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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Stützen der Gesellschaft

Famille Rose oder Die Schwiegermütter der Porzellankiste

28. Februar 2010, 22:37 Uhr

Kind, Du musst glücklich werden, also wenn es passt, kannst Du ihn schon nehmen. Ich muss ihn ja nicht heiraten.
Häufige mütterliche Lüge in besseren Kreisen

Ein Zahnarztbesuch kann wirklich an genehm sein. Auch ist es nicht weiter schlimm, von einem Kollegen zusammen mit der Chefsekretärin am Kopierer erwischt zu werden. Man könnte sich auch einen schönen Tag unter netten Menschen machen, indem man nach Berlin fährt und alle Menschen mit bayerischem Tonfall anspricht. Fein wäre auch ein Sprung vom 1-Meter-Brett in den Pool, auf dessen Grund nur etwas Eis vor sich hin schmilzt. Feiner jedenfalls als der unvermeidliche Moment, da der besseren Tochter Eltern den neuen Herrn an ihrer Seite nicht nur sehen, sondern auch dessen Lebensumstände inspizieren wollen.

Denn nicht nur vor Vermietern muss man sich heute in besseren Lagen in jeder Hinsicht nackig machen, und Bescheinigungen über finanzielle und soziale Mittel vorlegen. Mehr Angst als vor Mietnomaden hat man - das lehrt die Erfahrung - vor Beischlafsnomaden. Jene scheinbar ordentliche Herrschaften, die der besseren Tochter noch gefährlich werden, wenn sie schon drei Studiengangwechsel, die Kifferei, einen Selbstmordversuch und diesen nicht öffentlich erklärbaren, aber unerwarteten Anlass für das neue Auto ebenso überstanden haben, wie die beiden Abtreibungen und andere Peinlichkeiten, über die man zum Glück nichts weiss. Irgendwann jedoch ist auch eine bessere Tochter in jenem Alter über 30, da bessere Eltern automatisch ernsthafte Interessen der Partner voraussetzen, und weil die Tochter, siehe oben, offensichtlich zu dumm für eine korrekte Lebenseinschätzung ist, werden die fraglichen Herren untersucht, selbst wenn sie auf dem Papier Nichtraucher, Nichttrinker, Kinderfeinde und seit der Grundschule Konzertvereinsmitglieder sind.

Bücher - zumal, wenn sie sich mit gehobenem Lebensstandard beschäftigen und sich mit einem traditionsreichen Steueroptimierungswort zieren - sind da schon mal keine schlechten Ausweise der gewünschten Lebenseinstellung des fraglichen Herrn; allein, Bücher haben natürlich alle, und sind gerade im erbitterten Wettbewerb um die Gunst von Töchtern und Eltern eher zweitrangig. Man setzt einfach voraus, dass jene Kaffeetischbücher vorhanden sind, die in diesem Umfeld Modeillustrierte, Wochenmagazine und Wirtschaftsblätter weitgehend verdrängt haben. Eine gute Mischung an aktuellen Ausstellungskatalogen, antiquarischen Kostbarkeiten und allseits bekannter Literatur ist das Mindeste, was man erwarten kann, wenn man die Tochter abgibt und selbst wieder vor der Glotze und der Programmzeitschrift gelangweilt, aber wenigstens sorglos versumpfen kann.

Eine ganz andere Sache ist dagegen die öffentliche Zuschaustellung von Porzellan, genauer, jener Einzelstücke, die mangels überlebender Exemplare in freier Antikwildbahn eben nicht schon von jedem besessen werden. Natürlich macht man mit Tee aus Rosenthal Maria Weiss nichts falsch, aber das gibt es inzwischen in jeder Werbeagentur, wo, wie es dem Westviertel bekannt ist, alle Drogen nehmen und dann Pleite machen. Aufgestellte Teller jedoch drücken etwas anderes aus: Porzellan nicht zur Benutzung, sondern als Kunsthandwerk; nicht als Zeichen gehobener Tischkultur, sondern als Ausdruck von Kennerschaft. Fern läge es mir zu behaupten, dass einem solche Dinge gefallen müssen, aber der Kunstmarkt hat über chinesischen Famille-Rose-Stil - so der Name dieser über Glasur aufgemalten Emaille - entschieden. Diesem Stil eifert Europa seit Erfindung des Porzellans nach, dieser Stil findet sich in den Kunstkabinetten, es ist der Ursprung von Streublumenmuster und all den Dekoren, die Schwiegermütter weggepackt haben in der Hoffnung, dass folgende Generationen darauf aufpassen werden. Meissen und KPM jedoch sind die eine Sache, die europäischen Kopien - das hier sind Originale. Und die sieht auch eine porzellansüchtige Schwiegermutter eher selten.

Dafür gibt es sogleich ein Thema, über das beide Seiten parlieren können, ohne dass derartige Besuche in jenes Gedruckse ausarten, das allzu typisch für den Versuch ist, keine direkten Fragen zu stellen und dennoch direkte Antworten zu erhalten. Diese Teller sind aber aussergewöhnlich schön, kann die sich als Schwiegermutter Wähnende bekunden, und man kann ihr bedeuten, dass sie damit sachverständig ist - selten nur sieht man die Goldgrundbemalung so fein, so exakt ausgeführt, die Ranken und Blumengirlanden so präzise, jeder Punkt auf den Schmetterlingsflügeln sitzt an der richtigen Stelle, zu schade, dass dergleichen heute natürlich nicht mehr gemacht wird. Man selbst jedoch scheut keine Kosten und Mühen, natürlich ist das nicht unbedingt günstig oder gar billig gewesen, reiche Chinesen machen auch Jagd auf diese Stücke - aber der eine bevorzugt eben 100 PS mehr im Auto, man selbst erfreut sich dagegen an der Kunstfertigkeit des 18. Jahrhunderts.

Natürlich haben sie etwas gelitten, der Goldgrund an einigen Stellen ist abgerieben, das jedoch, sollte man betonen, sind die Spuren der Zeit, das gehört einfach dazu, und deshalb schätzt man sie nicht geringer. Womit ein paar peinliche Fragen - Sind Sie auch so ein Raser? Laden Sie unsere Tochter bei den ersten Krähenfüssen unter den Augen wieder vor unserer Tür ab, um mit ihrer Rennkarre Gymnasiastinnen abzuschleppen? Machen Sie uns Schande, sind Sie ein Zizibeh, sind Ihre Absichten unlauter? - indirekt beantwortet sind. Wie auch die bange Unsicherheit, ob der Neue der Tochter denn auch bereit ist, sich bei den unvermeidbaren Kosten für den zukünftigen Hausstand zu beteiligen. Auf einem Ehevertrag wird man als Finanzier der Vereinigung  - schliesslich bekommt die Tochter auch die gute Bettwäsche von Tante Euphemia mit - nicht verzichten, aber es gibt eben Eheverträge, die man aus Misstrauen betreibt, und Eheverträge, wo es nur um Kontrolle geht. Bleibt natürlich noch eine Frage; die wichtigste Frage für Menschen vielleicht, die nicht wissen können, ob sie in 20 Jahren noch kontrollieren können, oder über Entmündigung selbst kontrolliert werden, von einer Tochter, die von ihrem Mann kontrolliert wird: Wie halten Sie es mit uns, wenn wir gebrechlich und alt sind?

Hier nun ist der Moment gekommen, um über die Echtheit der Stücke zu sprechen, und über die sorgsam geklebten Brüche, die man von vorne gar nicht erkennen kann. Nur hinten wird offenbar, dass die Teller nicht nur jene blaue Färbung aufweisen, die dem Kenner das hohe Alter verrät, sondern eben auch alte Reparaturen, die den Wert und die Hochschätzung keinesfalls mindern. Natürlich wird man sie keinesfalls belasten, sondern pfleglich behandeln, man weiss um den Wert des Alters, und wenn es nun zu Tische geht, hat man das gute Hutschenreuther vom Amtsrichter S... - kennen Sie den, Amtsrichter S. aus R., genau, der war der Schwiegervater von Onkel P. und der Bruder von Direktor K., jedenfalls hat man aus dessen Erbe das gute Hutschenreuther für 24 Personen, auch das sind Dinge, die es heute gar nicht mehr gibt... und über dem Kuchen und Tee - Assam? Darjeeling? Ceylon? Grüner Tee, bitte, das macht keine Umstände, wirklich nicht - haken die Eltern der besseren Tochter ab: Gutes Haus? Haken. Gute Familie? Haken. Ein wenig konservativ? Haken. Keine Entmündigung? Haken. Keine finanzielle Belastung im Falle einer Scheidung? Haken. Und wenn sie dann gegangen sind, und die S-Klasse mit dem "Notarzt im Dienst"-Schild nicht mehr in der Feuerwehreinfahrt steht, kann man das Kleingedruckte und die Ausnahmen mit der besseren Tochter allein aushandeln.

Veröffentlicht 28. Februar 2010, 22:37 von Don Alphonso
Kommentare

Siegmund

28. Februar 2010, 23:06

Freudscher Versprecher/Verschreiber im Eingangszitat?;-)

Don Alphonso

28. Februar 2010, 23:10

Verschreiber durch spätere Aufbohrung des Zitats.

colorcraze

28. Februar 2010, 23:26

Wie jetzt, isses nun soweit, daß man sich zum Gratulieren anstellen darf *ggg*?-

Gerne sähe ich von den Tellern größere Fotos, alte Muster interessieren mich, seit ich in der Lehre mal ein paar Musterbücher aus dem 18. und 19. Jhdt durchblättern durfte.

Don Alphonso

28. Februar 2010, 23:29

Nein, keinesfalls gratulieren. Der zugrunde liegende Fall liegt schon etwas zurück, und betraf mich nicht, aber die Lösung ist schon nicht unelegant. Finde ich.

Der Tiger

01. März 2010, 00:47

Wenn die Tochter aus höherer Familie selbstbewußt ist, dann ist das Vorstellungsgespräch ihres jungen Mannes für die Mama nicht weniger kritisch als für den jungen Mann. Der will schließlich wissen, ob die Dame seiner Wahl aus gutem Haus kommt und die junge Dame will sich nicht für eine Tigermutter blamieren. Ich könnte einen ganzen Blog damit fühlen, welche Verhaltensanweisungen ich auf dem Gebiet schon bekommen habe....

Rosinante

01. März 2010, 03:07

Don Alphonso, für einen Junggesellen verfügen Sie in diesem hochsensiblen Bereich über erstaunlich detaillierte Kenntnisse mit entsprechender Sozialpsychologie. Hier in der Schweiz ist dies "natürlich" etwas anders. Vielleicht in Bern und Genève? Die beiden blauen Gefässe allein auf der Kommode? Zu museal?

Nico

01. März 2010, 06:23

Don, wie schaffen Sie das immer, so aus dem Leben zu schreiben? Sie lassen keine Wahrheit aus, um uns auf den richtigen Weg zu führen. Recht muß ich Ihnen geben, was die wohldosierte Zurschaustellung derlei Kunstobjekte bewirkt. Ne Weiberfalle allein vor der Tür hat schon lange keine Aussicht auf Erfolg mehr bei den zukünftigen Schwiegermüttern, seitdem immer mehr IT- und Zocker-Turbomillinäre in Abschreibungskarossen durch die Lande drängeln. Nein, so etwas, eine dezente Hingabe zur Kunstfertigkeit - und ich möchte ergänzen, vielleicht von etwas Sakralem flankiert -, macht nachhaltigen Eindruck. Selbstredend schreiten die Herrschaften auf einem handgeknüpftem naturfarbenen Exemplar bekannter Provinienzen zum Altar der Darbietungen. Auch das unachtsame Liegenlassen notarieller Beurkundungen mit Zahlungsanweisungen für die eine oder andere Immobilie im Ausland, wo die Mutter des Zielobjektes gerne weilte, ist in Wirkung nicht zu verachten wie auch Kataloge der nahmhaftesten Auktionshäuser.

Für den ein oder anderen Besuch des Notarztes mit seiner ihr nichts entgehenden porzellansüchtigen Frau könnten Sie solcherlei Gegenstände im Verleih anbieten. Sozusagen als ehestiftenden Dienst am Mann.

Justin Thynne

01. März 2010, 07:40

Schauerlich, lieber Don Alphonso. Ist es erforderlich, eine Notwarzt-im-Dienst-"Gattin" derart zu beeindrucken. Ist es nicht wichtiger, diese Elternbrut auf ihre Eignung als Schwiegereltern zu testen?

Wo ist ihr Grundbesitz, wieviel werden Sie dem Töchterchen mitgeben, damit ich meine Porzellansammlung erweitern kann, steht Ihr Name auf einer Steuer-CD und wenn, lohnt sich die Nachversteuerung wenigstens? - Das sind elementare Fragen, die Eltern - und insbesondere Mütter aus besseren Kreisen -beantworten müssen, um ihre meist nicht ganz frischen Töchter über 30 an die letzten unverheirateten Herren mit Distinktion und Geschmack zu verhökern.

fionn

01. März 2010, 08:29

@  Der Tiger / Rosinante

Eigentlich interessiert mich Porzellan überhaupt nicht, doch am Anfang hatte ich

ein Service für 8 Personen - Minton Pozellan,  "Adam".  Und Rosinante hat Recht - zu museal.  Viele Stück - alle gleich - fand ich extrem langweilig.  

chinasearch.co.uk/.../adam

Also vor 15 Jahren kaufte ich ein "Harlequin" set von Tiffanys in Zürich gekauft - 10 Tafelteller verschiedener Muster (Kostenpunkt damals ca. SF25-30/pro Stuck).   Die sind garantiert ein Gesprächsthema wenn Gäste zum Abendessen eingeladen sind.    Sonst kaufe ich Kaffeetassen und andere Stück

(meistens Glas und nicht Porzellan) bei der Migros.  

Re Heiraten - bin der Meinung, man sollte jung heiraten wenn man immer noch voller Hoffnung ist, da wenn man älter wird, denkt man immer an die "Pros und Cons" - und dann denkt man eine Heirat sei viel zu riskant and too much of a longterm commitment...oder?

muscat

01. März 2010, 09:22

Don, da muss ich mich mit meiner Frage Justin Thynne anschließen. Was sind / wären denn Ihre Kriterien für anständige Schwiegereltern?

.

Arzberg Blaublüten finde ich immer noch schön. Das ist zwar nicht die Porzellan-S-Klasse, aber wenigstens kann man es jeden Tag benutzen.

Don Alphonso

01. März 2010, 09:36

Rosinante, das Jagdwild muss über die Methoden der Nachsteller, um zu überleben und weder am Ehehaken zu enden, noch gesellschaftlich geschnitten zu werden. Die blauen Gefässe sind Ingwertöpfe, klassische Staubfänger der teuersten europöischen Tradition.

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Der Tiger, über die Mütter der Liebsten zu schimpfen und zu stöhnen, ist ähnlich sinnvoll wie das Mäkeln an Erdbeben, Blitzeinschlägen  und Weltuntergängen. Das ist so, wie es ist.

Don Alphonso

01. März 2010, 09:42

Nico, bei uns ist ja achon das Wissen um eine Immobilie am Tegernsee sowie der kräftog geäusserte Wunsch, irgendwann in einer Rentnerstadt wie Meran die Schnabeltasse zu heben, Ausweis gediegener Lebenserwartung. Was die S-Klasse jedoch angeht: Die gibt es hier in der Strasse tatsächlich, steht auch mit so einem Schild vor Einfahrten und gehört einem dafür stadtbekannten Vater zweier unverheirateter Töchter und Arzt, der sich so die Parkkosten spart, nicht aber die Abschleppkosten, wenn er mal wieder zu dreist war.

.

Justin Thynne, so etwas weiss man in der Regel bald, wenn man mit den Töchtern eine Weile zu tun hat. Wenn es nicht ohnehin allgemeiner Gegenstand des Kleinstadttratsches ist, und irgendwer kennt immer jemanden, der im Zweifelsfall von einem Konflikt mit der Steuerfahndung weiss.  Ich denke, da ist die Einschätzung Dritter in jedem Falle besser als die selbstausweisung . ich aber habe eigentlich gar kein Interesse an so etwas, ich möchte eigentlich nur meine Ruhe.

Don Alphonso

01. März 2010, 09:50

fionn, nun ja, bei mir hatte die Uhr schon immer ausgetickt, aber tatsächlich muss man ja auch sehen, dass all die Jugendheiraten die beste Saat für Mittlebenskrisen mit Scheidung und Ehekrieg sind. Und natürlich sind 60, 70 Jahre mit einem Menschen eine ziemliche Herausforderung. Ich kann mich da nicht beklagen, in meinem Umfeld haben es die diversen Eltern bewundernswert geschafft - aber die Kinder haben durchwegs versagt.

.

muscat, generell sage ich: Was ich habe, muss auch benutzt werden. Bei Imari kenne ich keine Gnade, aber hier würde ich doch Vorsicht walten lassen. Zum Glück habe ich ja überall die Auswahl zwischen mindestens 4, 5 verschiedenen Servicen. Nur in der kleinen Gästewohnung, da sind es nur drei.

.

Kriterien aufstellen würde bedeuten, allein schon die Möglichkeit so einer Lebenserschwernis in Betracht zu ziehen. Nichtexistenz wäre dabei schon mal eine Qualität, aber die wäre nicht wirklich nett, nehme ich an. Das Problem unlösbarer Natur scheint mir zu sein, dass eakt jene Ansprüche, die ich gerne sehen würde, eben jene Leute zur Folge haben, die sich überall einmischen. Es gibt niemanden, der die Tochter gebildet erzieht, und dann nicht wissen möchte, wie es um den Kulturbegriff des erwählten Partners bestellt ist. Insofern möchte ich das auch gar nicht als Selbstbeschreibung verstanden wissen; eher als Leitfaden für andere.

Der Tiger

01. März 2010, 10:05

Überhaupt nicht vorgestellt zu werden, kann noch unterhaltsamer sein. Als mein Vater seinen 90. Geburtstag feierte, gab es einen großen Emfang in der Villa meines Bruders. Ein Gast, der ein bekanntes Klatschmaul des kleinen dummen Dorfes ist, zog mich zur Seite und fragte, ob die große Dame, die da drüben steht, die neue Freundin meines Bruders sei. Ich hatte keine Ahnung, war dann aber doch neugierig, denn von meinen Neffen hatte ich schon viel von der neuen Auserwählten meines Bruders gehört. Ich ging zu der Dame und stellte mich vor. Die Dame guckte mich an als wäre ich ein Kalb mit zwei Köpfen. Später wurde mir klar, das ich nicht nur nicht vorgestellt worden war, wie es sich ansonsten in unseren Kreisen gehört, sondern dass mein Bruder seiner Herzensdame nicht einmal erzählt hatte, dass er eine Schwester hat, geschweige denn eine Tigerschwester.

muscat

01. März 2010, 10:17

Der Tiger, haben Sie dann Ihren Bruder wenigstens nachträglich ordentlich in den Senkel gestellt?

fionn

01. März 2010, 10:25

@ Don Alphonso  08.50h.  Stimmt, und in der Vergangenheit haben die meisten Menschen auch ihr ganzes Leben beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet.  Doch heute sind wir alle mobil,  fahren und fliegen in die Welt herum, und haben also (was die Partner/Ehepartner betrifft) die Qual der Wahl.  Besser so, oder?  

P.S.  Gibt's eine Tiffany-Filiale  in München?   Früher war Tiffany recht preisgünstig i.V. mit z.B. Louis Vuitton (ich persönlich hasse das braun/gelb Muster).

fionn

01. März 2010, 10:42

Uebrigens - Deutschland in Vancouver!!!  Was für eine tolle Leistung!  Ich gratuliere herzlichst.

Ms. Phipps

01. März 2010, 11:20

Don Alphonso, lange, lange habe ich Ihre prunkvollen Teller im Famille-Rose-Stil aus der Qing-Dynastie begeistert betrachtet. Ähnliches habe ich in Porzellan-Sammlungen großer Museen in Europa und USA gesehen.

Auf Auktionen schmerzt es oft, wie hochwertiges Porzellan für "nen Appel und ein Ei" weggeht.

Meine Frage an Sie: Haben Sie die Famille-Rose-Teller geerbt oder gekauft? Empfinden Sie es als unhöflich, wenn ich Sie nach dem Preis frage? Danke und Gruß.  

Don Alphonso

01. März 2010, 11:26

Das war ein Glücksgriff am Sonntag bei einem mir schon länger bekannten Händler. In Pfaffenhofen gibt es nicht viele Asiatikaexperten, und billig waren sie trotzdem nicht.

egghat

01. März 2010, 11:27

http://egghat.blogspot.com

"Beischlafsnomaden"

Wunderbar!

Übrigens genau 1 Treffer bei Google. Das werde ich aber gleich ändern ;-)

Wobei das "s" glaube ich "über" ist und Beischlafnomaden gibt tatsächlich noch einen weiteren Treffer.

Deutschland

01. März 2010, 11:40

fionn, ich danke.

Stephen

01. März 2010, 11:49

Lieber Don,

mit Ihrer Unterscheidung zwischen "Ehevertrag aus Misstrauen" und "Ehevertrag zur Kontrolle" haben Sie mich kulturell abgehaengt - aber ich behaupte ja auch nicht, ganz und gar aus dem Westviertel zu stammen.  Ich dachte immer, Kontrolle entspringt ueberhaupt erst aus Misstrauen?  Wuerden Sie das wohl noch weiter ausfuehren? Danke!

Der Tiger

01. März 2010, 12:07

@muscat – meiner Erfahrung nach hat es wenig Sinn, Erwachsene unter den Senkel zu stellen (bei Kindern und Jugendlichen funktioniert es auch nur, wenn man es nur sehr selten macht). Deswegen habe ich den großen Mann in der Villa auf den weiteren diversen Familientreffen so offensichtlich ignoriert, dass es auch Außenstehende beobachtet haben – bis es ihm merklich peinlich wurde. Bei nächster Gelegenheit wird die große Schwester allerdings wieder nett sein. Aber das weiß er noch nicht -  außer, wenn er diesen Blog liest.

Helene

01. März 2010, 13:04

Lieber Don,

kann es sein, dass Sie bei Ihrem geschilderten Kennlernszenario die Geschlechterrollen vertauscht haben? Die Kenntnis der Design- und Materialgeschichte chinesischer Porzellanteller dürfte doch eher zum Initiationsritus zukünftiger Schwiegertöchter in den Westvierteln bayrischer Kleinstätte gehören, weil die sich in ihrem zukünftigen Dasein als Hausfrau und Mutter die verfeinernde Kenntnis überflüssigen Wissens leisten können. Denn da auch die Westviertel einen - offiziell nie eingestandenen - Kampf ums soziale Dasein führen, würde ein Mann, der derartige Vorlieben hat, pflegt, verfeinert als Schwiegersohn doch nie in Frage kommen, weil er die materielle Basis einer Existenz, die sich in solchen Gegenständen verdinglicht, für eine eigene Familie nicht sicherstellen könnte. Ich wette, der oben geschilderte Mann ist bei der zukünftigen Schwiegermutter durchgefallen!

Rosinante

01. März 2010, 13:08

lieber Don Alphonso, Ihre Ingwertöpfe (danke für die Inhaltsangabe und die europäische Provenienz) finde ich wunderschön. Und die "museale" Nachfrage meinte, ob die Töpfe alleine auf dem Kommodensockel nicht prachtvoller -weil ohne visuelle Konkurrenz- wären. Eine völlig nebensächliche Bemerkung. Sorry. Und was Ihre Bemerkung zum "Schutz des Wildes" angeht, so wissen Sie wohl am Besten, wie man sich in Ihren Jagdgründen schützen muss. Auch diese -meine- Bemerkung war eigentlich unnötig. Aber wenn Sie und wir Kommentatoren sich nur zu Notwendigkeiten äussern würden, wäre das Spiel ja langweilig. Ich bitte also um Nachsicht.

Der Tiger

01. März 2010, 13:40

Don, zu Ihrer silbernen Teekanne im Aladin Wunderlampestil fällt mir das Leiden meiner Mutter ein. Nachdem ich auch den zweiten respektablen Herrn nach intensiver Bekanntschaft ganz offensichtlich nicht zu heiraten gedachte, drückte mir meine Mutter völlig überraschend bei einem Besuch so eine Kanne in die Hand und meinte: 'Da nimm sie, ich hab sie für Deine Hochzeit gekauft. Aber Du heiratest ja doch nie!' Sie konnte halt nicht warten, denn später hatte sie sogar noch zweimal die Gelegenheit, mir Silber zu solch einem Anlaß zu schenken.

muscat

01. März 2010, 13:59

Der Tiger, ich kenne Ihren Bruder nicht, aber ich bewundere Ihre Selbstbeherrschung. Also, wäre es mein Bruder gewesen...

donna laura

01. März 2010, 14:56

nun ja, wenn sich die familien ohnehin kennen, fällt eine soclhe vorstellung wie oben geschildert flach, man geht gleich miteinander essen und versucht einander wechselseitig zu 'adoptieren'.

schliesslich hatte man zuvor schon auf gesellschaftlichem parkett (kirchenchor, ausritte, jagd, clubs) die möglihckeit herauszufinden, ob man einander riechen kann oder ob die familie was taugt oder nicht, bevor das 'kind' dann doch zur tat und in die kirche schreitet.

.

das 'kind' hat dann noch die wahl der qual: riskiere ich unstimmigkeiten oder dauerfehden oder lieben die sich alle?

der rest ist ohnehin schicksal. welche mutter lässt ihren sohn schon gerne ziehen?

.

wenn der künftige sparringspartner des kindes (und dessen familie) unbekannt sind, evtl. wg. allg. mobilität, dann hift der gang zum privatdetektiv des vertrauens, zum befreundeten anwalt der stadt, aus der die gegenfamilie kommt etc. - wird gemacht, nicht unterschätzen!

.

en famille gilt: kontrolle ist gut, misstrauen noch besser.

.

wenn alles nichts hilft, wird ein ziemlich grosses chinesisches fischbecken (mit festsitzendem deckel!!) benötigt, um unliebsame verwandschaft in hochprozentigem einzulegen ...

Jeeves

01. März 2010, 15:02

Gibt's sowas tatsächlich noch? Anno 2010? Und ich meine nicht das Geschirr.

fionn

01. März 2010, 15:25

@ Helene  12.04h

Das Kennlernszenario ist ein interessantes Thema.  Ein Engländer (der Besseren Gesellschaft)  in einem Disco oder an einem Party oder in einem Pub wurde

mit typischen englischen Humor  fragen "Good evening.  (Pause)  Do you come here often?".   Wenn er Glück hat bekommt er die übliche humorvolle Antwort "Only in the mating season" :-)     Kennt man diesen sog. "Opening Gambit" (wie bei Schachspielen) auch in Deutschland?  

Das Porzellan Don Alphonsos ist zwar sehr schön, doch eignet sich nicht für den taglichen Gebrauch.    Dasselbe gilt für andere Antiquitäten: Möbel zum Beispiel - ein Sessel, der unbequem ist - es sei denn, man sitzt gerade/senkrecht.  

donna laura

01. März 2010, 15:26

@ Jeeves: ja, wenn nötig (s.o.), dann eigentlich schon. man päppelt ja nicht erst mühsam was auf, impft ihm die eigene konservative meinung bis zum erbrechen ein, schickt es nach lausanne und läßt es dann mit einem punk im anzug ziehen.

.

gepriesen sei der famille-n'est-pas-rose-teller...

Helene

01. März 2010, 16:33

Fionn, Sie haben Recht: Da ja bekanntlich gilt "You never get a second chance to make a first impression" hängt von so einem "opening gambit" beim Kennenlernen viel ab und wie schön wäre es, wenn es dafür, wie in Ihrem Beispiel, noch ritualisierte Formeln gäbe (meinetwegen sogar einen Witz), die dann nur in Nuancen variiert werden müssten, um Interesse/Desinteresse, Esprit/Dumpfheit, Stil/Geschmacklosigkeit erkennbar werden zu lassen. Ohne gleich allzu persönlich werden zu müssen, erlaubt dies Intensivierungen des Kontaktes ebenso wie diskrekte Rückzüge. Wüßten Sie, womit man eröffnet?

colorcraze

01. März 2010, 16:37

@Don: Ja, eine gewisse Eleganz legt das an den Tag. Aber Helenes Zweifel teile ich: Porzellanverstand wird an einem Mann wahrscheinlich nicht für ausreichend angesehen.

Kurt Kurz-Furz

01. März 2010, 16:54

Prust: Beischlafnomade!

Wird in meiner DA-Bestenliste eingereiht vor Fäuleton und PRolet, gleich hinter Elitesse.

Besten Dank!

Don Au

01. März 2010, 17:28

Doch, das Porzellan ist ok. Nur das Arrangement ist lausig. War wohl eher fürs Foto.

Der Tiger, was ist denn aus der Dame geworden?

muscat

01. März 2010, 17:33

fionn, originelle "opening gambits" habe ich auch schon bei Engländern und Amis aus der vermeintlich nicht so guten Gesellschaft erleben und mich daran erfreuen dürfen. Den Deutschen liegt das irgendwie nicht so.

Grimaldeli

01. März 2010, 17:33

donna laura / 01. März 2010, 15:26

Und deshalb habe ich auch nach 5 Ehen  noch immer keine Kinder! Gott sei es gedankt!

Der Tiger

01. März 2010, 17:52

@muscat – Danke für das Kompliment. Diese Geduld ist mir allerdings nicht angeboren, sondern ich habe sie von einem alten Italiener abgeguckt.

Inge

01. März 2010, 19:22

bei dem Porzellan ging es nur um die Libellen aber das muss man erst mal wissen wie das funktioniert ansonsten sehr koestlich und amuesant

Inge

01. März 2010, 19:25

besser ein Sprung in der Suppenschuessel als im Herz  (und bevor Sie ueber die

Tarte geschrieben haben habe ich es schon aus der BILD erfahren)  es geht ja

nur um die Bildung;)

minna

01. März 2010, 20:04

... sollte es nicht so sein, daß die beschriebene bessere Tochter auch in den

besseren Kreisen, nur mit einem saftigen Aufgeld über den Tisch geht?

Ganz im Gegensatz zu den Tellern.

codizil

01. März 2010, 20:20

Werter Don,

wie hört sich die musikalische Begleitung diese Themas an?

Welche Harmonien geruhen Sie uns zu empfehlen?

donna laura

01. März 2010, 22:49

@ Grimaldeli

ich grüsse sie!

naja, wie man es nimmt: ich übertreibe da eher in die andere richtung: elf kinder, ein ehegatte (gut ja: und auch ein hausfreund).

bei so vielen nachkommen wird man ziemlich gelassen, eins wird schon 'gelingen'. da ich einem ein gewissen anarchismus nicht ganz abhold bin, freue ich mich jetzt schon darauf, wie es mir meine kinder später mal zeigen werden ...

Kriegsgefangener

01. März 2010, 23:23

donna laura, welch Muttergeschütz Sie doch sind! Sie kartätschen mit Kindern die brave Gesellschaft, in der Hoffnung, dass eines davon ein Treffer werde?

Und der Rest, wird Pfarrer, Polizist, Künstler, Psychiater gar?

Don Alphonso

01. März 2010, 23:32

(Ich war heute nicht anwesend, statt dessen in den Bergen rund um Innsbruck)

.

fionn, ich glaube, heute ist einfach die Propaganda für diesen Lebensstil besser, indem Alternativen vergegaukelt werden, die es gar nicht gibt. Tiffany gibt es auch in München.

.

egghat, es gibt natürlich nettere Umschreibungen, und bessere Eltern würden das auch so nicht formulieren: Aber die Sache an sich ist so und bleibt so, sie lässt die Tochter ohne Chance auf Veränderung ihrer Lebensumstände altern. Ähnlich wie ein Mietnomade, der seine Kosten auch nicht begleicht.

Berner Sennenhund

02. März 2010, 00:35

@ Helene 01. März 2010, 13:04

Sie unterstellen, der Don Alphonso wirke wie eine Donna Alphonsa.

Don Alphonso

02. März 2010, 03:31

Lieber Stephen, so wie ich das sehe, ist Kontrolle einfach ein Gewohnheitsrecht ohne jeden Anlass.

.

Liebe Helene, wir leben einerseits nicht mehr in den 50er Jahren, und andererseist ist die Jagd nach Asiatika nicht geschlechtsspezifisch. Möglicherweise wäre das bei Gebrauchsporzellan noch etwas anders, aber auch hier stellt sich dem Junggesellen die Frage, ob er wirklich nur mit einem Service besuch erfreuen kann. Ob das nun als "männlich" wahrgenommen wird - vielleicht finden das manche ja etwas verspielt oder verweichlicht, aber die wohnen dann vermutlich in Berlin, sitzen falsch zu Tisch und machen Projekte über das Internet.

Don Alphonso

02. März 2010, 03:38

Liebe Rosinante, beide stammen aus Provinzauktionshäusern, und sie wären zu gross und zu schwer für Konsolen. Tatsächlich stellte man sie auch im Rokoko in der Regel auf die Kommoden, und die kleineren Exemplare kamen dann in die Kabinette vor Spiegel. Es sind aber keine Delfter Nachschöpfungen, sondern chineische Exportware (und was davon zu halten istg, wäre eine ganz andere Geschichte).

.

Der Tiger, ich kaufe und zahle meine Kannen selbst, das ist wenigstens ohne Risiko.

Don Alphonso

02. März 2010, 03:45

donna laura, das Problem ist hier die Globalisierung: In diesem Alter schleppt man nicht mehr Schulkameraden an, sondern Leute, die von irgendwoher kommen. Und Deutschland ist enorm gross. Es gibt Orte wie Braunschweig, Chemnitz und dieses Schleswig-Holstein, von denen ich noch nicht mal sicher weiss, ob es sie überhaupt wirklich gibt. Wie soll man da etwas über die Eltern eruieren?

.

Jeeves, nicht immer, nicht überall. Aber es ist billiger als eine Scheidung und effektiver als eine Debatte um ein Sorgerecht. Und angesichts der immensen Kosten, die so ein Kind verursacht, verstehe ich sogar, warum Eltern hier mitreden wollen.

wazzerpfärdt

02. März 2010, 08:34

Jetzt bin ich nicht nur vom dem Text beeindruckt, sondern auch, dass ich ihn heute als dritten Artikel auf der Startseite der faz finde.

minna

02. März 2010, 08:48

... doch, doch Schleswig-Holstein gibt es. Ihre Urgroßtante kann es bezeugen;

   obwohl...das ist auch schon wieder lange her.

fionn

02. März 2010, 09:30

@ Helene /muscat

Uber "opening gambits" resp. über Ruckzüge-gambits zu kommentieren fehlt mir die nötige Erfahrung.  Ich bin keine Psychologin -  es sind eher die Börsen resp. das Geschehen in der Wirtschaft die mich interessieren - insb. in Deutschland und der Schweiz.  

Don Alphonso um 02.45h.  

Ist die Zeit der Globalisierung schon zu Ende - als Folge des Debakels in den USA (die schlimmste Rezession seit 80 Jahren)?   War die Globalisierung  einfach ein amerikanischer Versuch der nun schon gescheitert ist?  

Die nächste "-ierung" könnte "Regionalisierung " sein, imo.

donna laura

02. März 2010, 09:42

geschätzter, lieber Don Alphonso, ganz recht, wie ich bereits sagte (bitte s.o.). man sollte sich helfen lassen können, es gibt da ganz zuverlässige und effektive privatdetekteien. was gewisse herzblätter vermögen, sollte den sdg erst recht gelingen ...

.

@ Kriegsgefangener - ich weiss, mein output ist hoch, unser input in den output aber auch, irgendetwas wird schon werden. und wenn wir einst die puts auf den markt werfen ... ach lassen wir das, zu kompliziert ...

.

hauptsache kein pfarrer, die machen nur dummheiten (gespendete esskörbe auf kaviar hin untersuchen, extensive messweinproben, sänften auch bei rot über die strasse schleifen, ausgerechnet zu weihnachten ihr kinderlein kommet singen) ...

damals

02. März 2010, 09:57

http://damals.blogger.de/

Lieber Don Alphonso, mehr als diese gepflegte Ansammlung von Schwiegermutter-Meinungen hätten mich der zugrunde liegende Fall und seine elegante Lösung interessiert. Da wirds doch erst spannend! Und was das Porzellan anbetrifft: Meine Eltern haben auch jede Menge schöne Porzellan-Services in den Schränken rumstehen (natürlich eher KPM als China, da sie nur aus dem Osten kommen), jedenfalls mehr als Enkel, an die sie sie vererben könnten. Da kann es enden mit der Fixierung auf vermeintliche Ewigkeitswerte.

fionn

02. März 2010, 10:35

@ Helene/muscat

Mehr zum Thema "opening gambits" - aus der "Independent" online heute gibt's

dies zum Thema "Finding the right partner"

quote:

* Bumping into the object of your desire promotes familiarity – essential in mutual attraction.

unquote

("bumping into"  = jdn "zuffällig treffen" - immer wieder...)

Stimmt, imo -  deshalb so viele Affäre die am Arbeitsplatz - man trifft sich immer wieder.   Auch in Sportvereine (Tennis club, wie bei mir als Teenie der Fall war)

Auch an der Uni (wie bei mir wieder der Fall war) ....man trifft sich einfach regelmässig.    Und heute natürlich auch online   :-)

Nun zurück zum Porzellan.  Ich mag (fast) alles was Art Deco ist (1920-1940).

Was Porzellan betrifft, Meissen war dabei, zusammen mit  Paul Scheurich in den Jahren 1926-1936.  Sowie Max Läuger.    

Und damals in England die berühmten Damen Susie Coooper & Clarice Cliff.

Helene

02. März 2010, 10:37

Berner Sennerhund, 2. März, 0.35 Uhr:

Nein, das unterstelle ich nicht. Es gibt nur seit dem 19. Jahrhundert einen Zusammenhang zwischen Sammelwut und Junggesellentum als sterile Formen bloß kultureller Zeugung. Ich habe z.B. gerade eine alte Ausgabe der Familienzeitschrift "Gartenlaube"von 1881 vor mir, darin ist ein tolles Bild "Der Nachlaß eines Junggesellen". Abgebildet ist ein  Zimmer voller wertvoller, erlesener Dinge, nur stürzt sich mangels Erben eine Schar Fremder auf diesen Nachlass und unter dem Bild steht der hämische Kommentar: "So ergeht es den Hagestolzen nach ihrem Ende. Hätte der Mann Weib und Kinder hinterlassen, so lebten Trauende, die seinen Nachlass ehrten..." und in einer sehr populären Abhandlung der Zeit von Paolo Mantegazza über die Liebe ist das Kapitel zu Jungesellen und deren weiblichem Korrelat - den "alten Jungfern" - überschrieben mit "Die Parasiten der Liebe" und dann folgt eine Polemik gegen die bevölkerungspolitisch so wichtige Verweigerung von biologischen Nachkommen durch die Hagestolze, wobei tatsächlich Homosexualität unterstellt wird. Aber gut, das trifft unseren Don vermutlich nicht, wer auf die Innsbrucker Berge steigt, scheint mir vital (und viril) genug!

donna laura

02. März 2010, 11:30

nana, Helene, auch wenn ich ihnen bestes unterstellte: das war kein untadeliger letzter satz: wer wird denn hier nichtvirilität und homosexualität in einen zusammenhang bringen wollen ...!?

muscat

02. März 2010, 11:31

fionn, Regionalisierung? Haben Sie das Buch von Jeff Rubin schon gelesen?

Steht vermutlich nicht viel Neues drin. Globalisierung ist doof und teures Öl auch.

Allein - welche Wirtschaftsmacht wird den ersten Schritt tun?

Den Franzosen würde ich es zutrauen, die saufen ihren Wein im Zweifel auch allein weg.

Don Alphonso

02. März 2010, 11:40

Helene und Donna Laura, es schickt sich hier natürlich, wenn ich als Blogger ohne erkennbaren Unterleib firmiere. Das Weitere ist nicht Gegenstand dieses Blogs, ansonsten vorhanden, aber wie immer bei Sprösslingen in meinen Kreisen sterbenslangweilig. Noch einen Tee?

donna laura

02. März 2010, 11:49

lieber, werter gastgeber, gegenstand meines kommentars war nicht ihr hochwohlgeborener unterleib (sondern eher die - zurückhaltend formuliert -  diskussionsbedürftig klingenden bemerkungen einer kommentatorin sowie die kombination zweier worte ohne subjet).

merci - einen tee nehme ich sehr gerne!

Rosinante

02. März 2010, 11:59

donna laura 11:30/ 11:49, chapeau Madame!

elbsegler

02. März 2010, 12:10

@D.A.

Werter Don, selbstverständlich gibt es Schleswig-Holstein. Sie verwechseln dieses schöne Land wohl mit Bielefeld. Bielefeld gibt es nicht. Es war ein Schleswig-Holsteiner, der die Bielefeld-Verschwörung aufgedeckt hat: fsinfo.noone.org/.../bielefeld.html

Don Alphonso

02. März 2010, 12:19

donna laura, ich weiss, aber in diesem Kontext wollte ich generell auf Umstände ohne grosse Umstände hinweisen.

.

elbsegler, mir ist das neumodische Zeig da oben alles ohnehin nicht ganz geheuer. Traue nichts unter 200 Meter über dem Meer!

Filou

02. März 2010, 12:32

Elbsegler, Bielefeld gibt es wirklich nicht. Ich war dort. Es existiert nicht.

Helene

02. März 2010, 12:37

Donna Laura, Ihre diskurspolizeilichen Sensoren haben zu Recht reagiert, der letzte Satz ist ungeschickt, ich nehme ihn zurück,

Don Alphonso

02. März 2010, 12:40

helene, das kann dennoch diskutiert werden. Ich würde vermuten, dass unter all den Spleen, die jüngere Männer heutzutage so haben - Poker, Männerkosmetik jenseits von Aceton und Stahlwolle, Derivatezockerei - dieser Spleen noch als relativ simpel und akzeptabel gelten darf.

Don Ferrando

02. März 2010, 12:47

"Männerkosmetik"

Herr Alphons, das wäre auch noch ein ganz famoses Thema für einen Blog-Eintrag.

Wo fängt denn bei Ihnen Kosmetik an, bzw endet normale Körperpflege?

elbsegler

02. März 2010, 12:56

Manches von dem neumodischen Zeug ist aber doch schon ziemlich alt. Köln und Trier feierten schon ihr Tausendjähriges als München noch auf keiner Karte zu finden war.

elbsegler

02. März 2010, 12:57

@filou

Es ist also doch wahr!

Don Alphonso

02. März 2010, 13:04

Don Ferrando, wenn es jemanden gibt, der für das Thema ungeeigneter wäre als ich, müsste man ihn lange, lange suchen, da ich Aceton und Stahlwolle präferiere. Alle vier Wochen einmal.

Der Tiger

02. März 2010, 13:05

Don (12:40) Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Ich finde Ihre Speens ausgesprochen charmant und unterhaltsam.

Don Alphonso

02. März 2010, 13:12

Liebe fionn, 15.25 - oh doch, die Sitzmöbel sind, von  den Essstühlen abgesehen, äüsserst bequem. Gerade meine Chippendale-Garnitur mit grünem Streifensamt ist allseits wohl gelitten.

.

colorcraze, es stimmt, es sollte natürlich nicht alles sein. Aber wer dergleichen sammelt, wird es zumindest nicht nach dem Töchterchen werfen. Alles weitere wird sich dann schon einrenken, kann man hoffen. es geht ja nicht um den Traummann, diese Hoffnung kann die Tochter nach 30 so oder so beerdigen, sondern nur um das kleinste Risiko.

Filou

02. März 2010, 13:13

@Elbsegler: So ist es. Ich wollte mit meinem Faltboot "African Queen" auf der Biele paddeln. Nicht, garnichts.

Freier Radikaler

02. März 2010, 13:15

Lieber Don,

.

"und weil die Tochter, siehe oben, offensichtlich zu dumm für eine korrekte Lebenseinschätzung ist, werden die fraglichen Herren untersucht, selbst wenn sie auf dem Papier Nichtraucher, Nichttrinker, Kinderfeinde und seit der Grundschule Konzertvereinsmitglieder sind."

.

warum wünscht man sich im Westviertel jemanden zum Schwiegersohn, der nicht lieb zu (womöglich auch eigenen) Kindern ist?

Rosinante

02. März 2010, 13:17

An alle Bielefeld-Leugner: Sie sind gerade dabei eine deutsche Pudding-Idylle zu zerstören und rauben dem nationalen Backhaushalt die Grundlagen. Sind Sie Mitglieder der Mondamin-Quaida?

Don Alphonso

02. März 2010, 13:22

Freier Radikaler, von wünschen kann in diesem Alter keine Rede mehr sein - man muss nehmen, was die Tochter anschleppt und das Schlimmste verhindern.

Filou

02. März 2010, 13:22

Und noch eine Beweis, Elbsegler: Ein Bekannter lud zur Trauung mit einer Bielefelderin. An besagtem Tag stand er allein vor dem Standesbeamten. Der Hochzeiter sagte trotzdem "Ja"-und es wurde eine sehr sehr glueckliche Ehe.

elbsegler

02. März 2010, 13:23

@filou

Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr solche Scheinorte. Bielefeld ist nur die Spitze des Eisbergs. Und wenn man dann noch die traditionell hohe Dunkelziffer bedenkt! Ist der Don auch einer von DENEN? Gibt es die dumme kleine Stadt an der Donau und diesen Tegernsee überhaupt?

sterne

02. März 2010, 13:26

Liebe Freunde der Verschwörung: Bielefeld gibt es sehr wohl. Wer das Gegenteil lanciert, will nur vom Factum ablenken, dass der alte Weißhaupt, Hokuspokus, Ingolstadt hatte verschwinden lassen. Es ist seither nie wieder aufgetaucht, und wegen der Bielefeldwitzelei hat es kaum wer bemerkt. Weißhaupt übrigens wanderte später aus und wurde amerikanischer Präsident. Kenner beteuern, er habe Ingolstadt damals im Handgepäck mitgenommen und in Milwaukee hinterlegt.

Filou

02. März 2010, 13:26

Don, ist es auch schon vorgekommen, dass der Herr sich die ganze Familie ansah, und dann seiner Liebsten sagte: "Mit dir koennte es mir recht gefallen, aber wenn ich deine Mischpoche sehe, wird mir schlecht. Koennen wir das nicht irgendwie anders regeln...?"

Filou

02. März 2010, 13:31

Na das ist doch bekannt, Elbsegler, der Tegernsee ist eine gigantische mundgemalte Postkarte. Nachts wird sie zusammengefaltet und Oesterreich mit seinem ganzen Charme und Geist kommt wieder zur Geltung.

Don Alphonso

02. März 2010, 13:33

Filou, wenn es wahre Liebe ist, brennt man eben von der Familie durch, oder lässt sich nach Somalia versetzen.

Filou

02. März 2010, 13:41

Oder, Don, man geht nach Koeln in den Underground und macht zusammen mit dem Kardinal eine Schwimmschule auf.

Don Au

02. März 2010, 13:44

sterne, wenn Sie Ingolstadt bei google-maps eingeben, werden Sie zu einem Werkstattparkplatz in einem nicht schönen Vorort von Los Angeles geführt. Er hat etwa die Größe Ingolstadts (anno 1777) und gehört zu einem lokalen Audihändler. Ingolstadt also hat es immerhin einmal gegeben, wenn es auch heute planiert ist.

Don Alphonso

02. März 2010, 13:46

ich dachte eher an dysfunktionale Entwicklungsländer, wo sich der Aufbau noch lohnt. Österreich, Berlin und Köln sind zwar auch verkommen, aber das ist nicht zu ändern.

Filou

02. März 2010, 13:53

Es gibt auch wohltuende Zerstoerungswerke. In Koeln hat es bereits begonnen:

www.titanic-magazin.de/index.php

elbsegler

02. März 2010, 13:56

@Filou + Sterne

Das es weder Bielefeld noch Ingolstadt gibt, ist schon dadurch bewiesen, dass es in den USA keine Städte mit diesen Namen gibt. Jede echte Stadt hat dort einen Namensvetter.

@D.A.

Somalia? Reicht der lange Arm bairischer Clanchefs noch nicht einmal bis dort?

elbsegler

02. März 2010, 14:00

@D.A.

Köln und Somalia miteinander vergleichen zu wollen geht nun doch entschieden zu weit. In Somalia gibt es keine Schlamperei beim U-Bahnbau. Da würde der Polier das Baumaterial komplett verhökern.

Freier Radikaler

02. März 2010, 14:10

Don,

.

"Freier Radikaler, von wünschen kann in diesem Alter keine Rede mehr sein - man muss nehmen, was die Tochter anschleppt und das Schlimmste verhindern."

.

es hat sich eben nur so angehört, da das Wort "Kinderfeinde" in einer Reihe mit anderen Eigenschaften auftauchte, die - so unterstelle ich mal - im Wunschkatalog einer werdenden Schwiegermutter aus dem Westviertel nicht an letzter Stelle stehen.

.

Was das Alter anbelangt, so sind doch heutzutage ziemlich viele in ihrem vierten Lebensjahrzehnt noch nicht verheiratet. Oder ist das im Westviertel anders?

Helene

02. März 2010, 14:17

Lieber Don,

ich schätze Ihren Spleen.

muscat

02. März 2010, 15:14

@alle: Papperlapapp. Was wirklich zählt, auch für Westviertel-Schwiegermuttis, ist das Sternzeichen!

sterne

02. März 2010, 15:18

elbsegler, das beweist nichts. Denken Sie etwa an Detmold/Missouri. Oder an Munich/North Dakota.

Rosinante

02. März 2010, 15:34

Werter Don, was sagt eigentlich Ihre Frau Mutter dazu, dass Sie sich hier im Internet mit Menschen austauschen, die sehr fragwürdige Ansichten in geographischer, faltboottechnischer ("African Queen" war immerhin der erste Flugzeugträger Namibias) oder audi-spiritueller Hinsicht (Milwaukee!) haben?

minna

02. März 2010, 15:44

muscat, ich glaube Ihnen aufs Wort; alles andere wäre dekadent.

elbsegler

02. März 2010, 16:18

@sterne

Das beweist alles. München und Detmold gibt es wirklich. Ehrlich!

@rosinante

Die Frau Mutter ahnt noch nicht einmal mit welch fragwürdigen Gestalten ihr Sohn hier so "blogt". Sie will es auch gar nicht wissen, denn ändern kann sie es nicht.

Filou

02. März 2010, 16:25

Ha, jetzt weiss ich's. Unser Gastgeber IST verheiratet. Man merkt es nur nicht. Es ist eine Bielefelderin!

.

Con mirti et flori

volati amori...

Nerciat

02. März 2010, 16:40

Schön, wie hier immer unter dem Vorwand irgendeines Themas der eigene Lebensstil samt Inventar präsentiert wird.

sterne

02. März 2010, 17:45

elbsegler, bezüglich Detmold widerspreche ich Ihnen nicht.

Rosinante

02. März 2010, 18:11

muscat, ich schliesse mich minna an, Ihr Verweis auf das Sternzeichen ist wegweisend. Auch Frau Diener tendiert in Ihre Richtung. Sie behandelt im anderen Blog gerade die Vorbildhaftigkeit des Horoskops.

Don Au

02. März 2010, 18:57

elbsegler, was spricht gegen fragwürdige Gestalten? Einige meiner besten Freunde sind fragwürdige Gestalten.

fridericus

02. März 2010, 20:17

Zugegeben, es mag interessierten Kreisen gelungen sein, Bielefeld und Detmold ins Nirvana verschwinden zu lassen. Aber bei der Bundeshauptstadt wird ihnen das nicht gelingen, nie und nimmer ...

.

Hallo Berlin, sind noch alle da?

.

Hallo?

ineffable

02. März 2010, 21:49

Echte Liebe.., durchbrennen..., wer kennt sich darin schon aus (oder welcher Mann weiss schon über seine Gefühle bescheid). Ich bin dreissig und muss immer noch aus Woody Allen's Filmen lernen.

Schluchten-Ossi

02. März 2010, 22:28

Werter Don Alphonso,

Affinität von Silber zu Liechtenstein ist fein im ersten Bild. Außerdem rennen Sie offensichtlich nicht nur in Tirol - oder rodeln Sie dort auf der Olympiabahn? - sondern auch im Alsergrund zu den schönen Dingen.

Cetereum censeo: Notarzt und S-Benz gibt es auch nicht - oder doch, so wie die

U3 in Mogadischu?

muscat

02. März 2010, 23:15

minna / Rosinante, Westviertel-Schwiegermuttis verlassen sich nun mal gern auf  Gunter Sachs (weil er immerhin in der Gala steht) und das Statistische Bundesamt (weil sie skeptische Empirikerinnen sind):

de.wikipedia.org/.../Gunter_Sachs

.

Alt, aber nach wie vor unterhaltsam.

minna

03. März 2010, 00:40

fridericus, nur noch Notdienst über die bekannte Nr. Sind alle mit der Bagdad-Bahn nach Kabul unterwegs. Wie das so mit Nichtregierungsorganisationen eben  ist.

minna

03. März 2010, 00:57

muscat toll! D-a-n-k-e  für den link.

Don Alphonso

03. März 2010, 01:01

Schluchten-Ossi, man muss es halt notfalls auch in Österreich holen, wenn es bayern nicht hergibt - Supersportrodel sind so eine Sache. Die S-Klasse gibt es genau so in genau meiner Strasse.

.

ineffable, heute brennt man nicht mehr durch, man stellt sich in der Firma neuen Aufgaben an internationalen Standorten.

Don Alphonso

03. März 2010, 01:06

fridericus, dafür ist das hier das falsche Blog - versuchen Sie es lieber bei irgendeinem 2zweinulligen Faseldingens, da finden Sie Ihre Berliner. (Aber dann bitte nicht hier abliefern, ich will sowas hier nicht haben)

.

Nerciat, andere sind einfach asozial und klauen dafür Bilder aus der Wikipedia ohne Quellenangabe, aber mit Hotlink, oder sind einfach zu faul für Bildmaterial. So gesehen kann man mir wenigstens nachsagen, dass ich mir Mühe gebe.

Don Alphonso

03. März 2010, 01:07

Rosinante. meine Mutter hat kein Internet und was sie davon so hört, ist ziemlich verfälscht, also interessiert es sie auch nicht.

.

Helene, es freut mich, das zu hören.

Don Alphonso

03. März 2010, 01:10

Freier Radikaler, natürlich wird auch noch geheiratet, wenn die biologische Uhr schon einen Riss in der Feder hat. Aber mit dem Kinderkriegen sollte man sich vor 40 ranhalten, sonst wird der Abstand etwas üppig. So zumindest die übliche Meinung, die ich so höre, wenn jemand mit mir über dieses Thema spricht.

.

elbsegler, jeder Krisenherd ist auf seine Art einzigartig.

muscat

03. März 2010, 08:40

minna, aber gern. Kost ja nix.

unellen

03. März 2010, 09:21

Ich kann zwar aufgrund meines Hintergrunds nicht viel konstruktives zum Thema beitragen (außer eine Tasse frisch gebrühten Earl Grey vielleicht, wenn auch aus der Glas- und nicht aus der Silberkanne) , möchte mich aber bei Autor und allen Kommentatoren für die überaus schlagfertigen und witzigen Beiträge bedanken - der Somalia/Köln-Vergleich war hier bei uns im Büro der Lacher des gestrigen Tages :-)

fridericus

03. März 2010, 10:08

minna, unter der bekannten Nr. ist nur ein Anrufbeantworter zu erreichen ("... wir rufen Sie nach unserer Rückkehr an").

.

Sind wir jahrelang einer Täuschung aufgesessen und erleben jetzt Bielefeld II? Nichts als märkischer Sand zwischen Beelitz und Frankfurt/O.?

elbsegler

03. März 2010, 10:28

@fridericus

Nein, Berlin muss es tatsächlich geben. Unser Gastgeber hat dort nach eigenen Angaben gelebt und gelitten.

@Don Au

Ich habe nichts gegen fragwürdige gestalten. Da ich hier mitmache, muss ich mich wohl auch zu ihnen rechnen.

@alle

Schwiegermütter haben vor allem vor einem Angst - dem Erbschleicher. Der die Prinzessin nur deshalb nimmt, um an ihr Geld zu kommen. Horoskope, Sternzeichen, Porzellansammlungen sind nur bewährte Indizien den Erbschleicher rechtzeitig zu erkennen. Es ist natürlich zusätzlich beruhigend, zu wissen, dass der Kandidat bzw. seine Familie auch "jet an die Föss hätt", wie man im Rheinland sagt.

minna

03. März 2010, 10:51

fridericus, das sollten sie lieber nicht tun; der Widerstand aus Baiern wird heftig.

fridericus

03. März 2010, 11:03

Filou, was spricht gegen Ehefrauen aus Bielefeld?

.

Ich erinnere mich gut an meine telefonische Ferntrauung, deren technische Durchführung seinerzeit dem Hauptpostamt Bielefeld-West oblag. Ihr Ja-Wort war etwas verrauscht, nach meinem Eindruck aber eindeutig.

.

Seitdem führen wir eine glückliche Ehe; 35 Jahre sind ja nun kein Pappenstiel. Und in der ganzen Zeit kein einziges böses Wort (nun ja, der Wahrheit die Ehre: Es gab nie ein Wort ...).

.

Erkundigungen über das Familienporzellan konnte ich vorab aus naheliegenden Gründen nicht einholen; damit zurück zum Thema.

fridericus

03. März 2010, 11:08

elbsegler, in diesem Fall wären das dann wohl Phantomschmerzen.

Filou

03. März 2010, 11:21

fredericus, da es Bielefeld nicht gibt, spricht alles fuer bielefeldinische Ehefrauen:

ruhige, dauerhafte und glueckliche Ehen.

Don Alphonso

03. März 2010, 11:23

Die Frage, ob Berlin existiert, darf als geklärt angesehen werden. Die wichtige Frage lautet: Wie ändert man das?

minna

03. März 2010, 11:39

" Wie ändert man das?" Ich bitte Sie! Das Hauptpostamt Bielefeld-West hat

 doch bereits den Betrieb aufgenommen.

fridericus

03. März 2010, 11:49

@ DA: Indem man versucht, den status quo ante herzustellen (ante 1806)?

.

HansMeier555, bitte legen Sie für ein paar Minuten die Lustigen Taschenbücher beiseite und unterstützen Sie uns.

.

Schluss mit der albernen Plauderei, die Frühlingssonne ruft. Versprochen.

Filou

03. März 2010, 11:50

Die Koenigsberg-Loesung. Wir geben Berlin den Russen zurueck. Sie hatten es sich 1945 redlich erworben. Berlin wird russische Exklave.

muscat

03. März 2010, 11:56

Ich war gestern in einer Aufführung passend zum Thema. Natürlich nicht in Berlin, da zeigt man keinen Oscar Wilde:

"Oh, I love London Society! I think it has immensely improved. It is entirely composed now of beautiful idiots and brilliant lunatics. Just what Society should be."

.

Don, nicht mehr dort hinfahren, nicht mehr kommentieren.

fridericus

03. März 2010, 12:01

Nach dem Oblast Kaliningrad jetzt Oblast Berlin?

.

Hört sich gut an, dann könnte man auch gleich Scheußlichkeiten wie Klein-Machnow loswerden ...

Der Tiger

03. März 2010, 12:03

Don, die Frage, wie man Berlin abschafft, ist leicht geklärt. Man ignoriert es, bis es der Stadt peinlich wird (wie mit meinem Bruder, siehe 1.März 10:05, 12:07, 17:52)

BGKS

03. März 2010, 18:55

Kurz: Bei Al Bundys "echter Ferguson" handelt es sich um eine erbärmliche Nachlässigkeit der ansonsten ambitionierten Übersetzung, wie jeder nicht unbedingt vornehme Pinkel leicht bemerken können würde ...

Just am Ersten übergab ich meiner Mutter eine beim Mülltrennen entdeckte,  Rarität aus dem Hause Rosenthal zur Verwahrung in der von ihr gehüteten passenden Vitrine: Bestes Porzellan deutscher Manufaktur, ohne profanen Goldrand, sondern mit Konstantan umwickelt, nicht in Kitschebunt, sondern in edlem Schwarzweiß gehalten. Kein Mahnmal der Ungeschicktheit bei der Wahl der Küchenhilfe (Porzellan wird übrigens nicht geklebt, sondern gekittet), sondern ein Mahnmal der Zeit, als man Geld nicht nur fröhlich weiterdruckte bis zum Untergang, sondern noch verdiente.

colorcraze

03. März 2010, 20:08

http://colorcraze

Na, das wird nichts werden mit dem Verschwindenlassenwollen von Berlin - das ist so eckig und ätzend, das durchschlägt alle Wisch-und-weg-Zaubertücher. Wenn mans mit der bloßen Hand anfaßt, beißts, und wenn mans einfangen will, ist es -husch- weg und springt einem mitten auf die Nase.

Etwas extra zu erwähnen, das man ignorieren will, hat allerdings seine eigene Komik.

Und der Oblast Kaliningrad, je, kommt Zeit, kommt Angebot. In 100 Jahren gehörts zu Polen oder Litauen als Bestandteil der EU, seien Sie gewiß. Das läuft irgendwann so ähnlich ab wie mit Island - das wird einfach gekauft. Weils so sackblöd den Weg nach Riga versperrt. (Wers nicht glaubt, den möchte ich darauf verweisen, daß der Jestetter Zipfel, das alte Schmugglerloch, ja schließlich auch in die BRD eingemeindet worden ist.)

Außerdem sind Ingeborg (waschechte Berlinerin), Roza (waschechte Polin) und ich (deutsche Nachkriegsmischung) uns einig, daß das so gehört: dann wirds auch so sein.

Sahira Singh

06. März 2010, 06:59

....Seien Sie gegrüßt, Don! Wenn ich mir überlege, wie ich meine - immerhin - DREI Ehen eingefädelt habe, wie oftmals katengeschmeidig geschickt und teilweise ausschließlich aufgrund der unplanbaren, hilfespendenen Gunst des Microwellenklingelns, ich es schaffte, mich aus der Boa-Umklammerung der abzuarbeitenden Checkliste herauszuwinden....! Ja, doch! Also, die Nummer mit dem Porzellan fehlte mir seinerzeit. Schade eigentlich. Obwohl, good morning @NICO, da kann ich nur zustimmend beipflichten und: Genau! Was ich seinerzeit alles im Gepäck hatte! Gefakte Schreiben von Rechtsanwälten, die mir dieses oder jene vermeintliche Klageansinnen als Erfolg prognostizierten, die mich - ebenfalls alles gefaked - berieten bezüglich der exklusiven Immobilien meines Vaters in Frankfurt am Main und mich zu Beratungsgesprächen einluden. Hat gewirkt. Leider habe ich die dritte plastische OP nicht mehr abstauben können und muss sehen, wie ich DAS noch hinbekomme. Vielleicht greife ich zukünftig mal auf den Porzellan-Trick zurück.

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