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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Stützen der Gesellschaft

Zum Fest drei schäumende Witwen

25. November 2011, 10:45 Uhr

Nach dem Menschenfleisch und der tafel- und höllenfahrtsbegleitenden Musik ploppen nun sanft die perligen Flaschen bei Christoph Raffelt, der sich als Weinkenner mit den Tücken und Freuden der Champagnerproduktion auseinandersetzt.

Wie lieb und luftig perlt die Blase
Der Witwe Klicko in dem Glase!"  
Wilhelm Busch, Die fromme Helene

Spätestens wenn im November im Weinregal der Discounter ein Teil des Angebots zugunsten des Champagners weichen muss, wissen wir, bald ist Weihnacht und Neujahr. Nun gut, die Marzipan- und Printengalore war schon Wochen vorher da und auch sonst können wir uns dem Übermaß an Weihnachtsartikeln kaum entziehen - spätestens am Heiligen Abend dürfte man den Anblick eines Spekulatius als Nötigung werten.

Doch irgendwann an diesen Festtagen, der Braten duftet schon im Ofen, ist die Zeit gekommen, einen guten Tropfen als Aperitif hervorzuzaubern - eben jene Flasche, auf die wir uns schon lange gefreut haben. Wie entsagungsreich war die Zeit vom Kauf des Champagners bis zu seiner Öffnung, eine Zeit, die wir mit günstigem Cava und Prosecco überbrücken mussten, um nun endlich zur feierlichsten Zeit des Jahres eine Veuve Monsigny öffnen zu dürfen. Eine Flasche dieses edelsten aller Getränke - so heißt es in den Marketingabteilungen der Luxusgüterkonzerne - in unseren Händen; am liebsten lassen wir es laut knallen, es gibt ein Aaaah und Oooh und dann schäumt das gezuckerte Ziel unserer Begierde in den Gläsern. Ein Fest ist es dann ganz bestimmt, zumindest für jene, die sich das ganze Schaumweinjahr mit dem oben angesprochenen Prosecco begnügt haben. Und wenn man den Rebensaft die Kehle herunterrinnen lässt, fällt das etwas Zuviel an Süße im Champagner gar nicht mehr auf - im Prosecco hatten wir ja schon reichlich davon.

Nun ist aber so eine Flasche Veuve Monsigny nicht unbedingt jedermanns Sache. Selbst wenn wir uns bezüglich der Qualität in Schweigen hüllen, stammt doch der Wein offensichtlich aus nicht ganz so noblem Hause und ist auch der Preis letztlich ein Problem. Denn eigentlich ist er für einen Champagner zu günstig, und das weiß der Gast, dem ich etwas Besonderes kredenzen möchte. Garnelen kann ich dort gut kaufen, das fällt nicht weiter auf, denn die stelle ich nicht samt Verpackung auf den Tisch. Und wenn ich auch noch die mit dem Biolabel nehme, bin ich zusätzlich auf der nachhaltig sicheren Seite. Natürlich wäre es ebenso möglich - mir selbst ist das einmal passiert -, dass der Gastgeber den Wein blind serviert und betont, es handle sich um Champagner, um dann nachher die Provenienz zu lüften. Das allerdings ist nicht sonderlich fair, da die Gäste natürlich immer die vermeintlich gute Qualität bestätigen werden, wenn wir davon ausgehen, dass sie wissen, wie man sich benimmt - was ich an dieser Stelle schlicht voraussetze.

Warum nicht also gleich zur großen Witwe greifen, zur originalen Veuve Clicquot? Auch wenn es weh tut, denn, oh Gott, der Champagner kostet mehr als das Dreifache der Handelsmarke namens Veuve Monsigny, doch schließlich ist Weihnacht und so oft macht man eine solche Flasche ja nicht auf und dann weiß man wenigstens, was man hat.

Ja, was weiß und was hat man denn dann eigentlich? Man kauft ein Marketingprodukt, eines, das voll aufgeladen ist mit allen Klischees, die die Champagne heutzutage zu bieten hat: Glamour, Eitelkeit und Exklusivität - und das Beeindruckende ist: Es funktioniert! Das hat es schon immer getan! Nur dass es früher - wie selbstverständlich auch die Riesengarnelen - den wirklich Reichen und Mächtigen vorbehalten war, dieses edle Getränk zu verkosten, ja es in Strömen fließen zu lassen. Napoleon war natürlich ein großer Fan. Vor ihm schon der Sonnenkönig. Und die Zaren erst! Die haben sich den Schaumwein, der damals noch so süß war, wie es heute keine Erben-Spätlese mehr schafft, schiffsladungsweise kommen lassen. Im Zweifel ging es an allen Absperrungen und Handelsbarrieren vorbei. Dieser perlende Wein hat immer fasziniert und dank der enorm gestiegenen Kaufkraft kann er heute selbst den Massenmarkt für sich einnehmen. Mit weit über 300 Millionen jährlich verkauften Flaschen kann man schon so manchen Menschen glücklich machen. Oder stolz. Oder doch zumindest kurzeitig befriedigen.

Die markante Flasche der Witwe Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin spielt auf diesem Markt der Eitelkeiten dabei eine der ersten Geigen. Man munkelt, dass der Luxusgüterkonzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH), der von sich selbst behauptet, der luxury world leader of prestigious brands zu sein, kurz der Máximo Lider des massenkompatiblen Luxusgeschmacks, jährlich 15 Millionen der orangefarbenen Flaschen umsetzt. Das fühlt sich so an, als wäre das kurz hinter Coca-Cola, allerdings wohl mit höherer Rendite. Dabei schaffen die Granden des Champagnermarketings es trotzdem, das Produkt weiterhin exklusiv erscheinen zu lassen, was natürlich über den Preis geht. Ginge es nach Qualität, Charakter oder - ich wage es kaum auszusprechen - Individualität, würde ich die Witwe, wie man sie unter Eingeweihten auch gerne nennt, im Preis nur unwesentlich höher ansetzen als das Discountpendant. Doch darauf kommt es ja nicht an, weil es dabei ja nicht um Geld geht. Vielmehr gibt man ein Statement ab. Es ist eine Weltanschauung, die da verkauft wird, sei es beim Erwerb eines solchen Champagners, sei es beim Kauf eines von F.A.Porsche gestylten Ice-Cube oder eines Shopping-Bag, sagt zumindest die Marketingdirektorin des Unternehmens, während ich in der Clicquot-Boutique im Hamburger Alsterhaus teste, wie lange ich diese orangefarbene Lebenseinstellung wohl ertragen kann. Klar wird mir in solchem Ambiente allerdings, dass ein solcher Champagner eigentlich viel besser zu einem Weihnachtsfest passt, bei dem der Event-Caterer den Braten anschneidet.

Wofür also entscheide ich mich, wenn es Champagner sein und er zu dem passen soll, was ich sonst favorisiere? Wenn ich auf dem Markt die guten, frischen Dinge kaufe und mich beim Metzger meines Vertrauens für ein Weihnachts-Roastbeef entscheide, wo das Rind noch vor kurzem auf saftigen Eifeler Wiesen herumgetollt ist, sollte ich dazu nicht auch die passenden Weine servieren? Gibt es beim Schaumwein überhaupt diese Individualität und den entsprechenden Charakter, den ich immer wieder erwähne? Natürlich! Doch man muss ihn suchen. Und es ist ja noch eine der drei schäumenden Witwen übrig, von der ich noch nicht berichtet habe. Die Dritte im Bunde ist also keineswegs die Witwe Bolte, die jetzt ins Schaumweingeschäft eingestiegen wäre, es ist vielmehr die Veuve Fourny, ansässig in Vertus, einem der Hauptorte der Côte des Blancs. Nebenbei gesagt findet sich der Name Vertus auch auf dem Etikett der Veuve Monsigny, aber das verrät nichts über den Inhalt, da die Veuve Monsigny eben nur eine Handelsmarke ist. Entsprechend dürfen dort alle Rebsorten aus allen Teilgebieten der Champagne hineinwandern, solange die grundsätzlichen Qualitätskriterien, die sich die Champagne selbst auferlegt hat, eingehalten werden.

Bei Fourny ist der Sitz des Familienunternehmens dagegen Programm. Die gesamten 40 Parzellen liegen in und um Vertus, einem der Orte, wo die Kreide so dicht an der Oberfläche liegt, dass sie dem Gebiet der Côte des Blancs ihren Namen gegeben hat. Es ist weiß dort und auf dem weißen Untergrund wächst am besten die weiße der drei Hauptrebsorten, der Chardonnay. Seit 1930 füllen die Fournys ihre Weine hier selber ab. Sie gehören mit ihren 8,5 Hektar zu den kleinen Erzeugern - der Charakter ihrer Weine übertrifft den der üblichen Verdächtigen jedoch um Längen. Es sind Schaumweine, die aus Trauben erzeugt werden, deren alte Rebstöcke auf möglichst natürliche Weise gepflegt und gehegt werden. Dort werden die Weine viel eher im Weinberg als im Keller gemacht - was für die Champagne immer noch ungewöhnlich ist. Die Trauben zeigen bei der Ernte schon fast Spätlesecharakter und so bergen sie eine Fülle in sich, die es dem Winzer erlaubt, den Champagner später ohne größere zusätzliche Dosage, also Auffüllen mit Zuckersirup, in den Handel zu bringen. Es sind Weine, die mit wilden Hefen vergoren werden und lange in großen Fudern auf den Hefen reifen. Dies ist eine Form der Herstellung, die ich bei einem nicht schäumenden Wein mehr oder weniger als normal voraussetze, wenn ich ein gutes Produkt erwarte. In der Champagne ist dies jedoch immer noch mehr die Ausnahme als die Regel. Doch wenn ich wegmöchte von den Bildern, die mir vom Marketing in den Kopf gepflanzt wurden, und hin zu denen, die für mich Champagne abbilden, dann bin ich hier genau richtig, an diesem Ort in dieser relativ unspektakulären Landschaft. Dann bin ich wieder bei Menschen angelangt, die Winzer sind, und nicht bei Leuten, die eher den Eindruck von Getränkedesignern machen.

Hier also finde ich das eigentlich Besondere der Champagne und das des jeweiligen Bodens, auf dem die Reben reifen. Hier wird die Kreide präsent und der Charakter der jeweiligen Rebsorte. Hier wird deutlich, wie vorteilhaft die kühle Lage ist, in der die Reben ausreifen können, ohne die so wichtige Säure zu verlieren. Wenn diese Voraussetzungen stimmen, wenn sich neben Hefe und Kreide die Frische mit der Reife verbindet, und auch nur dann, mag auch die Liebste diese Weine trinken, die sonst einen gut gemachten ehrlichen Winzersekt jederzeit vorzieht, und zwar zu Recht! Dass ein solcher Blanc de Blancs dann nur ein wenig mehr als das Doppelte eines Discount-Champagners kostet und nur zwei Drittel der Massenproduktionswitwe, mag nicht das entscheidende Kriterium sein bei diesem mit Emotionen und Bildern aufgeladenen Produkt, es trägt aber dazu bei, dass ich hier nicht nur am meisten Genuss pro Veuve bekomme, sondern auch noch zu einem Preis, den sich so ein Normalverdiener wie ich mal leisten kann, zum Fest oder als Überraschung für den Abend zu zweit. Wenn ich dann solch eine Flasche öffne, strömt endlich wieder das ins Glas, wofür es sich lohnt, Champagne zu bezahlen. So etwas setze ich den Gästen gerne vor, bevor sie sich über meinen Braten hermachen dürfen. Dass ich noch eine zweite Flasche habe, verrate ich nicht, die nehmen wir dann mit, wenn wir uns irgendwann dezent zurückziehen.

Veröffentlicht 25. November 2011, 10:45 von Don Alphonso
Kommentare

Herr Schwarz

25. November 2011, 10:58

http://www.capscovil.com/Kroetenmord.html

Uii und ich hatte schon Angst Sie verlieren an Geschmack und Stil werter Don! Die Veuve Clicqout ist okay, besonders als rose, aber ein wirklich feiner und stilvoller Champagner ist doch eben anders!

Aber zu meiner Beruhigung haben Sie ja doch noch die Kurve bekommen. Chapeau Monsieur chapeau

Herr Schwarz

25. November 2011, 11:03

http://www.capscovil.com/Kroetenmord.html

PS: Habe sofort gegooglet, sieht in der Tat sehr gut aus. Woher beziehen Sie Ihre Flaschen? Direkt beim Hersteller oder gibt es in der dummen Stadt einen Weinhändler, der diese Marke führt?

muscat

25. November 2011, 11:41

Allein schon die Farbe des Etiketts bei Fourny...so viel gediegener als das schreiende Orange der anderen Witwe. Ich sollte auf jeden Fall vor Weihnachten noch eine Bestellung aufgeben. Bei uns gibts nämlich zum Fest ebenfalls - in alter Tradition - Roastbeef.

Don Ferrando

25. November 2011, 12:41

Lieber Herr Raffelt,

besten Dank für diesen herrlichen Beitrag.

Besonders gefällt mir folgender Satz:

"gut gemachten ehrlichen Winzersekt jederzeit vorzieht, und zwar zu Recht! "

Ich hoffe, Ihre Gastbeiträge werden fester Bestandteil des Blogs!

Foersterliesel

25. November 2011, 13:16

Winzersekt, jajaja!

Die orangenfarbene Witwe gehört in die Ecke vom sac a champagne (das war in den sixties noch eine praktische, robuste Tasche)

Und statt Konzernbrause zu trinken, könnte man vom Restgeld ja weihnachtlich Gutes tun.

Christoph Raffelt

25. November 2011, 13:17

http://www.originalverkorkt.de

@Herr Schwarz, Es gibt viele schlechtere Champagner als die Veuve, absolut, nur der Preis ist halt enorm hoch für die Qualität. Der Rosé ist schön und besonders auch der Demi-Sec. Veuve Fourny gibt es bei Kössler & Ulbricht, www.weinhalle.de

@muscat, Ich würde ja selbst zum Roastbeef einen Champagner trinken. Dann müsste er aber mehr Pinot Noir enthalten und ein wenig Dosage haben. Bei Fourny wäre das der »R«, aber da gibt es natürlich viele schöne Sachen.

@Don Ferrando, Ja, das wäre eine schöne Sache!

besserwisser

25. November 2011, 13:18

Herr Schwarz reading comprehension...

Der Tiger

25. November 2011, 13:25

Vielen Dank für diesen Artikel. Ich verstehe von Champagner noch weniger als von Wein. Aber am Heiligen Abend gibt es bei uns immer Champagner. Dieses Jahr werde ich diesen Blog ausdrucken und auswendig lernen. Dann werde ich mich aufpoppen, zum Weinhändler gehen und hochnäsig sagen: diesen und diesen und diesen Champagner möchte ich nicht, aus diesem und diesem und jenem Grund. Haben sie nicht etwas besseres, vor allem etwas mit besserem price/performance ratio?

.

…. Der Weinhändler kennt mich. Ich bin sicher, er wird begeistert mitspielen. Passendes Publikum werden wir sicher auch haben.

Baccantus

25. November 2011, 13:30

http://www.baccantus.de

Feiner Artikel, Herr Raffelt!

Ich denke auch, wer es nicht auf Markenblubberwasser zu reinen Prestige-Zwecken abgesehen hat, sondern wem es um den wahren Champagnergeschmack geht, der fährt meist mit Winzerchampagnern besser.

Nicht immer, aber doch auch nicht so selten lassen sich bei den kleineren Häusern wirklich bemerkenswerte Schäumer schon zwischen 20-45 EUR finden, die alles aus der 345+X-Klasse von LVHM in den Schatten stellen.

Mehr dazu unter

"Witwen, Schaumschläger und der Dom" auch im Baccantus-Blog unter:

baccantus.de/.../witwen-schaumschlager-und-der-dom

Herr Schwarz

25. November 2011, 13:54

http://www.capscovil.com/Kroetenmord.html

Eine Frage werter Herr Raffelt ( sorry war mir nicht sofort klar, das nicht der Don heute hier geschrieben hat) drängt sich mir noch auf! Welchen Champagner genau servieren Sie da? Auf der Seite des Herstellers erkenne ich bei keiner der Flaschen ein rotes Halsettikett, haben Sie etwa noch eine speziellere Flasche als zum Beispiel den Champagne Cuvée du Clos « Fg Notre Dame »?? Zutrauen würde ich es Ihnen!

In diesem Sinne Salute!  

donna laura

25. November 2011, 13:56

ich finde ruinart ganz furchtbar, einmal ganz abgesehen vom sprechenden namen...

hansgeier333

25. November 2011, 14:03

Sehr subtiles product placement. Das gibt dem Begriff lender of last resort doch gleich eine ganz andere Bedeutung. Prosit!

Christoph Raffelt

25. November 2011, 14:07

http://www.originalverkorkt.de

@Der Tiger, da wäre ich gerne dabei!

@bacchantus, über den Dom Perignon hätte ich auch noch gerne ein paar Zeilen verfasst, allein es fehlte der Platz. Aber dieser Champagner ist ein perfektes Marketingprodukt. Man munkelt, das ca. 2 Mio. Flaschen jährlich in den Handel gehen, bei Preisen über 100,- Im Offenausschank soll man pro Glas 35,- berappen. Und die Qualität des Weines ist von Charge zu Charge sehr unterschiedlich.  

Neben den den Winzern gibt es sehr feine Champagner aus kleinen Häusern, da stimme ich absolut zu. In Ihrem Artikel erwähnen Sie die 733 Cuvée von Jacquesson, den ich auch überragend finde für sein Geld. Den gibt es ja mittlerweile den Foruny und Billecart-Salmon ebenfalls bei Kössler & Ulbricht.

Christoph Raffelt

25. November 2011, 14:53

http://www.originalverkorkt.de

@Herr Schwarz, ja der werte Don ist ja abstinent, was Alkoholica angeht.

Es handelt sich bei diesem Wein um den Fourny Blanc des Blancs Premier Cru. Ganz normale Ausgabe. Blanc de Blancs, Rosé und Cuvée »R« haben kein Halsetikett. Das hier abgebildete Etikett ist violett, das kann je nach Bildschirm unterschiedlich aussehen.

@donna laura, Ruinart hat mir bisher auch nicht gefallen, bis auf diesen hier: www.originalverkorkt.de/.../ruinart-dom-ruinart-1996-champagne

@hansgeier333, Prosit!

Grand Guignol

25. November 2011, 14:56

Wer Sorgen hat, hat auch Likör (wahlweise Schampus, echt nur mit dem €uro-Bonds-Etikett direkt aus der Champangne).

www.faz.net/.../haushalt-2012-26-milliarden-euro-neue-schulden-11540827.html..

..

Von den Deutschen lieben 28,5 % den extrafeinen Glamour, serviert vom Selbst-Compilateur. Wunderbar die prickelnden, perlenden Bläs´chen, die auch noch von einem ZEIT-Helferlein die höheren Weihen erhalten. Zum Wohl.

Christoph Raffelt

25. November 2011, 15:26

http://www.originalverkorkt.de

@Grand Guignol, so manchen Kommentar versteh ich nicht recht, was meinen Sie mit ZEIT-Helferlein?

Booooster

25. November 2011, 15:41

Lieber Herr Raffelt,

herzlichen Dank für diesen schönen Beitrag. Er macht richtig Lust darauf, dieser Witwe einmal näher zu kommen.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach gehören übrigens die mit wenig Dosage versetzte spanische Witwe aus dem Hause Cordoniu zu meinen Favoriten. Je nach Bezugsquelle erhält man eine "Anna de Cordoniu" für weniger als den Discount-Schampus. Und köstlich ist sie dennoch. (Allerdings vermag ich über Ausbau und Lage nicht viel beizutragen… das ist vermutlich durchindustrialisiert wie vieles im Penedes…)

Herzlichst grüßt

Ihr

Booooster

Filou

25. November 2011, 15:41

Auf dem Kuehlschrank (ja 'auf', nicht drin) steht ein "Taittinger Prelude Grand Cru", ein Geschenk.

Von Champagner weiss ich nur, dass ich am 31.12. 2010 eine Flasche oeffnete und vermutlich am 31.12. 2011 dasselbe noch einmal tun werde. Das ist bedauerlich, aber die Zeiten sind nicht nach Champagner, es sieht mehr nach Essig aus. Wenn mir aber morgen nach dem Aufwachen die Botschaft kund wuerde, es waere alles nur getraeumt, fuellte ich die Wanne mit Crement d'Alsace, zwaenge mich in einen Neoprenanzug und spielte Robbenartig im prickelnden Nass.

.

(Um anzuegliche Bemerkung abzuwehren: Nix Fetischist, Neopren ist wegen der Kaelte. Wer badet schon in warmem Sekt? Das waere doch stillos.)

.

Welches High-End-Getraenk nimmt man eigentlich zu Erbsensuppe (Weihnachten)?

E.R.Langen

25. November 2011, 15:44

Seit ältesten Tagen, mindestens aber seit den Erbfolgekriegen, bestätigen die Fachleute, dass noch der beste Schaumwein so gut ist wie allenfalls ein mäßiger Wein. Warum also man überhaupt Champagner trinkt, ist Kennern ein Rätsel. Vielleicht der Abwechslung wegen? Aus Angeberei? Zum Scherz? Aber das wäre ein böser Scherz, aus einem guten Riesling Schau(m)brause zu machen.

E.R.Langen

25. November 2011, 15:53

war mir nicht sofort klar, das nicht der Don heute hier geschrieben hat

.

Nicht? Dann lesen Sie nochmal: irgendwo eine Beleidigung gelesen oder einen Missgriff im Ton? Also bitte, wie kann es vom Don sein? Der Don hätte die Wöf Klicko mindestens als Prickelferengi, böse Hexe, blade Blunzn, Funzn damische u.v.a. betitelt.  

Grand Guignol

25. November 2011, 16:19

Christoph Raffelt@: Soweit ich das nicht mißverstanden haben sollte, wird von Herrn Th. zu Guttenberg ein Buch in den nächsten Tagen erscheinen, welches zum grösseren Teil wohl aus älteren Interviews bestehen soll. Dabei erfuhr er halt Hilfe.

..

Was halten Sie übrigens von Asti Spumante, zu süß? Wir Alle wiegen uns dagegen in der süßen Hoffnung, dass bella Italia durchkommen wird.

Mo

25. November 2011, 16:51

Vom Hörensagen ist mir bekannt, dass es ein Zuviel an Süße, in einem Champagner, überhaupt nicht gibt.

colorcraze

25. November 2011, 17:00

@Herr Raffelt: danke für die Vorstellung der Drittwitwe (ist das denn ein reines Witwengeschäft, oder was?), die Herstellung kommt dem, was man gerne bezahlt, doch schon deutlich näher als die Industriebrause. Aber, alas, es geht mir wie E.R. Langen, eigentlich mag ich Brausewein nicht so recht. Im Sommer mal ein Spritz, ja, aber zu Silvester bekomme ich das ausschließlich aus Höflichkeit hinunter... Warum kann man nicht Portwein oder Sherry oder sowas in der Art zu Silvester trinken?

fionn

25. November 2011, 17:02

Noch eine Witwe:

Veuve Devaux

Empfehlung von "Série Limitée", Magazin of "Les Echos".

Les Echos ist das führende Finanzblatt Frankreichs.

JR42

25. November 2011, 17:14

@E.R.Langen 14:53: HiHi.

.

Lieber Herr Raffelt, gut geschrieben! Die Schlagwort-Klassifizierung "Klassenkampf von oben", "Neureiche"," Zumutungen der Moderne" haben Sie wirklich nicht verdient. Mir ist die VC aus Kindertagen von Wilhelm Busch (Fromme Helene) bekannt, ohne dass ich damals eine blassen Schimmer hatte, worum es überhaupt ging:

"Wie lieb und luftig perlt die Blase

Der Witwe Klicko in dem Glase. "

Im Familienkreise - früher die Volljährigkeit der Kinder, heute nur noch der Altjahrsabend, halte ich es mit Krimsekt (auch vom Discounter). Während ich die weiße Variante - Brut - vorziehe, dringt die Familie auf den zuckersüßen Roten. Erinnert mich an die Testdrinks bei der Diabetes-II-Diagnose.

donna laura

25. November 2011, 17:21

cher Filou, vermutlich trinkt man dazu ein dab diätpils.

.

in anbetracht ihres *hüstel* neoprenanzuges würde ich ihnen für angenehme festivitäten doch eher folgende flüssigkeit empfehlen wollen: www.champagne-marquis-de-sade.com/.../champagne-sade-brut-rose-3.php.

Christoph Raffelt

25. November 2011, 17:32

http://www.originalverkorkt.de

@Booster, Gern geschehen! Zur Anna de Cordoniu: Cordoniu ist wie andere große Schaumweinhersteller ein Unternehmen, welches Millionen Flaschen abfüllt. Deshalb ist das ja nicht per se schlecht, ich finde, die machen ganze schöne Sachen.

@Filou, Mir geht es auch so. Darüber schreiben und probieren ist die eine Sache, die wirtschaftliche Gesamtlage eine ganz andere. Zur Erbsensuppe würde ich ein Bier trinken.

@E.R.Langen, Dass interessiert mich aber jetzt. Welche Fachleute und Kenner meinen Sie? ich kenne da eigentlich nur andere Meinungen. Klar, das ist immer teuer und das Preis-Leistungsverhältnis mag schwierig sein und manchmal wird aus dem schlechten Material eher der Schaumwein gemacht aber der schmeckt dann auch entsprechend. Wenn man den Grundwein als Stillwein behalten würde, würde daraus kaum ein guter Wein entstehen da der Wein immer zu viel Säure hätte - den er für die Schaumweinproduktion jedoch zwingend braucht. Doch wenn der Winzer alles richtig macht, können das ganz aussergewöhnlich schöne und komplexe Weine werden.

@Grand Guignol, jetzt verstehe ich es, Danke. Asti Spumante? Wäre mir zu süß ja. Obwohl süß auch nicht schlecht sein muss. Ich werde einen heutigen Weinabend mit einem süßen Schaumwein eröffnen.

@Mo, daher würde ich das auch sagen: Champagner kann kaum zu süß sein. Ich habe letztens mal einen mit 120 Gramm Restzucker aufgemacht, einen Champagne Doux und die Runde, die ihn verkostet hat, war sehr angetan. Die Frage ist immer, ob die Süße zum Rest passt und nicht pappig süß wirkt. Und beim Veuve Monsigny wirkt die Süße pappig, sobald der Wein einen Ticken zu warm ist.

Christoph Raffelt

25. November 2011, 17:36

http://www.originalverkorkt.de

@colorcraze, Doch man kann, natürlich, aber ich fand das Thema mit den drei so unterschiedlichen Witwen einfach schön. Portwein und gesprittete Weine kommen auch noch dran, wenn man mich lässt.

@fionn, Das stimmt, das wäre auch insofern schön gewesen, weil Veuve Devaux mittlerweile eine Winzergenossenschaft ist, neben der großen Luxuskonzernen, den kleinen Häusern und den Handelsmarken der vierte Zweig unter den Marken.

@JR42, Schauen Sie mal, das Zitat steht oben über dem Text. :)

HansMeier555

25. November 2011, 17:41

http://j.mp/tJx7R8

Ein Reh? Ein Contra! (Heinz Erhard)

donna laura

25. November 2011, 17:42

ein wenig gruseln, anyone? hier, bitteschön:www.businessinsider.com/european-banks-praying-for-solution-euro-crisis-2011-11.

.

danach werden wohl etliche den weinbergen die kreide wegessen. müssen. denn es gibt so viele laternen. ça ira!

fi donc!

Raoul

25. November 2011, 18:05

http://www.goodnewstoday.de

Als Laie auf dem Gebiet des Champagners ist dies ein sehr informativer und unterhaltsamer Artikel. Zu den Feiertagen werde ich ihn wieder lesen und uns eine von denen Flaschen gönnen, die Sie hier erwähnt haben.

Filou

25. November 2011, 18:47

Oh Schreck lass nach. Bezueglich meines Taittinger erkundigte ich mich bei Wikipedia. Sofort habe ich die Pulle vom Kuehlschrank genommen und fuer's Erste auf den Fussboden gestellt. In den naechsten Tagen wird sie peu a peu in kuehlere Gefilde verbracht.

.

Donna Laura, Sie sollten sich was schaemen! Die Wanne heisst familienintern Nuttenteich (im Luftkurort Schlampenbad mit Gleisanschluss nach Eberswalde, Da lassen wir die Sau raus. Fuer Tuntenhausen kriegte ich damals keine Zuzugsgenehmigung).

.

Genug gescherzt. Wenn das so weitergeht werde ich noch fromm.

Grimaldeli

25. November 2011, 18:56

@Filou/25. November 2011, 15:41

Bitte nichts gegen einen guten Crémant d'Alsace, z.B. einen "Wolfberger Brut".

Der geht vom Geschmack schon fast als Champagner durch und man kann ihn nicht nur gut trinken, sondern auch ohne rot zu werden fuer ein koestliches Choucroute garnie verwenden. Zum Baden wuerde ich eher "Moet Chandon" vorziehen, wobei, bei dem schalen Geschmaeckle nach Mottenpulver...

Als Champagner ziehe ich persoenlich einen "Mumm Cordon Rouge" vor aber nicht nur zur Jahrewende.

Gux

25. November 2011, 19:00

Ein interessanter Artikel - vielen Dank dafür. Allerdings bleibt mir beim Lesen eine Frage: was ist der Vorteil von wilden Hefen? Abgesehen davon, dass dies bei vielen Winzern nur schwer möglich ist (da der Keller bereits mit Zuchthefen 'kontaminiert' ist), führen wilde Hefen zu einem deutlich schwerer vorhersehbaren Ergebnis, und die Gefahr von deutlich geringerer Qualität des Endprodukts ist erheblich höher.

fionn

25. November 2011, 19:03

Es wird "trockenen Schaumwein" in der Schweiz hergestellt - zu erwähnen sind

1. der Schaumwein Henri Cruchon Brut, ein Blanc de Blancs, der getreu der traditionellen Méthode Chanpenoise gekeltert wird.

Henri Cruchon, CH-1112 Echichons

2.  Cesare Valsangiacomo

Auch er kreiert einen Schaumwein

Spumante Extra Brut Ronco Grande

nach der typischen Vinifikation aus der Champagne

Fratelli Valsangiacomo

Corso San Gottardo

CH-6830 Chiasso

Quelle:  Schweizer Weinführer - Die besten

Winzer und ihre Weine  ISBN 3-85502-437-5

AT Verlag  CH-Aarau

"Champagne" ist marca depositata (?) - a protected name.  There's a village

named Champagne in the Swiss Canton  Vaud (Waadt) where wine is produced but some years ago the French took legal action and stopped (as far as I know) the Swiss villagers from putting the word "Champagne" on their bottles of wine.

HansMeier555

25. November 2011, 19:05

http://j.mp/tJx7R8

Haha! Die Bürgen sind lustig.

.

www.spiegel.de/.../0,1518,799891,00.html

.

Es ist zwar keine Identitätskrise, sondern nur Holtzbrinck.

.

Gleichwohl: So ganz allmählich stellt sich bei mir das Gefühl ein, ich könnte meine Feudalismuspropaganda irgendwann auch einstellen. Weil sie jetzt zum Selbstläufer geworden ist. Die Öffentlichkeit ist infiziert, die Hefe geht auf, jetzt könnte ich wieder verschwinden. Theoretisch (nicht dass er es vorätte).

.

Natürlich haben hier alle alle Allfabeten mitgelesen, von Sloterdijk über Habermas und Diez bis zu Ratzinger und Zizek, und 1000 anderen, die hier nicht genannt werden können, und alle haben ihren Teil gelernt, wobei auch klar ist, dass kaum einer jemals (sie wissen schon: auf der einzigen Seite, die man liest, auf den "Danksagungen auf S.3!) zugeben wird, seine Anregungen von HansMeier555 erhalten zu haben.

HansMeier555

25. November 2011, 19:12

@donna laura

als ich mich zur Nr.13 durchgeklickt hatte, ließ ich den Korken knallen.

HansMeier555

25. November 2011, 19:20

Liebe Donna,

Schon immer wollte ich wissen, was Frauen dabei denken, und bin stets auf eine Mauer des Schweigens gestossen.

Und jetzt Ihre fränkischen Phantasien!

Lockert sich da ein Ziegelstein, kann man ihn aus der Wand lösen?

donna laura

25. November 2011, 19:31

lieber HansMeier555, ach, haben sie damals auch ein wenig reibungswärme verspürt?

HansMeier555

25. November 2011, 19:37

Deutschland -- eine bankfreie Zone?

HansMeier555

25. November 2011, 19:40

@Donna Laura

Die Wärme kam, glaube ich, nur vom Sekt.

HansMeier555

25. November 2011, 19:40

(Der Champagner ist an allem schuld).

.

Ach, warum schuf die Natur...

E.R. Binvonhier

25. November 2011, 19:42

HM555 19:05,

.

AAAAHHH  - OOOOOH -

.

Trommelwirbel !!!!  ÄÄÄÄTSCH - AUA, jetzt ist die Witwe doch glatt zu Boden gegangen.

donna laura

25. November 2011, 20:08

fränkische phantasien? wenn sie schnucki meinen...

.

just another prick in the wall...

donna laura

25. November 2011, 20:11

lieber HansMeier555, nun, die reibungswärme hat etwas mit der geschwindigkeit des zu-dummen-investitionen-überredet-werdens zu tun, wollte man meinen. man landete in der regel als bettvorleger, ohne als tiger gesprungen zu sein (pardon, liebe Der Tiger, sie sind damit nicht gemeint). ein schaf war man wohl vorher schon, umringt, umzingelt von schafen in wolfspelzen.

jean-jacques

25. November 2011, 20:17

Machen wir weiter, wo wir gestern aufgehört haben: Die Champagner-Arie aus Don Giovanni in - was soll's!!! - hals-brecherischem Tempo. Gracie, Donna Laura.

.

Rezitativ und Arie (ab 1.40) mit der von Fr. Fröscher präferierten Besetzung, Rodney Gilfry, in Zürich:

www.youtube.com/watch

HansMeier555

25. November 2011, 20:31

Die Commerzbank werden auch Aktien nicht mehr reich machen.

Der Tiger

25. November 2011, 20:41

@hansMeier – Bezüglich ‘Schon immer wollte ich wissen, was Frauen dabei denken’. wollen Sie damit etwas sagen, ich war nicht klar genug?

HansMeier555

25. November 2011, 20:44

Dann wird die EZB einen Girokontoservice einrichten und das war's.

HansMeier555

25. November 2011, 20:46

EZB-Präsident Helge Schneider hat auch schon eine Idee, wie man Währung und Staatsfinanzen BTMG-konform stabilisieren kann.

Grand Guignol

25. November 2011, 21:30

Aus dem Zusammenhang  eines aktuellen Leserbriefes bei SPON gerissen:

>Wo ist denn jetzt noch der Unterschied zwischen "Bild" und "Zeit"?<

Di Lorenzo, dieser Charmeur, zuviel betörenden Asti Spumanti getrunken?.

..

In ganz anderen Zusammenhängen, in manchen Palästen in Rajasthan kann man die Handabdrücke, sozusagen von letzter Hand, jener Witwen sehen, die ihrem verstorbenen Raja- Göttergatten auf dem Scheiterhaufen "willig" in den Tod folgten.

Der Tiger

25. November 2011, 21:32

@Donna Laura – was Schnucki betrifft, als ich das Video von seinem Auftritt im kanadischen Halifax sah, war mir sofort klar, der kann nur ein Looser werden. Waren Sie mal in Halifax? Ein hübscher, verschlafener Ort. Aber kein Mensch geht dahin, um eine politische Aussage zu machen. Wenn man in Kanada auftritt, dann tut man das in Toronto, Vancouver, oder Montreal ... aber nicht in Halifax. Das ist so als ob Madame im Dirndl zum Bundesverfassungsgericht ginge.

prince Matecki

25. November 2011, 22:10

Zur oben angefragten Erbsensuppe würde ich "Türkenblut" empfehlen, eine zwar nicht p.c. Form eines Mixgetränkes, die in alten Offizierfamilien durchaus üblich und bekannt ist. Man mixt etwa 1/5 Rotwein oder besser Port (darf süß sein) mit Sekt oder Schampus (einfachere Sorte ok, muss trocken sein) und dann voila. Das kann sich geschmcklich neben Mettwurst und erbsensuppe behaupten, sieht schick aus, ist als Konstrukt auch nur eine Abwandlung von Kir Royal wenn man so will und ist auch für die jüngeren Familienangehörigen kompatibel. Wählt man einen etwa höheren Anteil Port ist die Belästigung durch Lärm aufgrund wiederholten Abspielens geschenkter und gewünschter hard rock CDs am Hl Abend relativ zügig beendet.

Keine Haftung bezüglich der Hutgröße am anderen Morgen, abre nun ja....

prince Matecki

25. November 2011, 22:14

Ansonsten bevorzuge ich Winzersekte aus Deutschland, einen 1994er Schwarzhofberger Riesling Brut Goldkapsel Jahrgangssekt ( Bischöfliche Weingüter Trier) (unterm Krummstab ist gut leben) hab ich im Kühlschrank.

Filou

25. November 2011, 22:25

Jaja, GG, die haben seltsame Sitten, die Inder. Ist das noch erlaubt?

Den Schotten hat man das Zwergenwerfen verboten. Das fand ich immer sehr lustig im Sportfernsehen.

prince Matecki

25. November 2011, 22:29

Nähere Inspektion der Kombüse ergab dass sich gegen die vielen Witwen auch noch ein Moutard pere et fils rose brut (methode traditionelle) findet.

Filou

25. November 2011, 22:38

Als politisch korrekter Mitbuerger wage ich den Namen, des von princeMatecki erwaehnten Getraenkes nicht in den Mund zu nehmen, bedanke mich aber fuer den Tip.

Die Erbsensuppe ist leider kein Scherz. Es ist ein Gewohnheit gewordenes Gedenkessen zur Erinnerung an jene frueheren trueben Tage, als gerade zu Weihnachten des Geld weg war und man nicht eingeladen wurde, weil es, man kann es erraten, an passender Kleidung fehlte. Ein roher Mensch machte mir mal die Dicken'sche Weihnachtsgeschichte zum Geschenk. Das fand ich gemein.

jean-jacques

25. November 2011, 22:51

Filou, vous avez sans doute vecu des moments tres dificiles. Je suis content pour vous que maintenant vous etes dans la position d'apprecevoir le cote chaleureux et tendre de la vie.

Hanskarl

25. November 2011, 22:51

Sehr geehrter Herr Raffelt,

Um was geht es? Um IMPONAT und PROFILAT.

IMPONAT ist eine immaterielle Substanz. Der größte Teil des

Welthandelsumsatzes besteht aus IMPONAT.

Zur Erläuterung:

Sie kaufen eine hochqualitative Uhr zum Preis von 2.000,- EU.

Genau zur Mittagszeit lesen Sie die Zeit ab: Ergebnis 12 Uhr.

Eine Uhr des Fabrikates ROLEX mit gleicher Ganggenauigkeit

zum Preis von 20.000,- EU zeigt ebenfalls mittags 12 Uhr.

Sie haben Eu 2.000,- für die genaue Zeitmessung gezahlt.

Was erhielten Sie im Falle des Fabrikates ROLEX für den

Preisanteil von EU 18.000,- ?

Sie haben für EU 18.000,- IMPONAT erworben.

IMPONAT ist eine Substanz des STATUS.

Die Schwestersubstanz PROFILAT ist eine Substanz der

Persönlichkeit

Wenn Status und Persönlichkeit nicht in gewünschtem Maße

vorhanden sind, so sind manche Menschen, versucht das Defizit

aufzufüttern.

Ein Beispiel:

Wartet der Bittsteller vor einer Amtszimmertür und der

Amtsinhaber hinter der Tür, auf den Ablauf der "Wartezeit",

so unterfüttert der Amtsinhaber die Bedeutung seiner Person

mit PROFILAT.

Oder:

"Neulich sagte doch Professor Dr. Dr. Xyzxyz, er ist

Kuratoriumsmitglied von Abcabc und Leiter der Stiftung

Defdef, im vertraulichen Gespräch zu mir, „mein lieber Freund,

ich sage Ihnen, es ist nichts mehr so wie es einmal war'".

Oder:

Nach dem Neujahrsempfang zur Gattin: "Ich konnte dem Herrn

Präsidenten einen wichtigen Gedanken zur Ost-WestSituation

vermitteln".

Gruß Hanskarl

Don Alphonso

25. November 2011, 22:53

Pardon, wegen technischer Unzulänglichkeiten entwickeln sich die FAZ-Blogs zu einem Rennen ins Nichts - der Beitrag wird, wie andere auch, nicht jenseits der FAZ-Community angezeigt. Ich sage jetzt nicht, wie ich das finde.

jean-jacques

25. November 2011, 22:55

Filou: aprecier - c'est ca. Vous allez comprendre.

Filou

25. November 2011, 22:55

...und in der Kaelte meiner armseligen und ungeheizten Studentenbude waeren mir drei schaeumende Witwen sehr willkommen gewesen.

Oh, ich sehe sie vor mir, mit goldgelocktem Haar, hell scheinende Kerzen in der Hand und im Bollerwagen ein Faesschen Bier.

Gerne haette ich ihnen von meiner Suppe abgegeben, leider hatte ich nur einen einzigen Teller. Auch hatte ich nur ein Glas (Thomy-Senf, schon seit Monaten leer), aber das war kein Problem, wir liessen das Glas herumgehen. Ob die Witwen danach um mich herumgingen, weiss ich nicht mehr. Das Faesschen war wohl leer.

Schoener die Glocken nie klangen (6 Stueck). Hat ja sein koennen.

jean-jacques

25. November 2011, 23:00

Werter Don, auf der Hauptseite links unter dem ehrlichen Brüderle.

donna laura

25. November 2011, 23:24

lieber don, dann heisst es wohl eher 'zum fest drei schäumende blogger'...

bettelbaron

25. November 2011, 23:31

Don: Wo werden die Beitrage denn sonst noch so angezeigt?

.

HansMeier: Wir müssen bei geeigneter Gelegenheit ein ernstes Wort zuerst miteinander, dann mit der Welt reden. Vom Adel hat der an der Oberfläche kratzende SPON-Mensch nämlich nicht viel verstanden.

.

Wenn ich es recht erinnere, trank Breschnjew vorzugsweise Roederer Cristal. Diese Sitte muss er von einem Großfürsten überliefert bekommen haben. Wir hatten einmal eine Methusalem, die ich - Kind, das ich war - nicht tragen konnte.

.

Champagner, Winzersekt, alles fein, wenn direkt vom Gut. Da gibt es rechts und vor allem links vom Rhein noch einiges Unentdecktes, das auch unentdeckt bleiben will. Die Häscher von Hawesko etc. lauern aber schon.

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Ja, der Beitrag hat auch mir gut gefallen. Nach zwei Dritteln des Textes bewahrheitete sich wieder einmal die alte Weisheit, dass es mitunter lohnenswert sein kann bis zum Ende zu lesen.

Don Alphonso

25. November 2011, 23:33

Das alles sind eigentlich Banalitäten. Eine Website muss korrekt laufen. Und wenn sie es nicht tut, muss man etwas unternehmen. Also harre ich der Dinge. Letztlich sind es ja nicht meine Page Impressions, die Fans sind so oder so da.

jean-jacques

25. November 2011, 23:43

Also, die Fans posten dann noch mal:

.

Cher Filou, apres tout ce que vous avez vecu dans votre garconiere froide et mal-equipee de filles, pardon veuves, je suis tres content qu'aujourd'hui vous soyez arrive du cote charmant de la vie. A la votre.

E.R.Langen

25. November 2011, 23:49

Solange Sie, lieber matecki, Scharzhofberger nicht richtig schreiben können, sollten Sie ihn im Kühlschrank lassen :-)

donna laura

25. November 2011, 23:51

ihre fans, geschätzter gastgeber, zeichnen sich durch geübtes sitzfleisch aus.

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lieber prince Matecki, mein garde-manger ist mal wieder bis zum rand gefüllt. dummerweise habe ich mich von colorcrazes gestrigem gequengel verleiten lassen, heute einmal so etwas wie mehrere teige anzurühren und die küche erst in ein veritables schlachtfeld und dann, nach der nervenaufreibenden prozedur des letztlich glücklicherweise erfolgreichen versuchs an einem neuen rezept, wieder in den, äh, geleckten zustand zu verwandeln (der boden ist leider wirklich geleckt, denn so schnell wie der flattie die rosinen, das mehl und den puderzucker von den granitfliesen aufleckt, kann man gar nicht reagieren).

und das als vielbeschäftigte dompteuse von elf meist hungrigen und durchweg verfressenen erbinnen und erben. non, ça c'était trop. jetzt bin ich viel zu müde, und einigermassen zu satt.

zum glück hat mir gary einen schönen, starken mai tai angerührt.

.

liebe Der Tiger, zu meinem grossen bedauern schaut schnucki nicht so sehr nach einem verlierer aus, wie man es hoffen könnte.

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lieber HansMeier555, wenn man daran zurückdenkt, dass etliche banken eine zeitlang nicht besonders scharf auf das kleinvieh-, pardon, privatkundengeschäft waren, vermögensberatung ausgenommen selbstverständlichlich, zum ausnehmen des westviertels, so würde eine suprazentralbank nicht komplett sinnlos erscheinen. die frage bleibt, wer dann diese bank gegen die wand, die sie meinen, fahren darf.

staff aureus

25. November 2011, 23:57

Ja, Hr. Raffelt, auch gespritete Wein, higgs! Da kann aus Eberswalde kommentiert werden, zu Piigs. Von einer Pfarrerstochter ist´s nicht zu erwarten, eher befürchte ich die Anordnung puritanischen Verzichts, aber die Hoffnung bleibt: statt Vermögenssteuer und Kurzhaarfrisur kann mit Zwangskonsum und Zwangsurlaub der aufgelaufene Überschuß abgetragen werden. Der Süden hätte soviel zu bieten für staatlich forcierte Konsumlenkung. Da würde ich mich persönlich breit,hicks, bereit erklären, die süße Mavrodaphne zu vernaschen. Nehme auch einige Flaschen auf Vorrat, um Filou´s Essigduft zu übertünchen.

Und zum Blubberwasser: "Die verschiedenen Marken der drei Champagner-Häuser werden heute unter dem Dach von ..... vermarktet, die abgefüllten Cuvées sind jedoch identisch. Die unterschiedlichen Etiketten ermöglichen verschiedene Märkte leichter zu erreichen. Die Gastronomie soll z.B. andere Etiketten haben als der Handel."

War doch zu ahnen. Der Händler der Witwe Monsigny treibt es so, nicht nur beim Waschpulver. Schade nur, daß die Etikettendruckmaschinenhersteller von dieser Mode nicht profitieren können.

staff aureus

25. November 2011, 23:57

Pardon, mir fehlt ein Tee.

staff aureus

26. November 2011, 00:06

Donna Laura, das war aber ein interessanter link. Und zwei klicks weiter das Weingut mit 100-Auto-Garage-und-handgemaltem-Wandschmuck für **REDUZIERT** 15 (Kubikmeter?) Pigsplops. Ein Sonnentraum mit Palmen und eine bessere Alternative zu dem, was wertgleich reihenhausgestaffelt angeboten wird in Obermenzing.

Filou

26. November 2011, 00:08

jean-jacques 23:43, ...auf steinigem Weg zu den Sternen.

staff aureus

26. November 2011, 00:09

Hauptseite!Glaaadbaaach!Postbank! Ähm, ist das nachhaltig, auf Meisterkurs?

E.R.Langen

26. November 2011, 00:12

filou, Sie Armer! Etwas Kuchen?

The Great Artiste

26. November 2011, 00:24

Lang keine Zeit mehr - aber so ist unser Leben: Wirkung zuerst. Veuve Cliquot ist wie ein schwarzer Audi A6: Ich habe es geschafft. Ich bin dynamisch und auf Erfolg programmiert.

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Wer hat schon die Zunge, das eine vom anderen trennen zu können?

Mit Cliquot blamiert man sich nicht. Ein hervorragender Blanc de Blanc sieht trotz allem irgendwie ärmlich aus.

.

So geht es doch überall. Wenn ein relativ popliger Mercedes Oldtimer das vielfache von irgendeiner Rarität für Feinschmecker kostet, dann weil ein SL eben das Rund-um-Sorglos Paket ist.

.

Und dann eben so nette Zipfelspiele, wenn bei VW in Zukunft Porsche nur die zweite Geige hinter Audi spielt. Nicht-Porsche F.Piechs Meisterstück, aus der Spiessermarke Halb-DKW DIE originäre Premiummarke des Konzerns geschmiedet zu haben.

.

Wer weiss schon überhaupt, was für ihn wirklich gut ist?  Manchmal ist es sehr wichtig, bei einem guten Weissbier, Rotwein, Blanc de Blanc, Whisky, Williams, Cognac oder Tee sich hinzusetzen, und zu überlegen, was unsere Euros der letzten Tage wirklich wert ist, um sie dafür auszugeben.

Was brauchen wir wirklich? Was können wir wirklich geniessen? Was kaufen wir nur, weil wir uns eben nicht blamieren möchten?

Filou

26. November 2011, 00:30

E.R. Langen, danke, keinen Kuchen bitte. In diesen miesen Zeiten helfen nur stramme Bekenntnisse:

.

www.youtube.com/watch

donna laura

26. November 2011, 00:36

lieber E.R.Langen, pardon, aber der kuchen ist schon wieder den weg alles irdischen gegangen, nicht ohne entzücken auszulösen.

.

cher Filou, sie trauen sich wohl nicht, in des gastgebers salon von astra zu parlieren, n'est-ce-pas?

.

lieber staff aureus, ja, schön wäre es, wir verfügen leider nur über eine burg, allerdings mit ein wenig bewegungsfreiheit aussenherum, und nein, nicht nur für die indischen lauf- und schwimmenten (und wer möchte jetzt noch nach obermenzing? bei dem 60er jahre-parkett und derselben güteklasse der fenster, den so genannten eingewachsenen gärten, und zugleich den gestiegenen sanierungskosten?).

staff aureus

26. November 2011, 00:37

Filou, darf man erinnern an einen "der wenigen Überlebenden des grausamen Jahres 1925, das in Burgund nur eine kleine Ernte harter, astringierender Weine hervorbrachte", Pierre Feger mit Gevrey Chambertin.

Hoffe, die Verkostung war echt, und nicht sponsored by

www.antike-etiketten-fälschen-für-zahnärzte.ru

staff aureus

26. November 2011, 00:39

The Great Artist, wir kaufen uns einen Verfassungsrichter, und blamieren uns trotzdem.

staff aureus

26. November 2011, 00:46

off topic:

Willkommen dahoam, don, der Herr sei gelobt und sein katholisches Gegenstück zum Champagner, die Ettaler Benediktiner Weisse.

(SKANDAL, NOAH, HE PREFERS A WHITE!!!)

donna laura

26. November 2011, 00:46

lieber The Great Artiste, die zipfelspiele zwischen schnucki und dem wolf (grau, alt und bissig wie stets) dürften ebenso noch einiges an amüsement bereithalten. nur, um vom weltfinanzelend abzulenken, denn das thema ist ja schon fast durch, so leid, wie viele das ewige generve aus den nachrichten sind, wären sie wohl dankbar für diskussionen um das neue styling des götterknaben.

.

noch eine kleine dégustation de williams?

HansMeier555

26. November 2011, 05:51

@Donna Laura

Die Sparkassen. Nur die Sparkassen werden übrigbleiben.

HansMeier555

26. November 2011, 06:34

@Donna Laura

.

Mit einer Geldpresse im Keller kann da nicht so viel schief gehen.

.

Schnucki soll wiederkommen! Mit ihm wird es wenigstens lustig. Soll er bald seine "Bad Party" gründen, vielleicht zusammen mit Sarrazin.

Don Ferrando

26. November 2011, 07:29

"Portwein und gesprittete Weine kommen auch noch dran, wenn man mich lässt."

.

Oh ja, das hoffe ich doch sehr!

prince Matecki

26. November 2011, 08:56

In der Tat, Scharzhofberger. Zu meiner Verteidigung, er liegt ganz unten (da ist es am kältesten) und Korken zu mir, der Name steht schräg in Schreibschrift drauf, also war das Lesen etwas erschwert. Daneben übrigens eine Hausmarke die mein Vater vor etlichen Jahren von einem Gastronom als Geschenk erhielt.

Über das was drin ist hüllt sich das sehr phantasievolle Etikett in Schweigen.

Foersterliesel

26. November 2011, 09:31

off topic, pardon!

.

für Der Tiger und andere Kreisler-Freunde:

oe1.orf.at/.../289309

Der Tiger

26. November 2011, 09:42

Guten Morgen Donna Laura – Vom Aussehen her, stimme ich Ihnen zu. Schnucki sieht nicht wie ein Verlierer aus. Aber mein Eindruck von seinem Beitrag in Halifax war vergleichbar mit dem von Frau Kaesmann über Afghanistan: “Alles ist schlecht mit der deutschen Politik”. Mag man vielleicht denken, aber sie wird von Menschen gemacht, und diese Menschen sollte man nicht grundsätzlich als Versager hinstellen. Ich jedenfalls würde keine Wette auf eine größere politische Karriere von Schnucki abschließen.

E.R. Binvonhier

26. November 2011, 10:38

Werter HansMeier 555,

Endlich, endlich eine innovative Idee. Diesem Blog sei Dank.

.

"Bad Party" - einfach herrlich!

Der Tiger

26. November 2011, 10:40

Guten Morgen Foersterliesel. Vielen Dank für den Hinweis. Leider kann ich in den NL nicht ORF sehen. Stattdessen werde ich heute beim Adventskranz binden die alten Tanten Tango tanzen lassen.

.

Letzte Woche grub ich meine uralte Platte von Degenhardt aus. Mein Mann kam erstaunt heranspaziert und fragte: ‘Schmuddelkinder… was hörst du denn da?’ Als Nordamerikaner kannte er die natürlich nicht.

Christoph Raffelt

26. November 2011, 10:42

http://www.originalverkorkt.de

@bettelbaron, Das hat der Breschnew sich von den Zaren abgeschaut. Der Roederer Cristal ist in dieser Form für den Zarenhof entwickelt worden, inklusive der ungewöhnlichen hellen Flasche.

JR42

26. November 2011, 10:55

@DA - 25. November 2011, 21:53 u. 25. November 2011, 22:33:

Das Blog-Fenster auf Seite 1 ist immer auf den Stand vom 24.11. eingefroren. Wird das etwa händisch gepflegt?

JR42

26. November 2011, 10:59

@HM555 - 25. November 2011, 19:46:

Herbert Knebel lässt Ihnen ausrichten, der Helge war damals schon nicht in der Lage, die Münzen im Straßenmusikantenhut zu zählen und dürfte heute nicht einmal die Spendenliste der Occupy-Leute vor der EZB führen. Er selbst (Herbert) sei immerhin langjähriger Kassenwart der Bochumer Laubenkolonie gewesen, undd seine Guste meint auch, er solle den EZB-Boss machen.

Don Alphonso

26. November 2011, 11:03

JR42, das ist die oben erwähnte technische Unzulänglichkeit. Es gibt Probleme bei der Übernahme der Bloginhalte in das Gesamtsystem. Und mir wurde gesagt, dass sich das auch am Wochenende nicht ändern wird.

Grand Guignol

26. November 2011, 11:14

Maybach umständehalber, incl. drei rassigen Witwen im Fond, zu veräussern. Seriöse Angebote bitte an die Blogleitung.

Grand Guignol

26. November 2011, 11:24

HansMeier555: In Bägiän will man jetzt an das Eingemachte der Bürger, Citoyens aux armes! (In Bälde werden auch bei uns diesbez. Überlegungen angestellt, dann gehts ans Schlachten der Sparschweinchen.) Ob es dann noch für Schampus von den Witwen sel. reichen wird? Kommt eh alles aus einem Tank, aufgehübscht mit Brausepulver, moderne Zeiten eben.

Der Tiger

26. November 2011, 11:59

Sehr verehrter Don! Ich hatte gefürchtet, man hätte Sie an den FAZ Katzentisch verwiesen. Aber wenn es sich nur um ein technisches Blockproblem handelt, ist ja alles nur halb so schlimm. Am technischen Katzentisch lässt sich noch vergnüglicher Champagner trinken als bei den Großen – fand ich jedenfalls als ich noch ein kleiner Tiger war und Champagner Kronthaler Wasser.

Filou

26. November 2011, 11:59

Herr Raffelt, ich habe kurz in Ihrem Blog geschnueffelt. Mir kreist der Hut! Ich haette mich tatsaechlich frueher mit diesem Thema beschaeftigen sollen. Toll! So manche meiner Frankreichreisen haette einen wirklichen Sinn gehabt-und das Geld ein echtes Ziel gefunden (und die Gendamerie ein ewiges Opfer).

.

Allerdings, die Idee kam mir schon mal, wurde jedoch verworfen, weil einige meiner Bekannten den beruflichen Aufstieg mit dem Verlassen des Kleinbuergermilieus verbinden wollten. Mit Literatur und Musik konnten sie nichts anfangen, aber saufen hatten sie gelernt. So glaubten sie mit dem Erhalt der hoeheren Weihen der Oenologie bei den sogenannten Besseren Kreisen (man meinte damit Chefaerzte und Zahnanwaelte) reuessieren zu koennen. Kein modernes Antiquariat (Kaufhof et al) war vor ihnen sicher, keine gesellige Runde, die nicht irgendwann im Dozieren des auswendig Gelernten endete. Sie beherrschten die Kunst, mit Worten den schoensten Wein zu ruinieren.

Notschrei: "Currywurscht Schranke unnen Hansa aus der Dose!"

.

Nochmals: Mir kreist der Hut. Sehr schoen, sehr interessant.

Bei Komplimenten bin ich stets etwas unbeholfen.

E.R. Binvonhier

26. November 2011, 12:21

"In Bägiän will man jetzt an das Eingemachte der Bürger,.." GG, wie stellt man das an

wenn man keine Regierung hat?

Wir könnten auch feststellen, dass wir eigentlich - ganz eigentlich keine Regierung haben

die uns vertritt, also ich erkenne die nicht an (sagen, sie seien selbst nur Opfer der

Verhältnisse).

Behalte meinen Maybach samt den Witwen, damit das klar ist.

Grand Guignol

26. November 2011, 12:38

Erstklassiger Pomp Funebrer bietet an: Weinlaubkränzte Bacchantinnen, angeführt von drei Witwen, als Geleit für die Dahingesiechten (Staatspapiere).

fionn

26. November 2011, 12:46

@ Christoph Raffelt.  Ihr Besuch hat für Abwechslung gesorgt - besten Dank!

Uebrigens, do you have any recipes for champagne cocktails?

I have only one - put a cube of sugar in the glass, add a dash of brandy and fill up with champagne.

P.S.  An alle:

CH-Witz zum Thema Samstag Abend.

"What do Swiss cows do on a Saturday night?

They go to the moooooovies".  

staff aureus

26. November 2011, 12:53

Verehrte Donna Laura, es ist ausser Zweifel, daß Ihr feines Burg-Gebäck den Mahlberger Schlosskuchen von Siebeck (nicht adlig, trotz Burg) an Geschmack übertreffen konnte.

www.cuisine.at/rezept_1307840_mahlberger_schlosskuchen_siebeck.php

(könnte bei uns zur familiären Festtagstradition werden)

Sogar die Brösel nasche ich selbst: den Enten keine Chance!

Grand Guignol

26. November 2011, 12:58

Frohe Kunde der leidgeprüften Eltern: Und wieder wurde uns ein pumperlgesunder Bastard geschenkt. Zur Feier wird in die Bundeskunsthalle geladen. Freie Getränke, wie Sekt incl. Gabelfrühstück. Es spielen die "Lustigen Holzhackerbuam" mit deren Motto: "Rama dama!". Hoher Besuch aus Börlin hat sich unverhofft angesagt.

Lustiges Etikettenraten!  

www.faz.net/.../haushalt-2012-26-milliarden-euro-neue-schulden-11540827.html

JR42

26. November 2011, 13:33

@Filou: Habe auf Ihren Kommentar hin ebenfalls kurz im Raffelt-Blog geschnüffelt. Gebe Ihnen insofern Recht, dass die Vorstellung und Hintergründe der jeweiligen Domänen wirklich interessant und eindrucksvoll ist. Herr Raffelt, Lob auch von mir!

Was mich jedoch immer wieder irritiert, ist die auch dorten verbreitete Wein-Geschmacks-Lyrik. Erstaunlich, was so alles geschmeckt wird, und immer zwangsläufig mit Referenz auf andere Früchte, aber nie "nach Wein". Ich vermute hier stark des Kaisers neue Kleider. Ich verorte also derartige, "höheren Weihen der Oenologie" weiterhin im modernen Ramsch-Antiquariat der Hochglanzbände.

don Ferrando

26. November 2011, 13:37

@fionn 12:46

Champagner Brandy Cocktail nach Raymond Chandler "The Big Sleep".

General Sternwood : "The champagne as cold as Valley Forge and about a third of a glass of brandy beneath it"

Grand Guignol

26. November 2011, 13:46

E.R. Binvonhier@: Keine Ahnung. Fragen über Fragen an die Bägiär:  Das wird ev. von Päris aus mit links gemacht? Wofür haben die denn einen Roi? Oder ist er nur ein Sektfrühstücksdirektor?

Vroni

26. November 2011, 14:03

"Schnucki soll wiederkommen!"

.

Bloß nicht.

Man hat schon genug Unterhaltung mit den anderen Lachfiguren.

.

Außerdem sieht er aus wie der ebenfalls frängische Loddar. Und da brauchen wir auch nur einen von dieser Sorte für den Boulevard.

.

Machts nur schön weida mit eurem Witwen-Champagner.  Nomen est Omen. Ich trank ihn immer nur, wenn ich argen Liebeskummer hatte.

.

[Bei normalem Bürger-Wein oder Bürger-Sekt kriegt man bei Abusus immer so scheußliches Kopfweh. Bei Champagner nicht.]

Jeeves

26. November 2011, 14:03

Ich hab's versucht, einige jahrzehntelang, immer wieder. Aber es schmeckt mir einfach nicht, dieses Prickelwasser.

A propos:

Klar und rein wie Entenwein

soll dein Prickelwasser sein!

(Donald D.)

Prickelwasser-Entenwein

kostet wenig und schmeckt fein.

Aber Witwen-Prickelwässer

schmecken Ihnen zehnmal besser.

(ditto)

fionn

26. November 2011, 15:02

@ DA.  Das war eine sehr innovative  Idee - einen Gast wie Christoph Raffelt einzuladen.   Es ist höchste Zeit, das Konzept "Blog" weiterzuentwickeln - in der FAZ online oder auf TV?   Was bedeutet die wirtschaftliche Abschwung für  z.B. Geschäftsleute wie  Weinhändler?  

Was ich sooo langweilig finde sind die TV-Chat-Runden - alle Gäste sitzen herum und reden über Politik, über ein bestimmtes Thema...Auch in der Deutschschweiz - das ist zum kotzen.

@ don Ferrando 12.37h   Thanks!

JR42

26. November 2011, 15:03

Champagne with the the bird!

www.youtube.com/watch

~ 6:00

Filou

26. November 2011, 15:55

JR42, man muss schon mit Fruechten vergleichen, womit denn sonst? Ja, ich habe einmal die Verkostung des hausgemachten Cidres meiner Hausvermieterin mit "beim Abgang einen starken Hauch von Pinkelstein" beschrieben, nicht nett aber wahr.

.

"Schon bei Pruefung der Farbe des Weines im Gegenlicht konnte man die kommende Genickstarre deutlich erahnen"; ein Galerist hatte nach der Vernissage zum "Spanier" eingeladen, meine Nachbarn, Kunstkenner von niederem Adel, und ich (noch niedriger)  legten etwas Geld zusammen und bestellten dann etwas anderes. Keine feine Art, aber was willste machen?

.

Apropos spanische Rote: die mog i net. Irgendwie schmecken die zu deutlich nach Vanille (nicht pruegeln bitte!).

donna laura

26. November 2011, 16:12

liebe fionn, wie wäre es mit einem prince of wales: einen spritzer angostura auf einem zuckerwürfelchen in ein grosses champagnerglas, 2 cl cognac, 1 cl grand marnier, 1 cl triple sec zu den eiswürfeln geben, schliesslich mit 1 dl champagner auffüllen. das cocktailkirschlein versenken. zwei zitronenscheiben gegenüber einander an das cocktailglas stecken...

.

liebe Der Tiger, schnucki erscheint mir mitnichten ansprechend, doch steht es zu befürchten, dass sich die mehrheitsmeinung leider nicht der meinen anschliesst.

.

lieber HnasMeier555, die bad party ist ein gute idee. existiert sie noch nicht irgendwo im verborgenen? man kennt doch so viele politiker, die sich etwas mehr oder weniger heftiges zuschulden kommen liessen, abschreiben, hubschraubereinsätze, dienstwagen, steuervernebelungen, fluchmeilen und dergleichen mehr. nun, vielleicht könnten die dergestalt gefallenen nichtengel in einer bad party erhobenes hauptes herumstolzieren, anstatt in der anfangszeit der rückkehr den reuigen sünder gebend mit asche auf dem haupt trotzig in die mikrofone zu kreischen.

Grimaldeli

26. November 2011, 16:18

@fionn/26. November 2011, 12:46

Champagne cocktails?

Ein ganz einfacher:

Campari mit frisch gepresstem Orangensaft (what else?) mit Champagner auffuellen.

Wir nennen das "Stresscocktail"!

Damit kann man sogar das  November-meteo ertragen:

img3.fotos-hochladen.net/.../cimg75001mw8qojk9s.jpg

Der Tiger

26. November 2011, 16:43

@JR42 - Champagner with the birds hatte ich einmal. Als das kleinste Tigerbaby gerade 4 Tage alt war, dachte ich mir, lasst uns feiern. Wir gingen in den lokalen Palmengarten (Van Dusen in Vancouver), da gibt es ein Gartenlokal. Man kann draußen sitzen, und das Neugeborene kann sich keine Bazillen holen. Da saßen wir zwischen alten Damen und tranken Kir Royal. Die alten Damen guckten schockiert auf den Winzling in den Armen einer Sekt trinkenden Mutter. Aber meine Mutter war sehr stolz, prostete den alten Damen zu und verkündigte: ‘Auf meine zweite Enkelin! Sie ist noch nicht einmal fünf Tage alt!’

Foersterliesel

26. November 2011, 17:00

liebe Der Tiger,

die Sendung über Kreislers Leben und seine Lieder ist nicht im TV, sondern im Radio Ö1, auf 92Mhz um 17Uhr.

.

Meine Bemerkung von gestern war vielleicht nicht ganz klar: sac a champagne, war eine beutelförmige Tasche für Champagnerflaschen, ein altmodisches Gepäcksstück wie etwa eine Hutschachtel, dieser Beutel wurde dann als lässige Schultertasche für Damen modern (die ich an einer großen Cousine bewunderte, selber hatte ich dann aber eine italienische Version, deren Tragegurt - für die kleinen Italienerinnen und mich -  verkürzbar war).  

fionn

26. November 2011, 17:37

@ JR42  14.03h

"Same procedure as every year"....

Filou

26. November 2011, 17:41

Liebe Foersterliesel, leider bin ich zu spaet, aber beim naechsten mal koennen Sie ja diesen Link http://radio.orf.at/ (Radio live) mitliefern.

Filou

26. November 2011, 17:42

Nachtrag: weil UKW nicht bis Holland reicht.

JR42

26. November 2011, 18:19

Lieber Filou, Vergleich mit Früchten? Nehmen wir die oft zitierte Kirsche, welche denn? Die Piemont-Kirsche aus der intensiv beworbenen Praline? Eine Herzkirsche? Oder gar die Schattenmorelle?

Aus meiner wilden Jugend in Genf erinnere ich mich gerne an die spontanen Beschaffungs-Ausflüge das Rhonetal hinunter, direkt zur Degustation beim Vigneron. Oder zu den kleinen, hoch gelegenen Weißweinlagen der Haute Savoie direkt über dem Genfer See. Dabei waren andere Früchte neben den Trauben selbst selbst kein Thema. Und das Verkaufsgespräch kreiste hauptsächlich um die Frage, ob mit oder ohne Banderole.

Bei den Spaniern gebe ich Ihnen Recht, aber aus anderen Gründen. Diese schmecken mir immer zu sehr "chemisch-medizinisch", so mit leichtem "Anklang von Fuselölen" im Abgang.

Grand Guignol

26. November 2011, 18:21

Tschuldigung, wenn ich das gemütliche Plaudern über drei Witwen störe:

Ob das schon mal von den zuständigen VS-Organen durchgecheckt wurde, dass der Attentäter von Norwegen, Anders Breivik, eventuell Verbindungen zu den Thüringer Nazis hatte? Dessen Machart war ähnlich brutal inspiriert gewesen, wie die von von den beiden Kopfjägern aus Schland.

..

Die Schafe drängen sich im Pferch in der Mitte zusammen. Die Wölfe umkreisen lüstern die fette Beute.

www.faz.net/.../fraktur-die-sprachglosse-rechts-ist-nur-noch-das-nichts-11540891.html

Grand Guignol

26. November 2011, 19:05

Der Pfarrer war sehr erbost, der Wein war gestreckt mit.....

(Auf etwas andere Art uund, uuund ei, ei, ein, ein Moo, Mona, Monat zufrrrüh..)

www.youtube.com/watch

Filou

26. November 2011, 19:53

Lieber JR42, auch ich hatte eine wilde Jugend. In diese Zeit fiel eine Weinprobe im Gebiet Chateaneuf-du-pape mit Ubersetzerin (maessig huebsch). Mit aufwendiger Lyrik, erinnernd an Mistral, erklaerte der Patron uns Jugendlichen die Geschmacksnuancen der Weine, und ich schwoere, Kirschen kamen vor, und Pfirsiche, und noch so einige andere Obste, die ich vergessen habe. Irgendwie muss man ja die Ahnungslosen auf den Geschmack bringen. Wie anders soll man denn ein Geschmackserlebnis beschreiben?

.

(Ey, Ihr Blaukreuzler, seid tolerant wenn kultivierte Trinker sich unterhalten. Ich quatsche ja auch nicht in Eure Geldklagen rein. Menno...!)

Christoph Raffelt

26. November 2011, 21:01

http://www.originalverkort.de

@filou, ich nehme auch unbeholfene Komplimente gerne entgegen, Danke!

.

@fionn, ich muss sagen, mit Cocktails kenne ich mich nicht wirklich aus, auch wenn ich sie gerne mal trinke. Und wenn es bei mir mal Champagner ist, dann auch pur. Zur Weinlyrik im Blog: Ich versuche das einigermaßen unter Kontrolle zu halten, aber mit der Zeit und der intensiveren Auseinandersetzung mit Wein steigt auch die Bullshitquote. Das lässt sich kaum vermeiden. Allerdings gibt es das noch in viel schlimmer. Um es nicht zu lyriklastig werden zu lassen schreibe ich entsprechend zunehmend mehr über das Drumherum, ist auf Dauer eh interessanter. Und wenn ich bei jedem Wein schreiben würde, er schmeckt nach Wein, was eh eine Voraussetzung sein sollte, dann wird es auch beim Lesen ausgesprochen langweilig.

E.R.Langen

26. November 2011, 22:32

Allen Aktiven und stillen Genießern wünsche ich einen guten Ersten Advent und eine Adventszeit, die anregt, das Wesentliche im Leben zu entdecken.

Köstlich

27. November 2011, 01:51

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/anstrum-auf-notariate-schweizer-wollen-erbschaftsteuer-umgehen-11541570.html

In der Schweiz muss die arme Witwe künftig auch zur günstigeren Flasche greifen.

Christoph Raffelt

27. November 2011, 08:58

http://www.originalverkort.de

JR42, ich habe mal einen Nahe-Riesling wie folgt beschrieben: »Da hat mal jemand ’nen Kavaliersstart hingelegt, die Reifen schön durchdrehen lassen und in den noch dampfenden, warmen, glitschigen Gummirest eine frisch aufgeschnitte Zitrone gerieben.

« Der Wein roch ziemlich stark nach Gummi, es gibt auch Weine, die so riechen wie ICEs wenn sie stark bremsen. Es muss nicht immer Frucht sein, es kann auch Stein sein, Grass oder was auch immer. Bei manchen Gerüchen oder Geschmackstönen kann man sich schnell einigen, Kirschen gehören häufig dazu.

hansgeier333

27. November 2011, 10:42

Wenn der Wein in einem Silberpokal kredenzt wurde, riecht es stark nach unserem Hausherren. Aber der würde lieber südlich der Alpen Wein anbauen.

Grand Guignol

27. November 2011, 11:36

Filou: Empfehlung der Blaukreuzler ;-) Sic ago: semel bibo....aus der Magnumbottle.

Grand Guignol

27. November 2011, 11:56

Haaaaalt! Alles zurück, die Magnum-Sektdusche gebührt dem Steigbügelhalter von der ZEIT: Der wahre Witwentröster ist uns wiedererstanden in fernen Landen. Charmingboy is coming.

JR42

27. November 2011, 12:18

Lieber Herr Raffelt, ich gebe zu, dass es immer leichter ist, einen Wein zu verreißen - so wie in Ihrer eindrucksvollen Formulierung.

Die Mitkommentatoren, z.B. der Süffel aus Pays Bas, scheinen ja keine Schwierigkeiten mit den Obst-Assoziationen guter Weine zu haben. Nur ich persönlich wäre beim Weintrinken nie auf derartige Vergleiche gekommen.

.

Übrigens folgendes Zitat aus dem Advents-ABC der gestrigen Print-Ausgabe - C wie Champagner : "Dabei schmeckt Champagner am allerbesten zu Fast Food, leicht angewärmt und aus der Flasche getrunken: als Plörre." Bahnt sich da eine wunderbare Freundschaft zwischen Meckes und den Gebrüdern Albrecht an?

Der Tiger

27. November 2011, 12:32

Sehr geehrter Herr Raffelt - Gestern Abend gab es Apfelwein (importiert aus einer Privatkelterei in Kronberg im Taunus). Ich konnte es nicht lassen, mir zu überlegen, was Sie wohl zum “Hohen Asten” sagen würden. ?

StockMUC

27. November 2011, 13:29

http://stockpress.de

Ein Veuve, nun ja, zu Weihnachten, etwas sonderbar. Als Autor von Güte steht Ihnen Hochprozentiges eher. Stellen Sie sich vor, Hemingway hätte Champagner getrunken...

Übrigens, ein Getränk muss auch zum Ambiente passen.

stockpress.de/.../hemingway-trinkt-acht-daiquiris-in-el-floridita

Ein Champagner zum Heiligen Fest? Eher nein. Dort riecht der Kakao.

fionn

27. November 2011, 14:35

Diese leere Champagner Flasche werde ich nie wegwerfen....

www.evinite.de/champagne-perrier-jouet-belle-epoque-2002-75cl

Grand Guignol

27. November 2011, 14:57

...was die fünf Bildchen so alles suggerieren und transportieren können.

Dulce satis umor. (Verg.ecl.3,82) Freundlich ist Feuchte der Saat.

www.stille-affirmationen.de.vu

nico

27. November 2011, 15:49

Hallo Herr Raffelt, Ihre und solche Beitraege ueberhaupt lese ich immer gern, sind in der Tat immer sehr lesenswert, auch wenn man sagen koennte, eine gewisse Promotion ist dem innewohnend. Aber hier im Blog ist das ja ok, machen wir ja irgendwie alle, unsere Praeferenzen posten.

Vermisst habe ich bei Ihren langen Ausfuehrungen ueber die letzte Veuve, wie sie denn wohl ausgebaut wird, in Holzfaessern oder Stahltanks. Vor langer Zeit erzaehlte mir ein mal ein Sommelier, kaum noch Champagner wuerden in Stahltanks ausgebaut. Er hatte mir einen "Cartier" offeriert, der noch im Stahltank ausgebaut wurde. Obwohl ich kein Schampustrinker - oder salopp:Puffbrause - bin, ist mir beim Weine der Ausbau extrem wichtig. Holz, erst recht neues, geht gar nicht. Ebenso wie alle "Holz-Derivate" und Toastereien. Die alten, zigmal gebrauchten 1.500Liter-Faesser sind ok und ja auch "normal".

Wie sie richtig schreiben, schauen leider sehr viel nur aufs Etikett, werden deshalb ja auch Etikettentrinker genannt. Und die wird man schwer bekehren. Aber sollen die nur das Trinken, muss ja auch weg, wenn uns die Creme bleibt:-)

Man sollte vielleicht auch anraten, wenn schon, dann Jahrgangs-Schampus von Taitinger bspw. trank ich mal einen. War so uebel nicht. Ist aber nich gerade n Schnaeppchen. Bei billigem Cava muss man natuerlich erwahnen, das es auch "teure" gibt. In Katalonien werden vorzuegliche Cava angebaut und angeboten, die Schampus in nix nachstehen zu ebensolchen Preisen. Nur Schampus von Cliquot Ponsardin klingt bei den Etikettenleuten mehr nach Kohle, man weiss, was sie kostet. Bei Cava muss man es dranschreiben.

In diesem Sinne fuer die Reinheit der Rebe und des Endprodukts.

Warum trinkt man nochmal an Weihnachten Schampus? Der Franzose a propos trinkt ihn uebrigens immer, wenn Zeit dazu ist. Und das ist auch gut so.

HansMeier555

27. November 2011, 16:03

Mappus ohne Job.

Starten wir eine Spendenaktion. Vielleicht über Twitter.

nico

27. November 2011, 16:03

Herr Raffelt, www.cattier.com war diese Stahltankbrause, nich Cartier.

Der Süffel aus Pays Bas

27. November 2011, 16:04

Ich bin kein Verteidiger der Weinlyrik. Meist ist sie erheiternd, denn da haben die Lyriker scheinbar bei einem einzigen Dichter sich ein Vorbild genommen und muessen ihm mangels eigenen Genies nacheifern. Will heissen: irgendwo, irgendwann erfand ein Guter die Obstmetapher und eine Armee von Kryptosaeufern folgte ihm. Jesuseffekt im Flaschenlager.

Es ist auch garnicht so einfach, einen Wein verbal zu beschreiben. Garnicht einfach? Schwer ist es, sehr schwer und vom Tagesereignis gepraegt. Gerade versuche ich mir folgendes vorzustellen: Trauriger Novemberregen, diese furchtbare, dreckige Strasse runter zum Weingut, von dem ich weiss, dass dort nur mittelmaessige Ware erzeugt wird. Der Winzer, auch das weiss ich aus Erfahrung, ist ein Spiesser und waehlt immer Le Pen. Seine Toechter sind haesslich, zutiefst hinterhaeltig, was sie durch verlogenes Gezwitscher zu bemaenteln suchen. Das wird ein rechter Sch....tag werden.

Drinnen befinden sich die ueblichen mediokren Figuren; man kennt sie nicht, erkennt sie trotzdem.

Und dann, den Blick zum Fussboden gerichtet, sehe ich zwei huebsche Pumps. Ein gnaediger Gott zieht meinen Blick weiter nach oben: was fuer ein reizendes Kleidchen, darueber ein brunettes Haarhelmchen, unter dem Pony zwei kurzsichtige braune Augen, deren freundlicher Blick sich in meine traurige Seele bohrt.

Erwischt!

Ganz erstaunlich, der Herr Winzer; war er auf 'nem Lehrgang, hat ihm eine seiner Kroeten einen kenntnisreichen Schwiegersohn angeschleppt, ist ein Wunder geschehen?

So wird's ein guter Wein. Die Umstaende trinkt man mit. Wie sind denn bei Harry Rodenstock die Frauen gewesen?

E.R.Langen

27. November 2011, 16:09

Lieber Don, ich hatte "Wöf Klicko" geschrieben, nicht "Vöff Klicko". Bitte plagiieren Sie mich richtig. Danke.

Foersterliesel

27. November 2011, 16:39

lieber Filou,

ja, sehr richtig: man trinkt die Umstände mit. Der Spumante beim Picknick an der

Sarine, damals, achja. Der Lambrusco beim Picknick an den Etruskergräbern, hachja. Umgekehrt funktionierts (bei mir) aber nicht: auch mit Taittinger und Flaschen aus Epernay und von Fauchon kann man sich nix schöntrinken, was nicht schön ist.

Don Carlos

27. November 2011, 17:10

@ Grand Guignol, 26. November 2011, 18:21: vielleicht wäre generell mal eine statistische übersicht interessant, welche politischen ansichten mit welchen straftaten korrelieren.

Grand Guignol

27. November 2011, 17:40

Watt dem Een sing Uhl, is demm annern sing Nachtegall: Οίνου φιλοσοφία.

oder

To be or not to be: Man ist was man trinkt?

Grand Guignol

27. November 2011, 17:45

"Wie herb und schwer ist mir die Blase

Die Wöv Clicko soff ich aus dem Glase!"  

Foersterliesel

27. November 2011, 18:36

jemandem der alles hat, einen Autarkie-Kurs schenken?

diepresse.com/.../Fuer-eine-Handvoll-Dinkelkoerner

E.R.Langen

27. November 2011, 19:29

Grand Guignol:

Nur die Schurken klaun Ideen

(kann man heute an der Wöv

von dem Klicko ganz gut sehn:

an dem Namen vom Gesöff).

Grand Guignol

27. November 2011, 19:30

Eurokrise: IWF sucht 600 Milliarden Euro für Italien.

Ob der gesuchte Gesundbeter sich finden wird? So teuer ist der Schampus/Asti Spumante für die Wahlsiege von S. B. die Italiener gekommen. Gerne haben sie jedoch den Fallout mitgenommen.

Grand Guignol

27. November 2011, 20:06

Klauen is goil. Seit däm Düwel sin Grootmodder:

Zwangsanleihen der EU werden demnäx als Friedensanleihen verkauft.

Gehebelt und Geschnäbelt, SarkoMerk so heißt das Gesöff.

Don Alphonso

27. November 2011, 20:16

1 Kommentar wunschgemäss editiert.

Filou

27. November 2011, 20:28

Die Optimisten, die Krisenerfahrenen, die, welche den Sozialismus ueberlebten, diejenigen, die die Abstaubermentalitaeet des gemeinen Bundesbuergers erkannten, auch die, welche den verantwortungsvollen Gebrauch individueller Freihet schaetzen, all' die erheben nun das Champagnerglas:

.

Prosit!!!!!

.

Der Rest darf sich dreifach die Hosen voll machen.

Foersterliesel

27. November 2011, 20:58

In Stuttgart scheint der Beton zu siegen.

In Graz ebenfalls, das war ein stiller Park mit japanischen Kirschbäumen, nun ein Louvre - Verschnitt

www.joanneumsviertel.at/.../bautagebuch

Der Tiger

27. November 2011, 21:32

Sehr verehrter Don – es scheinen allerdings auch Kommentare gelöscht zu werden, ohne dass der Kommentator darum gebeten hat. Ich wollte jemanden den Kommentar zeigen, den ich, meinen eigenen Notizen nach, am 17. November geschrieben habe. Ich habe ihn nicht mehr gefunden.

Er lautete in etwa so:

.

@Filou – Sie sind vielleicht eine Kunstfigur und kennen die Ursprünge dieser Figur nicht. Ich aber habe den Tiger selbst erfunden. Damit bin ich für alles was ich schreibe und tue verantwortlich. Das bedeutete auch, dass ich nichts auf eine höhere Gewalt schieben kann.

Lisbeth Heuse

Christoph Raffelt

27. November 2011, 21:35

http://www.originalverkorkt.de

@nico, Eine gewisse Promotion liegt dem Artikel zu Grunde. Es ist die Promotion handwerklich sauber produzierter Produkte, für die ich, pass pro toto, die Verve Fourny genommen habe weil diese zu den anderen passte, als Aufhänger so zu sagen. Verve Fourny baut in altem Holz aus welches man nicht schmeckt und lediglich zum Luftaustausch genutzt wird - ohne das der Wein oxydativ schmecken würde. Das Holz, vor allem aber altes Holz, ist genau zu diesem Zweck in der ganzen Champagne auf dem Vormarsch, trotzdem gibt es noch viele, auch Winzer, nicht nur die großen Häuser, die ausschließlich Stahl einsetzen. ich würde auch nicht grundsätzlich was gegen die großen Häuser sagen - so eine Taittinger Comte Champagne Jahrgangschampagner kann ganz wunderbar sein, hat aber natürlich auch seinen preis. Dieser wird übrigens nur zu 5 % in Holz ausgebaut und auch da schmeckt man es nicht. Ich habe am Freitag einen Schaumweinabend gegeben und dort einen 2004er Nuria Claverol von Sumarroca präsentiert und einen Francuacorta von Bellavista. Der Erste ein Java, der zweite ein italienischer Schaumwein, beide sind durchaus Champagneralternativen, wenn auch geschmacklich einfach anders. Wenn Champagner gelungen ist, kenne ich dazu bisher keine Alternative, geschmacklich.

Christoph Raffelt

27. November 2011, 21:39

@JR42, anscheinend bahnt sich eine wunderbare Freundschaft zwischen Mäckes und Schuhwerk an.

Christoph Raffelt

27. November 2011, 21:41

@Der Tiger, Ist der "Hohe Asten" abgesehen vom Hügel in der Landschaft der Name eines Apfelweins? Ich bin ja mit Apfelwein nicht so firm, was daran liegen mag, dass es ihn hier auch schlicht nicht gibt. Schaumweine aus Äpfeln oder Birnen mag ich ja teilweise sehr gerne. Zum Beispiel die von Jörg Geiger oder Eric Bordelet.

Der Tiger

27. November 2011, 21:56

Es ist mir natürlich völlig klar, dass Sie keinerlei Beweise haben, dass ich tatsächlich Lisbeth Heuse bin. Umgekehrt kann ein Trojaner in meinen Computer geschlüpft sein, und von meiner Adresse aus alles behaupten.

.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass der Kommentar zu fehlen scheint (es kann ja auch sein, dass ich eine manipulierte Version zu sehen bekomme), habe ich mir überlegt, ob es Sinn macht, weiter zu kommentieren.

Don Alphonso

27. November 2011, 22:00

Das System hat manchmal eine  Schluckauf, es kommt vor, dass Kommentare beim Freischalten aus versehen doppelt angeklickt und damit wieder offline gestellt werden. ich würde mir da keine Theorien drauf ausbauen. Gerade erst habe ich wieder drei Kommentare gefunden - keine Ahnung, warum die offline waren.

Filou

27. November 2011, 22:11

@Der Tiger, selbstverstaendlich ist Ihr Kommentar gelesen und beantwortet worden.

Deus ex Machina, 17. November 2011, 16:00. Voila!

.

Ich konnte mit Ihrem Kommentar aber nichts anfangen. Aus Hoeflichkeit habe ich etwas flauschig formuliert.

Grand Guignol

27. November 2011, 22:21

à la discretion.

Beim reellen Kartenspiel weiß auch niemand wer das langgesuchte Ass im Ärmel versteckt hatte. Meine Damen, ganz der Ihrige. Meine Herren. Sehr zum Wohle.

Filou

27. November 2011, 22:23

@Der Tiger, wenn hier einer meiner Kommentare im Nichts verschwindet, finde ich das so arg nicht. Ich habe wenig Neigung, mich wichtig zu nehmen.

donna laura

27. November 2011, 23:07

ein flauschiger süffel kann eigentlich fast nur aus sachsen kommen, cher Filou.

.

heute entkorkten wir einen im weinkeller wieder aufgefundenen deutschen sekt, für den ein veritabler politiker als sein eigener arbeiter im weinberg zwischen den reben herumtrabte und seinesgleichen scheuchte, ohne dabei auch nur einen einzigen silberling loszuwerden. wohl fühlte er sich damals bei der schenkung meiner wenigkeit freundlich verbunden - aber nicht, wie sie wohl wieder denken mögen, lieber Don Carlos, denn das wäre mir dann doch wieder etwas zu schlüpfrig.

.

in der tat, kein schlechtes tröpfchen, das er anschliessend durch einen experten herstellen liess.

jean-jacques

27. November 2011, 23:15

Für den Gabentisch ein kleiner musikalischer Tip: Beethoven, Sonaten für Violine und Klavier, Sonate No. 4 op. 23 in a-moll (1801) und Sonate No. 7 op. 30 No 2 in c-moll (1802). Dazwischen 12 Variationen des Meisters in der nämlichen Besetzung von 1793 über das Thema "Se vuol ballare" aus "Die Hochzeit des Figaro" von Motzhoven. Eine Aufnahme mit Andreas Staier auf einem Pianoforte "Graf" von 1824 und Daniel Sepec auf einer Salzburger Violine von ca. 1700 aus dem Besitz von L.van Beethoven. Harmonia Mundi, Hörproben hier:

www.harmoniamundi.com

.

Die Sonaten sind wirkliche Perlen, besonders No. 4 hat so abwechslungsreiche und originelle Satzthemen, unglaublich. Sehr schön schnörkellos aber musikalisch musiziert - macht wirklich Spaß. Dazu ein schönes Cover mit einer tollen Büste des Maestro von einem Rodin-Schüler plus sehr ordentliches Booklet.

.

Die Story dahinter: Der junge Beethoven bekam von einem Gönner, dem Fürst Lichnowsky, etwa um 1800 ein Satz schöner Instrumente für ein Streichquartett geschenkt. Und was macht dieser Berserker? Er nimmt ein Messer und ritzt auf den Boden der Instrumente von außen jeweils mit Schwung ein großes "B". Sicherheitshalber bringt er auf jedem Stück auch noch sein Siegel an... Während Cello, Bratsche und eine Geige in Berliner aufbewahrt wurden, schien das vierte Instrument verschollen. 1995 meldet sich eine ältere Dame beim Beethoven-Haus und sagt, sie habe womöglich eine Violine Beethovens. Die Geige wanderte mit ihren Besitzern 1938 aus Wien über Zürich und London in die USA. Vor diesem traurigen Hintergrund ist es umso schöner, dass die Familie die Geige nach ihrer Identifizierung als Beethovens Instrument für einen symbolischen Preis dem B.-Haus in Bonn überließ. Das Instrument wurde überholt und von Anne-Sophie Mutter wieder "in Betrieb genommen". Nun erklingt sie auf obiger CD mit herrlich-frischer Kammermusik.

Filou

27. November 2011, 23:22

Liebe Foersterliesel, 27. November 2011, 16:39, nein, man kann sich nichts schoentrinken. Aber den  beengten Raum, in dem die haessliche Realitaet sich befindet, kann man erweitern. Dann ist das "Elend" (absichtlich in Paranthese gesetzt) je nach Groesse des erweiterten Raumes in der eigenen Wahrnehmung entsprechend kleiner. Das ist nicht einmal ein Kunstgriff.

Musik und Literatur, selbst Religion sind ja keine Refugien, sondern kraeftige Instrumente, fuer sich selbst und fuer die Welt Freiraeume zu schaffen. Hilfreich sind selbstverstaendlich gewisse Treibmittel zur muehelosen Unterstuetzung des Willens.

Es gibt, was die subtileren Getraenke betrifft, ein grosses Missverstaendnis: den Alkohol. Um den geht es eigentlich nicht wirklich, denn der Alkohol ist nur das Loesungsmittel, der Geschmackstraeger der in ihm geloesten Stoffe. Oder anders gesagt: Wodka ist fuer Saeufer. Cognac, Calvados (natuerlich), Wein, Bier u.A.  waeren ohne Alkohol nicht geniessbar.

In Chemie war ich immer eine Niete, Begriffen habe ich, dass der Fettrand, der nahe Verwandte des Alkohols, eines Steaks unabdingbar fuer den Geschmack ist.

Was waere denn, um ein anderes Beispiel zu nennen, ein Eau de Parfum ohne Alkohol?

Wie mein Lehrmeister Kakophrastos, auch Paracelsus genannt, postulierte: Es kommt immer auf die Dosis an.

Alkohol also ist der flache, breite Strom auf dem die eleganten Schiffe ihre Ladung zu den Menschen bringen.

E.R.Langen

27. November 2011, 23:24

Filou, das ehrt Sie ungemien. Ich tu´s Ihnen nach.

Der Tiger

27. November 2011, 23:36

@Don – vielleicht ist das System zu nah an Sachsenhausen und trinkt auch manchmal während der Arbeit Abbelwöi.

.

@C. Raffelt – ‘Hoher Asten’ war in meiner Jugendzeit ein Synonym für Abbelwein. Ob der Begriff heute noch gebraucht wird, weiß ich nicht. Ich lebe in der Abbelweindiaspora.

.

@Filou – Ehrlich gesagt finde ich es nie gut, wenn jemand meine Ideen (hier Kommentare) stibitzt und wohlmöglich auch noch behauptete, es seien seine. Kommt aber oft vor.

HansMeier555

28. November 2011, 07:56

@Filou

... und holt sich aus dem Glase

Rubinen auf die Nase...

HansMeier555

28. November 2011, 07:57

Ein komischer Marquis

Sind Sie.

Don Carlos

28. November 2011, 10:50

дорoгая донна лаура, es sind eher die frauen, die hinter einem freundlichen 'guten morgen', dem aufhalten einer tür oder einem kleinen geschenk schlüpfrige gedanken vermuten...

donna laura

28. November 2011, 11:55

lieber Don Carlos, sicherlich spielt es dabei eine rolle, ob die jeweilige dame optisch herausgefordert sein mag. wenn solcherlei höflichkeiten zu selten passieren, was sicherlich bei vorgenannten damen häufiger vorkommen mag als bei damen, bei denen man nicht sofort wegsehen möchte, so wird plötzlich und unerwartet auftretende freundlichkeit fehlinterpretiert werden können. zugeben könnte man dennoch, dass die normativ normale höflichkeit recht selten gesät ist, und wenn, dann oft nur als sexualationshöflichkeit?

.

hätte dann nicht ein wahrer don juan echte chancen, wenn er nur ein klein wenig nett, freundlich und höflich ist (und gewaschen, selbstverständlich)?

HansMeier555

28. November 2011, 12:10

Sie können, Don Carlos, die Gedanken der Frauen lesen? Wie ich Sie beneide.

Grand Guignol

28. November 2011, 12:25

Lord Halifax (in memoriam) und die nach ihm benamste Stadt in Canada, ahnten nichts von den folgenschweren, weltgeschichtlichen Verlautbarungen aus berufenem Munde und daraus folgende Verwerfungen, die die CSU nunmehro getroffen hat.

..

Jedoch ein Toast ausgebracht in Sektlaune, vermag uns durchaus über das unchristliche Fest und die Jahreswende hinweghelfen, sowie den Sektfabrikanten das lang ersehnte Stimmungshoch bringen. Aureolus, Philippus, Bombastus Theophrastus von Hohenheim meinte allerdings, hicks, dass der zu lang verweilende Blick, hicks, in gefüllte Gläser jenen abträglich, hicks, sei.

..

Nachstehendes nur am Rande bemerkt:

secure.wikimedia.org/.../Alkoholkrankheit

Grand Guignol

28. November 2011, 12:28

Don Carlos@....es ist jetzt allenthalben in Mode gekommen noch nicht einmal mehr

"Danke" zu lispeln.

Foersterliesel

28. November 2011, 12:45

lieber HM555,

auch diskursive Siege sind meist nicht mehr als Realitätsweichzeichner, denn

was hilft schon Brillianz, wenn andre Macht, Einfluß und diverse Möglichkeiten haben, leider.

Foersterliesel

28. November 2011, 12:50

lieber Filou,

wenn die Krise anzieht, wird eine verelendete Umgebung schlicht z.u. gefährlich,

dessen bin ich mir bewußt und Ihre Warnungen sind mir noch in Erinnerung.  Außerdem möchte man auch positive Reaktionen, einfach als das erkannt und beantwortet sein, was man tatsächlich ist.

Filou

28. November 2011, 12:57

Die meisten politischen Fanatiker waren stramme Antialkoholiker.

Der Tiger

28. November 2011, 13:17

@Grand Guignol – das betrifft mich eigentlich. Ich freue mich immer, wenn mir jemand die Tür aufhält, mir in den Mantel hilft oder über ein kleines Geschenk. Wenn ich morgens ins Dorf radele, um mir die Papier-FAZ zu holen, gibt es da immer Leute am Weg, die laut ‘GutenMorgen’ rufen. Mit Sex hat das – glaube ich wenigstens – wenig zu tun.

Foersterliesel

28. November 2011, 13:44

a propos Halifax: Schnucki ist durchaus sehr appetitlich, wie ein baiser, das mit verschiedenen ideologischen cremes befüllbar ist und für "breite Wählerschichten" viel sympathischer als diese alten Heuchler und Ehebrecher,

das mit der Diss kratzt nur die Generation Praktikum, und auch da nicht alle,

also demoskopisch unerheblich. Baisers zum Befüllen konnte man früher fertig kaufen, denn deren Herstellung war heikel, die perfekte Form nämlich, die cremes dann hausgemacht, eher beliebig.

Foersterliesel

28. November 2011, 13:48

liebe Der Tiger,

da stimme ich Ihnen zu: es gibt keine bitte-danke Erotik. Das ist viel komplizierter! Aber unabhängig davon: bitte-danke sind im kulturellen Rückzug,

leider!

HansMeier555

28. November 2011, 14:05

@Försterliesl

.

Ich weiss, ich weiss. Zwar nicht von welchen diskursiven Siegen Sie sprechen (Dr. Falke vs. Eisenstein?), aber dass es mit dem habermutgemasten zwanglosen Zwang des besseren Arguments nicht viel auszurichten ist.

HansMeier555

28. November 2011, 14:06

@Filou, 12h57

Und am Ende tablettensüchtig.

E.R.Langen

28. November 2011, 14:14

Foersterliesel, ich find den hässlich. Allein schon dieses verkniffene Mittelgesicht. Puh!

Foersterliesel

28. November 2011, 14:39

Und das mit dem Befüllen der baisers kann ja auch gelingen.

Da gibts bei uns ein Beispiel, sehr jung, ein paar Semester Jus, ein arg dämlicher Auftritt vor den Wiener Wahlen. Die chrischtkonservative Personaldecke ist halt schäbig (wenn nicht in Niederösterreich ins Volle gegriffen wird), da kam auch schon mal eine bairische Facilitymanagerin zum Zug, der Knabe also, nett aussehend und immerhin imstande, drei grade Sätze zu sagen, wurde von der Kirche (Caritas) diplomatisch, gemäß jahrhundertealter Erfahrung, in sanfte Obhut genommen und beraten (mit creme gefüllt) und paßt schon.

baiser, ohne Fülle:

www.woman.at/.../integrationsstaatssekretaer-sebastian-kurz-woman-interview

baiser, mit Inhalt:

derstandard.at/.../Nach-Bildungsvolksbegehren-Wir-sind-irrsinnig-schwach-im-Erkennen-von-Talenten

Grand Guignol

28. November 2011, 14:41

Filou@: Auch´n blinder Säufer findet seinen Korn. Als sich die Europäer früher noch richtig mochten und auf grüner Heide einander die Kräfte in geschlossenen Linien maßen, wurde davon vorher reichlich ausgeschenkt: Auf zum Sturmangriff.

Den Typ, den Sie meinen, konnte wahrscheinlich deswegen nicht mehr so richtig, weil er in einen Gasangriff geraten war.

..

Derweil wurde in den oberen Stäben vornehm der Sekt kaltgestellt.

..

Der Tiger@: Gern, küß die Hand gnä Frau ;-)

Grand Guignol

28. November 2011, 15:07

Foersterliesel@: Bei meinem Holzkopf:

First:

Admiration, n. Our polite recognition of another's resemblance to ourselves.”

Second:

“Truth, n. An ingenious compound of desirability and appearance. Discovery of truth is the sole purpose of philosophy, which is the most ancient occupation of the human mind and has a fair prospect of existing with increasing activity to the end of time.”

(Ambrose Bierce, The Devil's Dictionary)

..

@@: So darf er nicht mehr heißen Шампанское, dabei nichts schöner als ihn aus den Schüh´chen von Großfürstinnen oder weniger ehrbaren Damen zu schlürfen. Ach, im Alter bleibt uns nur noch die Literatur.  

Foersterliesel

28. November 2011, 15:08

lieber Grand Guignol,

ach diese Verabreichungen gibts immer noch: rakija mit Amphetaminen

Don Carlos

28. November 2011, 15:10

könnense jlooben, HansMeier555, das ist keine beneidenswerte eigenschaft...

-

chere donna laura, glauben Sie wirklich, daß 'nett, freundlich, höflich, sauber' diesbezüglich eine nützliche einschätzung ist...?

Foersterliesel

28. November 2011, 15:13

touche (mit a.aigu), lieber HM555,

gehen Sie eigentlich nie spazieren? Heut scheint bei uns die Sonne.

Grand Guignol

28. November 2011, 15:25

L´Éducation sentimentale ein must für jeden Aufsteiger:

secure.wikimedia.org/.../Die_Erziehung_der_Gef%C3%BChle

Paranoia bei den Stützen

28. November 2011, 15:37

Paranoid zu sein, heißt bekanntlich nicht, dass man nicht wirklich verfolgt wird.

Die Vermutung aber, dass sich jemand einen Trojaner bastelt, um hier bei den SdG Beiträge absetzen zu können -- beispielsweise als "Der Tiger" -- finde ich dann allerdings doch etwas gewagt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Da gibt es nun wirklich lohnendere Einsatzfelder!

Filou

28. November 2011, 15:52

HM555 (12:57), tja, das kommt davon. Irgendwas braucht der Mensch. Die Schlimmsten sind die Trockengelegten. Ich kenne da einen vom unteren Teil der Champs Elysee, der hat da 'ne Bretterbude.

Filou

28. November 2011, 16:01

@Grand Guignol, wie immer hat die Kunst den richtigen Kommentar parat.

www.youtube.com/watch

.

Ueber das Verhaeltnis von Kuenstler und Rausch, Schaffenskraft und Selbstzerstoerung moechte ich mich hier nicht aeussern.

JR42

28. November 2011, 16:07

Lieber Hans Meier, Dank für den Hinweis auf Falke vs. Eisenstein. Das durfte natürlich nicht fehlen.

Mit feudalistischen Flair bzw. im feudalistischen Diskurs von oben hier Fürst Orlowski:

www.youtube.com/watch

Beim Suchen musste ich zu meinem Leidwesen feststellen dass es keine vernünftigen Hosenrollen-Besetzungen mit richtig tiefem Orlowsky-Ton mehr zu geben scheint, zumindest auf Youtube. Hier also das Inverse ...

.

@Filou: ... oder sollten wir von "Feudelismus" reden; aufwischen wenn der Blick ins Glas zu tief gewesen ist?

nico

28. November 2011, 16:24

Hallo Herr Raffelt, vielen Dank fuer Ihre Meinung und neuen Infos. Habe wie gesagt auch absolut nix gegen die Bewerbung guten Handwerks - im Gegenteil. Muell wird leider nur allzu oft durch teueres Marketing beworben.

.

Auch bin ich der Meinung, man kann Cava und Champagner nicht vergleichen, vollkommen unsinnig, obgleich beide ja in der Flaschengaerung hergestellt werden. Die Weine sind nur halt ganz anders. Niemand wollte ernsthaft einen Albarino aus Rias Baixes in Galicien mit einem sagen wir Muscadet oder Riesling  o. ae. vergleichen.

Dann lassen Sie mal schoen die Korken knallen.

Beste Gruesse

astroklaus

28. November 2011, 16:29

Zum Etikettenschwindel gibt's (von der Quelle) einen hübschen badischen Witz: Als der Stammgast (sagen wir mal, der Dorfarzt) in die Straußwirtschaft kommt, ist nur "das Großihli" (die Großmutter) da. Sie kennt sich mit den Vorräten nciht so aus und sucht eine Weile. Schließlich kommt sie mit einer blanken Flasche und einer Schachtel Etiketten: "Jetz suchet Sie sich halt ebbes aus, Herr Doktr, I woiß jo net, was Sie gern trinket..."

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 16:37

@HansMeier555, 14:05,

nein,nein nicht! Damit kommen Sie nicht durch, die ganze Krise krankt gerade daran,

dass niemand gute Argumente für irgendwas hat, sonst wär es keine.

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 16:40

...und Alle fordern  W E R T E ein, dass ist das Schärfste.

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 16:45

...als E.R.Bin kreist mir der Hut, ohne auch nur in die Nähe einer Witwe und deren lustige

Verwandschaft zu kommen.

Grand Guignol

28. November 2011, 16:59

Filou@:...und dann die wilde, lebensgefährliche Hatz der Bacchantinnen auf uns arme Hascherl den Olymp hinauf und hinunter.

www.youtube.com/watch

de.wikipedia.org/.../Die_Bakchen

Grand Guignol

28. November 2011, 17:13

Abschweifung vom Thema:

Wo das Auge des Herrn nicht ruht, gedeihen keine fetten Hühner:

MP Bernhard Vogel zeigte sich unzufrieden mit der Arbeit der Ermittlungsbehörden: „Es ist mir bisher völlig unverständlich, wie das, was passiert ist, passieren konnte, und dass dies niemand gemerkt hat.“ (!)

Die Verfassungsschützer haben sich noch nie so richtig um das eigentliche intellektuelle Umfeld, das gibt es nämlich auch, der radikalen Rechten gekümmert. Entweder sie wollten nicht oder es fehlte ihnen an der Zielsetzung, geistigen Durchdringung und/oder einem tieferen Verständnis von ihrer Arbeit. Gleiches gilt wohl auch für die parlamentarischen und sonstigen Kontrollettis in Bund und Ländern.

Filou

28. November 2011, 17:25

Ja, Grand Guignol, was man da hoert ist teutsche Deklamationskunst, davon wird man impotent und Limonadentrinker. Wie ueberhaupt das Germanische nie so den rechten Weg weiss: entweder hoch oder abgrundtief, Selters oder Suff, Fressen oder Hunger, Atomkraft oder Fahrraddynamo. Andere Voelker machen sich "nur" Sorgen, der Deutsche steht schon am Abgrund. Dass das Leben auch einfach nur nett sein kann, undenkbar.

.

Sie merken schon, lieber Grand Guignol, dass schon die Art des Vortrags mich an den Trinkerkiost treibt. Inhalte zaehlen da nicht mehr.

Es lebe die Liebe und der Suff.

Uff!

www.youtube.com/watch

muscat

28. November 2011, 17:34

donna laura / Don Carlos, zum Thema "nett, sauber" etc. will ich Ihnen folgendes Fundstück nicht vorenthalten:

www.youtube.com/watch

(Sorry für dieses OT; keinesfalls wollte ich damit den Thread wieder in Richtung 'Schnucki' lenken.)

Grand Guignol

28. November 2011, 17:34

Filou@:..den Puff haben Sie vergessen, s´ist nur wg. des Reimes. Das ist ja das schöne am Trinkerkiosk, man ist immer entre nous.

donna laura

28. November 2011, 18:26

lieber Don Carlos, nein, natürlich reicht 'nett, freundlich, höflich, sauber' meines unmassgeblichen erachtens und hinsichtlich meiner vorlieben partout nicht aus, denn geistige, intellektuelle und körperliche attraktivität sollten sich zum charme und zur warmherzigkeit schon noch dazugesellen - allein, es gibt gewiss nicht eben verwöhnte damen, denen diese von ihnen angeführte aufzählung bereits ausreichen würden, denn sie bescheiden sich oft - zu oft! - mit kerlchen, die noch nicht einmal wissen, wie man höflichkeit buchstabiert, und man ist schon froh, wenn sie das duschgel finden. hoffentlich sind sie wenigstens als männchen *hüstel*nützlich. chacun a son arrière-goût.

.

liebe muscat, nun, wem das jüngelchen zusagt. ihnen vielleicht? na, dann sind wir wenigstens keine konkurrenz.

.

liebe Foersterliesel, schnucki hielte ich doch eher für einen windbeutel erster kajüte.

.

liebe E.R.Langen/14.14, und das gesicht darunter erst!

Don Carlos

28. November 2011, 18:37

geschätzte muscat, Sie scheinen echt langeweile zu haben...

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 18:38

Sorry an den Autor, muss ein OT loswerden:

.

Warum stellt im Fall DSK niemand die Frage wem nützte es - blitzschnell wie die ganze Aktion und unmittelbar?

Einzig Frau Lagarde!

.

Wer wurde kaltgestellt?

Angela Merkel!

.

DSK wurde erfolgreich daran gehindert sich mit ihr zu treffen.

Das war so wichtig, dass auch ein französisches Luxushotel sich freute einen prominenten Gast ans Messer geliefert zu haben, ungeachtet des Imageverlustes.

.

So geht es mit Kollaborateuren - no mercy.

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 18:51

Trotzdem; meine Heldin ist und bleibt das Zimmermädchen, und ein DSK wird wissen

in welchen Gewässern er schwimmt- no regret.

muscat

28. November 2011, 18:53

donna laura, nun, er sagt mir mindestens genauso zu wie ... Schnucki.

muscat

28. November 2011, 18:56

Don Carlos, falls Sie denken, es wäre mein Fundstück gewesen - selbstverständlich war es das nicht. Für so was habe ich Zulieferer.

Gerand Guignol

28. November 2011, 19:18

donna laura@: Allerliebste:  Duschgel? Kernseife. Rauh aber herzlich.

..

E.R. Binvonhier@:...non, je ne regrette rien...

www.youtube.com/watch

..

DA@: Die Verhältnisse hier laufen Ihnen zusehends aus der Spur, immer dasselbe.

(Z.B. aus dem Archiv:)

www.youtube.com/watch

Foersterliesel

28. November 2011, 19:46

liebe Donna Laura,

Windbeutel, mmh, ja

liebe Erbin,

das Zimmermädchen - eine gedungene "Heldin". DSK mag wenig sympathisch sein, aber mit Leuten von solchem Ruf triff man sich halt nicht zu Interviews in Privatwohnungen, wie die junge Autorin, deren Mutter etc etc

donna laura

28. November 2011, 19:58

liebe muscat, ich vermutete bereits schreckliches. nun, irgendjemand muss ja auf schnucki stehen, und es wird vermutlich nicht nur barbie sein. doch dass auch damen aus unserer runde auf schnucki abfahren könnten, übersteigt doch meine durchaus bunt gestreifte phantasie.

meine bescheidene parvität steht dagegen nämlich eher auf solcherlei: www.youtube.com/watch (luca ar$ch-in-teiro geht sogar als bürgermeister). oder so, noch deutlich besser: www.youtube.com/watch. man beachte bitte geflissentlich das ornamentale veilchen.

.

liebes Kasperle, solange sie zum köpfcheneinseifen nicht etwa zum hobel greifen, soll es mir recht sein.

Don Carlos

28. November 2011, 20:21

derlei aufmerksamkeiten lassen sicher das herz jeder frau höher schlagen, verehrteste muscat...

-

beste donna laura, es ging aber um anbahnungshöflichkeit, nicht um auswahl eines geeigneten ernährers für die nachkommenschaft. sicher kommt erstere nicht ohne ein mindestmaß an umgangsformen und subtilität aus, aber ab einem gewissen maß disqualifiziert eben die einschätzung 'nett, freundlich, höflich, sauber', während 'zielstrebig' und 'einfallsreich' die wunschliste dominieren.

E.R. Binvonhier

28. November 2011, 21:05

Werte Försterliesel, sicher ist meine " Heldin" eine Anti-Heldin und dies in jeder Beziehung.

Was das Treffen in Privatwohnungen angeht, sehe ich auch so.

donna laura

28. November 2011, 21:16

lieber Don Carlos, nun also doch utilitaristisch verwandte höflichkeit, sie schlingel?

.

soweit es mir erinnerlich ist, ging es hier um die höflichkeit an sich, fern aller hintergedanken.

.

ceterum verfügt die holde weiblichkeit mittlerweile wieder über ihr eigenes portemonnaie.

.

nun gut, dennoch: es soll menschen geben, die aus ihrem innersten wesen heraus freundlich sind, und dies disqualifiziert m.e. mitnichten. zielstrebig die dame auf der rolltreppe umrennen und darob einfallreich entschuldigungen erfinden, ruft dagegen kein erhöhtes weibliches interesse an diesem rüpel hervor, nicht einmal für eine heure du berger.

was meinen sie, liebe muscat?

HenryPetersen

28. November 2011, 21:39

@HansMeier555 - bei der geballten Gelehrtheit der FAZ Blogger darf man fragen warum die Euro Waehrung so in die Hose gegangen ist. Und bei Schnucki, lieber HM, sollte doch auch der Waehler demokratisch entscheiden ob dieser  wiederkommen darf oder nicht. Vorwahlen sind wesentlich demokratischer als das  Ernennen von Wahlplaetzen in rauchigen Hinterzimmern. DSK  bruestete  sich  in einer groesseren Runde in NYC mit seinen Erfolgen jederzeit  plenty of cash aus Berlin quetschen  zu koennen. Glueck fuer Ms  Merkel das er jetzt keinen Einfluss mehr hat.

hansgeier333

28. November 2011, 22:23

Etwas abgestanden, die Kommentare mittlerweile hier. Wie schale Reste nach einem Schaumweinabend. Ein Vernidot zum Frühstück könnte Wunder wirken!

donna laura

28. November 2011, 22:38

lieber don, wie wäre es mit ein paar neuen zeilen von ihnen? man wartet gespannt, nur das getränk ist schon ausgetrunken.

Arabella

28. November 2011, 23:22

hansgeier333: Mein Onkel, der Theologe, hat sich in Burgund niedergelassen und einige Parzellen Chambertin übernommen (Mazis). Sein Vernidot ist noch feiner als der aus seiner Zeit an der Rhone. Das Terroir ist tiefgründiger, steiniger. Und statt der Note von scharfem Hahnenfuß und Schuttkresse schmecke ich jetzt deutlich die Orobanche ramosa heraus, die dort flächig kornblumenblau blüht. Einige erste Flaschen würde ich teilen, und für filou wäre etwas aus dem Hypermarché dabei...

E.R.Langen

28. November 2011, 23:47

Hihi! Zum blog liefert die Gugelwerbung: "Hochwertige Weinregale" vom Weinregalprofi. (Als würde hier wer einen Wein ins Regal legen, statt ihn gleich zu öffnen.)

Filou

29. November 2011, 00:47

Liebe Foersterliesel (28. November 2011, 12:50), ich kann hier coram publico nicht offen sagen, was ich zu sehen glaube. Die beschriebene Situation ist mir aus laengst vergangenen Zeiten gut bekannt, und ich kann dieses Unbehagen, das in einen diffusen Angstzustand ueberzugehen droht, selbst gut nachvollziehen.

Die Inferioren freuen sich ueber einen Eingeschuechterten, sind sie doch selber die Gepressten und Ausgebeuteten, Sadisten aus Wehrlosigkeit.

Morgen, liebe Foersterliesel, wenn Sie Ihr Hunderl ausfuehren, wickeln Sie sich Ihren buntesten Schal um den Hals. Nur den Schal. Vorlaeufig. Werden Sie langsam aber sicher in ganz kleinen Schritten die zukuenftige Koenigin dieses Gemeindebaus.

Die Leute, die Sie fuerchten, brauchen eigentlich eine Frau, die auf Grund Ihres Wissens, Ihres Charakters und Ihres Alters eine Richtung vorgibt.

In kleinen Dosierungen zunehmend Selbstbewusstsein demonstrieren. Immer einen Zentimeter ueber der eigenen Angst schweben.

Es geht nicht wirklich um die materielle Verelendung. Die Verelendung des Geistes, bei denen, die wenig davon haben, ist das Problem. Frueher regelte sowas die Kirche. Nun muss man selbst Stellvertreter Gottes werden.

hansgeier333

29. November 2011, 01:28

Wenn Sterneköche für Coca-Cola Reklame machen wird der NATO-Ausstieg zur Pflicht. Oder ist Schuhbeck alt und krank und braucht das Geld?

hansgeier333

29. November 2011, 03:32

Arabella, Ihr sehr verehrter Herr Onkel vertreibt nebenbei nicht auch noch Rauchwaren?

HansMeier555

29. November 2011, 06:30

@Henry Petersen

.

Darum lehne ich die Demokratie ja ab. Die Zukunt gehört dem Feudalismus.

HansMeier555

29. November 2011, 06:36

@Henry Petersen

Im übrigen könnte Mutti den Euro jederzeit retten. Wie? Ganz einfach. Indem sie ihn schnuck-schnuck zum Doller kastriert. Und der EZB erlaubt beliebig Geld zu drucken, das Christian Wulf vom Helikopter aus abwerfen darf. Vielleicht als Santa Claus über den Adventsmärkten.

nico

29. November 2011, 07:53

@hansgeier333, es geht noch schlimmer: Der 3Sterne-Koch Dieter Muelle, Bergisch Gladbach, mitsamt Kollegen aus anderen Etablissements machten (machen noch?) Werbung fuer LIDL. Habe den Aufschrei der gesamten Kochszenerie vermisst........Und denen geht es allen gut bzw.sind in laufenden Verpflichtungen TV, Restaurant etc. Vielleicht aber haben sie auch Lehman-Zertifikate.......

E.R. Binvonhier

29. November 2011, 07:54

@HenryPetersen, 'plenty of cach' kommt immer noch aus Berlin; mehr als je zuvor.

Auch da hat DSK seine Meister gefunden.

Don Carlos

29. November 2011, 09:39

in erotischer absicht dame auf rolltreppe umreißen - ganz ausgefeilte masche, donna laura...

-

HM555, Ihre wünsche nach umwandlung von euro in dollar könnten wahr werden: 'Should the Fed save Europe from disaster?' (www.telegraph.co.uk/.../ambroseevans_pritchard)

Grand Guignol

29. November 2011, 10:43

Neues vom Gipfelstürmen:

La belle France verpfändet an D. sämtliche Champagnerproduktion +-10 Jahre zu  ihrer Rettung (was sollen wir bloss damit?) incl. der A-Rüstung sowie kostenlosem Strombezug für 5 Jahre. Aus gleichem Grund Polen erwägt Rückgabe der "Ostgebiete". Die PIGS gurgeln nur noch. Die deutschen Kassenwarte kratzen sich ratlos den Kopf.

Was tun?

www.spiegel.de/.../0,1518,800496,00.html

secure.wikimedia.org/.../Was_tun%3F

Grand Guignol

29. November 2011, 10:49

>Der Träger der Wissenschaft ist aber nicht das Proletariat, sondern die bürgerliche Intelligenz.< So Lenin in "Was tun?" Deshalb der Ruf an die hier versammelte Stützfuß-Blog-Intelligenz: "Helft Ihr Deutschland, so helft Ihr der Welt!"

Jeder Groß-Denker erhält eine Magnum der Witwe Barbe-Nicole Clicquot-Ponsardin.  

JR42

29. November 2011, 10:55

@Henry Petersen:

Wann ist Mr. Bidens nächster Kotau in Cina fällig? Oder muss Mr. Obama persönlich zum Kreditor kommen, wenn der Ausblick jetrzt auf "ngeativ" fällt?

www.faz.net/.../kreditwuerdigkeit-fitch-warnt-amerika-vor-herabstufung-11545046.html

JR42

29. November 2011, 11:04

Lieber Hans Meier,

wer würde heute freiwillig den Joseph Ben Issachar Süßkind Oppenheimer geben?

Grand Guignol

29. November 2011, 11:25

Sehr verehrter, lieber Herr Don Alphonso,

zu meinem größten Leidwesen mußte ich feststellen, dass die meisten der hier im Blog von mir Ihnen zugesandten Sätze nicht von mir stammen: Ein Zeichen "unglaublicher Dummheit" und zeugt ausserdem von einem "ungeheuerlichen Fehler". Mehr darüber können Sie in meinem Buch mit meinen zusammengefassten Interviews lesen mit dem Titel: "Die Großpritsche".

Mit freundlichem Gruß

Ihr sehr ergebener Grand Guignol (nur echt mit dem Holzkopf)

..

P.S. Zu meiner Entschuldigung: Die drei Witwen hatten mich geschafft.

Foersterliesel

29. November 2011, 11:26

lieber Filou,

Sie sollten sich eine Couch anschaffen und ein bequemes Fauteuil dahinterstellen, eine Flasche und ein hübsches altes, dickes und geschliffenes Glas kann man nebens Fauteuil stellen, Sie begabter Empathiker, Sie.

Ich wohne im Alt-Zinshaus, schäbig, rundum allerdings Gemeindebauten. Nicht alles ist blogbar, glücklicherweise haben nicht alle in der Familie so Nebuloses wie ich studiert, sondern auch ganz Reelles, wie Jus und Medizin.

Unterstützt von den Bezirksgrünen versuchen wir einen warmen Raum für die Jugendlichen, die sich im Lebensmittelgeschäft aufwärmen (sind auch Kinder drunter) zu bekommen; Sozialisation auf der Straße kann niemand Vernünftiger wünschen.  

Arabella

29. November 2011, 12:02

hansgeier, wer braucht Rauchwaren in Burgund? Ok, an Tagen wie heute (dort  nur 9°C heute morgen, im Berg gerade mal 6°C) kann man daran denken.

.

Aber Sie meinen sicher kein Pelzwerk, sondern Tabak? Der Kerl (mein Onkel) ist zu unstet. Ich sehe den in 5 Jahren im Pomerol. Das geht mit Weinbergen, aber nicht mit Tabakfeldern. Die wollen über Jahrzehnte gepflegt sein, bevor die Ernte überzeugt. Allerdings baut der Ludger immer einige Rustica-Pflanzen an, für den Eigenbedarf. Ganz legal ist das nicht, dafür geschmacklich auch kein Hauptgewinn.

Foersterliesel

29. November 2011, 12:15

Materielles Elend macht das Leben für jene, die sich nicht ganz abschotten können, schwieriger. Pickpockets avisieren alte Leute und Mütter mit kleinen Kindern, die einen sind schon etwas verlangsamt, die anderen durch die Kinder immer wieder abgelenkt. Ladendiebstähle in den großen Ketten sind im Preis kalkulierbar, anders aber für kleine Läden, wie bei Freunden, wo ganz gezielt  Wertvolles gestohlen wurde (aber es gibt ein scharfes Video). Ganz schlimm aber sind diese uneinbringlichen "Entnahmen" an öffentlichen Gütern, nicht nur Geld, auch Raum und Umweltwerte, Verschandeln historischer Güter, provisionslastiges Verscherbeln öffentlichen Besitzes.

HansMeier555

29. November 2011, 13:54

@JR42

.

Was für eine Frage - Helge natürlich.

Grand Guignol

29. November 2011, 14:31

Es wurden ja hierorts Rufe laut, wegen mangelndem Analysevermögen der Zu-stände im Speziellen und im Allgemeinen durch die Stützen. Andere sind da schon weiter. Lösungen sind angesagt.

www.faz.net/.../greser-lenz-witze-fuer-deutschland-1294625.html

..

nico@: lege arte coquina.

..

Non bene olere possunt, qui in culina habitant. Petron.2,1

(Nicht gut können die riechen, die in der Küche zu Hause sind.)

Grand Guignol

29. November 2011, 14:37

donna laura@: Chapeau, wirklich Klasse Aufreißtipp. Wär ich tumber Alias nie von allein drauf gekommen. Meine erhaltene gute Erziehung ist doch in der Praxis des robusten Lebens eher hinderlich.(S.o.)

Der Tiger

29. November 2011, 16:54

Sehr verehrter Don! Das Wetter ist so grau und betrübt meine Stimmung. Dürfte ich Sie um einen Gefallen bitten? Ein neuer Beitrag mit Torte und Silberkannen… oder irgendetwas anderes würde meiner Seele sehr gut tun.

Mit freundlichen Grüssen

Der Tiger

Filou

29. November 2011, 17:45

Liebe Foersterliesel (12:15), falls ich nachher nicht zu muede bin-ich komme gerade von einer langweiligen Polderfahrt-erzaehle ich Ihnen eine huebsche selbsterlebte Geschichte vom Pickpocket in der Pariser Metro. Es war ein teurer Spass, aber so was von komisch...

.

Zurueck zum Champagner: Der Sohn hat seinen lukrativen Vertrag verlaeengert. Diesmal bin ich mit der Champagnerspende dran. Gemessen an der Schwere des Steines, der mir vom Herzen faellt, muss der Schampus sehr gut und sehr teuer werden muessen.

hansgeier333

29. November 2011, 18:13

Chere Arabella, ich dachte eher an die Ordnung der Rosenartigen, die doch auch arg von Orobanche ramosa gebeutelt werden. Kenntnisreichere Bauherren als ich ordnen deren Produkte eher den Tütenartigen als den Gerollten und Gestopften zu.

Foersterliesel

29. November 2011, 20:38

lieber Filou,

haben Sie einen schönen Abend zu Hause, Ihre Geschichte ist immer willkommen!

.

liebe Der Tiger,

das Privatblog unseres Gastgebers mit den schönen Bildern kennen Sie ja vermutlich bereits, aber es gibt soo viele Kunstblogs, Reiseblogs, zumeist mit einer blogroll, oder einfach den Loriot hervorholen,  -  schönen Abend auch Ihnen!

donna laura

30. November 2011, 17:05

lieber Don Carlos/29.11./9.29, absurd, nicht wahr? allerdings darf ich sie an den umstand erinnern, dass sie es waren, der begriffe wie zielstrebigkeit und kreativität als qualifizierend ins feld führte, gleichwohl lediglich heftig mutmassend, was die holde weiblichkeit als langfristig attraktiv beurteilen würde müsste.

doch nun wieder zurück zu den spinatwa-, äh, -knödeln.

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