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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Stützen der Gesellschaft

Gesellschaft ohne Stützen

11. Februar 2012, 23:56 Uhr

Wir sind fahle Schatten der echten Herren.
Guiseppe Tomasi di Lampedusa

Der Ruf des Dr. B. war untadelig und über jeden Zweifel erhaben. Und das hat gar nichts damit zu tun, dass der nächste allseits bekannte und gern aufgesuchte Arzt der kleinen, dummen Stadt an der Donau mit einem heftigen Unzuchtskandal, dessen Erwähnung hier vollkommen undenkbar wäre - nur so viel, es hatte etwas mit Narkose zu tun - die Erinnerung an den alten Mann vergoldet hätte. Dr. B. war tatsächlich noch vom ganz alten Schlag, der auch Nachts kam, wenn er gebraucht wurde, mit einem gusseisernen Verantwortungsgefühl und unerschütterlicher Zuversicht. Er stammte noch aus einer anderen Epoche, und manche Familien, die besseren zumal, waren über Generationen bei ihm.  In jenem Bereich, der gerne auch von Modeärzten heimgesucht wird, war er eine Institution, und wenn er etwas sagte, dann holte man keine zweite Meinung, sondern hielt sich dran. Dr. B. war in Fragen der Gesundheit, des Lebens und überhaupt allen Dingen Gott nur wenig nachgeordnet, und irgendwie kann man sich gar nicht vorstellen, dass er jetzt mit weit über 90 Jahren gestorben ist. Schnell, friedlich, gradraus, ohne Umstände zu machen, so wie er gelebt hat.



Er war ein Ruhepol in diesen Zeiten, in denen Medizin durch eine lebenserhaltende Dienstleistung und der Hausbesuch durch 18 Löcher auf dem Golfplatz ersetzt wurden. Natürlich, das muss man zugeben, hatte er längst aufgehört zu praktizieren, als die grossen Veränderungen kamen, aber wenn er seine ehemaligen Patientinnen später beim Spaziergang oder im Konzert traf, erkundigte er sich stets nach ihrem Wohlergehen, und blieb weiterhin der gleiche, bescheidene und korrekte Mensch, der er immer gewesen ist. Er hätte natürlich auch anders gekonnt, aber er war zufrieden, beruflich kürzer zu treten, aufzuhören und sich dann den Freuden hinzugeben, die einem dann noch bleiben: Bücher, Musik, Reisen, Essen, Familie.  

Als er dann auf die 90 zuging, liess die Gesundheit nach. Herz, Kreislauf, Beine, Beweglichkeit. Er brauchte einen Rollator, und als Arzt sah er das Unschöne, das unvermeidlich geschehen musste, durchaus ein. Er wusste um die Probleme der häuslichen Pflege, und bestellte sich beim hiesigen Dienst das volle Paket, um seine Familie zu entlasten. Er war durchaus rüstig genug, noch einige Dinge selbst zu tun, aber für die unschöneren Arbeiten hatten die Pflegerinnen bei ihm zu sein, so pünktlich und akkurat, wie er selbst gewesen ist. Dr. B. kam, wie gesagt, aus einer Zeit vor der Dienstleistungsgesellschaft, und behandelte alle, egal ob Polin, Deutsche oder Rumänin, mit der gleichen formvollendeten Höflichkeit. Wenn sie pünktlich waren und alles zu seiner Zufriedenheit machten. Wenn nicht... ich möchte es vielleicht so formulieren: Sie machten es dann schon richtig.



Natürlich hat der Pflegedienst auch noch andere Patienten, und nicht alle Patienten sind gleich. Bei der Pflegetätigkeit weiss man nie, was einen erwartet, manchmal ist ein Patient zu schwach zum aufstehen, manchmal geht alles unerwartet glatt, mitunter kommen grosse Katastrophen dazwischen, und oft wollen alte Leute Zuwendung und Gespräche. Es ist ein Beruf, bei dem man eigentlich kaum auf die Minute genau pünktlich sein kann, und trotzdem erwartete Dr. B., dass er exakt um 11 Uhr sein zweites, grosses Frühstück bekam. Mit exakt den Speisen, die er für richtig hielt. Es gab dann noch einen Termin am Nachmittag und einen weiteren Termin in der Nacht. Alle genau festgelegt und vorher abgesprochen. Und alle anderen Patienten, egal ob Landesfürstenverwandte, Geschäftsleute oder alte Damen, hatten sich mit den verbleibenden, unsicheren Terminen zu begnügen. Die Routen hatten ein Anfang und ein Ende und drei Fixpunkte bei Dr. B.. Das Personal musste eben disponieren. Aber weil er so freundlich war und jeder, der ihn kannte, es natürlich verstand, dass der Dr. B. exakt um 11 sein  zweites Frühstück bekam, gab es deshalb keinerlei Ärger oder Streit. Anderen machte es auch nichts aus, ab und zu etwas zu warten, oder überraschend früh versorgt zu werden. Man hat nicht mehr so viele dringende Termine, die man verpassen könnte.

Ich habe wenig Zweifel, dass die ein oder andere Pflegekraft diesen Ablauf hin und wieder verfluchte. Es hatte sich eingeschliffen, dass sie vor Dr. B. jene Pflegefälle  - schreckliches Wort, eigentlich - aufsuchten, die erfahrungsgemäss die wenigsten Probleme machten. Damit liess sich dann rechnen. Sollte aber doch etwas schief gehen, hätten sie sich gewunschen, den Termindruck nicht zu spüren, und unter allen Umständen pünktlich sein zu müssen. Flexibilität, das lehren und die Wirtschaftsexperten, hilft Abläufe beschleunigen und flexibel auf unerwartete Anforderungen zu reagieren. Dr. B. stand diesen Grundsätzen der Ökonomie interesselos jahrelang und gusseisern entgegen. Für die Schwestern, die ihn mochten, weil er so charmant war, mit ihnen umgehen konnte, und als Arzt genau wusste, wie störend Hypochondrie und Gejammer sein kann, war der Tod ein schwerer Schlag. Man sollte meinen, dass sie jetzt wenigstens ihre Abläufe flexibel einrichten können.



Nun; was man so hört, ist das Ergebnis ein mittelschweres Chaos. Natürlich ist es jetzt nicht mehr nötig, sich die Fahrten in vier Teile, definiert durch den alten Doktor, zu zerteilen. Es ist mehr Zeit vorhanden, die Routen können geändert werden, und der Zwang, ständig die Uhr im Kopf zu haben, entfällt. Früher wussten alle, was sie in etwa bis zum ersten Termin bei Dr. B. geschafft haben sollten. Jetzt liegen die Aufgaben wie eine breiige Masse bis zum Dienstschluss vor ihnen. Prompt laufen die früher recht verlässlichen Termine aus dem Ruder. Die neue Flexibilität löst die alte Ordnung auf. Aus dem Zwang, den Willen des Doktors zu befolgen, wird der Zwang, in einem unübersichtlichen Umfeld dauernd neue Entscheidungen selbst zu treffen. Das wird sich fraglos wieder einrenken, aber man hört, dass manche schon jetzt sagen: Sie machen es so, als wären die Termine bei Dr. B. weiterhin einzuhalten: Mitunter war der Doktor auch eine gute Entschuldigung, die Abläufe zu straffen: Das ist halt so, das geht jetzt nicht anders, weil der Dr. B. wartet... das ist jetzt vorbei.

Vielleicht ist die Idee, den Arzt als Institution und Andenken im Kopf zu behalten, gar nicht so schlecht, wie es für manche Feinde der Klassengesellschaft aussehen mag. Innerhalb dieses Systems war eine ordnende Kraft sinnvoll, und so ein freundlicher, gewitzter Herr mit tadellosen Manieren ist vermutlich angenehmer als der Druck, den Zielvorgaben, Benchmarks und Mitarbeiterevaluationen in unserer ach so lässigen, hierarchiereduzierten Dienstleistungsgesellschaft aufbauen. Flexibilität und individuelle Entscheidungen sind beliebt, wenn sie jeden Vorteil für die Firma sofort ausnutzen, und dann gibt es da einen lockeren Berater, der mit Daten Erfolge misst und Kategorien macht: Die zynischen, rackernden Frettchen, die nach vorne kommen wollen, die Masse der Mitläufer und die Faulen, die man am besten bei der nächsten Restrukturierung auf die Strasse setzt. Dazu braucht man keine Manieren und auch keine Weisheit des Alters; da gibt es Formeln und Rechner und eine Beratungsgesellschaft mit Track Record. Aus jedem Optimierungspotenzial erwächst durch den Markt auch Druck es auszunutzen, und dahinter ist jemand, der den Druck ausübt. Der Dr. B. wusste, wie man das menschlich macht. Aber wissen das die Benchmarks?



Vermutlich ist es ihnen egal, wenn wir die Bank geräumt haben, und sie dort durchgreifen können, wo früher einmal die besseren Kreise waren. Sie tun es schon heute auf den Finanzmärkten, bei den Lobbygesetzen wie ACTA und SOPA, bei den Getreidepreisen und in den Ministerien und Palästen. Sie sind auf dem Weg hinunter auf die lokale Ebene, und leider lassen sie uns auch nicht die kleine Befriedigung, wie bei allen anderen Diktatoren zu wissen, dass sie dereinst stinkendes Fressen für die Maden sein werden. Die Klassengesellschaft, wie wir sie kennen, stirbt. Die neue Klassengesellschaft der Formeln und Marktzwänge wird bleiben. Und sie wird den Teufel tun und jenen, die sie pflegen müssen, einen 10er zustecken.

 

Veröffentlicht 11. Februar 2012, 23:56 von Don Alphonso
Kommentare

hansgier333

12. Februar 2012, 03:58

lunch is for losers. Gordon Gecko

HansMeier555

12. Februar 2012, 06:47

Des einen Bench ist des anderen Mark.

yast2000

12. Februar 2012, 09:36

DA: "Innerhalb dieses Systems war eine ordnende Kraft sinnvoll, und so ein freundlicher, gewitzter Herr mit tadellosen Manieren ist vermutlich angenehmer als der Druck, den Zielvorgaben, Benchmarks und Mitarbeiterevaluationen in unserer ach so lässigen, hierarchiereduzierten Dienstleistungsgesellschaft aufbauen."

*

Richtig. Doch wo sollen die in Deutschland herkommen? Die sind alle längst im Ausland, wo es keine Volksgemeinschaften, sondern bürgerliche Gesellschaften gibt.

miner

12. Februar 2012, 10:35

.....tod den benchmarkern, den globalen wieseln & frettchen !

wir muessen endlich die erde trennen...in zwei teile: einen teil fuer die, die anderen auf den sack gehen moechten und den anderen, fuer die, die in ruhe gegen die wand schauen wollen....

der scherz ist, dass die wiesel ihre eigene welt voller outletcenter & glasfassaden ja selbst niemals moegen wuerden....

yast2000

12. Februar 2012, 10:37

HansMeier555: "Des einen Bench ist des anderen Mark."

*

Diese Diagnose erschüttert mich zutiefst und trifft mich bis ins Euro.

Der Tiger

12. Februar 2012, 10:48

Ich las mit Interesse:

.

www.faz.net/.../fuenf-berichte-aus-der-praxis-einladungen-und-geschenke-im-oeffentlichen-dienst-11643718.html

.

Dann habe ich mich in die Lage versetzt, monatelang im Krankenhaus gelegen zu haben, gut versorgt worden zu sein und mich beim Personal bedanken zu wollen. Mit einem Blumenstrauß für maximal 10 Euro käme ich mir da schäbig vor.

.

Irgendein anderer Dankmechanismus wurde von den Interviewten aber nicht erwähnt, zum Beispiel Spende für eine neue Kaffeemaschine im Schwesternzimmer, für die nächste Weihnachtsfeier der Abteilung oder Anschaffung irgendeines medizinischen Apparates.

.

Fazit: Sogar für Geschenke als Ausdruck des Danks gibt es in diesen Volksgemeinschaften nur sozialistische Lösungen.

nico

12. Februar 2012, 11:04

Ja, darin ist wohl auch der Grund zu suchen, warum insbesondere die ältere Generation eine gewisse Hingabe zu Uniformen hatte/hat?. Obrigkeitsdenken, Befehl und Gehorsam stellte man nicht infrage. Es erleichterte auch vieles, und nahm so vielen das Denken ab. Sieht man heute noch an Schützenvereinen.

Heute läuft man eher jedem Lobbyisten hinterher, wenn er nur laut genug kläfft.

Don Alphonso

12. Februar 2012, 11:12

Man hat eigentlich in den ketzten Jahrzehnten gesehen, dass es auch gut ohne Uniform geht. Und jetzt sieht man auch, dass es das Staatsoberhaupt nicht braucht.

yast2000

12. Februar 2012, 11:26

Man braucht dieses Staatsoberhaupt als Repräsentant dafür, dass es auch für Katholiken ein Leben nach der Scheidung gibt, und ja, dass man guten Sex haben darf und eine neue Familie gründen kann. Das ist Euer Mauerfall, liebe Wessis! Vermasselt es nicht... :-)

Jeeves

12. Februar 2012, 11:36

Alles gut & fein beobachtet. Man hat's verstanden.

Ich frag mich nur: Woher kommt dieses intime Wissen über den noblen alten Herr Doktor? Oder ist's mehr "Literatur"?

yast2000

12. Februar 2012, 11:53

SPIEGEL von heute, 7/2012: „Das Ich ist ein Märchen“ - Der amerikanische Neurowissenschaftler David Eagleman erklärt das geheime Eigenleben des Gehirns, die Entthronung des Geistes und den permanenten Bürgerkrieg in unserem Kopf.

*

SPIEGEL: Gehört auch die Religion zu den nützlichen, sinnstiftenden Geschichten?

Eagleman: Religionen sind optimale Erzählungen, um die emotionalen Hirnteile

anzusprechen. Die Einwände der Vernunft haben dieser Anziehungskraft wenig

entgegenzusetzen. Sehen Sie sich an, was der religiöse Glaube im Widerstand

gegen den Kommunismus bewirkt hat!

*

SPIEGEL: Als Neurowissenschaftler sind Sie natürlich Atheist?

Eagleman: Nein, als Atheisten würde ich mich nicht bezeichnen.

*

SPIEGEL: Ach? Aber als Agnostiker?

Eagleman: Auch nicht.

Dreamtimer

12. Februar 2012, 11:53

"Die sind alle längst im Ausland, wo es keine Volksgemeinschaften, sondern bürgerliche Gesellschaften gibt."

Ich habe gehört, auch im Ausland werden mittlerweile vernetzte Computer eingesetzt und mit diesen wurde der Hauptgrund geschaffen, sich vom Maschinentakt der alten Industriegesellschaft zu lösen, vom Vorarbeiter mit der Stoppuhr, eine Rolle, die auch mal ein charmanter, alter Herr ausfüllen konnte. Fortan wird also in Nanosekunden gezählt, dem neuen Maß der Dinge.

Die Beraterfrettchen setzen lediglich darauf auf und nutzen aus, dass ihre Kunden den Anschluss nicht verpassen wollen, d.h. sie sind Agenten des Kapitals. Dagegen kann man allerdings etwas unternehmen, z.B. eine Volksgemeinschaft bilden *g*

Ich argwöhne allerdings, dass die Klage über die beschleunigte Welt nicht von oben, unten, links oder rechts stammt, sondern aus den Behörden, von Leuten, die beim Bleistiftanspitzen gestört wurden und danach sofort ein Burnout erlitten. Die moderne Technik wird noch viele solcher Opfer fordern aber ich bin kein Pessimist, d.h. ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie besser wird.

auch-einer

12. Februar 2012, 11:57

yast2000,

.

danke für den guten hinweis. sie haben recht.

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so habe ich es bisher nicht gesehen.

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früher hiess es, man solle sich ein braunes mädchen suchen und mit dem zusammen glücklich sein. heute sind wir weiter, vielleicht sollte ich mit auch eine tätowierte tussi anlachen, mit der was neues anfangen und den bundespräsi ganz einfach bundespräser sein lassen.

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andererseits, der wulff stieg bei der cdu auf. das waren die, die in meiner jugend immer von recht und ordnung und christentum zu reden wussten. dass sie selber im zweifel ihren vorteil vor alledem suchten, was sie von anderen verlangten, vermutete ich damals schon.

herr wulff ist in der beziehung nicht anders sondern nur moderner, der treibt jetzt offen, was andere vor ihm heimlich taten. und das verständnis der von ihm repräsentierten für seien art der amtsführung gibt ihm recht.

HansMeier555

12. Februar 2012, 12:00

Grade aufgeschnappt:

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"Bis in das 20. Jh. hinein galt Hannover als Pflegestätte guten Tons und des besten Deutsch, und es gibt alte hannoveranische Familien, die davon noch heute überzeugt sind."

(Fischer-Fabian, Preussens Gloria)

nico

12. Februar 2012, 12:03

Lieber geehrter Don, ja "eigentlich." Das ist so eines dieser Unwörter, das auch Frau Schrupp verwandte als sie etwas sagen wollte über Schmarotzertum. Sie sagte dann aber nichts von Bedeutung , wofür man hätte studieren müssen. Es ist mittlerweile bezeichnend für das Gesamtkunstwerk des Nehmen und Geben.

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Don, köstlich Ihr Scharfsinn. Und bezeichnend daran ist, das ausgerechnet die EX-Uniformisten und das Fußvolk das Nehmen-ist-seliger-denn-Geben nicht so schlimm finden. Es funktioniert also noch. Bedenklich ist nur, daß es sich runterbricht auf die untersten sozialen Schichten: Warum also Pflegepersonal adäquat bezahlen, wenn die doch Trinkgelder bekommen von den schuldbewußten dummen Deutschen, denen man alles verkaufen kann, sogar das Trinkgeld für den Postboten, der einem den Verlustbescheid bringt. Spenden und Mitgliedsschaften für caritative Vereine und Unfalldienste werden auch schon über Drücker vertrieben: "Ja, wenn Sie mal krank sind, der Staat tut ja nix mehr."

Und der Dr. B. hatte natürlich noch volle Kassen mit Überschuß.  Da konnte man spendabel sein. Und so richtig geguckt hat man auch nicht.

stimmviech

12. Februar 2012, 12:23

http://www.twitter.com/stimmviech

Das ist der einzige aber auch entscheidende Grund für das Aufkommen einer alten Religion, die in einigen Jahrzehnten die durchgerechnete Welt ablösen wird: so kommt die Menschlichkeit wieder ins Spiel. Natürlich ist der Preis eine deutlich dümmere und autoritätshörige Gesellschaft.

ThorHa

12. Februar 2012, 12:29

Richtig schöner Beitrag, nur die Diagnose ist schief. Denn hinter der durch Benchmarks und Key Performance Indikatoren gemessenen Flexibilisierung der Arbeitswelt verbirgt sich tatsächlich ein gesellschaftliches Projekt, dessen Nutzen mittlerweile mehr als zweifelhaft ist. Das der unbegrenzten Individualisierung, sprich der unbegrenzten persönlichen Nutzenmaximierung. Hat geklappt, weil es die Interessen derjenigen, die gegen überholte gesellschaftliche Konventionen und Zwänge waren (aka 68er) aufs Allerschönste mit den Interessen derjenigen verband, deren geistige Flexibilität die neue Unübersichtlichkeit als Riesenchance wahrnahm (aka Eliten). Diesem doppelten Zangenangriff ist die alte Gesellschaft mit ihren Restbeständen an Klassenschranken, gültigen Wertvorstellungen und ungeschrieben Regeln genauso schnell erlegen, wie die unbeweglichen Ritter des späten Mittelalters den Angriffen der mongolischen Reiter. Zusatzgewinne werden dadurch eingefahren, dass jegliche zaghaften Versuche zur erneuten Etablierung neuer ungeschriebener Regeln und Werte von den leidtragenden der Gesamtentwicklung selbst torpediert werden, mit dem Hinweis auf ihre unveräusserlichen Rechte als Individuum.

Gruss,

Thorsten Haupts

yast2000

12. Februar 2012, 13:04

HansMeier555: "Bis in das 20. Jh. hinein galt Hannover als Pflegestätte guten Tons und des besten Deutsch, und es gibt alte hannoveranische Familien, die davon noch heute überzeugt sind."

*

Mariae Gloria von Thurn und Taxis (* 23. Februar 1960 in Stuttgart-Degerloch) ist eine deutsche Unternehmerin und Managerin. Ihre wohl bekannteste Äußerung stammt aus der Talkshow Friedman vom 9. Mai 2001: „Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.“ Im September 2008 äußerte sie in einem Interview mit der Bild am Sonntag: „Die Afrikaner sind mitnichten anders drauf als wir. Dass die mehr schnackseln, hat mit den klimatischen Bedingungen da unten zu tun“, da diese wegen des warmen Klimas weniger Kleidung tragen.

*

Ach, Deutschland! Deine Nachkommen....

hangeier333

12. Februar 2012, 13:37

Sieht man sich die Zahlen der nach Herumschnackselei alleinerziehenden Mütter im Beitrittsgebiet an, muss man sich um Lumpenproletariat keine Sorgen machen.

Don Alphonso

12. Februar 2012, 13:53

Jeeves, das Sterben in Bayern ist immer noch ein eher öffentlicher Akt; damit es auch jeder weiss, gab es eine grosse Anzeige im Lokalblatt mit seinem Bild aus jüngeren Tagen. Das Komische ist, dass die Sitten hier, im Vergleich mit dem Tegernsee, schon recht verschliffen sind, aber im Vergleich mit Berlin etc. ist es immer noch recht wohlbekannt, was so passiert. Da dent sich hier auch keiner was dabei, man ratscht halt, wie man über alles so ratscht.

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FRüher stand man am Totengedenktag übrigend noch als Familie auf dem Friedhof, ging zu anderen bekannten Familien und unterhielt sich über die Toten und die letzten Dinge. Das ist noch gar nicht so lang her bei uns.

yast2000

12. Februar 2012, 14:30

hangeier333: "Sieht man sich die Zahlen der nach Herumschnackselei alleinerziehenden Mütter im Beitrittsgebiet an, muss man sich um Lumpenproletariat keine Sorgen machen."

*

Stimmt. Die nicht alleinerziehenden Betrittsfrauen und jetzigen SUV-Mamis sind vorher alle freiwillig in den Westen gezogen, sind aber dafür jetzt vom Gatten abhängig. Ein einziges Elend, wohin man auch schaut....

muscat

12. Februar 2012, 14:30

Dieser Beitrag hier, genauso wie der Vorabdruck von Daths/Kirchners Buch in der heutigen FAS sind ein prima Wort zum Sonntag - und vielleicht auch noch mehr?

Ich wünsche es mir jedenfalls.

The Great Artiste

12. Februar 2012, 14:40

In der Welt von heute hat der Sachzwang eben kein Gesicht mehr, was früher einmal der mehr oder weniger freundlich, mehr oder weniger deutlich vorgetragene Wunsch einer anderen Person war, ist heute ein Koeffizient, der nicht aus dem grünen Bereich rutschen darf.

Das ist das unausweichliche Schicksal der digitalen Gesellschaft, dass man jede Zigarettenpause EU-ausdifferenziert evaluieren kann.

Die Schlacht gegen die Windmühle ist eine zentrale Aufgabe in der grossen Casting-Show geworden: Wie werde ich der neue Mauschelmeier?

Wie kriege ich die blondeste Tussi mit den grössten Möpsen und den höchsten Absätzen erst in mein schwarzes SUV und dann in mein Loft-Schloss, auch wenn das eh nur der Bank gehört?

di

12. Februar 2012, 14:57

..die Bank ist ganz schön; so eine gab es bei uns auch; von dort aus konnte man den Hirschen zuschauen und den kleinen Ziegen oder die Dalien gegenüber beim blühen beobachten. Daneben verschiedene Ziergräser, Bärenfell und Blauschwingel, Lampenputzer.

Das Gestell einer solchen Bank ist i.d.Regel aus Eisen und sollte einmal im Jahr lackiert werden, Lehnen und Sitzfläche werden aus stabilem Holz gefertigt. Um es vor den Witterungseinflüssen zu schützen empfiehlt der Fachmann auch hier eine ordent-liche lackierung!

Bänke heute sind nicht mehr so hübsch. Oft werden sie ganz aus Kunststoff gefertigt, werden bleich oder spröde oder eine haben eine unattraktive Farbe.

Die Rose rechts auf dem Bild(ist es eine?) sollte geschnitten werden!

fionn

12. Februar 2012, 15:01

Bald pensioniert erst mit 72 Jahren !   (Auf Teletext)  

Was für einen Beruf kann man/frau bis 72 ausüben ???

E.R. Binvonhier

12. Februar 2012, 15:33

DerTiger@ Wir von Facebook machen Sie vorsorglich und nur zu Ihrem Besten darauf

aufmerksam, dass bei Spenden und Trinkgeldern die 10Euro übersteigen eine Finanztransaktionssteuer an uns fällig wird- Mindesthöhe 5Euro.

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Mit freundl.Gruß

Ihr Algorithmus XYZ

.

PS. Sicher werden Sie einsehen, dass wir nur so die Kosten für unsere Nutzer gering

halten können. Sie werden sich nicht unsozial und unsolidarisch verhalten wollen.

E.R. Binvonhier

12. Februar 2012, 16:12

"Was für einen Beruf kann man/frau bis 72 ausüben???"

.

fionn, Jeden!!! Es gilt der Spruch: Ihr tut so, als wenn ihr uns bezahlt und wir tun so,

als wenn wir arbeiten.

.

Die Algorithmen interessiert das nicht.

Schluchten-Ossi

12. Februar 2012, 16:42

@Fionn, 15:01: Dirigent.

Der Tiger

12. Februar 2012, 16:56

@fionn – Die meisten gesellschaftlich notwendigen und/oder kommerziell einträglichen Arbeiten sind auf traditionelle 9-5, 40 Std/Woche zugeschnitten. Nur mal so ein anderes Beispiel, mein Schwiegervater (in den USA) kommt aus einer Farmerfamilie, wo man selbstverständlich arbeiten musste solange man konnte. Heute ist er 92, gesundheitlich nicht mehr so ganz fit. Trotzdem arbeitet er immer noch mehrmals in der Woche in einen Charity Laden.

Michael

12. Februar 2012, 17:07

@fionn

Dann prüfen wir wohlwollend die Wette der Deutschen Bank gegen Lebensversicherungen. Die setzen einen natürlichen Tod voraus. Sogar bei Politikern. Prospekt mal unter die Lupe nehmen. Das scheint sinnvoll zu sein.

Chris

12. Februar 2012, 17:14

http://www.imagico.de/

Werter Don,

sehr schön, meiner Meinung nach einen der besten Ihrer Texte in jüngerer Zeit.  Der Dr. B. steht so wie Sie ihn darstellen ja für eine ganze Reihe von Qualitäten, die in der heutigen Arbeitswelt kaum mehr Bedeutung haben.

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Ich weiss garnicht mehr, ob das Thema Pünktlichkeit und ihre gesellschaftliche Bedeutung hier schonmal behandelt wurden.  Alleine über den richtigen Zeitpunkt, bei einer Einladung oder zu einer Verabredung zu erscheinen lassen sich sicherlich ganze Bücher schreiben.

hansgeier333

12. Februar 2012, 17:23

yast 14:30, sie lassen sich doch gerade alle scheiden, 2x ten years after, die Wänste und Wänstinnen sind groß und an der Uni, der Alte macht schlapp, das tattoo und  die piercings sind gerahmt, auf zu neuen Ufern!

T.I.M.

12. Februar 2012, 18:00

Werter Don,

die Geschichte des Dr. B ist sicher eine anschauliche Parabel, aber Ihrer Schlussfolgerung widersetze ich mich auch heute, nach nochmaligem lesen (nachdem ich gestern Nacht zunaechst von einer Kommentierung abgesehen habe). Ist es nicht so, dass die Autoritaet des Dr. B aus seinem lebenslangen, vorbildlichen Wirken resultiert, nicht aus der Zugehoerigkeit zu einer Klasse? D.h. er wird wegen seiner Leistung respektiert, nicht wegen seiner Herkunft. Wobei natuerlich interessant zu sehen ist, dass die gehobenen bayerischen Klassen offenbar dasselbe Tugendverstaendnis wie (sau?)preussische Offiziere besitzen.

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Wenn es tatsaechlich so ist, dass die Pflegerinnen nun ihre Aufgaben nicht mehr vernuenftig erfuellen koennen (was ja an sich schon ein haessliches Bild ist: Ohne Anleitung durch den Arzt sind die dummen Schwestern/Pflegerinnen [gleichsam seine natuerlichen Untergebenen] nutzlos), dann beduetet das, wenn keine anderen neuen Belastungen zufaellig gleichzeitig aufgetreten sind, doch in erster Linie, dass die lokale (!) Organisation dieses Dienstes sehr zu wuenschen uebrig laesst.  

perfekt!57

12. Februar 2012, 18:02

emanzipation des mannes par exellence: friede springer hat in rund 12 jahren zwischen ca. 1985 bis ca. 1997 ca. 120 millionen mark an abfindungen für gescheiterte vorstandsvorsitzende gezahlt oder zahlen müssen. sagt sie selbst. ganz ehrlich und normal. und das reinste chaos gewesen auch. und lag nicht an ihr. sondern an den männern von damals. man/frau(!) lese: www.amazon.de/.../3548368344

.

will sagen: a. das ist nicht neu, und b. geht heute ohne. weil frau direkt keine "möchtegern-kampfhähne" mehr einstellt. und c. weil die soziale intelligenz unter frauen sich stattdessen mutiger und klüger mehr der öffentlichkeit zuwendet. also ganz einfach und besser direkt selber chef ist. (die neuen weiblichen stützen gingen dem don a. bisher also eher durch?) und d. werden die summen bei weiter global gut funktionierendem kapitalismus und unverändertem männlichem testostern global weiter höher werden, wenn auch woanders tendenziell eher stärker als hier.

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und bislang noch kein kommentar zum gegen den beitrag montierten lampedusa-zitat? läßt auch tief blicken, wenn man so will.

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Man weiß: "Die Familie Tomasi war eine der ältesten und einflussreichsten Familien der sizilianischen Aristokratie. Doch verlor sie an Einfluss und musste viele ihrer Güter verkaufen. In den folgenden Jahren ging er zuerst wieder nach Rom, danach immatrikulierte er sich an der Universität Genua, ohne aber einen Abschluss zu machen. Er unternahm zahlreiche Auslandsreisen." Und heiratete eine Psychologin. Und sein Werk wurde erst nach seinem Tode bekannt. de.wikipedia.org/.../Giuseppe_Tomasi_di_Lampedusa - überaus sinnvolles leben in der damaligen zeit also, so wäre evtl. zu konstatieren.

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denn andere krochen zu hofe (mussolini) und schrieben und glaubten und schrieben schlimmsten mist.

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lampedusa aber hielt sich, wenn man so will, stattdessen im richtigen leben (um durchzukommen) wie eine art "aristokratischer buddenbrook" oder "tonio kröger". "verfall einer schicht" also bei don a. heute. und selbstverständlich gut gewählt.

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(aristokratisch-intellektueller faschismus, wie bekannt, auch nahe allseits üblicher reiseziele: de.wikipedia.org/.../Gabriele_D%E2%80%99Annunzio  www.gardainforma.com/.../vittoriale.html - gab wohl früher sogar flieger und dummköpfe auch.)

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kurz und gut: westviertel sind westviertel - und die herkunft des geldes aus betrieben und von menschen ist etwas anderes. und hält sich nach lebensbereichen getrennt. weil so banal. (... und "die refinanzierung" kam vor der industriealisierung vom felde & den leibeigenen, man weiß.)

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und grüße.

perfekt!57

12. Februar 2012, 18:31

und im übrigen stimmen natürlich die zu konstatierenden globalzahlen mit don's subjetiven befunden um sich herum überein. (die faz lässt alerdings die zahlen richtigerweise weg, denn "die schicht westviertel" hat nun mal die "in-between" zu sein; ist (aus ihrer eigenen sicht) richtigerweise am besten die, die geschmeidg alle veränderungen mitmacht, ohne zuviel wissen zu wollen oder zu sollen: ihr gesellschaftlicher platz garantiert ihr überleben - nicht absoluter oder relativer reichtum oder einfluß)

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daher dem zum trotze hier ausnahmsweise doch einmal die (ausserhalb der faz) ansonsten allgemein eben doch gut bekannten zahlen (hier: aus einer aktuellen ftd halt):

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Land/BIP/Einwohner/Wachstum/Inflation/Arbeitslose/Etatdefizit/Leitzins

.

USA/11.203 Mrd./308 Mio/3,1%/1,1%/9,6% /-9,9%/0,25%

EU  / 8.979 Mrd./329 Mio/2,1%/1,9%/10,1%/-6,3%/1,0%

D    / 2.409 Mrd./ 82 Mio./3,9%/1,3%/6,7% /-3,0%/-

.

es scheint eindeutig: wenn die usa mit 308 mio. menschen 11.203 mrd bip machen bei 3,1% wachstum, wir aber in der eu mit 328 mio. menschen nur 8.979 mrd bei 2,1 % wachstum, heißt das - und zwar trotz der guten zahlen deutschands alleine, welche hier objektiv im europäischen durchschnitt verpuffen - dass ein ein- oder aufholen zu den usa auf basis der gegenwärtigen verhältnisse/zahlen bis zum sankt-nimmerleinstag entfernt läge - nein mehr noch: wir und die eu jedes jahr weiter ins hintertreffen gerieten.

.

denn wenn 11.203 mit steigerung 3,1% davonziehen, schließen 8.979 mit steigerung 2,1% eben nie auf. sondern fallen täglich/stündlich weiter zurück.

.

und deswegen hörte der alte kontinent unserem don a. eben womöglich auch so gerne zu. wäre halt auch netter, wenn man so wollte. und förderte so richtigerweise eben auch das "in-between". und alles andere dann eben, man weiß es, halt nicht mehr ganz so wichtig.

.

und selbstversändlich beinhaltet hier nichts und niemand ein resignatives moment, wie auch?

.

und grüße.

Köstlich

12. Februar 2012, 19:33

@perfekt!57: Fragt sich nur, wie lange die USA die Formel

.

Wachstum = Etatdefizit + Aussenhandelsdefizit

.

noch durchhalten.

Dreamtimer

12. Februar 2012, 20:00

@Great Aristide. Sie haben gut erkannt, dass das gesellschaftliche Leben zu einer Art Ersatzhandlung geworden ist.

.

Als wir noch Freudianer waren, galt Kultur als Sublimierung unbefriedigter Triebe. Heute gilt die ganz und gar sichtbare Befriedigung der Triebe, v.a. der Geld und der Sexualtriebe, als eine Art Ersatz für einen fundamentalen Konstrollverlust, der an niemanden bestimmtes abgetreten wurde. Verlotterung als Ausdruck der Unverantwortlichkeit, Die Marxisten nannten das systemtheoretisch "Das Interesse des Kapitals" im Gegensatz zum Klasseninteresse der Kapitalisten. Aber man muss das nicht allein auf das Kapital beschränken.

.

Ich erinnere mich an einen jungen Musiker, der in einem Interview einmal sagte, dass das Netz noch gieriger sei als der Markt, dass es einen totalen Anspruch erhebt, der ausserhalb des Tauschs und des Vertrags angesiedelt ist. Seit Gordon Gecko's Jahrhundertrede vor den Managern der Old Economy wissen wir wie gut Gier ist, aber bei Gecko war sie noch personalisiert in ihm selbst und in der Gestalt der "Räuberbarone" der goldenen Jahre des amerikanischen Kapitalismus. Wenig später verblasste diese Romantik schon wieder und wich den Versprechen der ersten Welle der Internetwirtschaft und den Erfindungen der Finanzingenieure, die vorher ihren Doktor in Superstringtheorie gemacht hatten, eine Leidenschaft für Pokerstrategien besaßen und Tradingplattformen mit Software fütterten, bei denen Mikrosekunden über Deal und Nicht-Deal entscheiden. Auch hier ist die öffentlich zur Schau gestellte Gier von Betrügern und Abzockern längst theatralische Folklore, weswegen "Occupy Wallstreet" es auch so schwer hat, seiner Freund/Feind-Unterscheidung eine realpolitische, statt eine populistische Wendung zu geben. Das ist nicht einfach ihr Unvermögen. Es kann auch sonst keiner.

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Die Welt ist schön unter dem Schnee und zu Dark Ambient Klängen.

Don Alphonso

12. Februar 2012, 20:16

Baehring oder wie immer der heisst, der mir die Kommentare vollmüllt: Ich schalte das eh nicht frei. Es bringt also nichts.  

E.R. Binvonhier

12. Februar 2012, 20:28

Köstlich@Die USA ist seit 60 Jahren wieder erstmals unabhängig von Energieimporten, auch aus dem mittl. Osten.

Das reduziert das Aussenhandelsdefizit ganz erheblich.

E.R. Binvonhier

12. Februar 2012, 20:36

... die Energieeinsparpotentiale sind dort auch größer, als bei uns. Wo man immer schon

gespart hat, bleiben nur noch 'peanuts' übrig.

ThorHa

12. Februar 2012, 20:38

@Dreamtimer:

Hmmm, das Gefühl, Kontrolle an irgendwas Geheimnisvolles abgegeben zu haben, dem man kein Gesicht geben kann? Oder gar an gar nichts und niemanden? Kennt jeder Mitarbeiter grösserer Projekte. Man kann diese, nach einer gewissen Einarbeitung, dennoch steuern - auch, wenn irgendwo immer irgendetwas schiefgeht. Nur haben Grossprojekt-Prozesse keinerlei Ähnlichkeit mehr mit den groben Regeln, nach denen wir uns im Alltag wie im Schlaf zurechtfinden, deshalb wirken sie so gesichtslos. Kein Bösewicht, keine Geheimorganisation, keine Aliens :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

tiberiat

12. Februar 2012, 21:03

Vielleicht ist es heute schwieriger ein Dr. B. zu sein, in den lauten Zeiten,

bei all dem Wortgeklingel;

in seichtem Fahrwasser hatten es Leute mit Tiefgang schon immer schwer, und laute Medienpräsenz ist nicht Jederfraus/manns Sache.

Champus für den Haupstadtslum, sollen die sich doch besaufen, an sich,

3 Mrd. wollen ausgegebn sein, und das ist gut so.

rainer zirbs

12. Februar 2012, 21:41

...nein, diese Zeit gibt es nicht mehr. Selbst wenn preussische Pflichtauffassungen

in Charme gewickelt werden, kommen sie nicht an. Dabei ist es genau das, was eine Gesellschaft (nicht Gemeinschaft) zusammenhält: der macht das der andere macht ds und ich kann mich darauf verlassen.. Wo ist sie hin, diese Zeit???

salonsurfer

12. Februar 2012, 22:23

Don, guter Beitrag, der den Wandel vom fürsorglichen Onkel Doktor hin zur Optimierung der "Mitarbeiterevaluationen" treffend beschreibt. Auch ich erinnere mich gerne an einen vergleichbaren Dr.Müller, der schon mal am Wochende ans Krankenbett eilte, Fahrtkosten dafür aber nicht in Rechnung stellte - vorbei.

yast2000

12. Februar 2012, 22:30

http://youtu.be/oe5N_jXD9zI

Flash And The Pan — Lights In The Night (Vanda Young)

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Sittin', in the kitchen

Coffee on the boil

Starin' at the bakin'

Goodby olive oil

*

Thinkin' of the feelin'

Have another smoke

I've got money in my pocket

But I'm feelin' broke

*

Try to, read a paper

Try to, read a book

Walk another circle

Hanging on a hook

*

Talkin' to the ceilin'

Feelin' kinda ill

If the radio doesn't get me

The TV will

*

Lights, shinin' bright

What's it like? In the light?

Come down, lights in the night

Come on down, lights in the night

*

Standin', by the window

Balance on the brink

Kiss another bottle

Sink another drink

*

Throw away the feelin'

Throw away the pill

If the bottle doesn't get me

The thinkin' will

*

Lights, shinin' bright

What's it like?

In the light?

*

Come down

Lights in the night

It's easy to believe

Lights in the night

perfekt57

12. Februar 2012, 22:55

http://perfekt!57

@köstlich

.

ein weites feld. und eigentlich schon fast OT - jedenfalls nur im höchst weitgefassten sinne noch zu intergrieren. aber sei's drum:

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eine möglich antwort wäre evtl. auch "solange die welt die us-army noch fürchtet", eine andere "solange wir an das überwiegend gute als aus den usa kommend (noch) glauben - und daher kredit gewähren". etc., etc.. (und sollte bessere gründe geben: ja!)

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wirklich nur ganz am rande: interessant scheint uns ganz allgm. eher zu sein, dass es eine begründete oder unbegeründete "selbstblindheit" der deutschen gibt, was dies angeht, eine vorsichtige selbstbeschränkung des öffentlichen wahrnehmungsradius, welcher zumindest vorgibt, nicht viel mehr wissen zu wollen, als die faz schreibt - oder bloggt. und daher auch keine (mit-)verantwortung zu tragen braucht. hier ab ca. 46:30 bis ende, speziell ab 48:59 www.charlierose.com/.../11726 sagt im letzten sommer der damalige höchste soldat der usa sinngemäß wenn man so will eben auch, dass die jungen führer, die jetzt in afghanistan und im irak kämpfen und führen gelernt haben, ihr land auf basis dieser erfahrungen wahrscheinlich sicher und stabil durch die kommenden 2-3 jahrzehnte bringen werden, so wie sie, die heutigen mit- u. endfünfziger das auf basis ihrer lebens- - welche eben auch war kampferfahrung - eben auch getan haben.

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und wenn man zuammenzählte würde man sehen, dass 25 Jahre x 11.000 Milliarden Dollar p.a., plus 2-3% wachstum p.a. eine ziemliche menge zu verantwortende werte ergäbe. und dass wir alle am ende an den erwägungen solcher rationalität mit dranhängen, neben deutschland eben auch die westviertel mit.

.

und dann wären vielleicht 6000 milliarden dollar "ausbildungskosten" in/für zwei kriege in irak & afghanistan, nebst all der bedauerlichen opfer eben doch teil einer tatsächlichen oder angeblichen rationalität, anteilig wenige prozentpunkte bloß. wie gesagt: aber in deutschland oder europa scheint sich keiner für solche sichtweisen zu interessieren, geschweige denn für öffentlich geäußerte politische mitverantwortung einzusetzen, weder pro noch contra. (u.a. gar, weil ganz einfach die blickwinkel zu eng wären?)

.

aber nur am rande: geschichtsschreibung und verantwortungübernahme am beispiel von einzelschicksalen ist auch interessant.

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@ don

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"Jetzt liegen die Aufgaben wie eine breiige Masse bis zum Dienstschluss vor ihnen. Prompt laufen die früher recht verlässlichen Termine aus dem Ruder. Die neue Flexibilität löst die alte Ordnung auf. Aus dem Zwang, den Willen des Doktors zu befolgen, wird der Zwang, in einem unübersichtlichen Umfeld dauernd neue Entscheidungen selbst zu treffen. Das wird sich fraglos wieder einrenken."

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oder auch nicht. the times, they are a changing. und ist auch überliefert:

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"an den Satz hat denken, den Thomas Mann Goethe in den Mund legt: „Und wenn ich tot bin, werden sie Uff! sagen, und sich wieder ausdrücken wie die Ferkel.“"

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so kann es eben auch kommen - und sieht fast so aus, als würde es für die nahe zukunft zumindest und bis auf weiteres so kommen: die systemantworten unterschiedlicher schichten und viertel können sehr wohl auch eine funktion der zeit sein, unser gastgeber deutete es ja schon an. goethe.musagetes.de/schulz.pdf

jean-jacques

13. Februar 2012, 00:20

Große Klasse! werter Don. Zum Bild gehört indes auch, dass in den Zeiten der Praxis des seeligen Dr. B. noch kein Otto Normalo den Pflegedienst sich hätte leisten können. Heute Kassenleistung.

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Mit den modernen Bewertungssystemen ist‘s wie mit jedem Instrument. Zb. Gute Leute mit schlechtem Selfmarketing können entdeckt werden, Erbhöfe verlieren ihren Glanz.

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Trotzdem schließe ich mich der Frage an: “Effizienz? Wer hat diese Maxime erfunden und cui bono?“

jean-jacques

13. Februar 2012, 04:50

@Di (14:57): Werte Di, in Köln gibt es (wieder) glückliche Bänke! Die Zeit der UV-verschossenen, hässlich-farbigen Plastikdinger ist vorbei - hurra!

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www.koelner-gruen.de/.../Projekt_Boll_Stiftung_Baenke.mfpx

Köstlich

13. Februar 2012, 08:00

@ E.R. Binvonhier: Wenn die USA so unabhängig sind, warum ist dann die Strasse von  Hormus ein so beliebter Platz für deren Flugzeugträger?

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@perfekt!57: Die USA sind wohl auch so eine Konstante wie der Dr. B. In Dankbarkeit für grossartige frühere Leistungen verzeiht man so einiges. Europa kann die Welt nicht "leaden", am wenigsten mit einem wirtschaftlich starken aber überzeugungsschwachen Deutschland im "drivers seat". Da "lackt" derzeit etwas unsere "credibility".

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Unter Brioni Gerd, Taxi-Joschka und früher Ruhrschlot-Schmidt waren wir da schon einmal auf besserem Wege. Weltpolitik ist wohl nix für bürgerliche, mit Jägerzaun um Kopf und Garten.

Dreamtimer

13. Februar 2012, 09:32

TorHa: "Hmmm, das Gefühl, Kontrolle an irgendwas Geheimnisvolles abgegeben zu haben, dem man kein Gesicht geben kann?"

Das ist doch ein Grundmotiv der Moderne, dass die bestimmenden Kräfte eben nicht mehr anthropomorphisiert werden. Statt Reigen von Engeln, die dem Herrn Don so am Herzen liegen, malte man eben abstrakte Formen und brachte eine Art barocken Minimalismus hervor. Das ist nicht geheimnisvoll im Sinne einer im verborgenen wirkenden Intelligenz. Unsere Götter heißen eben Klickrate oder Einschaltquote, Renditesteigerung und Kundenzufriendenheit, Wählerstimmen und Marktanteile. Sie sind durchaus messbar und nicht obskur, aber es gibt kein kausales Modell für sie und sie sind nicht projektierbar. Sie sind auch nicht "kollektiv", wenn dies im Gegensatz zu "individuell" gefasst wird, wie dies lange Zeit in der politischen Rhetorik der Fall war. Die auch hier im Forum geäußerte Abneigung gegen alles numerische ist ein Affekt gegen die Oberfläche. So als könne man die anonymen Kräfte bändigen, indem man eine noble Gesinnung entwickelt.

HansMeier555

13. Februar 2012, 09:37

Mit der Ausbreitung der Planwirtschaft wachsen auch die Betrugsmöglichkeiten und mit diesen der allgemeine Zynismus.

Raoul

13. Februar 2012, 11:04

http://www.goodnewstoday.de

Wenn ein Beruf noch eine Berufung ist, man die Möglichkeit hat in seinem Tun aufzugehen, dann ist es richtig und auch die Eigenarten des Handels seien nebensächlich. Wie häufig werden wir heute in messbare Schubladen gesteckt, Benchmarking, Tracking und quantative Zielvorgaben. Nicht der Mensch mit seinen ganz individuellen Fähigkeiten steht im Vordergrund, sondern sein Mitwirken für die Ziele anderer. Nun gut, das macht den Kühlschrank voll und sichert die Urlaubsreise, doch am Ende verkümmert so manches in einem drin. Alles hat seinen Preis, aber dieser sollte niocht zu hoch sein.

Hier eine Geschichte über meinen Vater, der mit 75 noch arbeitet und dabei glücklich ist, denn sein Beruf ist seine Berufung (nichtkommerzieller Link) -

goodnewstoday.de/.../mein-vater-hat-geburtstag-und-wird-75-jahre

yast2000

13. Februar 2012, 11:09

perfekt!57: "... dass es eine begründete oder unbegeründete "selbstblindheit" der deutschen gibt, was dies angeht, eine vorsichtige selbstbeschränkung des öffentlichen wahrnehmungsradius, welcher zumindest vorgibt, nicht viel mehr wissen zu wollen, als die faz schreibt - oder bloggt. ..."

*

Die FAZ blickt leider auch nicht mehr durch, schade drum! Da lob ich mir doch Don Alphonso: Seine bayrische Weltsicht ist zwar auch extrem beschränkt, aber bezieht sich wenigstens auf seine Welt und behauptet nicht, Dinge zu wissen, die er nun mal nicht kennen kann. Vor allem neigt er nicht zu dieser entsetzlichen, deutschen Eigenschaft, böse zu werden, wenn jemand eine Wahrheit ausspricht. Nur an seiner Berlin-Neurose müssen wir noch ein bisschen arbeiten, aber das Problem wird sich erfahrungsgemäss früher oder später in einer verunglückten Liebesaffäre auflösen...

colorcraze

13. Februar 2012, 11:52

@Dreamtimer/ThorHa: Ja, "Prozeß" ist das Stichwort der jetzigen Zeit, es wird alles prozessiert (nicht mehr gekocht) und allem und jedem der Prozeß gemacht, solange noch jemand da ist, der das auf sich nimmt. Allerdings trägt es ähnlich geisterhafte Züge wie menschenleere Roboterhallen. Eine Art Sozialwüste.

HansMeier555

13. Februar 2012, 11:59

Günter de Bruyn, neue Herrlichkeit.

.

Oder welches Altersheim die DDR-Nomenklatura bevorzugte.

Der Tiger

13. Februar 2012, 12:17

@jean-jaques – es ist nicht nur so, dass sich heute Otto Normalo in Deutschland den Pflegedienst leisten kann, sondern dass auch Wohlsituierte ihn bezahlt bekommen. Mich hat das seinerzeit erstaunt. Meine Mutter hatte geerbt und war deswegen finanziell versorgt. Trotzdem bekam mein Vater für sie Pflegegeld (so hat er mir das jedenfalls stolz gesagt). Sogar die Windeln wurden bezahlt. Weder mein Vater noch meine Mutter haben je in diese Kasse eingezahlt.

.

Das für die Alterspflege nicht ausgegebene Familienvermögen erbt unsere Generation, kaum versteuert, weil bei der letzten Erbschaftsteuergesetzgebung der Freibetrag anständig erhöht wurde.

The Great Artiste

13. Februar 2012, 12:35

Das Problem liegt vielleicht auch daran, dass niemand mehr die Gelegenheit hat, in seinen Beruf so hinein zu wachsen, dass er zur Berufung wird.

Der Datenoverkill, in den wir in allen Belangen des Lebens hinein leben, wenn wir nicht die ganz dumpfe Schiene Fi..en, Fressen, Fernsehen fahren, gibt uns immer das Gefühl, nicht genügend getan zu haben. So sehr wir uns anstrengen, immer sehen wir einen, der das ganze anscheinend noch erfolgreicher, noch effizienter auf die Reihe bringt.

Da können die Erfolgserlebnisse, die Rückmeldungen "ich bin ok" dann manchmal nur noch auf ziemlich basaler Ebene punkten.

Deswegen diese Stellvertreterkriege um Riemchensandalen mit 15cm Absätzen, tiefergelegte Geländewagen( was für ein Schwachsinn) und teure Charity Events, die eigentlich stinklangweilig sind, aber bei denen man gesehen werden musste.

Mit Deinem ersten Smartphone wirst Du in den ganzen Wahnsinn hineingeboren, und hast gar nicht mehr die Chance, auf einer Open-End Hippie Tour mit einem alten VW-Bus Dir über Dich und Deine Ziele etwas klarer zu werden, weil schon an den Rändern der EU der Bürgerkrieg los geht, und da wo es noch friedlich ist, überall Schilder stehen, dass das Parken von Wohnmobilen verboten ist.

Wenn man sich vorstellt, dass Afghanistan in den 60ern ein Freak-Paradies auf dem Weg nach Indien war, dass Mexiko der wilde Süden von New Mexico war, in dem es noch nicht üblich war, Morde an Wildfremden als Initiationsritus zu begehen.

.

Wir müssen in unserer Gesellschaft Freiräume vom grossen Hamsterradeln schaffen, in denen wir uns klarer werden können, was wir wirklich wollen. Selbst wenn wir zunächst nur so weit kommen, zwischen Flip Flops oder Turnschuhen, Land Rover oder Smart Cabrio uns eine eigene Meinung zu bilden.

Kalchas

13. Februar 2012, 12:55

@perfekt!57

Zu diesen Zahlen

USA/11.203 Mrd./308 Mio/3,1%/1,1%/9,6% /-9,9%/0,25%

EU  / 8.979 Mrd./329 Mio/2,1%/1,9%/10,1%/-6,3%/1,0%

D    / 2.409 Mrd./ 82 Mio./3,9%/1,3%/6,7% /-3,0%/-

ist zu sagen, daß bei ausgiebiger Extrapolation nicht nur D die USA überholen wird, sondern dann natürlich auch die EU vor den USA liegen wird, da die EU ja von D mitgezogen wird. ('Die EU spricht dann deutsch.') Die Exponentialfunktion ist eine ganz wunderbare Sache. Die Ausgangsbasis ist völlig egal, es kommt nur auf das Wachstum an. Mathematiker wissen das, und Neoliberale glauben es.

Gruß K

yast2000

13. Februar 2012, 12:59

HansMeier555: "Günter de Bruyn, neue Herrlichkeit. Oder welches Altersheim die DDR-Nomenklatura bevorzugte."

*

Wow! Feudalismus-Meier hat als Hobby jetzt eine neue Gesellschaftsordung, von der er keine wirkliche Ahnung hat. Wie wäre es denn mal mit den Mayas oder der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung? Oder Anonymus?

E.R. Binvonhier

13. Februar 2012, 13:09

Köstlich@Die Straße von Hormus ist das Problem der Europäer auf ihrem Weg nach

Indien:-)

Die USA ist Weltmacht und kann ihre Interessen verfolgen ohne selbst wirtschaftliche Nachteile befürchten zu müssen. Das gleiche gilt für das östl. Mittelmeer.

Sie können zulassen, dass sich die Europäer -auch Deutschland - dort aufspielen und

auf 'wichtig' machen. Wäre ich ein US-ler würde ich mich totlachen.

yast2000

13. Februar 2012, 14:28

http://youtu.be/ls8EW0d0o1Q

Na gut! Eine Philosophendroge gibt es noch...!

-----------------------------------------

Flash And The Pan — First And Last

-----------------------------------------

*

In the wheel of turning circles

In an orbit of the moon

Through a maze of moving pathways

There floats a spinning spoon

In spite of its existence

A test for weary heads

A marker for the new man

The road ahead

*

In the middle of the star swarm

An overfill of life There'll be a blinkered star child

Balanced on a knife

Lost to all the glory

Inward looking eyes

Extroverted hero

Losing paradise  (2x)

*

In the wheel of turning circles

In an orbit of the moon

Through a maze of moving pathways

There floats a spinning spoon

In spite of its existence

A test for weary heads

A marker for the new man

The road ahead

donna laura

13. Februar 2012, 14:29

lieber Dreamtimer, ThorHa, The Great Artiste, die wahre macht zeigt sich nicht, sie bleibt im verborgenen (weshalb wuflf so machtlos erscheint, obszön wie er ist).

.

der wahre gott zeigt sich nicht, ihm wird jedoch ordnungsentfaltende kraft und güte zugesprochen.

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die black box der prozessualen algorithmen verbirgt eine den meisten als chaos anzuschauende ansammlung von 0 und 1, die sich gleichwohl - zumindest ursprünglich - nicht selbst generierten.

.

die black box ist nicht die wahre 'macht': sie ist die maschine der 'macht' -

von eliten so gewollt, wie sie ist, denn es ist stets möglich auf die erfordernisse der maschine zu verweisen und sich über eigene handlungsmöglichkeiten auszuschweigen.

.

die wahre macht, die eliten, ist nicht zu sehen für die meisten, sie kann nicht angerufen werden, sie entfaltet keine güte (und verweist lediglich auf eine altersversorgung je nach konformität etc.) und sie entfaltet keine ordnungsgestaltende kraft, die für die meisten sinn entfaltet; demnach ist sie nicht gottgleich, s.o., im gegenteil...

.

der eindruck einer wüstenei ist durchaus gewollt, wirft (jedoch) den menschen i.a. in verzweiflung, hält ihn lenkungsbereit, klein, beschränkt.

.

was wären die sklaven nur ohne ihre herren!

HansMeier555

13. Februar 2012, 14:41

Wirkliche Ahnung.

yast2000

13. Februar 2012, 15:09

HansMeier555: "Wirkliche Ahnung."

*

Ich weiss, aber ich vermisse das Coming out...

Sterngucker

13. Februar 2012, 15:12

http://www.motorbloeckchen.de

.

"Gesellschaft ohne Stützen" ... Rettung naht.

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www.journal-frankfurt.de

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P.S. Gespannt, wer sich morgen bei der alten FAZ-Tante des Themas bemächtigt.

Thorsten Haupts

13. Februar 2012, 15:43

Liebe Donna Laura,

wir können gerne kollektiv wieder in die Zeit zurückkehren, in der auf der Erde unter 1 Million Menschen in kleinen Kollektiven die Mammuts unsicher machte (für yast2000: und sich auf VBärenfellen vergnügte). Bis dahin werden wir uns damit abfinden müssen, dass wirkliche Macht (im Sinne von schneller, radikaler Veränderungsmöglichkeit) gar nicht mehr existiert. Das ist absolut kein Grund, im Rahmen seiner Möglichkeiten nicht Spielräume zu nutzen (und es gibt immer mehr, als man zugibt, denn deren Nutzung ist unbequem). Aber verabschieden müssen wir uns von der Vorstellung, ein Appell an "le etat ces´t mois" und alles wird gut. Wurde es übrigens auch schon damals nicht, aber die Zwänge, denen sich die absoluten Herrscher des 17. und 18. Jahrhunderts gegenübersahen, blieben dem "gemeinen" Volk meistens verborgen. Könnte sein, dass es deshalb glücklicher war ... Wissen bedeutet nicht erst seit Nietzsche die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht.

Gruss,

Thorsten Haupts

jean-jacques

13. Februar 2012, 15:48

@Der_Tiger (12 Uhr): Dass Ihre werten Eltern nicht in ein umlagefinanziertes Modell einbezahlt haben, liegt in der Natur der Sache. Dass ihr sonstiges Vermögen insoweit nicht berücksichtigt wird, ist schon komischer. - Aber es geht noch absurder: Sollten eines schönen Tages die bildungstechnisch fitten Tiger-Babys ihrerseits Nachwuchs auf deutschem Boden haben, werden sie für eventuell ausfallende Lohneinkünfte mit 60 %, max. 1.600 EUR pro Monat "entschädigt". Sollten Klassenkameraden der Tiger-Babys Nachwuchs zeugen im Stande der Hartz-IV-ler, so müssten sie leider auf derlei Wohltaten verzichten. Vielmehr wird ihnen - obendrein - auch noch das Kindergeld mit den bereits gegebenen Sozialbezügen verrechnet. Da fielen einem jetzt schon sehr komische Dinge zu ein. (sorry, das Ihre potentielle Progenitur hier herhalten muss).

.

Erbschaftssteuer in Deutschland kommt im Aufregometer direkt nach dem Arbeitszimmer für Oberstudienräte, bei den Stützen gerne auch für Richter. Öffentlich wird geredet stets von der Verschonung von "Omma ihr klein Häuschen" (S. Gabriel). Und schon etwas verhaltener von der Schonung der wirtschaftlichen Substanz des Mittelstandes. - Kurz: Wenn Sie es geschickt anstellen und über geordnete familiäre Verhältnisse verfügen, können Sie durchaus erkleckliche Vermögen im Laufe von Jahrzehnten steuerfrei ihren Nachkommen überlassen. - Es gibt beachtliche Gründen pro und contra der Erbschaftssteuer. Aber so lange sie in der Welt ist, sollte sie dem Gemeinwesen auch etwas bringen. Das gesetzgeberische Netz besteht indes praktisch nur aus Löchern, durch das auch die ganz fetten Fische mit etwas Geschick elegant durchschwimmen - der fiskale Ertrag steht daher in keinem Verhältnis zu dem Bohei um das Thema.

jean-jacques

13. Februar 2012, 16:10

@Der_Tiger: Nachtrag zur Erbschaftssteuer - die steuerpolitische Zurückhaltung ist ein Grund unter vielen für die erkleckliche Kapitalakkumulation in den Westvierteln.

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Die aktuelle Finanzkrise könnte indes ein Indiz dafür sein, dass die krasse Ungleichheit der Kapitalverteilung Teil des Problems ist (wie es überhaupt an "Geld" aufs Ganze gesehen ja keinen Mangel gibt). Ob nun in den USA eine nach Reallöhnen über zwei Jahrzehnte runtergekommene Mittelschicht sich zu Tode kreditkonsumiert. Oder in Europa die massive Staatsverschuldung zugunsten auch der Aufrechterhaltung der Auszahlungen in den Sozialsystemen eine Wohlstandsillusion auf Pump herzaubert - die möglicherweise die Kehrseite der seit den 90ern massiv gestiegenen Kapitalrenditen der Investoren darstellt.

.

Last but not least ist Staatsverschuldung für Kapitalanleger ein stets ertragreiches Geschäft gewesen. Mit den so finanzierten Investitionen wurden auf der Aktiv- oder Ausgabenseite sicherlich auch Entwicklungen angestoßen, die das Land zum Positiven verändert haben. Auf der Passiv- oder Finanzierungsseite tragen die 2 Billionen deutsche Verbindlichkeiten über die Zinszahlungen indes ganz sicherlich zur Zementierung alter Verhältnisse bei.

Köstlich

13. Februar 2012, 16:16

Kalchas, schön formuliert: <<<Mathematiker wissen das, und Neoliberale glauben es<<<.

yast2000

13. Februar 2012, 17:04

ThorHa: "Thorsten Haupts: "....wir können gerne kollektiv wieder in die Zeit zurückkehren, in der auf der Erde unter 1 Million Menschen in kleinen Kollektiven die Mammuts unsicher machte (für yast2000: und sich auf Bärenfellen vergnügte)

*

Aha, Mammuts haben also neuerdings Bärenfelle, Biologie: 6. Und übrigens, Ihr würdet doch gar nicht erst losgehen und jagen, bevor Ihr nicht recherchiert habt, ob so ein Mammutfell in der Maschine waschbar ist...

yast2000

13. Februar 2012, 17:14

Neue Vorwürfe gegen Christian Wulff: "In Niedersachsen hat am Montagmorgen die Erde leicht gebebt. Die Erschütterung mit der Magnitude 3,0 wurde nördlich von Visselhövede zwischen Rotenburg und Soltau gemessen, wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover mitteilte. Das Erdbeben wurde von Anwohnern verspürt und konnte mit den hochempfindlichen seismischen Stationen registriert werden."

*

Herr Wulff lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf seine Anwälte.

Veil of ignorance

13. Februar 2012, 17:18

Ich finde die Gegenüberstellung im Text lässt sich nicht durchhalten, wenn man die Mechanismen betrachtet.

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Dr. B schafft einen selektiven Anreiz durch seine willkürliche Verteilung von Trinkgeld. Dadurch fungiert er als Hegemon und erzeugt ein Hierarchiegefälle, was die Transaktionskosten senkt. Dennoch bleibt er im Grunde nur Mittler seiner eigenen Normen (strukturierter Tagesablauf).

Institutionalisiert man diese Normen (Serviceangebot geregelter Tagesablauf) würde das auch ohne Hegemonie die Transaktionskosten verringern. Führt man statt des willkürlich verteilten Trinkgeldes nach Gutsherrenart einen Bonus ein, schafft man den gleichen Anreiz für alle. Nachteile gibt es nur für Dr. B: Er muss mehr zahlen und hat kein exklusives Serviceangebot mehr, was zu Prestigeverlust führt. Die Funktion dieser Prozesse kann man dann auch evaluieren, aber im Grunde ist es nur eine Generalisierung von Dr. B`s Normen.

.

Es sind eben nicht die Werte wodurch das Ganze so gut funktioniert, sondern sein marktförmiges Benehmen.

donna laura

13. Februar 2012, 17:31

lieber ThorHa, das schöne an diesem blog ist, dass man ganz wunderbar aneinander vorbeireden kann, und erst die differenz der meinungen - oder was man dafür hält - hält eine unterhaltung am laufen.

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es geht mitnichten um eine rückkehr in ein wasauchimmer.

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es geht darum, sachverhalte festzustellen und daraus letztlich - individuelle - handlungen abzuleiten. nicht mehr, nicht weniger.

Der Tiger

13. Februar 2012, 17:34

jean-jaques – Ich finde dieses 1600 Euro Erziehungsgeld auch bizarre. In Kanada bekam ich 3 Monate Arbeitslosenunterstützung und kann mich noch an eine Diskussion mit einigen Kollegen erinnern, die meinten, das sei falsch, denn Kinder kriegen sei Privatsache. Im Grunde gab ich ihnen in meinem Fall Recht, denn ich hab das Arbeitslosengeld nicht gebraucht und auf unsere Entscheidung, Kinder zu kriegen, hatte es keinen Einfluss. Wenn es nach mir ginge, würde selbst das 3- Monate Muttergeld nur ausgezahlt, wenn das Jahreseinkommen der Frau gleich oder unter dem mittleren Einkommen liegt.

.

Wenn die Tigerbabys ihrer Mutter nachschlagen (was so aussieht), werden sie allerdings die Möglichkeit vorziehen, zu arbeiten und nicht mit dem Erziehungsgeld zu Hause zu sitzen. Ich habe seinerzeit nach drei Monaten mit 25 Std wieder angefangen…. Das war aber ein Angebot meines Arbeitgebers und nur in sofern staatlich gefördert als ich einen größeren Teil der Kosten für eine Live-in Nanny von meiner Einkommenssteuer absetzen konnte. (Das allerdings fand ich vernünftig, denn ich habe einen sozialversicherten Arbeitsplatz geschaffen).

donna laura

13. Februar 2012, 17:35

es ist doch immer wieder seltsam anzusehen, wie der mensch i.a. knurrend, aber einigermassen freiwillig, jedenfalls gutmütig in die etwas inkommode melkbatterie kriecht.

Thorsten Haupts

13. Februar 2012, 17:47

@yast2000:

Ts,ts - aus "Mammuts unsicher machen" auf "Mammuts erlegen" schliessen. Schande über Ihre schmutzige Phantasie. In der Maschine waschen? Welch dekadent kleinbürgerliche Vorstellung. Das übernehmen natürlich Dienstboten - wie auch immer. Und Sie müssen mich wirklich nicht im Pluralis Majestatis anreden - Sire reicht auch :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

Thorsten Haupts

13. Februar 2012, 17:52

@Jean Jaques:

Ich teile Ihren Verdacht re Erbschaftssteuer. Ich bin schon lange für eine deutliche Anhebung und das Schliessen von Schlupflöchern, wenn auch eher unter Gerechtigkeitsaspekten (Angleichung von Lebensstartchancen). Ein Aspekt, den die USA besser handhaben als wir.

Gruss,

Thorsten Haupts

yast2000

13. Februar 2012, 18:18

donna laura: "...es geht darum, sachverhalte festzustellen und daraus letztlich - individuelle - handlungen abzuleiten. nicht mehr, nicht weniger."

*

Donna, ich muss mal!

donna laura

13. Februar 2012, 19:02

pardon, lieber yast2000, aufs töpfchen können sie bei uns nicht mehr, da abgeschafft, weil auch die kleinste zuweilen nicht nur ihren mund, sondern mittlerweile stets auch ihr wasser halten kann.

.

einen eimer hätte ich noch (multifunktional einsetzbar).

yast2000

13. Februar 2012, 19:05

Thorsten Haupts:  @yast2000: Ts,ts - aus "Mammuts unsicher machen" auf "Mammuts erlegen" schliessen.

*

Wie jetzt? Sie bestellen Ihre Mammuts im Tierpark via Amazon per Overnight-Express? Und damit die Nachbarn nichts merken, lassen Sie sich den auch noch als Geschenk verpacken? Wer ist hier kleinbürgerlich?  

nico

13. Februar 2012, 19:26

Man kann auch die Telefonnummer hochladen. Sind ja hier unter uns.

Filou

13. Februar 2012, 19:28

'S wird kindisch, gell?

Vroni

13. Februar 2012, 20:23

Bei dem Wort "Stützen" geht mir ja mir, wie die geneigten Kommentatoren wissen, immer mächtig das Herz auf.

Wahlweise muss ich da an alte tricksende Honoratioren oder bösartigerweise an Stützstrümpfe denken.

.

Oder wenn es ganz hart kommt, an gewisse uralte Stützen der Gesellschaft, die ihren Ruf gar nicht mehr verspielen können.

www.lawblog.de/.../katholische-kirche-darf-kinderficker-sekte-genannt-werden

HansMeier555

13. Februar 2012, 21:00

@Vroni

.

Und ich denk immer an den nächsten Ersten, wenn es wieder Stütze gibt.

Don Alphonso

13. Februar 2012, 21:20

Wie gesagt, Vorlage sind ein Bild und ein Theaterstück sowie meine eigene Ideenlosigkeit. Inzwischen würde mir "Unter Kronleuchtern, auf Persern" besser gefallen.

yast2000

13. Februar 2012, 21:23

Filou: "'S wird kindisch, gell?"

*

Laut Henry-Nannen-Grundschule soll man seine Leser immer dort abholen, wo sie gerade sind.

yast2000

13. Februar 2012, 21:31

Don Alphonso: "Wie gesagt, Vorlage sind ein Bild und ein Theaterstück sowie meine eigene Ideenlosigkeit. Inzwischen würde mir "Unter Kronleuchtern, auf Persern" besser gefallen."

*

Ich würde von Don Alphonso gerne mal Ernsthaftes etwas unter dem Titel "Als die Preußen kurz vor Dachau standen" lesen.

Thorsten Haupts

13. Februar 2012, 21:38

Hochgeehrter Yast,

ich weigere mich, Sie dort abzuholen :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

Thorsten Haupts

13. Februar 2012, 21:42

Verehrte Donna,

das Schöne an diesem Blog ist, dass es der Ersatz für eine Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert ist, die es nicht mehr gibt - den Salon der Dame von Welt. Kamingespräche bei Whiskey und Rotwein, zusammengehalten von einer ebenso klugen wie gebildeten undn taktvollen Gastgeberin. Das Blog ist ein armseliger Ersatz, aber das liegt in der Natur der Sache und nicht am Don!

Gruss,

Thorsten Haupts

Der Tiger

13. Februar 2012, 22:37

@Thorsten Haupts – so armselig finde ich den Ersatz nicht. Auch in den Salons der Damen des 19. Jahrhundert gingen alle möglichen Leute ein und aus und nicht alle haben immer nur hochintellektuelles von sich gegeben.

yast2000

13. Februar 2012, 22:44

http://youtu.be/xpcUxwpOQ_A

Und jetzt für alle Kommentatoren: Hooch-Gullduhr!

*

Die Ode an die Freude - denn Beethoven ist und bleibt der Boss!

donna laura

13. Februar 2012, 23:48

ganz recht, liebe Der Tiger.

Filou

14. Februar 2012, 00:24

Zu 22:37 Uhr, aber man wusste damals wenigstens wie man sich ohne gestelztes Getue den Feierabend versuesste. Die Damen uebrigens hatten alle Physique (!) studiert. Sie waren jung und brauchten das Geld.

.

www.youtube.com/watch

hansgeier333

14. Februar 2012, 00:52

Es gibt sie doch noch, die Salonlöwen, nicht wahr, Meiern? Solange die Tiger nicht als Bettvorleger dienen... same procedure as ev´ry year, James!

HansMeier555

14. Februar 2012, 08:26

Stützen braucht es vielleicht keine mehr, aber Antreiber, Umsetzer, Durchführer, Listenprüfer, Gerichtsvollzieher, Videobildschirmüberwacher, Einlaßkontrolleure und sonstige Sicherheitsfritzen wird es umso mehr brauchen.

fionn

14. Februar 2012, 08:27

 @yahoo2000  13.2  20.31h

Politik bis zum Ueberdruss?  Nein danke.  

Und vor allem nicht heute - St Valentine's Day.  

HansMeier555

14. Februar 2012, 08:28

Der Büttel: Dieses unelegante, allseits verachtete Wesen ist ja schon immer das Symbol der bürgerlichen Ordnung gewesen.

HansMeier555

14. Februar 2012, 09:37

Salonkrokodil

Der Tiger

14. Februar 2012, 09:50

@Filou – die Physik des 19. Jahrhundert konnte auch noch jede Gebildete verstehen. Insbesondere über da Vincis Maschinen kann man höchst elegant plaudern. Aber Einsteins Relativitätstheorie? Da kommen doch die meisten Gebildeten gar nicht mit! Und warum sie im Kern letzten September angeblich widerlegt worden sein könnte?

.

@hansgeier333 - wollen Sie damit ausdrücken, dass ich als Wulffs Bettvorleger enden könnte?

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 10:15

Der Tiger@ Keine Sorge, das traut sich der Wulff nicht; er bräuchte eher einen Pfau,

einen Schlangenbeschwörer hat er schon.

bestpilot

14. Februar 2012, 10:22

Meine Erfahrung mit dem ganzen KPI und Benchmark Geraffel: Es ist teuer und bringts nix. Ganze Horden von Excelquälern glotzen nur noch auf Zahlen die der Rest der Mannschaft versucht irgendwie hinzufälschen. Was inhaltlich passiert ist völlig schnuppe, die Produktivität geht gnadenlos in den Keller, aber alle Ampeln auf grün.

Was mich wundert ist, das Griechenland die Probleme hat und nicht wir, das verstehe ich wirklich nicht.

yast2000

14. Februar 2012, 10:23

Keiner liebt mich! Im Gegenteil, die....

Filou

14. Februar 2012, 11:19

Ja, das habe ich auch schon gehoert: Der gebueldete Besucher des diskreten Hauses diskutierte praeliminaer mit den Maedchen ueber da Vincis Tauchboot. Ohne sicheres Grundwissen liess einen die Leiterin des Institutes garnicht erst in den Salon.

colorcraze

14. Februar 2012, 11:44

@ThorHa 15:43: Richtig, die Zwänge, denen ein LouisXIV unterlag, sah man sich nicht so genau an, aber Macht war damals noch genauer konturiert.

HansMeier555

14. Februar 2012, 12:19

Filou, dz dz.

.

Kann eine Nacht uns Freude machen, der kein reizvoller Abend vorausging?

ThorHa

14. Februar 2012, 12:21

@bestpilot:

Ihr Unverständnis re Griechenland sollte Ihnen den Schlüssel liefern, was an Ihrer poulären Auffassung vielleicht nicht stimmt.

Gruss,

Thorsten Haupts

ThorHa

14. Februar 2012, 12:24

@colorcraze - Machtkontur:

Natürlich. Es gab damals allerdings auch weder wirklich globale Informations- oder Warenströme. Noch Checks and Balances (= Streuung von Macht). Noch die bizarre Idee, als Otto Normalverbraucher alles verstehen zu müssen (dafür war der Dorfpfaffe zuständig). Komplexität erschwert nicht nur die Erkennung der Grundprinzipien, sie wirkt auch auf natürliche Weise machtstreuend.

Gruss,

Thorsten Haupts

hansgeier333

14. Februar 2012, 12:25

Heute nacht eine schöne Reportage bei phoenix über Amur-Tiger gesehen: Nachdem die Russen sie jahrzehntelang gefangen haben, um sie zirzensisch vorzuführen, betäuben sie jetzt diejenigen, die sich der Zivilisation zu sehr nähern und sie gefährden, und wildern sie weit weg in der Taiga aus. Irgendwelche Analogien zu Bild und Wulff???

Don Alphonso

14. Februar 2012, 12:36

Ich habe den dummen Eindruck, dass die einzige konturierte Macht, die es noch gibt, Waffen und Programme sind. Und das macht mir schon ein wenig Sorgen. Einfach, weil beide letztlich von der Verantwortung befreien. Das passiert dann einfach.

Der Tiger

14. Februar 2012, 12:37

@E.R. Binvonhier – Ich habe gerade mit meinem Vater geredet. Ihn hat die Vorstellung köstlich amüsiert, dass seine Tochter als Bettvorleger im Schloss Bellevue landen könnte.

.

Für den Gesprächsstoff mit meinem Vater ist der Wulff eine echte Bereicherung. Wenn ich nicht weiß, womit ich ihn unterhalten kann, bleiben mir immer noch die neusten Wulff Klatschgeschichten. Selbst der 94 Jahre alte Herr konnte noch sehr gut nachfühlen, dass Wulff sich ein Telefon von einem Freund beschaffen ließ, weil er – von seiner Frau unbemerkt – mit seiner neusten Tussi telefonieren wollte.

Don Alphonso

14. Februar 2012, 12:38

Salonhaie unf Salongoldkarpfen.

hansgeier333

14. Februar 2012, 12:47

Don, (W)Affen und (Partei)programme? Der Hintze macht sich gut als (Pf)affe für den Wulff. Ein Pfaffe als Wirtschaftsstatssektierer unter dem schlitzäugigen Bundeswehrarzt. Wie weit könnte die deutsche Wirtschaft expandieren, wenn wirkliche Kenner der Materie am Ruder wären?!?! Waxxtum angesagt!!

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 13:02

"Was mich wundert ist, das Griechenland die Probleme hat und nicht wir,.." bestpilot,

einfach abwarten...

Das Beste um ein Projekt/System von innen heraus zu zerstören ist, man nimmt die

Deutschen mit ins Boot, und lehnt sich zurück...

HansMeier555

14. Februar 2012, 13:11

@Don, 12:36

.

Es gibt auch noch den Sport!

Filou

14. Februar 2012, 13:11

Lieber HansMeier, in meiner naiven Vorstellung (erzaehlte ich mal, dass ich unter Umgehung einer Kindheit von der Postpubertaet uebergangslos in die Midlifekrise geriet?) ging es dort zwar um das Eine, man aber durch lustige Spiele und aufwendige Getraenkebestellungen, sowie kuenstlerische Darbietungen atemberaubender Art, das ersehnte Ereignis weit, weit hinausschob.

Schwups, schon war die Nacht um. Gut gelaunt ging man so zur Fruehmesse, gab dem Bettler eine Muenze, warf ein Weniges in den Klingelbeutel, das Beichten verschob man, denn erst wenn ein grosses Suendenpaket geschnuert war, lohnte sich der Gang.

Oh, gnadenreiche Zeit damals, als Amusement und Effizienz sich menschenfreundlich vermaehlen durften.

Und die Musik war auch besser.

Filou

14. Februar 2012, 13:11

Salonrodler

Kcrk01

14. Februar 2012, 13:39

HansMeier555@: Die Bude ist ausgeräumt, sämtlich stillen Reserven perdu. Diese von Ihnen genannten Nullertypen, samt dem Hosenanzug, bewachen das pure Nichts. Die Gesellschaft?, die können nicht einmal mehr Lufthaken auf Niveau halten.

Schluchten-Ossi

14. Februar 2012, 13:40

So ein Messer sanft zwischen die Rippen angesetzt ist eine sehr konturierte, leicht verständliche Macht.

Bei Programmen bin ich mir nicht so sicher.

Don Alphonso

14. Februar 2012, 13:44

Um es auf östrerreichisch zu sagen: Das eine in der schmierige Ganove am Ring mit dem Feitl, das andere der Unterdrückungsmechanismus von Metternich.

HansMeier555

14. Februar 2012, 13:48

Und die Maggie hat doch recht: Es gibt keine Gesellschaft.

Kcrk01

14. Februar 2012, 13:54

High noon im Salong.

--

Die Saloniere sagt, sogar der Putzfrau sei gekündigt.

Kcrk01

14. Februar 2012, 13:56

....die Dekoration auch schon beim Trödler. Ick sarre Ihnn, det issa, dea pure Nihilismus.

ThorHa

14. Februar 2012, 13:57

@Don:

Ich nehme ja nicht an, dass Sie die Literaturempfehlung noch brauchen - aber zu Ihnen passen ganz sicher Spengler, Toynbee und Zweig :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 13:57

hansgeier333, Ja! einem deutschen Experten ist nichts zu schwööör, die deutschen Medien sind voll davon und wenn sie erstmal anfangen Kontroll-und Verhaltensregeln

für Geister und Monster zu entwerfen, wird es Zeit auf die Uhr zu schauen.

Krck01

14. Februar 2012, 13:58

Salongeiger

Krck01

14. Februar 2012, 14:00

Mit dem vielbenutzten Feitl sauber den Scheitl gerade gezogen.

Krck01

14. Februar 2012, 14:01

Salonhobler

Don Alphonso

14. Februar 2012, 14:02

Nein, ich bin mehr so der Torberg-Waugh-Tucholsky-Typ.

muscat

14. Februar 2012, 14:17

Salonfurzer

ThorHa

14. Februar 2012, 14:18

@Don:

Okay. Dann habe ich Sie unbewusst mit unserem Feudalismusexperten verwechselt :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

muscat

14. Februar 2012, 14:22

ThorHa, ich nehme nicht an, dass Sie eine Anlageempfehlung brauchen - aber zu Ihnen passen gaaaaanz sicher(e) langlaufende Bundesanleihen. :-)

yast2000

14. Februar 2012, 14:33

Ich bin mehr der Writer-Without-A-Country-Typ, Marke Salonschreck. Ich beantworte einfach Fragen, die niemand gestellt hat.

fionn

14. Februar 2012, 14:59

Es geht heute ungewöhnlich rühig hier vor.  Wie wäre's mit einigen Wörter (max. 2 oder 3) von z.B. HansMeier555 zum Thema Sauglattismus (postmoderne hedonistische Einstellung)?  

HansMeier555

14. Februar 2012, 15:25

Ja, aber auch Torber Waugh und Tucholsky brauchten ihre Umgebung. Neumann z.B. hatte seine Österreicher.

Vroni

14. Februar 2012, 15:31

Also für mich ist das der Salon Pour Les Tigres de Salon.

Außerdem ist er einer für Knuffelkragen Katten.

Bassdscho.

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 16:18

Werter Don, das Zentis-bashing wird Ihnen noch leid tun; heute im Supermarkt:Preissteigerung um 30% und die sind nicht die Einzigen. Gut Sie betrifft es nicht, aber

da reicht die Besoldungserhöhung für die deutschen Professoren hinten und vorne nicht.

HansMeier555

14. Februar 2012, 16:59

@fionn

.

Sagen Sie uns was über den Sauglattismus!

hansgeier333

14. Februar 2012, 17:19

Sauglattismus? Heute auf der Autobahn!

bestpilot

14. Februar 2012, 17:57

@ThorHa 12:21 : emotional, ja. Populär ? Nein, dass gibt der 'Spielraum' nicht her. Ich bleibe dabei, wenn Stützen durch Salzstangen ersetzt werden bringt das nichts Gutes.  

Don Alphonso

14. Februar 2012, 18:06

Meine Marmelade macht eine feine, alte Dame an den Jurahängen. Nix Zentis.

Schluchten-Ossi

14. Februar 2012, 18:11

Aber bester Don, am Ring steht das Haus mit dem undichten Dach und der Griechin davor, dort sitzt ein Haufe, der ganz ohne Feitl nicht nur meine Taschen leert.

.

Der Metternich kam ja in Koblenz zur Welt - war der vorher schon so oder wurde der erst bei uns zu dem, wofür er berühmt ist?

.

Torberg aus der Porzellangasse hatte eine hervorragende Umgebung, sogar bei mir hat die gewirkt: statt kleine dumme Stadt an der Donau ist nur ein Wort zu tauschen.

HansMeier555

14. Februar 2012, 18:12

Das Thema hat allen die Laune verdorben.

yast2000

14. Februar 2012, 18:15

Don Alphonso: "Meine Marmelade macht eine feine, alte Dame an den Jurahängen. Nix Zentis."

*

Vertrauen als kostenpflichtige Option.

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 18:19

Sicher ist es transparenter wenn die Kosten für die Empfänge vom Verbraucher und

nicht vom Steuerzahler bezahlt werden, auch wenn es dann teurer wird.

Thorsten Haupts

14. Februar 2012, 18:25

@Muscat:

Huh? In Staaten auf dem langfristig absteigenden Ast investiere ich nicht. Da lege ich Geld lieber in gutem Essen oder richtig gutem Essen an :-).

Gruss,

Thorsten Haupts

colorcraze

14. Februar 2012, 20:15

@HansMeier13:44: weil die Kuh zu kläglich geizig war, die Kneipe an der Ecke zu frequentieren.

@Köstlich (@BinVonHier): oh, dort ist ein heimliches Dreckloch. CibaGeigy, Roche & Co., so munkelt man, ließen vor Somalia ihren fischtötenden Dreck ab, und die Flugzeugträger, die jetzt vor Hormus kreuzen, sind auch überfällig, was das Abwracken angeht. 8 Atommotoren, was da die Entsorgung kostet! Und dann steht es auch noch an Land herum! Also lieber einen Kumpel mit Versenken beauftragen.

colorcraze

14. Februar 2012, 20:15

@ThorHa: richtig gutes Essen soll man nie verschmähen, insofern bin ich ganz bei Ihnen...

colorcraze

14. Februar 2012, 20:20

@fionn (@HM): D ist anders als CH. CH ist "finanzieller", stärker auf Bankenstadtdienstleistungen getrimmt. Daher der Sauglattismus. Der hatte bei uns nur die klägliche Ausprägung "arm aber sexy", an die längst keiner mehr glaubt. Stattdessen rumort das "Tegeler Spinnertum" (das waren die, die ab den 1920ern versuchten, eine Rakete zum Mond zu bauen), aber noch recht verhalten.

fionn

14. Februar 2012, 20:42

yast2000  17.19h   cc: colorcraze

Re Link zu Sauglattismus - Jörg Kachelmann, der Wetterfrosch!  Sexy ist er definitiv nicht imo.

Re Essen  - Was ist typisch bayerisch?  

fionn

14. Februar 2012, 20:48

www.tagesanzeiger.ch/.../22099024

Und bald die Mafia auch?

Krck01

14. Februar 2012, 20:58

Saloneintänzer, Salonmusik,  Salongeiger (nicht zu verwechseln mit dem Stehgeiger), Salonliteratur, Salonkritiker.

--

Es hat sich sowas von ausgesalont.

--

Mit sowas wie Könderkriegen göbän wir ons nöcht ab. Ah, bah. So etwas Schmotziges. Wir sönd jong ond das ist schön.

-

Einknickende Stützen.

perfekt!57

14. Februar 2012, 21:22

Wir würden meinen, dass interessanterweise womöglich sowohl der Tucholsky- als auch der Salonschreck-Typus ausnahmsweise vom Vorlesen-bekommen profitieren würden:

.

und zwar nicht wg. des eher doofen buchtitels (sondern wg. g. mann und deutschland und leben und schicksal usw.) ergänzend und überhaupt, falls noch nicht bekannt. sind bloß 24h 52 min. kann man halt in 5 tagen zu 5h oder 3 tagen zu 8,6h oder auch in einem tag hören. und scheibt einen wunderbar ruhigen, klugen stil der mann. und so informativ, auch für solche, die evtl. schon alles kennen. (in einem tag muss man halt etwas schneller hören, so machen wir das eben immer, smile)

.

www.amazon.de/.../ref=sr_1_4

E.R. Binvonhier

14. Februar 2012, 21:30

"(das waren die, die ab den 1920ern versuchten, eine Rakete zum Mond zu bauen)"

colorcraze; wie kommt es, dass die Deutschen immer Erfindungen und Innovationen

vorantreiben, die letztlich nur denen nutzen, die sie wirtschaftlich und technologisch

überholen wollten?

perfekt!57

14. Februar 2012, 21:43

und immerhin hat wenigstens rocket internet einen ausführlichen dsiclaimer. www.rocket-internet.de/impressum

Köstlich

14. Februar 2012, 23:25

@colorcraze: <<<einen Kumpel mit Versenken beauftragen.<<<

.

Das wäre wirklich die ganz grosse Komödie! Aber bitte auf die Wassertiefe achten, damit ein schöner "dive spot" draus werden kann. Toll - einschweben übers Flightdeck, inspizieren der Bombenkammer, des Katapults und des Reaktors, beim Auftauchen Deko-Stop auf der Brücke...

.

Apropos Wassertiefe - die Concordia sollte nach dem Öl-Abpumpen auch einen Stock tiefer gelegt werden. Die Fische und meine Wenigkeit freuten sich!

yast2000

15. Februar 2012, 00:01

E.R. Binvonhier: "colorcraze; wie kommt es, dass die Deutschen immer Erfindungen und Innovationen vorantreiben, die letztlich nur denen nutzen, die sie wirtschaftlich und technologisch überholen wollten?"

*

Weil Deutsche in der Regel große Kinder sind...?

yast2000

15. Februar 2012, 00:47

http://stephan-bender.de/sdg/sir_isaac_newton_edit.mp3

perfekt!57: "Wir würden meinen, dass interessanterweise womöglich sowohl der Tucholsky- als auch der Salonschreck-Typus ausnahmsweise vom Vorlesen-bekommen profitieren würden..."

*

Wir würden meinen, dass der wandelnde Salonkonjunktiv perfekt!57 eine echte Knobelaufgabe braucht: Von welchem Autor stammt die Aufnahme im Link? Wer liest sie und wo wurde Sie veröffentlicht? (P.S. Die Aufnahme nicht ganz vollständig, also leicht editiert, um den Autor nicht zu verraten und sie ist auf ein minimales Qualitätsformat heruntergerechnet.)

Yog Sothoth, Esq.

15. Februar 2012, 09:50

bei der sich hier aubreitenden Larmoyanz macht sich das fehlen eines Stehgeigers besonders schmerzhaft bemerkbar

E.R. Binvonhier

15. Februar 2012, 10:21

Yast2000:"Weil Deutsche in der Regel große Kinder sind...?"

.

Das würde das mangelnde Raumgefühl und die Dürftigkeit der Analysen erklären.

jean-jacques

15. Februar 2012, 11:31

Noch nicht einmal in der Toscana wäre der Don und sein herziges Bike vor der greislichen Kälte sicher!

.

www.faz.net/.../bilder-des-tages-bilder-des-tages-1135321.html

colorcraze

15. Februar 2012, 11:37

@yast/BinVonHier: es ist eher die zutiefst verankerte Vorliebe, die Rolle des Weihnachtsmanns spielen zu wollen, der Geschenke verteilt und sich an den glänzenden Augen freut.

@Köstlich: la divina commedia, sicher, aber für die Beteiligten ist es nicht so lustig, wenn da Uransuppe rumschwappt. Die macht krank.

Don Alphonso

15. Februar 2012, 11:47

Solange ich auf dem Perserteppich sein kann und der Teppich mir gehört, ist das alles für mich in Ordnung

.

Ich habe, wie man sieht, nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch jede Menge Bücher, die gelesen werden wollen.

.

Der Tiger

15. Februar 2012, 11:51

@Yog Sothoth, Esq. - Warum Larmoyanz? Es warten doch nur alle gespannt auf Dons nächsten großen Auftritt.

salonsurfer

15. Februar 2012, 11:59

Die Räumlichkeiten sind wg. Bauschäden momentan nur eingeschränkt benutzbar, die Sicherheit des Stehgeigers kann nicht garantiert werden, wir bitten das mangelnde Raumgefühl zu entschuldigen, die Bedürftigkeit des Analytikers bleibt weiterhin ungeklärt. Ihre Schlossverwaltung Bellevue

.

www.bundespraesident.de/.../fragen-und-antworten-node.html

Vroni

15. Februar 2012, 12:03

Ich sehe 2 Fortbewegungsmittel auf dem Bild.

gnaz.

colorcraze

15. Februar 2012, 12:13

@DA: und was ist das unter dem Perserteppich, worauf das Rad steht? Teppichboden?

HansMeier555

15. Februar 2012, 12:18

Ja, viele Bücher, schade nur, dass der Drahtesel den Zugang zu ihnen behindert. Das nervt mich auch immer an Blumentöpfen, dass man am Ende kein Fenster mehr öffnen kann.

.

Werden die Reifen mit dem Lappen abgeputzt, bevor das Ding in die Stube...?

HansMeier555

15. Februar 2012, 12:19

Legenda aurea

Vita Santorum.

Don Alphonso

15. Februar 2012, 12:31

Ich sehe nur ein Fortbewegungsmittel.

.

Ja, da ist ein Teppichboden. Leider. Der Dielenboden darunter wurde vor 40 Jahren kunstfertig zugemacht, abgedect und dann bezogen, und weil das jemand machte. der gut gearbeitet hat, fürchte ich den Stress, das alles wieder herauszureissen.

Don Alphonso

15. Februar 2012, 12:32

Ich sehe nur ein Fortbewegungsmittel.

.

Ja, da ist ein Teppichboden. Leider. Der Dielenboden darunter wurde vor 40 Jahren kunstfertig zugemacht, abgedect und dann bezogen, und weil das jemand machte. der gut gearbeitet hat, fürchte ich den Stress, das alles wieder herauszureissen.

yast2000

15. Februar 2012, 12:43

http://stephan-bender.de/sdg/don_alphonso.mp3

Und nun noch etwas für den Gastgeber: Welcher Autor beschrieb Wesen und Seele Don Alphonsos derart genau und präzise? Wie heißt das Werk? Wer liest vor? (Auch diese Aufnahme ist leicht editiert und in der Qualität verringert, um es nicht zu leicht zu machen.)

Der Tiger

15. Februar 2012, 13:07

Vroni – Wollen Sie damit sagen, dass es sich bei dem Perser um einen fliegenden Teppich handelt?

.

Don – von der Kombination Bücher, Perser und Rennrad bin ich echt begeistert. Ich habe einen kleinen alten Perser und überlege mir schon seit längerem, wie er wieder zur Geltung kommen kann. Beim Abendessen werde ich meinem Mann vorschlagen, dass wir das edle, wenn auch etwas abgewetzte Stück als Untersetzter für unsere Rennräder benutzen. Die stehen bei uns, wie es sich für einen holländischen Haushalt gehört, im Eingang auf hartem Steinboden.

E.R. Binvonhier

15. Februar 2012, 13:33

salonsurfer@ HiHi!

anno zero

15. Februar 2012, 13:43

Wenn man sucht, findet man immer was.

Pioniere in Ingolstadt, 1968

Krck01

15. Februar 2012, 13:44

Gestern hatte der Stehgeiger des renommierten Cafés in der City meine Gattin

ein Solo im Hotel gegenüber gegeigt. Sie kam mit hochroten begeisterten Wangen nach Haus, Dolfif ich muß unbedingt ein Glas Schampus trinken, so rief sie, warf sich auf die Chaiselongue und lachte unbändig.

Ah, so bleiben Sie doch bitte auf dem Teppich mein Lieber: Meine Tochter wird gleich eine Passage vorsingen (Schönberg) mit Klavierbegleitung. Schaun Sie:

Verblüffend ist doch daß der Staatsrechtler (verfemt) Carl Schmitt mit der Münchener Bohème vor dem WK I Umgang hatte. Mit Däubler (passend ‚Nordlicht’)und Huggo Ball befreundet war und etliche Salons unsicher machte. Ließ sich von einer vermeintlichen jugoslwischen Gräfin betüttern und heiratete sie. Spätere Scheidung vor dem LG Bonn. Die Juristen sind im Grunde ihres Herzens doch herzensgute Romantiker. Ganz dazu das versoffene Genie E. T. a. Hoffmann. mit seinen  "Elixiere des Teufels" Charmant.

HansMeier555

15. Februar 2012, 14:00

Burgenkunde

diktionaftis

15. Februar 2012, 14:15

http://sehpromenade.de/

@yast2000 (12:43)

Robert Musil: "Der Mann ohne Eigenschaften"

(... doch wer liest vor?)

diktionaftis

15. Februar 2012, 14:33

http://sehpromenade.de/

@yast2000 (00:47)

"Gott segne Sie, Dr. Kevorkian" ("God Bless You, Dr. Kevorkian") von Kurt Vonnegut

hansgeier333

15. Februar 2012, 14:39

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motooor-rad, Motooor-rad,...

Die närrischen Tage kommen immer näher.

Kcrk01

15. Februar 2012, 15:27

E.R. Binvonhier@: Salonv.gler

--

Mais oui, Marcel Proust. Damals war das alles so schön nah beieinander. Die Salons der inner cercles und, ja wie soll ich sagen, diese Art von Boudoirs. Man hielt sich in der 2. Hälfte schwer was darauf zugute, diese mit aller aufgeklärten Spießerhaftigkeit mit Stumpf und Stiel zu schleifen. Wer initiiert jetzt noch die männliche Jugend?

Der Rest ist ruhmlos bekannt. Confessionen und Passionen von Salonjägern werden nunmehr à la baisse verscheuert. Ramschpapiere halt. Sic transit gloria mundi.

fionn

15. Februar 2012, 15:32

DA 10.47  Interior with bike & Persian carpet.

That reminds me -  ist die Decke schon repariert worden?

Krck01

15. Februar 2012, 15:32

HansMeier555@: Sie sind auch ein hoffnungsloser Romantiker, wie Ludwig der zwote von Bayern. Aber erstmal ist zuvor Stilkunde angesagt. Setzen Se sech.

--

Wieverfastelovend: So stellen sich Sekretärinnen und biedere Hausfrauen eine Vollsause einmal im Jahr als Orschie vor.

yast2000

15. Februar 2012, 15:45

http://www.amazon.de/Mann-ohne-Eigenschaften-Robert-Musil/dp/3861506521/ref=sr_1_5?s=books&ie=UTF8&qid=1329316854&sr=1-5

Beide Punkte gehen an .... Tadaa!! ....diktionaftis. Der Sprecher Robert Musils ist Wolfram Berger., der Vonneguts Dietmar Mues.

*

P.S. Die anderen gehen bitte in die Ecke und schämen sich dort ein bisschen...

muscat

15. Februar 2012, 15:49

Bustelli

.

Un-ver-schämt, wie die Bahn die Ticketpreise für die Strecke Ffm-Köln an den Feiertagen hochzieht. Dazu müsste man mal was schreiben. Oder gleich nach Mainz fahren (mit dem RMV). So, jetzt haben wir´s euch aber gezeigt.

Der Tiger

15. Februar 2012, 16:07

@hansgeier333 – die närrischen Tage kommen bald – aber leider nicht für mich. Letztes Jahr hab ich mich ganz höfflich beworben:

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

An den Präsidenten von

Mainz bleibt Mainz

Herrn Guddi Gutenberg

alias Hans-Peter Betz

Mainzer Carneval Verein 1838 e. V.

Emmeransstraße 38

D – 55116 Mainz

.

Subjekt: Vor Aschermittwoch ist nach Aschermittwoch

.

Sehr geehrter Herr Gutenberg!

.

Gestern Abend sah ich mit größtem Vergnügen Ihren Auftritt im Rahmen von Mainz bleibt Mainz. Da ich schon immer einmal an dieser Veranstaltung teilnehmen wollte, bitte ich Sie, mir zu helfen eine Eintrittskarte für 2012 zu kriegen.

Ich habe ein fabelhaftes Tigerkostüm, das zu dieser Veranstaltung gut passen würde. Wenn es mir darin allerdings zu warm wird, ziehe ich es aus, was kein Problem ist, denn darunter trage ich immer ein höchst elegantes Seidenkleid mit passendem Schmuck.

.

Ich hoffe von Ihnen beizeiten zu hören.

.

Mit freundlichem Helau

.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

… aber ich bekam nie eine Antwort.

Krck01

15. Februar 2012, 16:13

Diese Bücher hinter dem Radl sind keine wirklichen. Allenfalls Kunstbände, Landschaften. Fotobände, wie sich sich im Laufe eines Lebens ansammeln.

Oft geschenkt.

yast2000

15. Februar 2012, 16:16

http://stephan-bender.de/sdg/tiger_vroni_laura.mp3

Und jetzt etwas für die Mütter im Forum: Wer verfasste folgende, wunderbar philosophische Abhandlung über Eltern und Kinder? Wie heißt der Titel, und wer liest dieses Buch?

Krck01

15. Februar 2012, 16:20

Gegenüber den Salons früherer Tage in enger Innenstadtlage: Devotionalien-und Ablaßhandel, en gros et en detail.

HansMeier555

15. Februar 2012, 16:41

@Krck01,

wieso jetzt das? Romantiker? Ich sehe mich als Realisten, nüchtern, illusionslos, effizient.

Funkenmarieerich

15. Februar 2012, 16:50

Wundere mich, dass Sie sich über keine Antwort wundern. Bewundere Ihre

vorbehaltlose Offenheit sich der Öffentlichkeit so zu zeigen wie Sie nun mal sind.

Soll ich für 2013 Ihren Tigerauftritt ermöglichen? Keine Ursache, gerne.

fionn

15. Februar 2012, 17:33

colorcraze

15. Februar 2012, 17:38

@tiger: Tja, die Määnzer bleiben wohl vor allem gerne unter sich. Aber warum wollen Sie Ihrem Rennrad einen Teppich spendieren? Hat es denn unten kalt, wie ein Hund oder eine Katz?

-

Und jetzt alle, aus herannahendem Anlaß, schonmal zum Üben:

"Hoorig, hoorig, hoorig isch die Chatz!

Un wenn die Chatz it hoorig isch,

no frißt sie keine Müüs"

Don Ferrando

15. Februar 2012, 19:28

@ Der Tiger 16:07.

Ja warum wollen Sie denn unbedingt in die Fernsehsitzung?

Die Meenzer Fastnacht hat viele Sitzungen anzubieten, für die es Karten auf dem freien Markt gibt.

Einige davon sogar bedeutend besser, als die Fernsehsitzung.

Mit einem dreifachdonnerndem Helau !

Don Ferrando!

Don Ferrando

15. Februar 2012, 19:31

@colorcraze 17:38:

Ich widerspreche energisch. Seit Jahren werde ich aus Obb. kommend immer herzlich in Moguntia aufgenommen!

Aber vielleicht ist das bei Menschen aus dem nicht lateinischen Teil Teutschlands anders !

Eine Leserin

15. Februar 2012, 20:28

yast2000 - 16:16

Khalil Gibran - Worte wie die Morgenröte - Von den Kindern

Otto Sanders?

Der Tiger

15. Februar 2012, 21:06

@Don Fernando – Ehrlich gesagt kenne ich die Details der Mainzer Sitzungen nicht. Ich wusste gar nicht, dass es mehrere gibt. Ich kenne nur die eine, die ich jedes Jahr im Fernsehen sehe. Die Tigerbabies, als sie noch zu Hause wohnten, habe immer milde gelächelt…

.

@Funkenmarieerich – wenn es in Ihrer Macht steht. Ich wollte und will aber gar nicht auftreten, ich will nur zugucke.

.

Ich hatte gedacht, dass mir Herr Gutenberg eine Adresse gibt, wo man Karten im freien Verkauf für unverschämt hohe Preise kriegt. Ich habe lange genug in der Wirtschaft gearbeitet, um das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zu kennen …

.

Dann hätte ich mir überlegt, wie viel eine Karte für Bayreuth für eine Aufführung mit Frau Merkel auf dem Schwarzmarkt kosten mag, und hätte wahrscheinlich den Preis akzeptiert.

.

Dieses Jahr werde ich den unverschämt hohen Preis weder zahlen brauchen noch können, dafür darf ich umsonst an der Urteilsverkündigung des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „Beteiligungsrechte des Bundestages/EFSF“ am 28. Februar teilnehmen… ein fairer Ersatz.

Der Tiger

15. Februar 2012, 21:24

yast2000 - Ich denke es ist ein sehr treffendes Gedicht von Khalil Gibran.

colorcraze

15. Februar 2012, 22:11

@Tiger: also, ich kenne Fernsehaufzeichnungen; sie sind unangenehm. Es macht nicht so richtig Spaß wie bei einer wirklichen "Sitzung". Von daher: vielleicht bekommen Sie Karten für eine "wirkliche" Sitzung (wie Don Ferrando erklärt), ich täts Ihnen wünschen (notfalls lassen Sie sich halt von HM555 mal eben schnell mittels etwas Weihwasser katholisch eingemeinden).

-

Sonst: Ja, das Zentralgestirn der Galaxie. Es wirkt. Dies wird ein "spannendes" Jahr.

E.R. Binvonhier

15. Februar 2012, 22:27

"Ich sehe mich als Realisten, nüchtern, illusionslos, effizient." HansMeier555, das sieht hier jeder genauso. Krck01 ist der Romantiker.

.

Der Tiger, wird das auch im Fernsehen übertragen...wegen zugucken?

Eine kleine Entschädigung für Ihren ausgefallenen Auftritt bei der Mainzer Fasnacht

müssen Sie uns schon bieten.

E.R. Binvonhier

15. Februar 2012, 22:37

OT: Lesefrucht auf Faz.net "Der Protest war das gute Recht der Bürger, demokratische

Entscheidungen, aber sind zu akzeptieren."

...und was ist mit den demokratischen Entscheidungen des Bundesversammlung?

jean-jacques

15. Februar 2012, 23:20

@Der_Tiger: Zur zukünftigen Freude an sowie Pflege von schönen Teppichen rate ich - ganz ungefraft - dazu, das gute Stück zu unterfüttern mit geeigneter Ware aus dem Fachgeschäft. Einfach drunterlegen, mehr isses nicht! Das hat zweifach schönen Effekt: Zum einen wird das Material gegenüber mechanischer Beanspruch geschont. Zum anderen erhöht die gesteigerte Nachgiebigkeit des Materials unter den Tatzen die taktile Freude der Benutzung.

.

Im Übrigen ist es der geneigten Leserschaft wohlbekannt: Gute Sachen mit langem Gebrauchswert bekommt man günstig auch auf dem Second-and-so-on-market. Das muss nicht einmal der vom Hausherrn geschätzte Flohmarkt sein. Auch in Auktionshäusern regionaler Größenordnung findet man fabelhaft hübsche Sachen zu erschwinglichen Preisen. Realrendite eben. Letzter Tip nach Athen: Die vorherige Inaugenscheinnahme sollten Sie sich gleichfalls nicht ersparen; die Wirklichkeit spiegelt sich nur ungenügend in den Katalogen.

.

Fast! hätte mich mal mitgeboten bei einem Schäppchen (deutlich weniger als die zeitlose IKEA-Schlafcouch o.ä.) aus dem Nachlass von Yves Saint-Laurent, der bekanntlich ein Freund schöner Farben war. Leider hatte das Objekt Flächenmaße, die meine Möglichkeiten derzeit stark überfordern. 12 x 1 Meter...

Köstlich

15. Februar 2012, 23:22

@colorcraze: Als göttlichste Komödie habe ich vorhin auf n-tv gehört, dass die Feta-Bauern -plattentektonisch gesehen- Richtung Afrika abdriften.

.

Warum also festhalten, was eh nicht zu halten ist?

Der Tiger

15. Februar 2012, 23:27

@colorcraze – ich bin durchaus gewohnt an Veranstaltungen teilzunehmen, die von allen möglichen Leuten aufgezeichnet werden. Ich finde das nicht unangenehm, sondern amüsiere mich darüber und spiele gegebenenfalls mit. Den Fernsehleuten zuzugucken ist ein Teil des Vergnügens.

.

@Binvonhier – Ich weiß nicht, ob das Fernsehen mit ihren Kameras an der Urteilsverkündigung dabei sein darf. Ich habe darauf nie geachtete. Aber ich kann mich erinnern, dass bei den Verhandlungen selbst, die TV Leute den Raum nach 5 Minuten verlassen müssen.

.

Bezüglich: „OT: Lesefrucht auf Faz.net "Der Protest war das gute Recht der Bürger, demokratische

Entscheidungen, aber sind zu akzeptieren."

...und was ist mit den demokratischen Entscheidungen des Bundesversammlung? “

.

Ich kann den jungen Mann ja mal direkt fragen, der geht auch immer zu den Terminen beim Bundesverfassungsgericht.

yast2000

15. Februar 2012, 23:32

http://www.amazon.de/Prophet-1-Audio-CD-Khalil-Gibran/dp/3491910927/ref=sr_1_35?ie=UTF8&qid=1329345118&sr=8-35

Eine Leserin: "yast2000 - 16:16 - Khalil Gibran - Worte wie die Morgenröte - Von den Kindern" - Otto Sanders?

#

Der Tiger: "yast2000 - Ich denke es ist ein sehr treffendes Gedicht von Khalil Gibran."

#

Das ist fast richtig: Es ist "Von den Kindern" aus "Der Prphet" von Khalil Gibran.

E.R. Binvonhier

16. Februar 2012, 00:57

Der Tiger, danke.

.

Köstlich@ Was haben Ihnen Ihre Feta-Bauern denn getan?

Sie klingen wie der Gastgeber,

wenn es um den Hauptstadtslum geht.

jean-jacques

16. Februar 2012, 02:06

@yast2000: Bin leicht geplättet von der Belesenheit der Versammelten. Aber auch von Ihrer (Hör-)Bibliothek! Wenn Sie die Tage mal fünf Minuten hätten, wäre ich Ihnen für einige Lesetips - nicht zwingend Hörbuch - sehr verbunden! Ruhig quer durch die Botanik - alles werde ich in diesem Leben sowieso nicht schaffen. - Wenn's Ihnen gerade nicht auskommt - pas de probleme. Schon diese Runde hat sehr viel Spaß gemacht. Merci!

Köstlich

16. Februar 2012, 09:18

@E.R. Binvonhier: Feta-Bauern und Haupstadtslum besitzen identische Veranlagungen - es sind parasitäre Elemente, Totalverweigerer, für die nichts wichtiger ist, als auf einen dauerhaften Finanzausgleich für ihre sexy Party zu pochen.

.

Das entspricht dem Verhalten von Berufssöhnen und -töchtern, die wissen, dass der nächste Scheck von den frustrierten (reichen) Eltern schon kommen wird.

.

Warum müssen denn schon wieder 130 Mrd auf einen Schlag überwiesen werden? Die Fälligkeiten der Anleihen sind bekannt und es wäre m.E. Hilfe genug, diese Altschulden aus den EU-Schirmchen zu bedienen, statt immer wieder für grosses Buffet und Live-Musik auf der Party zu sorgen.

HansMeier555

16. Februar 2012, 09:23

http://HansMeier555

Von 1170 bis 1973 lebten die Münsteraner Ackerbürger ohne Kunst.

HansMeier555

16. Februar 2012, 09:32

@E.R.Binvonhier

.

Unter Stalin nannte man das "Demokratischer Zentralismus": Die demokratisch gefaßten Beschlüsse der demokratisch gewählten Parteitage und -komitees sind für jedermann bindend und dürfen nicht mehr in Frage gestellt werden. Wer es dennoch tut, ist ein Verräter und Volksfeind.

.

In der Tat: Warum sollte ein Staat, der seinen Bürgern das Recht einräumt, den Bundestag zu wählen, ihnen dann ausserdem noch ein Versammlungsrecht einräumen? Der Bundestag ist die Versammlung, die zum Beschlüssefassen legitimiert ist. Alle anderen politischen Versammlungen sind damit ja überflüssig und stellen im Grunde nichts anderes dar als einen gewaltsamen Angriff zufällig zusammengerotteter Minderheiten gegen den Mehrheitswillen. Wenn man es mal logisch betrachtet.

muscat

16. Februar 2012, 10:07

Der war gemein, HansMeier. Seien Sie froh, dass Sie keine Krawatte tragen. Oder Schnürsenkel.

yast2000

16. Februar 2012, 11:11

http://stephan-bender.de/sdg/poor_tony_krause.mp3

Welcher berühmte Entertainer liest hier im Jahre 2009 im prall gefüllten Kölner Schauspielhaus aus welchem Werk?

Der Tiger

16. Februar 2012, 11:20

Sehr verehrter Don! Ich hatte einen Kommentar für den Blog von Bettina Weiguny (Herdentrieb im Büro) geschrieben. Aber dann konnte ich mich aus irgendeinem Grund nicht bei ihr einloggen. Darf ich Sie bitten, meinen Kommentar weiterzureichen?

:

@Frau Weiguny - Ich führe das Leben, dass Sie so schön beschreiben, und muss Ihnen deswegen widersprechen. Wenn man alleine ist, ist es sehr schwer, neue Ideen zu haben. Schon zwei Leute, die gut zusammenarbeiten, sind nicht zweimal so produktiv, sondern n-mal. (und n kann meiner Erfahrung nach sehr groß sein)

.

Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sich ein Mensch immer nur in einer Sicht gut auskennt und es ihm Mühe kostet, sich in eine andere Sicht einzudenken. Wenn zwei Personen (gut) zusammenarbeiten, übernimmt der zweite automatisch die Rolle der gegenteiligen Sicht und/oder arbeitet sich gedanklich hinein. Wenn sich dann beide unterhalten, springen die Argumente für oder gegen einen Gedankenvorschlag hop hop hop hin und her. Das geht um vieles besser und schneller als wenn einer alleine alle Rollen hat und sein Gehirn ständig die Sichtweisen ändern lassen muss, um ein Problem zu verstehen und eine Lösung ausloten zu können.

Krck01

16. Februar 2012, 11:42

E.R. Binvonhier15. Februar 2012, 22:27@: So gesehen, nachdenklich das Kinn streichelnd, komme ich zu dem Schluß daß ich zu weit vorgeprescht bin. Dann würde ich demnach der Politischen Romantik anhängen. Hat was.

--

Vor einigen Jahren sprach ich einmal in einer Diskussion vom Volk. Sofort erntete ich von den Teilnehmern der Runde geharnischte Proteste, mit diesem "Begriff" dürfe man nicht und so weiter. Aha. Sollte diese Sichtweise noch weiter um sich gegriffen haben, so gibt es mittlerweile wohl kein Volk mehr. Wahrscheinlich schon seit 1933 nicht mehr.

Es gibt allenfalls eine diffuse Masse unbestimmter Elemente. Diese Elemente werden an bestimmten  Ritualtagen zusammengekehrt um den allfälligen Ablaß abzuliefern. Mittels getürkten demoskopischen Manipulationen, Talkshows, Kolulumnen (die keiner mehr liest) etc. wird ein bestimmtes Klima aufgebaut. Nach dem Ritualtag ist dieses dann zerstoben. Sofern einigermaßen klare Verhältnisse ausgekungelt wurden. Lässt sich beliebig wiederholen.

--

HansMeier555@: Der Bundestag trotzt den Mehrheitsverhältnissen. Damit das wenigstens einmal klar ist. Sie mit Ihrer Logik. Sie sind ein zersetzendes Polit-Element.

Kcrk01

16. Februar 2012, 11:44

HansMeier555@: Ihnen wurden Käfige an das Münster gehängt zum Angucken. Immerhin. Und es gab den Architekten Schlaun!

Krck01

16. Februar 2012, 11:50

muscat@: Der Herr H. Meier tragen Fliege, handgebunden, bittschön! Ihm kann man so schnell nichts abschneiden, noch nicht einmal das Wort.

E.R.Langen

16. Februar 2012, 12:07

Von 1170 bis 1973 lebten die Münsteraner Ackerbürger ohne Kunst.

HansMeier555, und seit 1973?

Krck01

16. Februar 2012, 12:18

Das aufhaltsame Los der Stützen?

E.R. Binvonhier

16. Februar 2012, 12:35

HansMeier555, ...logisch.

ThorHa

16. Februar 2012, 12:49

@E.R. Binvonhier - demokratische Entscheidungen:

Sie haben das Grundprinzip der Proteste nicht verstanden. Das lautet: "Wir akzeptieren nur demokratisch gefällte Entscheidungen - und was demokratisch ist, entscheiden wir." Dass damit auf Dauer die einzige echte Geschäftsgrundlage der Demokratie in Frage gestellt wird - die Akzeptanz der meist in einer Verfassung niedergelegten Spielregeln - interessiert heute 50 bis 70jährige ohne Kinder nicht.

Gruss,

Thorsten Haupts

Vroni

16. Februar 2012, 13:14

"Vroni – Wollen Sie damit sagen, dass es sich bei dem Perser um einen fliegenden Teppich handelt?"

.

Weiß mers?

Der Hausherr schafft so viel an einem Tag - no kidding -, da habe ich mir oft überlegt, dass das nur mit SO einem Gefährt zu schaffen ist.

Aber etzat wieder was arbeiten.

Wenn ich fast nur rheinische Kundschaft hätte, hätte ich als bierernster betulicher Frangge jetzt hübsche ruhige Tage bis nächsten Mittwoch.

Denn spätestens ab heute ginge keiner von denen im Büro mehr ans Telefonund riefe auch keiner an, wollte nichts, viel zu sehr mit Feiern und Schwofen beschäftigt, alles liegt darnieder, ihre E-Mails werden kryptisch, ihre (für mich eh schon unverständliche) Sprache wird verwaschen ... hübsch.

E.R. Binvonhier

16. Februar 2012, 13:24

Werter ThorHa, "-und was demokratisch ist, entscheiden wir."

Scheint mittlerweise eine olympische Disziplin zu sein - 'dabei sein ist alles'.

muscat

16. Februar 2012, 13:41

Krck01, ach was, ich glaube einfach nicht, dass der schon mal Karneval in MS gefeiert hat.

Köstlich

16. Februar 2012, 14:03

@HansMeier555: <<<Alle anderen politischen Versammlungen sind damit ja überflüssig und stellen im Grunde nichts anderes dar als einen gewaltsamen Angriff zufällig zusammengerotteter Minderheiten gegen den Mehrheitswillen.<<<

.

Logisch betrachtet ist das wohl so. Gefühlt fehlt mir das Plebs-Element jedoch speziell mit dem Blick auf ein Europa in dem sich die Bürokratie stetig weiter verselbständigt.

Filou

16. Februar 2012, 14:06

Karneval in Munster? Hab' mir mal im Fernsehen eine muenstersche Karnevalssitzung unter Leitung des Praesidenten Juergen W. Moelleman angeguckt (gab's  echt und wirklich im WDR)...

...mehr sag' ich nicht.

muscat

16. Februar 2012, 15:34

Wo doch heute der Tag der Clowns und Leichtmatrosen ist:

www.faz.net/.../im-gespraech-fritz-becker-hq-trust-staatsanleihen-sind-die-groesste-spekulationsblase-11650736.html

Wieder ein schönes Beispiel für kompetenten und investigativen Journalismus in der Wirtschaftsredaktion, muhahahahaaa....

diktionaftis

16. Februar 2012, 15:46

http://sehpromenade.de/

@yast2000 (11:11)

Harald Schmidt liest David Foster Wallace: "Unendlicher Spaß" ("Infinite Jest").

Großes Tennis!

yast2000

16. Februar 2012, 18:48

diktionaftis @yast2000 - "Harald Schmidt liest David Foster Wallace: "Unendlicher Spaß" ("Infinite Jest"). Großes Tennis!"

-

Das ist richtig. Sehr großes Tennis...

bertholdIV

16. Februar 2012, 19:10

@muscat

ja ja dieses family office aus bad homburg. wir hatten die mal als consultant im haus. hat uns gerüchteweise eine große österreichische bank am graben in wien empfohlen.....................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

perfekt!57

18. Februar 2012, 16:33

A propos Bücher, sind die nicht mitlerweile überholt im Zeitalter des Internet? Und dort gibts außerdem die aktuelleren Texte - und sogar noch mit Bildern.

.

Und so Radbilder zu machen schon eine kleine Kunst: Entweder es steht meist nicht senkecht oder der Lenker zeigt nicht perfekt gradaus.

.

Und beim Teppich interessiert wie bekannt nur den Anfänger die Oberseite. Der Profi sieht die Unterseite immer gleich mit. Gerade wenn alles in einem ungefähr Täbris sagt.

.

.

Und wir meinen Kleinstadt.

.

Die Kleinstadt also sagte alles. Wenn also auf 10.000 Einwohner 100 Westviertelvillen kämen (eine runde, handliche Zahl, nach Art des Dezimalsyszems, gut mit zu operiren, daher), dann lebten darin heute oder in dreissig Jahren noch ca. 140 künftige Erblasser. Und die hätten ca. 70 Kinder. Von denen noch 15 in der Kleinstadt lebten und ihren Geschäften nachgingen.

.

Fehlten also zukünftige Besitzer für 85 der 100 Westviertelwillen.

.

Und daher: Selbst wenn die Kinder rechtmässig verkauften, an wen bitteschön? Bei 10.000+ gleichartigen Kleinstädten in einem Staat. Denn die 800 Familien unterhalb der Topfamilien weisen ja alle auch dieselben Statistikmerkmale auf: auch da fehlen 50-70% zukünftiger Erwerber von Pflichten. Und zwar mit entsprechendem Einkommen. Weshalb aus deren Reihen eher auch kaum Aufsteiger kommen werden - es sei denn, via Preisverfall. Es sei denn, die 6-Kinder-Familien aus den Ostvierteln werden finanziell so erfolgreich (kaum zu sehen), dass sie via Nord- oder Südviertelwanderung Richtung Westen sich in Gang setzten, dabei aber - unnützerweise - die inzwischen (u.a. Dank vieler teurer Auslandsurlaub etc., etc.) auch so vollkommen mittelllosen Original-Nordviertler vor sich herzutreiben - in Richtung auf Westviertelvilla - oder auch ganz weg.

.

Und anfangen Kinder zu zeugen nützte auch nichts: Die 48-jährigen von heute in dreissig Jahren gibt es schon, sind heute 18 und sitzen hier am Tisch. Und sagen "Laß uns mit dem Besitz-Mist in Ruhe, vielleicht will ich sowas gar nicht, "Poschinger Str. 1?" Nein, danke!"

.

Wo kein junge Leben, da keine Nachfrage, da keine Arbeit, da kein Geld - da Überangebot und fallende Preise. Wenn Don 72 oder 75 ist, und alle um ihn herum auch, und allesamt auch ohne Kindr, und er will vererben, aber auf ein fragendes Sich-umschauen antwortete nur hohles Schweigen, eben weil kein junges Leben (zumal aus der eigenen Schicht) da ist, was dann? Und man sage nicht, wird nicht so kommen: Kommt doch.

.

Und genau deshalb sind die USA, genau wissend, was sie machen, schon immer klassisches Einwanderungsland. (Für Facharbeiter ohne Besitz, aber mit Ausbildung. Und nachdrängendem, arbeitsreichem Aufstiegswillen, "dem System" neue Energien zuführend)

.

Und unsere franz. Freunde halten es womöglich vielfach intelligent anders: Gehen auch anscheind mal öfter Boule-spielen. "Wenn die Klenstadt zukünftig nicht mehr drei Notariate haben wird, keine drei mittelständischen Produktionsunternehmen, keine 5-7 Apotheken mehr, sondern von allem weniger - und das überall - dann halten wir die Folgen, z.b. als heute 65-Jährige eben "einfach mal so" aus." (.. und weil die restl. "Prollkids" "SuperStar" werden müssen wollen vor der "Glotze", weil die Maschinenfabrik "weg" ist, keine Schlosser mehr ausgebildet werden...)

.

Man hatte ja schon verstanden: Wie gut dass "die Generation Don" noch so gut und überaus kenntnisreich sammelt, wer aber sammelt demnächst die Erbmasse von denen? Es wrd weiter fallende Preise geben. Es sei denn, wir verkaufen in großem Stil an junge Ausländer mit Stil. Die dann hier auch leben wollen und sollen, nicht wahr?

.

"Papa, ich was gefunden!" "Was denn, zeig mal her!" "Ach so, das ist nur ein dummes Autobahnkreuz, lass mal zu, davon haben wir überall schon reichlich von ausgegraben, noch mehr Grabung davon braucht kein Mensch, das hatten die vor 3000 Jahren hier in der Gegend öfter, als sie noch nicht mit dem Pferd geritten sind, sondern so stinkige Fahrmaschinen hatten, aqngeblichen Fortschritt, die brauchten das. Gibts überall auf der Welt, gibt auch unterschiedliche Forschungsrichtungen über das asiatische Autobahnkreuz, über das nordamerikanische Autobahnkreuz und das europäische Autobahnkreuz, das Europäische soll wohl zuerst gewesen sein. Nur die Frauen waren damals auch hübsch, man hat auch schon von denen Bilder ausgegraben!"

colorcraze

23. Februar 2012, 13:08

@Köstlich (16.2 16:38): Sie hängen da einer höchst beschränkten Insulanersichtweise an - man fährt raus und holt sich, was einem paßt, und zieht sich dann wieder auf seine Insel der Seligen zurück, und das Begreifen endet an der Inselküste. Berlin und Griechenland sind nicht parasitär, sondern peripher und deshalb arm. Was unter welchem Vorwand auch immer als "Griechenlandhilfe" ausgegeben wird, ist nichts, was dort den Leuten beim Überleben helfen würde oder eine tragfähige Wirtschaft entwickeln, sondern einzig ein Roundtrip von Zahlen zurück an den emergierenden EU-Zirkel, wobei ein paar Banker tief den Schnabel eintauchen dürfen.

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