältnis Miete produziert aber einen erheblich höheren Schaden, als wenn mal einer beim Wirt die Zeche prellt oder das Zahlen nach dem Tanken "vergißt". Getroffen sind nach meiner Erfahrung alle Vermieter, auch Großvermieter. Die sind aber gegenüber dem Kleinvermieter, der auch in dieser Branche die Mehrheit stellt, eher in der Lage, Schäden in fünfstelliger Höhe wegzustecken.

a13

26. Februar 2010, 14:05

Don, bestraft die Welt wirklich langfristiges Denken? Wen bestraft sie denn? Langfristig orientierte Investoren? Wie sieht es bei anderen Personen und Professionen aus?

Ich erwarte nicht das alle Menschen langfristig denken. Doch ich glaube hier liegt viel Potenzial verborgen. Die radikale Orientierung auf die kurze Frist und auf Kennzahlen jeglicher Art ist einfach und entspricht dem Zeitgeist, doch was befördert ... und was verdrängt sie? Was für Risiken ergeben sich dadurch?

Der eigene Spielraum für Veränderungen ist begrenzt, doch es ist ein Unterschied ob man noch Mut und Energie besitzt um sich für Veränderungen zu engagieren oder ob man sich seinem Schicksal ergibt, weil man glaubt das man nichts ändern kann. In diesem Zusammenhang halte ich es mit skore183, einem münchner graffiti-künstler und der message auf einem seiner bilder: "nur tote fische schwimmen mit dem strom"

muscat

26. Februar 2010, 14:18

a13, genau. So .... oder so:

www.seminar-coach.de/weisheit.pdf

perfekt!57

26. Februar 2010, 14:21

Sehr gut, völlig richtig - und wurde auch schon lange Zeit, dass das alles mal wieder gesagt wurde.

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Bleibt evtl.: Winters in den Süden, "Rom, die Maremma" ist klar reine Theorie und bloß noch nicht praktisch zu Ende gekannt, gedacht und/oder getan, oder? (Es sei denn, man wollte vielleicht mal wieder ein "Regentropfenprelude" komponieren?) --- Wozu sie also doch gut ist, die gute alte Literatur - für die zumindest, die lesen konnten (ggfls. auch eben früher schon, Jahrzehnte vor allen Krisen), resp. wozu sie gut sind die Lebensgeschichten unserer Väter und Vorväter:

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Winters in den Süden ziehen, wie wir ja im Grunde alle wissen, nur Anfänger oder Theoretiker: Richard Wagner ist da (und womöglich deshalb) gestorben und Chopin hatte sich bekanntlich schon zeitlich ein paar Jährchen vor diesem dort im Süden fast ganz den Tod geholt, also im Regen brustkrank (TBC) auf Mallorca ausgeharrt, dort eben dummerweise was Besseres gesucht.

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Und auch bei Thomas Mann, dem alten TM, gibt es sie na klar auch die "völlig verfehlte Winterreise". Eben "viel Regen mit viel kalter Feuchte", dazu "reichlich südländischen Heizungskomfort" (also zu oft elende Kamine und Öfen in miserablem Zustand, logo, wenn es überhaupt sowas wie eine Heizung hat) und ständig klamme Wohnungen und klamme Kleidung zu kalten Füßen. Und viel hustende Nachbarn und schniefendes kleinbürgerliches Personal und ebensolche Vermieter desweiteren.

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Also: Winters reist man in den Norden, genau so weit hoch, bis die Temp. dauerhaft unter Null ist, weil eben dann die genannte Luftfeuchte zu Boden fällt, die relative Feuchte daher rasch auf an oder unter wenige % gelangt, sehr gesund halt. Oder ansonsten mindestens bis südlich des Hohen Atlas. Liegewagen nach Rom im Januar kennt die deutsche Geschichte taugt eher nicht. Machte oft eher krank und tot.

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"Wilhelm Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig im Palazzo Vendramin-Calergi) war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent." (de.wikipedia.org/.../Richard_Wagner)

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"Im November 1838 übersiedelte George Sand mit ihren Kindern Maurice und Solange nach Mallorca. Der Entschluss beruhte auf ärztlichem Rat, denn man erwartete sich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes von Maurice, den eine rheumatische Erkrankung plagte. Aber auch Chopin, der zeitlebens an Tuberkulose litt, erhoffte sich eine Linderung seines Leidens durch ein milderes Klima und schloss sich der Familie an. Maurice erholte sich sichtbar. Für Chopin stand der Aufenthalt in der Kartause von Valldemossa jedoch unter keinem guten Stern. Die Räumlichkeiten waren zu kalt, und zum unleidlichen Wetter kam hinzu, dass die Mallorquiner gegenüber dem nicht verheirateten Paar sehr distanziert blieben. Gleich zu Anfang entwickelte Chopin alle Anzeichen einer Lungenentzündung, wie George Sand später schriftlich beklagte. Nach 98 Tagen (also ca. Mitte März, nicht wahr? p.) verließen Chopin und Sand die Insel wieder.

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So kurz dieser Zeitraum im Verhältnis zu den übrigen Jahren erscheinen mag, sowohl Chopin als auch George Sand hatte dieses Ereignis stark mitgenommen. Aber anders als George Sand, die ihr vernichtendes Urteil über die Mallorquiner gleich in dem Roman "Ein Winter auf Mallorca" aufarbeitete, reagierte Chopin weniger nachtragend. Der gern zitierte Brief vom 3. Dezember 1838 über die ärztliche Kunst der Mallorquiner ist möglicherweise weniger boshaft gemeint als vielmehr Zeugnis seiner Selbstironie, derer Chopin sich oft bediente, um mit seiner chronischen Erkrankung fertig zu werden.

„Die drei berühmtesten Ärzte der ganzen Insel haben mich untersucht; der eine beschnupperte, was ich ausspuckte, der zweite klopfte dort, von wo ich spuckte, der dritte befühlte und horchte, wie ich spuckte. Der eine sagte, ich sei krepiert, der zweite meinte, dass ich krepiere, der dritte, dass ich krepieren werde.“[10] Auf Mallorca wurden die 24 Préludes fertiggestellt, zu denen das bekannte „Regentropfenprélude“ zählt." (de.wikipedia.org/.../Fr%C3%A9d%C3%A9ric_Chopin)

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Wobei in den letzten Wochen der Hohe Atlas wettermässig auch nicht so wirklich der richtige Hit gewesen sein muss (g). Sauna in Finnland wäre es wahrscheinlich eher gewesen.

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(Auch wenn man in Marokko zur Zeit wieder für kleines Geld gut kaufen kann wird man natürlich mit seinem Geld auch weiterhin besser hier bleiben. www.immobilier-maroc.com/bien.php )

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Grüße also.

Don Au

26. Februar 2010, 14:42

Rom im Winter? Puh!

etiterum

26. Februar 2010, 14:47

http://bob

@a13, woran erkennt man "Langfristigkeit" ?

HansMeier555

26. Februar 2010, 15:16

Dekadent ist es auch, über den Duft von Brennesselwasser die Nase zu rümpfen.

fionn

26. Februar 2010, 15:17

@ Don Alphonso 12.03h

Auch sagte Donald Trump  "location, location, location"  immer wieder.

och, ich unterscheide zwischen "fixed capital" (ein Haus z.B.) und "liquid capital"

(Bargeld).  Während einer Rezession ist Bargeld Gold wert - alles ist billiger zu haben.  Ich persönlich (seit Mitte der 90er Jahre) habe mich für Aktien (Deutschland/Schweiz) interessiert, vorallem weil die Schweiz keine Kapitalgewinnsteuer kennt.   Ich kaufe und verkaufe immer wieder... und denke kürzfristig.  Von Vermögensverwaltern resp. Bankberatern will ich nichts wissen.  

Da die Privatisierungswellen erst später in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz als in GB begonnen haben, war das eine einmalige Gelegenheit für Investoren die damals über die nötige "Liquidität" verfügten.

"Buy when everyone else is selling, and sell when everyone else is buying" (anti-ccyclical).

Haben Sie die Warren Buffet Biographie"The Snowball" (ISBN 078-0-553.80509.3) schon gelesen?    Chapter 1 heisst "The Bubble"....

fionn

26. Februar 2010, 16:22

@ perfekt!57  13.21h.  Stimmt - einmal haben wir einen ganzen Sommer in Korfu verbracht wo ein Cousin ein altes Haus (mit Garten und Piscine) besass.  Doch prompt am 30.September machten fast alle zu - die besten Restos, Boutiques usw. Und schlimmer noch es fing an, ununterbrochen  zu regnen.  Also zurück "stin polin"(back to Athens).

Don Alphonso

26. Februar 2010, 16:36

fionn, ehrlich gesagt langweilt mich Wirtschaft wie auch die Börsenzockerei, aber ich vermiete gerne und freue mich über ein ruhiges Leben. Ich habe, was ich brauche, und wenn ich mir etwas nicht leisten kann, bin ich nicht böse, sondern sehr gelassen.

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Brennesselwasser klingt, nun ja, nicht gerade verführerisch.

donna laura

26. Februar 2010, 16:42

aber kürbistarte ...

Don Alphonso

26. Februar 2010, 16:47

Sind Sie Hellseherin? Die mache ich gerade. Gleich nachher woigle ich den Teig aus.

Dipsy

26. Februar 2010, 16:48

Was haben hier wieder alle gegen Brennesselwasser? Ich setze im Sommer regelmässig welches an und befreie so meine Rosen von Blattläusen. Natürlich riecht es nicht sonderlich angenehm; dennoch riecht es weit angenehmer als Bi 58 und ist ausserdem noch ökologisch und quasi gratis.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 16:52

Ach so, ich dachte, das wäre was zum Trinken. Na dann.

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Don Au, Winter im Donautal ist auch nicht so prickelnd.

donna laura

26. Februar 2010, 16:53

hmmm, laden sie nachher die runde auf ein probehäppchen ein?

Don Alphonso

26. Februar 2010, 16:57

Ich kann ein Bild machen. Aber ob das hilft?

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muscat, die Welt ist voller Wunder und wundersamer Dinge - wo haben Sie denn dieses Prachtexemplar her?

donna laura

26. Februar 2010, 17:00

ja! und wie wäre es mit dem längst versprochenen rezept?

Don Alphonso

26. Februar 2010, 17:05

Ich mache dazu mal einen eigenen Beitrag, in Ordnung?

donna laura

26. Februar 2010, 17:10

sehe mit hungriger vorfreude ihrer veröffentlichung entgegen ..!

muscat

26. Februar 2010, 17:11

Ein von einer weisen Kollegin gestiftetes Mahnmal, das seit geraumer Zeit gegenüber von meinem Schreibtisch an der Regalwand hängt - damit ich den antizyklischen Pfad der Tugend nicht verlasse.

Der Tiger

26. Februar 2010, 17:16

In der NZZ (von heute) stand ein passender Beitrag zur griechischen Krise, allerdings nichts über den grossen Mann in der Villa:

"Dabei wird häufig übersehen, dass Griechenland bereits vom Rest der EWU gerettet wird, und das seit Jahren. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt griechische Staatsanleihen als Sicherheit für Darlehen an die Banken an. Die Akzeptanz hängt von der Bewertung der griechischen Anleihen durch Rating-Agenturen ab. Das Rating wird von der Annahme gestützt, dass die übrigen Mitglieder der EWU Problemstaaten beistehen. So ergibt sich folgendes Bild: Europäische Banken kaufen griechische Staatsanleihen, die derzeit etwa 3% mehr abwerfen als deutsche, und benutzen sie, um Darlehen von der EZB zum Zins von 1% zu erhalten. Die Banken erstehen die Anleihen, weil sie wissen, dass die EZB diese als Sicherheit für neue Darlehen annimmt. Dieses Geschäft ist sehr profitabel, da die an die EZB zu entrichtenden Zinsen deutlich geringer sind als die von Griechenland bezahlten. Ohne die Annahme als Darlehenssicherheit durch die EZB müsste Griechenland deutlich höhere Zinsen auf seine Schulden zahlen. Mithin wird Griechenland schon seit Jahren subventioniert und «gerettet». Durch die gemeinsame Zentralbank, die Staatsschulden finanziert, werden Anreize für verschwenderische Staatsausgaben geschaffen – nicht nur für Griechenland, sondern auch für den Rest der EWU. Warum unpopuläre Steuern erheben, um die Ausgaben zu decken? Warum nicht lieber Anleihen emittieren, die durch die Schaffung neuen Geldes durch die EZB abgesetzt werden können und damit die Kosten der zum Machterhalt elementaren Staatsausgaben auf andere Länder abwälzen? Da die EZB neue Kredite gesichert durch Staatsanleihen schafft, haben alle Mitgliedsstaaten Zugang zu der Gelddruckmaschine."

wolff

26. Februar 2010, 17:16

Hier in den US of A gilt: The world ends. How can I profit from it? (Die Welt geht unter. Wie kann ich davon profitieren?)

wortschubse

26. Februar 2010, 17:35

Lieber Don, "Teig woigln", sprechen Sie denn schwäbisch? Ich tu mir ein wenig schwer,

Sie mir beim Teig bearbeiten vorzustellen. Sie überraschen immer wieder.

Don Alphonso

26. Februar 2010, 17:43

Nein, das ist auch bayerisch, und natürlich kann ich kochen!

ferry

26. Februar 2010, 18:03

für die Küche eignet sich natürlich eher Milt Jackson Bean Bags denn Xenakis Dämmerschein für 89 Musiker

Kroesus2

26. Februar 2010, 18:06

Soso.

Und ewig lockt der Makler mit der Sicherheit der Immobilie.

Wird nicht gerade die Zwangsanleihe auf Vermögen - 2% davon für Null Zins auf 10 Jahre für die Staatsschulden - diskutiert ?

Wobei auch die selbstgenutzte Häuschen zum Vermögen zählt.

Zur Zeit sind wir bei 500 T.

Wie war es in den 30er Jahren ?

Also, das hier ist Feulleton. Gut und amüsant.

Aber in den Westvierteln macht man sich vermutlich schon mehr Gedanken.

muscat

26. Februar 2010, 18:32

Kroesus2, gegen Fiskalismus ist nun mal kein Kraut gewachsen. Der Tod und die Steuer...

Kroesus2

26. Februar 2010, 18:49

muscat:

'Fiskalismus' umschreibt die aktuellen Umtriebe von Finanzoligarchie und Staaten m.E. nur unzureichend.

Beschönigend.

Kommentaris

26. Februar 2010, 19:13

Jeden Tag die Börse in den Nachrichten. Vor allem, wenn es Horrormeldungen gibt. Das muss man aussitzen können. Immobilienpreise schwanken auch. Man bekommt nur nichts täglich davon mit.

Viele Verkäufer sind schon aus allen Wolken gefallen bezüglich Ihrer Preisvorstellungen, wenns dann mal zum Verkauf kam.

Ægopodium

26. Februar 2010, 20:18

"Mietnomaden"

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Vermietnomaden sind mir ein Begriff. Diese kapern mit überraschend niedrig verzinsten Krediten große Wohnareale, investieren einige Zeit, um Mieter und dortige Angestellte zu plündern, und verkaufen die heruntergewirtschafteten Immobilien dann weiter an den nächsten Finanzinvestor.

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Aber was, bitte schön, sind Mietnomaden? Gibt es so etwas tatsächlich außerhalb des RTL2-Paralleluniversums?

Kroesus2

26. Februar 2010, 20:50

"Das muss man aussitzen können. "

Sprachs und vergrub seine Goldunzen im Park.

2018, Nach dem Ende der Finanzkrise, konnte er sich unglücklicherweise nicht mehr erinnern, wo.

Nicht verzagen, Rettung naht:

Der Gold-Detector:

"Also mit den oben genannten wissenschaftlichen Fakten bestätigen wir, dass lange Zeit begraben Metalle und vor allem Edelmetalle wie Gold, Form und elektrochemische Potential spontanen Phänomene, in unmittelbarer Nähe des Objekts, und über dem Boden erstreckt sich auch die vielen Meter von dem Objekt."

golddetektor.com/index.php

perfekt!57

26. Februar 2010, 21:30

"Deichkind in Müll - Eine Diskurs-Operette" scheint wohl ganz interessant zu sein. Vorhin im TV ausführlichen Bericht gesehen. Durchaus beeindruckt von Mut und Kreativität. Ziemlich auf der Höhe der Zeit. Oder die Höhe der Zeit selbst, wenn man so will. Eines Teilbereiches. Auch wenn es nicht Jedermannes Dings ist. Morgen abend wieder z.B..

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www.ndr903.de/deichkind122.html

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"Ihre Auftritte - immer maskiert - überschreiten die Grenzen zwischen Konzert und Happening, es geht nicht nur um Musik: Es geht um Ekstase, Freiheit, Versprechen, Phantasie, Spaß und Ernst. ... Deichkind ist Dada. Gekonnt spielen sie mit Klischees, brechen und beugen sie nach Belieben. "Hört ihr die Signale": "Ein Hoch auf die internationale Getränkequalität! ... - Eine eindeutige Zuordnung in Gut und Böse ist kaum möglich, auch das politische Koordinatensystem wird bei Deichkind gebrochen..."

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www.lastfm.de/.../1372843+Deichkind+in+M%C3%BCll+-+Eine+Diskurs-Operette+

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Leider wohl morgen selbst eher keine Zeit. Außerdem leiden wir wohl gerade unter so etwas wie einer einer akuten Somatisierungsstörung.  Ob aber evtl. auch die FAZ jemanden hinschickt?

Thomas R. Koll

26. Februar 2010, 21:42

Ja, Mieten erhöht man wenn ein neuer Mieter einzieht, auch bei meiner Mutter der Grundsatz.

Wer heut zu viel Geld hat und Angst drum der sollte es lieber zu den kleine Banken tragen, oder besser selber eine aufmachen und damit die kleinen Unternehmen stärken. Das wird die großen Banken gut ärgern und die Wirtschaft viel besser stärken.

perfekt!57

26. Februar 2010, 21:53

Und ich wünsche mir, dass Don mal was machte über die kleine dumme Stadt unter dem Gesichtspunkt als Garnison. Warum es eine Strafe ist für die kleine Stadt sowas sein zu sollen und zu müssen, von Sadisten und Politikern der Hauptstadt früh fein ausgedacht die kleine Stadt niederzuhalten, am Aufstieg eher zu hindern, wobei sich das natürlich als "Fürsorge" ausgibt, wie man die Töchter fernhielt von jungen feschen armen Leutnants, sich selbst freizuhalten wusste, was fast immer gelang ("aber wenn er doch so gut ausschaut Mutti, und noch so nett ist dazu!"); wie es sich anfühlt Einladungen glücklicherweise diesmal eher nicht aussprechen zu müssen an Majore oder Oberstleutnants, wie man in der Oper tatsächlich trotzdem und genau deshalb und besonders ehrerbietig Uniform nebst Gattin grüßt, sich freut, dass die Stadt bestellte Fachkräfte hat, die müssen, was man meist selber eher nicht möchte (mit Majors bis Obersten regelmäßig Karten spielen oder wichtige Standort - und Beschaffungsfragen bereden, etc.). Alles das halt.

HenryPetersen

26. Februar 2010, 21:54

http://ExpatLI

Don, you are the best. Deutschland ist in seinen Traditionen so eingefahren, dass man Ereignissen wie in  Griechenland, den USA oder der EZB (Der Tiger) fasssungslos gegenuebersteht. Wat licht, dat blifft, gilt nicht nur in  Nordeutschland sondern auch am Tegernsee und auf Long Island, NY. Nur die Amis haben in  Immobilien eine Geldquelle entdeckt, die in Deutschland jetzt noch  unvorstellbar ist. Fuer mein kleines Haeuschen  on The East End zahle ich eine  jaehrliche Real Estate Tax, oder Wohnsteuer, von ueber $10,000, dh, neben dem abgezahlten Haeuschen brauche ich eine ansehnliche Summe fuer Zinseinkuenfte, um die jaehrlich steigenden  Kosten fuer den sehr gut bezahlten Oeffentlichen Dienst  finanzieren zu koennen.Was haelt denn Merkel und Consorten davon ab, eine solche Steuer auch in Deutschland einzufuehren? Und es wird kommen, denn bei jedem Empfang in NYC mit Vertretern der deutschen Regierung faellt immer wieder auf, wie unterwuerfig und  unsicher  die Damen und Herren aus Deutschland hier auftreten. Und warum soll es in Brussels anders sein als in NYC? Also, lieber Don, auch Sie werden bald plenty of money benoetigen um die auf Sie zukommenden Kosten  zur Rettung des Euros zu bezahlen.

HansMeier555

26. Februar 2010, 22:20

Lieber Henry Petersen,

was Sie da erzählen scheint mir kaum glaubhaft. Die USA sind das Steuerparadies schlechthin, sagt man immer.

HansMeier555

26. Februar 2010, 22:26

Lieber Don,

dass Sie nicht wissen, wozu man Brennesselwasser braucht, enttäuscht mich irgendwie doch. Auf dem Biomarkt einkaufen ist das eine, einen Gemüsegarten zu unterhalten was anderes.

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lch stelle mir vor, wie Ihre dummstädtischen Westviertelbewohner in ihren Westviertelgrundstücken den Rasen umgraben und dort Kartoffeln setzen.

fridericus

26. Februar 2010, 23:08

@Aegopodium:

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Mietnomaden: Ja, leider gibt´s die. In meiner unmittelbaren Nachbarschaft wurde vor Jahren eine Maisonettewohnung (eigentlich nur durch einen/eine Single bzw. ein Paar sinnvoll bewohnbar) an eine Familie mit Kindern vermietet. Mein Nachbar musste in der fernen Universitätsstadt seine Stelle antreten und hat sich wohl nicht mit der gebotenen Sorgfalt um den Mieter für sein Eigentum gekümmert.

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Als die Mieter nach gut einem Jahr und ohne je Miete gezahlt zu haben ihre Weiterreise antraten, hat er mir mal sein Leid geklagt - das war nicht wirklich schön.

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Vermutlich sind die einschlägigen TV-Berichte masslos übertrieben, aber das Phänomen als solches gibt es. Und die juristischen Waffen, die dagegen zur Anwendung kommen können, sind in unserem Rechtsstaat vergleichsweise wirkungslos.

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Ob die hier gelegentlich zart angedeutete Selbstjustiz der Schlüssel zum Erfolg ist, kann ich nicht beurteilen ... Nerven kostet es so oder so.

Hanskarl

26. Februar 2010, 23:17

Lieber muscat ( 26. Februar 2010, 10:28 ),

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Gold kann man sehr wohl "essen". Mein Großmutter erzählte, daß sie nach dem letzten Kriege für eine Goldmünze ( ich glaube ein Tscherwonez, 10 Rubel ) so viele Lebensmittel eintauschte, daß die Familie davon einen Monat leben konnte. Und natürlich kann man auf diese Weise auch "darin wohnen".

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Eine Immobilie heißt so, weil sie es ist, zum Unterschied zu Gold - Gold kann nicht mit einer Zwangsabgabe belegt werden, so z. B. vergraben.

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Aber jeder nach seinem Gusto.

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Gruß Hanskarl

Frank M

26. Februar 2010, 23:40

http://www.konsumeinkommen.npage.de

Wenn das Konsumeinkommen schon für Deutschland eine tolle Nummer wäre, dann erst recht für Griechenland. Dieses zerhexelte Chaosländchen, in dem die Steuerregeln noch irrationaler sind als hier, könnte einen monströsen Exportboom, die Abschaffung der Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung gut gebrauchen.

Also, ihr tapferen Griechen: Steuern die auf euren Produkten liegen (bestimmt mehr als 50%) einfach in Mwst umtaufen, die Unternehmen damit von Steuern befreien und aus dem Staat raushalten (haben die eh keine Ahnung von... blöden Marktgesetze) und das Geld dass ihr eh schon an euren monströsen Beamtenapparat austeilt für alle geben. Das stützt den Konsum... meine Güte. Was da los wäre. kann man nur hoffen, dass die Griechen pleite gehen und es dann schaffen, mit dem Konsumeinkommen (reine Konsumsteuerfinanzierung + bedingungsloses Grundeinkommen)

Leser

26. Februar 2010, 23:55

Ægopodium, und ob es die gibt. Man kann sie in zwei Kategorien einteilen: in Hochstapler und diejenigen, die mit dem sozialen Gewissen des Vermieters spielen. Die Vertreter beider Kategorien schaffen es, Wohnung oder Haus innerhalb weniger Monate zu Boden zu "wohnen", entpuppen sich als insolvent, aber rechtschutzversichert und sind ohne das Aufziehen wirklich unangenehmer Saiten kaum mehr loszuwerden. Die Mietausstände kann man sich ohnehin ans Bein streichen.

Das Schlimme ist: Diese Kreaturen verbrennen den Boden für Erstmieter und alle, die auf ein Entgegenkommen des Vermieters angewiesen wären. Hat man sich  zwei-, dreimal mit Mietnomaden herumgeschlagen, geht nichts mehr ohne Referenzen der vorherigen Vermieter, Nachweis eines ausreichenden Einkommens und tadellosen Auszug aus dem Schuldregister.

fionn

27. Februar 2010, 00:08

Bis vor ca. 20 Jahren war Landis & Gyr der grösste Arbeitgeber (mit ca. 8'000 Arbeitsplätzen) in der Stadt Zug in der Zentralschweiz.  

Die Firma L & G ("Langsam & Gemütlich" im Volksmund gennant) baute Terrassenhäuser für  ihre  Kaderleute und Wohnungen für die einfachen Arbeiter.   Dann kam der Untergang  - mergers, takeovers, cost-cutting, shareholder-value....

L&G wurde kannibalisiert - mehrmals.    Die Fabriken und die Parkings sind längst verschwunden und ein neues Viertel ist entstanden - "Grafenau" - Büros und Luxuswohnungen.

Leser

27. Februar 2010, 00:12

perfekt!57, ich fürchte, Tuberkulose, sog. Erkältungen und auch die Lungenentzündung gelten heute als Infektionskrankheiten. (Bei letzterer gibt's Ausnahmen, Gifte, Aspiration von Fremdkörpern etc.) Das Wetter kann da wenig dafür.

Ein Winter in Rom ist allerdings tatsächlich unerfreulich, wenn man's gern warm und trocken mag. In dieser Hinsicht wäre die südliche Küste des Mittelmeers angenehmer. Dafür geben dort die politischen und/oder gesellschaftlichen Verhältnisse wenig Anlass zu guter Laune.

fazfazfaz123

27. Februar 2010, 00:54

"Besser Lage ohne Grundstück statt Grundstück ohne Lage." Das ist jedenfalls richtig. Sonst dachte ich an Villen in Griechenland. Gute Laune ist auch eine Frage des Blicks.

HenryPetersen

27. Februar 2010, 01:26

http://ExpatLI

Lieber HansMeier555

Dem Bundesverband der Deutschen Industrie darf man bezueglich Steuern in den USA nicht glauben. Als angestellter Praesident meiner Firma zahle ich folgende income taxes: Einkommen und Social Security Taxes an den Bund, Einkommensteuer an New York State, Einkommensteuer and New York City sowie die Real Estate Taxes an meine kleine Gemeinde, die damit alle Kosten abdeckt die lokal entstehen und vom Bund und NY State zusaetzlich angefordert werden, wie Kosten fuer die Krankenversicherung (Medicaid) unversicherter Personen, ua. Mit dem Vertrieb von Mickey Mouse Heften kann man die Kosten fuer  eine Weltmacht nicht finanzieren. Mit meinen Real Estate Taxes   bin ich sogar noch zufrieden, denn bei  meinem Nachbar, der sein Haus geringfuegig vergroesserte, erhoehte die Real Estate Tax um 50%. Ok, we live in God's own country,wirklich schoen, mit Golf, Tennis, Wassersport und guten Wetter, aber ohne irgendwelche Services. Um alles muss man sich hier persoenlich kuemmern, von der  Abfallbeseitigung bis  zum Strom, denn wir haben natuerlich unseren eigenen Generator, und obwohl ich kein Handwerker bin,ist mein Bruder, Schlossermeister in D, neidisch auf die vielen Werkzeuge in meinem shop.

Holly01

27. Februar 2010, 01:38

Werter Don Alphonso,

der Sturm der zur Zeit aufzieht wird mit 1929 nicht vergleichbar sein. Ansich bin ich sogar sicher, daß selbst der Untergang des 1000jährigen römischen Reichs deutscher Nation gegen die Zukunft durchaus rosige Aspekte hat.

Es ist einfach zu lange und viel zu viel genossen worden. Nutzen ziehen von der Arbeit weniger ist quasi ein Motto der letzten 40 Jahre gewesen.

Alle haben sich schön geredet, wie die neue Zeit zu neuen Mitteln gekommen ist. Nun zeigt sich, die Handelsüberschüsse von gestern, sind die ausstehenden Schulden der Partner (auch der klammen USA).

Wenn es richtig kracht und alle ihre Bücher neu bewerten müssen dann wird das gehen wie zu Kaisers zeiten als die Goldmark verschwunden ist und Papier modern wurde.

Die guten Freunde von gestern werden die Kriegsschulden von Vorgestern aufrechnen wollen und der Bäcker ist wieder ein reicher Mann, denn essen müssen alle. Der Totengräber ist ein glücklicher Mann denn gestorben wird immer.

Der ohne Kapital ist ein armer Mann, aber der kann nur Hunger ernten, zu verlieren gibt es da nicht viel.

Der Rest jeder Güte von ganz unten bis ganz oben wird ein gehetzter Mann (ja auch Frauen sind dann Männer).

Die Immobilie ist ein sicherer Hafen, aber man kann sie nicht essen und wenn alles im Umbruch ist dann gibt es auch keine Miete. Es gibt ja auch keine zahlungsfähigen Mieter oder Banken bei denen man das Objekt beleihen könnte.

Wer würde auch eine reale Sicherheit beleihen und so Papiergeld)  eintauschen gegen ein Grundrecht.

Es ist alles nur Psychologie. Wie damals in Dänemark (als dort etwas faul war), am Ende überleben nur der Bauer, der einfache Soldat und ? wer noch ?.

Ebend, man muss an etwas glauben in diesen Zeiten und sei es nur ein Haus.

Ich hoffe die Hochfinanz hat die Zeit seit 2007 genutzt und sich in weit gestreuten Aktien und Rohstoffen breit gemacht. Gold wäre auch nicht schlecht, aber da muss man wohl damit leben das da ein gutes Stück Weg schon gegangen wurde, naja es wird trotzdem noch ein gutes Stück nach oben gehen.

Also werter Don mein (unangefragter) Tip: auf Omi hören und "halten".

HansMeier555

27. Februar 2010, 08:39

Lieber Don,

dämmert jetzt nicht die Gelegenheit herauf, sich in Griechenland einzukaufen? Ein Inselchen hier, ein Tempelchen dort, ein paar Olivenhaine rundherum. Vielleicht gibt es ja schon DSL auf den Sporaden und mit dem Schiff kommt auch sonst schnell wieder zurück in die Zivilisation (Türkei).

muscat

27. Februar 2010, 09:03

Hier scheinen tatsächlich einige noch auf ihre Bank-"Berater" zu hören. Die Panikmache von wegen Inflation und dass man jetzt Rohstoffe und "Sachwerte" haben müsse, funktioniert ja bestens.

codizil

27. Februar 2010, 09:12

@Ægopodium

Wenn der Reparaturanstau groß genug ist, dann handelt auch

der in Immobilen investierte, steueroptimierte Ärztefond durchaus

vernünftig:

Raus damit und dem Kleinanleger als sichere Vermögensanlage,

möglichst noch mit verprovisioniertem Kreditpaket, unter Mitnahme

des Beratungsverschuldens, günstiger Einstiegsszins, an die nun

bis zur Rente höchstwahrscheinlich arbeitsversklavte Hand

heften, natürlich preiswert, nur wenig über Marktniveau.

Manche nun selbst am Banken-Hartz-IV-Tropf hängende Bank

soll bei der Finanzierung uneigennützig beigestanden haben.

fionn

27. Februar 2010, 11:58

Nun gehen wir in den Garten -  meine Lieblingsblume ist die Rose "Albertine"  

(eignet sich hervorragend als Hecke).  

www.floralimages.co.uk/.../rosa_434.jpg

Auch ein Gemüsegarten im Hinterhof (in the back garden)  ist unentbehrlich, sowie ein Spielplatz für die Kinder   mit -selbstverständlich - eine Schaukel.   Als Wachhund (!) würde ich gern wieder einen Basset (und NUR ein Basset kommt in Frage) haben.  

dosto

27. Februar 2010, 12:14

Ich vernahm eine Annonce in der Zeit,

darunter wurde ein Objekt am Tegernsee angeboten,

zielt wohl in Ihre.

desweiteren kenne ich noch eine handvoll Insider-Tips

mit denen sich am See, um den See herum und oberhalb

des Sees verhandeln ließe

Don Alphonso

27. Februar 2010, 16:23

dosto, danke, aber ich habe schon genau das, was ich haben möchte - und das reicht mir auch. Eigentlich bin ich ein sehr genügsamer Mensch, Hauptsache, ich sehe Kühe und Berge und kann zu Fuss an den See.

.

fionn, wie wäre es mit Wachkatzen? Generell überlasse ich das Gemüse ja jenen, die sich damit auskennen, die sollen auch was von ihrer Kunst haben.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 16:47

muscat, seltsamerweise werden IMmobilien ja eher nicht empfohlen - dann ist das Geld weg und wirft keinerlei Gebühren für Banken ab, im Gegensatz zu Rohstoffzertifikaten,

.

HansMeier555, das würde sich dem Vernehmen nach besonders für Leute mit unversteuerten Geldern anbieten, so wie das in Griechenland mit der Steuerfahndung läuft - ich habe aber meine Zweifel, ob man gern in so einem Land leben würde, wenn dort wirklich mal hart gewirtschaftet wird.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 16:57

Ach so, die Kürbistarte - heute auf Imariporzellan:

.

.

Lieber Holly01, das ist natürlich denkbar, aber tendenziell denke ich eher, dass es eine heftige Korrektur, aber keinen Totalcrash geben wird - und irgendwo müssen Menschen schliesslich auch wohnen, um essen zu können. Ich gestehe gern zu, dass auch Immobilien nicht bombensicher sind, aber sie sind relativ sicher im Vergleich zu vielen anderen Alternativen, und man kann in schlechten Zeiten darauf aufbauen und zumindest kleine Renditen erzielen - solange man sie eben nicht veräussern muss. Und wenn es ganz schlimm  kommt, werden immer welche gezwungen sein, sich zu verkleinern - wohl dem, der dann flexiblWohnräume anbieten kann, und wehe den Besitzern von Gewerbeimmobilien. Schlimmstenfalls gehe ich wieder in den Bäckerberuf, der uns nicht unbekannt ist, und verkaufe Kürbistarte: Nicht teuer, macht aber was her.

minna

27. Februar 2010, 17:12

Bürohäuser und Luxuswohnungen all überall!

Da müssen ja ganze Völkerstämme davon leben, sich gegenseitig

die Hände zu schütteln.

dosto

27. Februar 2010, 17:17

da liegt ja die Kuh auf der Alm, neben dem H asen im Pfeffer,

gewisse Leute werden immer zufriedener, machen kaum noch Jagd

auf irgendwas und haben dazu Geld in der Scheuer, wie ein Großbauer.

Millionäre die im Verbrauch deflationieren kann diese Republik nicht

gebrauchen.

Und noch zu dem Herren aus den USA der seine Steuern hier für

die Deutschen eingestrellt hat. Als Ausländer fühlt man sich

in Deutschland eigentlich von der steuerlichen Seite her ziemlich fair

bedient. Die Deutschen dürfen ruhig mal auswärts einkaufen und

Firmen gründen, mancher wird dann zufieden wieder Richtung Heimat reisen.

Deutschland ist ein Paradies, aber keiner merkts. Ich weiß nicht warum,

nirgendwo wird auf seinem Heimatland so unnütz draufrumgetrappelt wie

es die Deutschen tun. Alles andere ist besser.

Ich sagfe euch : Pfeifendeckel, so schlecht werdet ihr gar nicht bedient.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 17:21

Naja, bei den Luxuswohnungen über 5000 Euro pro Quadratmetern in den Städten würde ich durchaus inzwischen eine Blase sehen - da ist der Markt nicht so gross, wie das Angebot, und ein wenig Augenmass ist immer gut. Das fehlt da aber, auch dank der diversen Hypegeschichten in den Medien.

.

fazfazfaz123, biete Wiesen, Berge und Kühe mit Richtung Süden. Das ist auch nicht schlecht, und man muss nicht so weit fliegen (und steht dann auch nicht turnusmässig im Volksaufstand)

Don Alphonso

27. Februar 2010, 17:27

dosto, es ist halt immer eine Frage der Verlockungen, und da verkauft sich Deutschland eher schlecht und grüblerisch. Ich denke aber, dass man, wenn man erst mal die Bequemlichkeit des Landes kennt, später nur ungern darauf verzichten würde, gerade wenn man nicht mehr ganz so jung ist. Ich persönlich nehme gern sogar das Wetter in Kauf, und sogar der Westerwelle ist mir lieber als der Berlusconi.

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Leser, das mag sein, aber Rom hat, gerade für Frührentner, enorme Vorteile beim winterlichen Kulturprogramm, und die Region ist auch im November und Dezember erträglicher als viele anderen Regionen. Aber es ist halt immer die Frage - und letztlich ist der Winter auch fein, wenn man rodeln gehen kann.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 17:38

fionn, nicht zu vergessen die Schweizer Radhersteller wie Titan oder Villiger. So etwas geht eben auch nicht an der Schweiz spurlos vorbei. Leider.

.

Leser, ich persönlich finde diese Auszieherei vor dem Vermieter ja entwürdigend, aber im Ergebnis ist es inzwischen so, dass die Leute das von sich aus mitbringen, zumindest in München. Wirklich übel ist das eigentlich erst, wenn die Mietpreise angehoben werden, weil die Vermieter sich sagen: Wenn ich es billiger hergebe, bekomme ich schlechte Mieter.

Holly01

27. Februar 2010, 17:40

Werter Don,

jede griechische Tragödie braucht ihre dramatischen Höhepunkte. Der Ihren sollte dieser auch nicht fehlen.

Ansonsten, dacor.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende, dei Sonne (es soll eine gelbliche, sich warm anfühlende Scheibe am Himmel sein) soll sich bei erträglicheren Temperaturen gelegendlich blicken lasssen.

Ein Capu im freien?

In diesem Sinne

El Greco

27. Februar 2010, 17:53

Haben die Griechen nicht die höchste Wohneigentumsquote in der EU? Wohnen die alle aufm Land oder bezahlt das schon die Brüsseler Kommission? Können wir nicht diese Immobilien enteignen (also billig kaufen) und sie dann den Griechen zurückvermieten? Haben unsere Kommunen doch auch alle mit Erfolg vorexerziert.

Don, was tun Sie gegen das Kartell Maker-Notar-FDP? Gibt es Demos am Tegernsee oder Sit-ins oder mal einen vernünftigen Baretta-Corso?

Don Au

27. Februar 2010, 18:25

Liebe muscat, witzig! Ich würde voller Weisheit aber raten, zieht zu schreiben. Herden ziehen.

HansMeier555

27. Februar 2010, 18:46

Das Land der Krise mit der Seele suchen!

Wie waere es mit der Suedkueste auf Kreta? Ich meine, wenn die Griechen aus dem Euro rausfliegen und wieder mit einer eigenen Weichwaehrung leben muessen, dann sollte da doch irgendwas billig zu haben sein.

Und es gibt Berge dort, sogar ziemlich hohe. In die kann man sich fluechten, wenn es im Sommer zu heiss wird. Im Winter liegt dort auch Schnee.

fionn

27. Februar 2010, 19:10

@ Don Alphonso 16.38h.   Velos werden immer noch in der Schweiz produziert - für die Armee, auch Flugzeuge (Pilatus in Kt Luzern?) werden sogar ins Ausland exportiert.  Es gibt auch jedes Jahr eine Auktion von "military equipment and material" .... habe vergessen, in welchem Kanton diese Ausverkäufe stattfinden.

Es könnte Kt Neuenburg sein?

P.S.  Neben verschiedenen industriellen Gesellschaften, waren  die Zuger immer im Handelsgeschäft tätig mit Zug als "Umschlagplatz" - seit Jahrhunderten - für Güter aus Italien, die auf Maultier über den Gotthard nach Küssnacht gebracht wurden, per Schiff über den Zugersee und weiter nach Nordeuropa.  

Viele ausländische Firmen haben Töchtergesellschaften in Zug, wo deren Exportaufträge bearbeitet werden.  Ich selbst habe in "order processing" gearbeitet.  

Uebrigens, Zug kennt niedrige Steuersätze seit 1928.  Der Kanton (katolisch -  10 oder mehr Kinder pro Familie war damals keine Seltenheit) musste dringend Jobs für soviele junge Menschen irgendwie schaffen.   Doch die Great  Depression dauerte an, gefolgt von WW2 und erst in den 60er Jahren  kam die Zuger Wirtschaft richtig in Fahrt.     Ein Stück Wirtschaftsgeschichte.

minna

27. Februar 2010, 19:49

... man kann dann doch mit Euronen gaaanz billig in Bürohochhäuser

   und Luxuswohnungen investieren. Wie müßte sich Hype Alpe Adria

   dann nennen?

Radal

27. Februar 2010, 20:03

Also, ein Haus mit einigen Wohnungen zu vermieten sind schon ziemlich sicher. In Umbruchzeiten kann man sich die Miete ja auch in Naturalien zahlen lassen. Es soll Leute geben, die schwere Zeiten so durchgestanden haben.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 20:09

Leibeigenschaft! Warum nicht gleich richtig.

Ægopodium

27. Februar 2010, 20:35

@Leser

"... geht nichts mehr ohne Referenzen der vorherigen Vermieter, Nachweis eines ausreichenden Einkommens und tadellosen Auszug aus dem Schuldregister."

.

Referenzen lassen sich fälschen, die Rolle des angeblichen vorherigen Vermieters übernimmt ein Strohmann und der Nachweis eines ausreichenden Einkommens bringt nichts, wenn das Einkommen bereits von anderen weggepfändet wird. Bleiben also tatsächlich nur das amtliche Schuldnerverzeichnis und die verschiedenen Bonitäts- und Scoring-Unternehmen. Geraten Sie andererseits als Mieter an einen Vermietnomaden, bleibt letztendlich nur der Umzug. Da kommen schnell einige Tausend Euro zusammen. Wie heißt es so schön:'Zweimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt'

.

@fridericus

"Ob die hier gelegentlich zart angedeutete Selbstjustiz der Schlüssel zum Erfolg ist, kann ich nicht beurteilen ... Nerven kostet es so oder so."

.

Selbstjustiz, was für ein unschönes Wort. Nennt man das neuerdings nicht Eigenverantwortung?

minna

27. Februar 2010, 20:38

Radal, ja da gab es wenige Wohnungen und viel Leut. Heute gibts viele Wohnungen und wenig Leut-auch in Griechenland-. So wird das nichts.

HansMeier555

27. Februar 2010, 21:38

Wenn schon, dann Sklaverei. Das passt auch besser zum klassischen Design.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 21:42

Historisch gesehen gibt es aber mehr Ärger wegen Aufständen. Leibeigenschaft dagegen ist gewissermassen das ängstliche Kleinbürgertum des Feudalismus.

Don Alphonso

27. Februar 2010, 21:45

minna, generell ist Woheigentum bei schrumpfender Bevölkerung gar noicht so tückenlos.

.

fionn, aber das waren halt gute und alt eingesessene Marken mit hoher Qualität, die einfach nicht mehr mithalten konnten - trotz des Schweizer Heimatmarktes.

gheluveld

27. Februar 2010, 21:50

wir werden die griechen raushauen, das dürfte klar sein

wir exportieren für 6 mrd. dahin

einen cordon sanitaire nach süden zu haben, ist doch für deutschland recht komfortabel

Ich rate von eine zuviel an  immobilien in deutschland ab. uns gehen jedes Jahr 200.000 Einwohner verloren, wer soll die Hütten denn bewohnen.

der staat wird uns vermieter in den nächsten jahren mit energiesparauflagen überschütten, wer das bezahlen will, soll in immobilien gehen.

gheluveld

27. Februar 2010, 21:55

Hans meier 555, könne Sie mal bitte mit ihrer Sklaverei- Geschichten aufhören, das könne Sie doch nicht ernst meinen, und lachen kann ich  nicht drüber.

HansMeier555

27. Februar 2010, 22:02

Tagelöhnerei?

minna

27. Februar 2010, 22:29

Don, wenn es eine Berufsgruppe in D gibt, die sich auch nicht den Hauch einer

wirtschaftlichen Binnenkrise leisten kann, dann sind es priv. Eigentümer von

nicht selbstgenutztem Wohnraum. Dann lieber Rohstoffe.

Kommentieren hier nur Angehörige geburtenstarker Jahrgänge? Ich selbst bin

ein geburtenschwacher Jahrgang und es nervt einfach.

Die Erfolgsrezepte Ihrer Ahnen in Ehren. Sie befinden sich auf der anderen Seite

der Geschichte; aber das wissen Sie ja selbst.

minna

28. Februar 2010, 00:35

...oder anders gefragt: was sollen die wenigen, denen alles zu wenig ist, mit

den "Vielen" anfangen, denen alles zuviel ist?

No. 6

28. Februar 2010, 02:59

Verehrter Don Alfonso,

Heute muß ich mich nach der Lektüre der Internet FAZ für meine Verwirrtheit entschuldige. Viele Artikel, aber insbesondere die Leserkommentare z.B. zum Griechenlandaufmacher haben mich irritiert. Und dann auch noch der Don Alfonso Blog. Der Schock war so groß, daß in der Art eines biologischen Selbstschuzmechanismus' mein Hirn ein AutoReset durchführte und danach in einer 5 minütigen Remixschleife versuchte das Gelesene zu ordnen.  

.

Wenn erst der Export und dann der Instinkt

Des deutschen Michels auf ein Minimum sinkt

Dann sitzt er ganz schnell wieder auf den Bäumen

Vergessen - friedliche Zeit in den Euroräumen.

.

Dann wird es finster und im hohen Schnee

Wirds kalt auch im Häuschen am Tegernsee.

.

Wenn das Produkt aus der kleinen dummen Stadt

Nun in Griechenland keine Kunden mehr hat

Dann fehlen morgen die schnellen Kunden in Spanien

Und es gibt auch keinen neuen Raser in Albanien

.

Dann wird es finster und im hohen Schnee

Wirds kalt auch im Häuschen am Tegernsee.

.

Wenn der Smart Guy von der Westcaost Toyotas smasht

Auch noch auf professionelloe Weise Japanexporte basht

Dann eine unschuldige Abwertung des Greenbacks steuert

Geschickt er den Exportweltmeister auf hintere Plätze feuert.

.

Dann wird es finster und im hohen Schnee

Wirds kalt auch im Häuschen am Tegernsee.

.

Wenn dann die besseren deutschen Michels klagen

Und hilflos nach mehr Steuersenkung fragen

Sogenannte "Investoren", Wölfe unter Wölfen

Denen daheim "Billiglohnkrankenschwestern" helfen

.

Dann ist im schönen Tegernsee

Die Kanalisation doch schon längst he.

.

Wenn dann dem Michel das Geld fehlt für das Olivenöl

Geschweige denn, daß er noch welches hat fürs Erdöl

Das Hirn erkrankt vom bayrischen Gammelfleisch

Trinkt nur noch Bier aus brasilianisher Maisch.

.

Dann bleibt es finster und im hohen Schnee

Bleibt es kalt auch im Häuschen am Tegernsee.

fionn

28. Februar 2010, 09:33

@ No. 6

To help the Greeks

Angie sent Ackermann

He's very smart

So I hope he can.

And here's good news from afar -

Most Swiss buy a German car.

fionn

28. Februar 2010, 09:39

@ Don Alphonso.

Villiger Velos gibt's immer noch

Die neue Kollektion 2010 online

Clickety-click auf

http://www.villigerbikes.ch/

G. Schoenbauer

28. Februar 2010, 10:51

... schoener Imari-Teller, lieber Don Alphonso. Lacksachen wuerden sich in Ihr Ambiente wohl auch gut einfuegen, wenn sie, und das waere das gewisse Etwas, aus dem entlegenen Wajima sind.

mfG

G.S.

Nico

28. Februar 2010, 11:22

Meine Regeln:

1. Vemiete nie in der selber bewohnten Immobilie.

2. Miete nie in einer Immobilie, in der der Eigentüner wohnt.

Viele glauben an den segensreichen Kauf einer Immobilie zum Zwecke der Altersvorsorge, haben aber keine Ahnung von den vielen Faktoren, die sie erst zur Vorsorge und nicht zum Albtraum werden lassen. Frei nach dem Motto: Zinsen zahlen ist seliger denn Miete. Hier hilreich:

www.faz.net/.../Doc~EACA9C24B75584445A1B5481154D17422~ATpl~Ecommon~Scontent.html

.

Keine Stadt geht schöner unter als Venedig. Und: nirgends geht die Welt bzw. der Euro schöner unter als bei D. A.

Nico

28. Februar 2010, 11:42

@El Greco, sehr schöne Ideen und Mutmaßungen. Empfehlenswert der Beitrag in der FAS vom 14.02./Wirtschaft/"Gefahr für unser Geld" von Wienand von Petersdorff, den ich das Vergnügen zu lesen im Flugzeug aus dem ebenso schwächelnden Spanien hatte: Jeder vierte Grieche weilt im Staatsdienst als Beamter seit der EU-Zugehörigkeit. Es brach seither Party wie an den Börsen vor....und nach Lehman aus dank der Boni. Insofern wäre Ihre Idee der Entfettung der Griechen und Rückführung der Investments - ähnlich die der Ostdeutschlands -  eine kluge wenn auch holprige Maßnahme. Sales und lease back!

Frühlingserwachen

28. Februar 2010, 11:43

Nachdem hier langsam alles in einer deutschen Depression zu versinken scheint, mal eine Frage an den Blog-Master. Verehrter Don, wann dürfen wir wieder mit Reise-Impressionen aus südlicheren Sphären rechnen!  Anregende Gedanken und Bilder können doch auch das kalte deutsche Michel-Herz wieder erwärmen. Mit Vorfreude auf das Kommende wünsche ich einen reinigenden Sonntagssturm.

ErnstWilhelm

28. Februar 2010, 11:45

http://ernstwilhelm.wordpress.com/

Der elitäre Blick auf das Ganze verdeckt leider eine beklagenswerte Tatsache. Ob arm, ob reich, ob Deutscher oder Grieche. Die Mehrheit der heutigen Europäer glaubt an nichts anderes als persönliche ökonomische Sicherheit, eine Erhöhung des Lebensstandards ohne Mühe, mehr Freizeit und lange Urlaube an exotischen Orten. Deshalb verwaltet die Elite ihr Vermögen auch nur. "Ich vermiete gerne und freue mich über ein ruhiges Leben." Leider freuen sich zu viele über ihr ruhiges Leben. Auch der griechische Beamte, der den halben Tag im Cafe verbringt.

Rebound

28. Februar 2010, 11:56

Seit der Wiedervereinigung sind 20 Jahre vergangen. Ich weiss nicht im Detail, wie sich die Immobilienpreise im Ergebnis entwickelt haben. Nehme aber an, dass Leipzig nicht mehr so billig ist wie noch 1995 (auch wenn man die Kosten fuer Renovierung etc. des Wohnraums einrechnet)? Falls wahr, koennte man daraus extrapolieren, dass die Immobilienpreise die naechsten 20 Jahre in den gefragten Lagen der gefragten Staedte stabil bleiben sollten, da der demographische Wandel vermutlich nicht so radikal ausfallen duerfte wie in den neuen Bundeslaendern (also: Alterung im Effekt nicht so stark/schnell wie Massenwegzug in den Westen und die wenigen "boomenden" Ost-Staedte)? Falls Deutschland zukuenftig weniger exportiert und mehr selbst konsumiert, dann sicherlich doch in den Staedten (habe zumindest noch kein Hollywood Nails-Franchise auf dem Dorf gesehen). Interessant waere es dabei, einzuschaetzen, wo sich die guten Geldanlagen relativ zum heutigen Immobilienpreis realisieren werden. In den mittleren Grossstaedten (150-500,000) mit grossem Einzugsgebiet (fuer das schwarze Loch in der Mitte der Galaxie, so to speak)? Oder in Muenchen? In mancher der ersteren Staedte kann man heute noch fuer um EUR 2,000/qm in Bestlage kaufen und es kann nicht jeder im schoenen Sueden wohnen.

Der Tiger

28. Februar 2010, 12:27

@Sechs Nummer: Mein Kompliment, ihr Gedicht hat mir mehr gefallen als jeder Grünbein.

francesca

28. Februar 2010, 13:32

No. 6 Ihr Gedicht scheint sehr tief zu wirken. An diesem ansonsten so quirligen Ort ist

Stille eingekehrt. Schade nicht, No. 6, schadet wirklich nicht.

Nico

28. Februar 2010, 17:45

Geehrter Don, Ihr Beitrag zum Bestattungstourismus steht noch aus.

Wäre mal was Positives und Heiteres, nach so viel Inflationärem über Euro und Europa, meine ich.

Der Tiger

28. Februar 2010, 21:15

Nico, finden Sie etwa Bestattungstourismus heiter und positiv? Da guck ich doch lieber Canada gegen USA - Eishockey. Als neutraler Europäer kann man sowas echt genießen - heiter und positiv.

colorcraze

28. Februar 2010, 22:03

So, bin wieder zurück vom Kinderhüten. -

Jesses, ist denn hier jetzt die Depression ausgebrochen?

Gewiß, mit dem Aussuchen der richtigen Mieter ist es nicht so einfach, zumal heute, wo die Leute so wenig Geld haben und unsichere Aussichten. Aber einstweilen zahlen sie noch. -

Ein Angebot für die eigene Immobilie in erfreulicher Höhe ist ja nett, man fühlt sich geschmeichelt für seine gute Wahl, aber drauf einzugehen lohnt nur, wenn man den Eindruck hat, man muß in den nächsten Jahren mehr reinstecken als man in 10 Jahren Vermietung (mit 2, 3 Ausfällen) wieder mit Zinsen reinbekommen kann. Denke ich mal so als Anfänger in diesem Bereich (allerdings hatten in meiner Familie in den von mir überschaubaren 4, 5 Generationen alle eigene Häuser). Hausverwaltung und Reparaturen selber machen zu können - das klassische Handwerker-Alterssicherungsmodell, gewissermaßen - halte ich auch für vorteilhaft, denn sonst wirds für Normalverdiener einfach zu teuer. -

Von den Ängsten, die gleich Kartoffelacker und Apfelbaum als Fallback sehen, halte ich nichts; dergleichen plagte meine Mutter zu Zeiten; ich bleibe in der Stadt und glaube an ihre Überlebensfähigkeit und bezweifle die Berechtigtheit der hier vorgetragenen (und mir altbekannten) Alpträume.

Köstlich

01. März 2010, 00:40

Ich habe weder Vermieteigentum in D aus Erbschaft zu erwarten noch würde ich es mir auf Sicht der kommenden 50 Jahre zulegen.  Willkommen im Altersheim für den Rest!

Nico

01. März 2010, 05:41

@Der Tiger, ich bin mir ziemlich sicher, der geschätzte Don wird auch dieses Thema in seiner mir sehr angenehmen Art und Weise behandeln und somit für uns zu einem echten Schmankerl machen. Allerdings muß man schon etwas für gepfefferte Analysen, Wahrheiten, Ironie, Sarkasmus und Zynismus übrig haben - aber da Sie ja wie ich das Gedicht von No. 6 sehr schön fanden, sehe ich hier kein Problem.

Red Chalkton

01. März 2010, 09:18

What they're saying in America about Germany's plan for Greece:

sasoc.wordpress.com/.../another-financial-charade

Don Alphonso

01. März 2010, 09:24

Die Amerikaner dürfen in ihrem AIG-Freddy-Fannie-Sumpf auch mal lachen.

.

colorcraze, das Thema "Sachen selber machen" ist in diesem Kontext natürlich extrem wichtig, keine Frage. Man darf keine zwei linken Hände haben, und ein wenig Verständnis von Haustechnik ist auch hilfreich.

Leser

01. März 2010, 21:44

Ægopodium,

handelt es sich bei "Vermietnomaden" um Spekulanten? Die halte auch ich für die Pest. Referenzen – in diesem Fall z. B. durch einen kleinen Schwatz mit den Mietern eingeholt – eigneten sich vielleicht auch da, um sich ein Bild zu machen?

Bei potentiellen Mietern lassen sie sich gar nicht so leicht "fälschen". In kleineren Städten kennt man ja oft den früheren Vermieter, und sonst findet sich jemand, der den Kontakt herstellt. Aussagekräftiger als Bonitätsprüfungen sind Referenzen in meinen Augen allemal, denn ehrlich gesagt, ist mir jemand, der seine Miete nicht gar so regelmäßig überweist, lieber als einer, der Wohnung oder Haus ruiniert. Trägt er den älteren Herrschaften im Obergeschoß auch noch den Einkauf hoch, hat er ohnehin was gut.

Leser

01. März 2010, 21:51

Don Alphonso, selbstverständlich ist Rom im Winter schön. Aber da leben, länger als drei, vier Wochen? Mit Berlusconi, aber ohne vernünftige Heizung?

Was die "Sicherheiten" beim Vermieten betrifft, so haben Sie vollkommen recht: Sie einzufordern wäre unangenehm. Glücklicherweise braucht man nicht danach zu fragen, mindestens einer bietet sie ja immer von selbst an. Sie ersparen einem den schlimmsten späteren Fall, in dem man zu wesentlich unangenehmeren Mitteln greifen müsste, und sie tun das, wie man so hört, auch noch zuverläßiger als hohe oder überhöhte Mieten.

colorcraze

01. März 2010, 22:07

@Don: ohne Frage, sonst kosten Banalitäten wie Relais im Treppenhaus einstellen gleich 100 EUR. Nur, wenn man 800 km vom vermieteten Haus entfernt wohnt, geht es eben nicht, daß man mal schnell vorbeischaut. Da muß man es anders handhaben. -

Ich hab einmal einen Menschen mit 2 linken Händen (und an beiden nur Daumen) erlebt. Ein französischer Managersohn (nicht daß jetzt womöglich jemand kräht, ich meinte, die seien alle so - nein, ein anderer solcher, den ich erlebt habe, war ein ganz fähiger, auch praktisch begabter und äußerst angenehmer Mensch). Es war so unglaublich, ich bin heute noch ganz verstört, wenn ich daran zurückdenke. Er brachte es fertig, sich mit heißem Fett zu brennen, den Kopf zu stoßen und die Eier allesamt auf dem Boden zu verteilen, als er einmal unter Anleitung Rührei machen sollte. Er legte eine Ungeschicklichkeit an den Tag, die jedes Vorstellungsvermögen überstieg, schlimmer wie ein 2jähriges Kind, das man einfach machen läßt. Jeder vorsichtige oder auch nachdrückliche Anleitungsversuch zu selbständigem Tun perlte völlig von ihm ab. Ich (Punk, Iro, laute Musik) und eine weitere WG-Mitbewohnerin (Bhagwan-Sannyassin, täglich Kundalini) wurden vom mit Arnaud 3 Wochen alleingelassenen WG-Mitbewohner mit Tränen in den Augen und den Worten "Gott sei Dank, endlich normale Menschen!" begrüßt, als wir von der Berufsschule zurückkamen. Der war vorher 10 Jahre Zeitsoldat gewesen, ich hatte eigentlich gehofft, daß er es schafft, ihn vielleicht ein bißchen hinzubiegen. Aber er war genauso ratlos wie wir, und völlig entnervt.

colorcraze

02. März 2010, 00:27

Apropos Griechenland. Schickt doch den Sarrazin dahin, der ist in Frankfurt ja völlig unterbeschäftigt und langweilt sich. Und mit Mentalität von "alle zum öffentlichen Dienst" auf "sparen, sparen" umstellen hat er wirklich Erfahrung, das konnte er in Berlin ausgiebig üben. Ok, Griechenland ist ein Nummer größer und er spricht kein Griechisch, aber falls sich 6 Griechen finden, die auch Deutsch können und mit ihm klarkommen und wenn man ihn mit dem Premier zusammenspannt, kommt da womöglich wirklich eine durchschlagende Wirkung zustande.

Don Ferrando

02. März 2010, 12:42

"Wirklich übel ist das eigentlich erst, wenn die Mietpreise angehoben werden, weil die Vermieter sich sagen: Wenn ich es billiger hergebe, bekomme ich schlechte Mieter."

.

@Don Alphons: eine sehr erfahrener Vermieter hat mir mal erklärt, er vermiete eher etwas unter dem marktpreis, da er dadurch seriöse, scharf rechnende und meistens liquide Miter bekäme.

Er habe mit diesem System in 40 Jahren kaum Mietausfälle oder Beschädigungen der Mietobjekte gehabt!

Köstlich

03. März 2010, 07:24

@ colorcraze: Die Sarrazin Idee ist überzeugend. Der stellt das verkaterte Land sofort unter die kalte Dusche.

colorcraze

03. März 2010, 15:29

@Köstlich: mehr als die richtige Idee aufbringen kann ich nicht tun, aber manchmal nimmt die dann ihren Lauf.

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