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Supermarktblog

Knietief in der Konzeptkrise: Penny tapeziert die Sackgasse neu

22. Juni 2011, 08:42 Uhr

Vor dem täglichen Einkauf gibt es viele wichtige Fragen, die sich der mündige Verbraucher stellen sollte, und diese gehört definitiv dazu:

"Wenn Sie einen sehr guten Discounter wie Aldi oder Lidl in der Nähe haben, warum sollten Sie sich einen anderen Discounter suchen, der weniger Profil hat, die gleichen Preise, die gleichen Produkte und vielleicht weniger vertrauenswürdig ist?"

Gesagt hat das Alain Caparros, der – und hier kommt die Überraschung – Chef bei Deutschlands zweitgrößtem Lebensmittelhändler Rewe ist, zu dem auch der Discounter Penny gehört. Genau über den urteilte Caparros in einem Interview mit der "Lebensmittelzeitung" so schonungslos ehrlich, wie man es sonst aus Unternehmen eigentlich nicht gewohnt ist. Kurz zuvor war der damalige Penny-Chef Armin Rehberg gefeuert worden, weil er es nicht geschafft hatte, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Sichtlich angesäuert lästerte Caparros über den ausbleibenden Erfolg:

"Es ist keine Strategie, immer nachzumachen, was die anderen machen."

Und genau aus diesem Grund macht Penny jetzt das nach, was alle anderen machen – nicht die Discounter zwar, aber deren größte Konkurrenten: die klassischen Supermärkte.

Und das geht so: In Düsseldorf wurden im vergangenen Jahr zwei Penny-Märkte umgebaut und aufgehübscht, um zu testen, ob das Geschäft besser läuft, wenn man keine hässlichen Fototapeten und Fliesen mehr an die Wände klebt, sondern alles schön bunt streicht, Schaumstoffbuchstaben über den Regalen anbringt, die Produkte im Kühlregal mit Fähnchen kennzeichnet und das Obst und Gemüse hübscher anrichtet, ähnlich wie es in den italienischen Filialen des Discounters aussieht. So nämlich:

Eine ganz ähnliche Strategie hat in den vergangenen Jahren den Supermärkten in Deutschland geholfen, sich gegenüber Aldi, Lidl und deren Billig-Mitbewerbern wieder Luft zu verschaffen, sodass die Umsätze der Discounter seit einiger Zeit stagnieren – trotz Wirtschaftskrise.

Und zwar, weil viele Supermärkte eingesehen haben, dass sie beim Preis nicht mithalten können. Stattdessen haben sie sich darauf konzentriert, ihre Läden schöner zu gestalten, das Angebot mit Spezialitäten zu erweitern und besondere Services zu bieten.

Bei Rewe hat das, nachdem sämtliche Märkte auf den einheitlichen Namen und das neue Logo umgestellt wurden, ganz gut geklappt – aber das war nur eine Maßnahme von vielen, um Kunden zurückzuholen. Zusätzlich kamen gleich mehrere neue Eigenmarken ins Regal, es gibt viel mehr frisches Obst und Salate zum Sofortessen und als die Geschäftsführung kürzlich die Bilanzen für 2010 vorlegte, stand bei den Rewe-Märkten ein dickes Plus. Penny hingegen hat beim Umsatz deutlich verloren – und will jetzt aus Notwehr beides sein: Discounter und Supermarkt in einem.

Thomas Roeb, Professor für Handelsbetriebslehre an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, hat da so seine Zweifel, ob das klappt:

"Der Ladenumbau ist nett aber nutzlos. Das hat Plus vor einigen Jahren schon erfolglos probiert. Und es spricht einiges dafür, dass das bei Penny ganz ähnlich sein wird.

Die Änderungen hält Roeb für wenig überzeugend, weil sich die beiden Konzepte schon aus praktischen Gründen kaum miteinander vereinbaren lassen:

"Penny versucht, im klassischen Discount-System zu bleiben, wie es seit 30 Jahren gehandhabt wird, aber das klappt nicht mehr. Da sind viel grundlegendere Änderungen vonnöten. Und das geht wiederum nicht, indem man sich Richtung Supermarkt positioniert - denn die Penny-Läden sind im Schnitt viel kleiner als die von Rewe, Tengelmann oder Edeka. Das Problem ist natürlich auch, dass Penny dadurch noch dazu die Rewe-Märkte kannibalisieren würde."

Dass die Läden nur mittelmäßig schön sind, gehört (wie bei Schlecker) bestimmt zum Problem dazu, aber es muss auch noch andere Gründe geben – weil sonst ja zum Beispiel auch sämtliche Aldi-Nord-Filialen mit ihrer Geisterbahnatmosphäre eine kundenfreie Zone wären.

Um diese Fehler zu erkennen, muss man kein Experte sein. Sondern bloß einkaufen gehen: Weil die Belieferung offensichtlich nicht richtig klappt, sind viele Regalplätze bei Penny oft leer, auch wenn man nicht erst kurz vor Feierabend kommt. Wer mehr als ein paar Grundzutaten braucht, ist fast immer aufgeschmissen und muss danach nochmal anderswo einkaufen. Die Bio-Linie ist halbherzig dahin geschludert und besteht lediglich aus ein paar Alibi-Produkten; Bio-Eier und Bio-Halbfettmilch gibt es gar nicht.

Penny ist nicht so profiliert wie Aldi und hat nicht einmal halb so viele Filialen; Penny kann keine Aktionen wie den "Super-Samstag" vorweisen, mit denen Lidl einmal in der Woche seine Läden randvoll kriegt; und Penny hat – anders als der etwa gleich große Mitbewerber Netto Markendiscount (Edeka) – auch kein deutlich größeres Sortiment, um sich von den Mitbewerbern abzuheben.

Der Rewe-Discounter ist der Konkurrenz, anders als Caparros vermutet, nicht ebenbürtig. Sondern schlechter. Das zu ändern, sei "eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die nicht in sechs oder zwölf Monaten erledigt sein wird", erklärte der Rewe-Chef gerade.

Das mag ja sein. Aber warum fängt nicht endlich mal jemand damit an?

Vielleicht, weil es gar nicht geht. Handeslmarketing-Professor Roeb sagt:

"Es gibt keine guten Positionierungen mehr im Discount! Natürlich können Sie Fairtrade- und Bioprodukte verkaufen und links und rechts ein bisschen am Sortiment drehen. Aber das wird am Ende nicht reichen, um erfolgreich zu werden."

Ende Mai berichtete die "Wirtschaftswoche", "mittelfristig" würden viele Penny-Filialen einfach zu Rewe-Märkten gemacht, um das Problem zu lösen, dazu werde "über die Schließung von Dutzenden Standorten diskutiert". Rewe- Sprecher Marco Sandner sagt dazu:

"Penny existiert seit vielen Jahren. In dieser Zeit haben wir immer wieder Märkte eröffnet, geschlossen oder verlegt. Das gehört zum täglichen Geschäft. Zu umfassenden Schließungen gibt es derzeit keine konkreten Pläne."

Die scheint es bei Penny gerade für gar nichts zu geben – außer für die Eröffnung weiterer bunter Testfilialen, mit denen sich der Konzern nun verzettelt. Die "Lebensmittelzeitung" berichtet von Läden in Düren, Herne und Essen. Aber auch in Berlin experimentiert Penny mit einem neuen Design, das zum Teil an die ersten beiden Düsseldorf-Märkte erinnert.

Nach Wochenmarkt sieht es in der Obst und Gemüse-Abteilung zwar nicht aus. Auffällig ist aber die klare Farbgebung im Markt, mit der das Konzept großer Verbrauchermärkte wie Real kopiert wird. Die Weinabteilung ist in Bordeauxrot getunkt, auf hellem Blau leuchtet den Kunden die Kühltheke entgegen, Brot und Kuchen liegen in Regalen vor hellem Braun. Am Anfang sind die Getränke in schlichtem Weiß gehalten, ebenso wie das Kosmetiksortiment vor den Kassen.

Die jahrmarktmäßige Beleuchtung der Kühlregalwände in rot und gelb ist tabu und statt schrecklicher Fototapeten weisen rechteckige Symbolbilder zusätzlich auf die Produktgruppen hin.

Das ist durchaus gelungen und schick. Es hilft nur nichts, wenn's am Ende doch wieder nicht das zu kaufen gibt, für das man eigentlich in den Markt gekommen ist.

Wieviele unterschiedliche Ladendesigns derzeit getestet werden, sagt Rewe nicht, nur: "Wir befinden uns in einer Testphase, dessen Ergebnis offen ist" und dass "mit längerer Testzeit" zu rechnen sei. Vielleicht verrät das auch mal jemand dem Chef, denn bei der Bilanzvorstellung im Mai hat Rewe-Vorstand Caparros erklärt:

"Mir ist egal, wie ein Penny-Markt künftig aussieht – er muss nur voller Kunden sein."

Womöglich ist es dann nur mittelschlau, als erstes überall das Tapezierkommando durchzuschicken anstatt sich zu überlegen, wie Penny ausnahmsweise auch mal mit seinem Angebot überzeugen könnte.

Fotos: Supermarktblog

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Veröffentlicht 22. Juni 2011, 08:42 von Peer Schader
Kommentare

evm

22. Juni 2011, 09:42

Die Marketing-Leute von Penny hätten einfach mal meine Mutter befragen sollen. Meine Mutter hat täglich gerne und günstig eingekauft. Sie hat leidenschaftlich gerne Preise verglichen, sich gefreut Schnäppchen zu landen und hatte keinerlei Probleme mit Discountern wie Aldi oder Lidl. Penny mied sie jedoch konsequent: Die Filialen waren ihr einfach zu schmuddelig, viele Produkte - insbesondere  Obst und Gemüse - in einem schlechten Zustand. Und - wie oben beschrieben - es fehlten ihr einfach viele wichtige Waren.

Seit einiger Zeit wohne ich in Nähe einer Penny-Filiale und kann dies bestätigen. Andererseits muss ich den Mitarbeitern ein grosses Lob aussprechen: Diese sind wirklich unglaublich freundlich und hilfsbereit. Vergleichbares habe ich bei weder bei Aldi noch Edeka erlebt.

evm

22. Juni 2011, 09:51

....ich hatte vergessen zu erwähnen, dass diese Penny-Filiale hier im Viertel insbesondere ein grosser Erfolg ist, weil sie bis 22 Uhr geöffnet hat. Dies wird tatsächlich von vielen Kunden enorm geschätzt und genutzt. Und dies bietet kein anderer Laden in der Umgebung.

Martin_Huebner

22. Juni 2011, 11:00

Bei Penny war ich schon lange nicht mehr.

Ich kenne hier auch nur einen und der liegt etwas abseits.

Zu Aldi und Lidl gehe ich garnicht gerne. Da wird man schnodderig abgefertigt.

Bei Rewe allerdings sind die Mitarbeiter unglaublich nett. Letztens bin ich

sogar in einem Rewe in Mainz persönlich angesprochen worden, ob alles so in Ordnung ist. Das kenne ich sonst nur aus Frankreich auf dem Land.

gerrit

22. Juni 2011, 11:08

Wie, bereits um 22 uhr geschlossen, und das ist dann schon länger als bei den anderen?

Im Ernst: ohne die internen Zahlen zu kennen, lässt sich nicht ansatzweise beurteilen, ob und wie heftig Penny Gewinne schreibt. Wenn ein Regalplatz leer ist, kann das ja auch heissen, da hat jemand den Restbestand vor wenigen Sekunden weggekauft. Was mich eher zweifeln lässt, bei den Discountern allgemein, wie können die bei so niedrigen Preisen gute Löhne zahlen?

Chrischi

22. Juni 2011, 11:09

Ich habe vor meiner Haustür den Vergleich zwischen Penny Markt, ALDI, REWE und einem privat geführten E-Center!

Vergleich ALDI-Penny:

ALDI: breiteres Discount-Sortiment (vor allem mehr Non-Food)

PENNY: mehr Ambiente, weniger Sortimentsvielfalt

Vergleich REWE-E-Center

E-Center: riesige Verkaufsfläche, breites Sortiment, starkes Discount-Sortiment/gut&Günstig (mehr Discountartikel als Penny), Frischfleich an der Theke

REWE: noch nicht mal díe Hälfte der Verkaufsfläche vom E-Center, kein Fleisch an der Theke (nur abgepackt), Ambiente einer ALDI-Nord Filiale nur in Rot statt in Grau.

FAZIT: Jeder muss selber wissen wo er einkauft, ich ziehe es vor das Edeka center in meiner Ortschaft zu besuchen. Allerdings kann ich nicht sagen kauft alle bei EDEKA ein, denn ich weis selber wie unterschiedlich die EDEKA Märkte von Ort zu Ort sein können!

Bella Blog

22. Juni 2011, 13:26

Der Artikel weist richtig darauf hin, dass Rewe aktuell etwas ziellos versucht, ihren angeschlagenen Discounter wieder flott zu kriegen. Das Patentrezept scheint noch nicht gefunden.

Immerhin :  Man hat die Problematik erkannt und arbeitet an Lösungen.

´Daher finde ich den Artikel ein wenig einseitig und destruktiv. Den Finger in die Wunde legen ist immer einfach - gerade wenn es , wie im Text angeklungen ist, womöglich gar nicht DIE Lösung gibt.

Dann sollte man die Versuche der Geschäftsleitung umso mehr zu honorieren wissen.

Ein paar konstruktive Vorschläge des Autors hätten den Artikel meines Erachtens aufgewertet.

Peer Schader

22. Juni 2011, 13:30

@Bella Blog: Vielleicht hätten Sie noch welche - aus Kundensicht. Das fänd ich auch spannend.

plumtree

22. Juni 2011, 20:11

http://blometrik.blogspot.com/

Wir haben einen Penny in fussläufiger Entfernung - in den ich nur im äaussersten Notfall gehe.

Aus den gleichen Gründen wie evms Mutter.

Nicht nur weil das Sortiment eher rudimentär ist, sondern vor allem weil der Markt einfach schmuddelig wirkt. Auch dort ist das Obst noch etwas liebloser gestapelt als bei ALDI. Vor allem ist es nicht selten in grauenvollem Zustand. Angestoßen, angeschimmelt, runzelig - es sieht einfach nicht frisch aus.

Die Kühltheke hätte ich so auch vor 30 Jahren nicht akzeptiert und das Sortiment an Fleisch-, Käse- und Wurstwaren schrammt nicht selten haarscharf am MHD vorbei.

Alles in allem ist es für mich der Markt für Notkäufe (vergessene Butter z.B.)

Ein Imagewandel alleine wird da nicht reichen. Das verpufft dann ähnlich wirkungslos wie bei Schlecker.

CaoKy60

22. Juni 2011, 21:28

Aus Kundensicht ein paar Ideen: gleich im Empfangsbereich die "Penny Stars der Woche": die Sonderangebote attraktiv auf verschiedenen Tischen, einladend zum Mitnehmen (man sieht dass auf Ihrem Photos die billigsten Produkte die leersten Regale erzeugen, besonders eindrucksvoll bei den Weinkisten!! Der EUR 0,xx war gleich weg!). - Schulung (und Incentivierung) der Personals, freundlich, hilfsbereit und hoeflich zu sein. - Man sollte im Zeitalter der bar codes und ontime inventory control doch in der Lage sein, die am meisten nachgefragten Produkte auch in der noetigen Menge vorhalten zu koennen. - Desgleichen sollte man sich mal fragen, was moechte denn der Kunde komplett zu einem Gebiet alles kaufen (ihr Punkt, man findet nicht alles). Salat - was gehoert dazu? Bad - was braucht man da? Und dann entsprechend anbieten. Auswerten, was alles zusammen gekauft wird, und dann fragen, was fehlt da logischerweise was wir nicht haben? - Wenn es sich mit vertretbarem Aufwand machen laesst: mal eine Werbe-Aktion, z.b. "Penny Panda": Fuer Einkaeufe ueber EUR 47 gibt es einen kleinen Pluesch-Panda mit Penny-Serviette um den Hals, ab EUR 97 einen groesseren (man sollte erforschen, was ist die typische Einkaufssumme und dann plus EUR 5 fuer die Praemie ansetzen, muss ja nicht meine Zahlen sein) -klingt vielleicht ein bischen dumm, aber warum macht dass McDonalds immer - Kinder ueberzeugen die Eltern da hin zu gehen!. Und wenn's ein Hit wird, die Penny Panda Serie auflegen :-) - Versuchen, Sonntags oeffnen zu duerfen ...

serious_2010

23. Juni 2011, 10:12

Der Penny-Markt in unserer Stadt ist noch einer der alten "originalen" Pennys: heruntergekommen, muffig, kahl, unfreundlich und chaotisch. Alles ist viel zu eng, die Kassierer sind genervt, das Publikum fühlt sich sichtlich unwohl. Warensortiment hin oder her, die meisten kommen dort anscheinend sowieso nur für die Schnapsregale: ein gesundes Maß an Aufhübschung täte auch diesem Laden wirklich mal ganz gut.

Raoul

23. Juni 2011, 13:07

http://www.goodnewstoday.de

Ich möchte das bisher geschriebene aus meiner Sicht bestätigen - das Image von Penny ist miserabel. Wir haben noch nie einen Einkauf größerer Natur dort getätigt. Dann doch lieber zu Aldi, Lidl oder zum Real-Markt, der hier bis 24:00 Uhr offen hat. Und vom Einkaufsfeeling ist Edeka die klare Nr. 1.

Wenn wir am Wochenende einkaufen gehen, dann ist der Faktor "Wohlfühlen" nicht zu unterschätzen. Es ist Freizeit und Einkaufen eher lästige Notwendigkeit und da möchte ich mich nciht bei Penny rumtreiben, zumal die Preisvorteile nciht wirklich signifikant sind.

Mir stellt sich vielmehr die Frage, ob die Penny überhaupt noch braucht, ob nun mit Fototapete oder Styropor-Wandbuchstaben.

Walter Kippel

24. Juni 2011, 10:55

Also bei einem ist Pebnny uneingeschränkt Nummer 1 :

Der Pfandautomat nimmt jede Pfandflasche, sei so auch noch so zerknittert !!!!

Gerade die Aldi-Automaten meckern ständig, wenn die Flasche auch nur ganz ninimal eingedellt ist !

Klaus

24. Juni 2011, 14:01

Discounter - Supermarkt - - wo ist da eigentlich der Unterschied? Sind doch nur Worte. Denn deren Angebot ist oft nur der immer gleiche Plastikfraß. Und mir ist völlig schnurz, wie die Wandbemalung in solch einer Halle aussieht. Schlimmer ist diese Berieselung mit schrecklicher "Musik" und aufdringlichen Sprüchen, auf die doch niemand reagiert - außer gereizt, wegen der Erkenntnis, in diesem Laden für blöd gehalten zu werden.

Tipp: Gibt es einen Wochenmarkt in der Nähe, nur dort einkaufen! Der hat nämlich das, was diese riesigen Verkaufshallen nie haben werden: Atmosphäre. Und sogar Menschen als Verkäufer  (...vielleicht deswegen. Die Atmosphäre ist gemeint).

- kdm

24. Juni 2011, 14:03

"Das fänd ich auch spannend."

Auch hier?! Traurig. Kennt man wirklich keine anderen Adjektive mehr, als das Modewort "spannend"?

Peer Schader

24. Juni 2011, 17:49

@Klaus: Das Konzept ist der Unterschied. Ist ein bisschen wie mit Auto und Motorrad, verstehen Sie?

hobbitfreund

25. Juni 2011, 00:10

Bin sehr überrascht von dem Artikel und den Kommentaren. Ich kaufe immer gern bei uns im örtlichen Pennymarkt ein. Der hat deutlich besseres Obst und Gemüse als die Konkurrenz (zumindest bis vor einigen Monaten) und die Mitarbeiter sind freundlich.

Herr Schader, in unserer Stadt probiert Rewe übrigens eine neue Strategie: Was man bei Penny nicht kriegt, kann man dann bei Rewe kaufen.

Den Pennladen gibts schon einige Jährchen (direkt um die Ecke ist auch Lidl) und genau gegenüber Penny hat vor 2 Jahren (oder so) ein großer Rewe- Markt eröffnet. Ergänzt sich alles prima und bisher halten sich alle drei Läden (auch wenn der Rewe ziemlich wenig Kunden zu haben scheint, der Anzahl der Autos auf dem Parkplatz nach zu schließen).

hobbitfreund

25. Juni 2011, 00:11

Beschriebene Stadt ist übrigens Goch, falls das jemand wissen will.

Christian

25. Juni 2011, 09:32

@ Klaus Also ich kenne einen Supermarkt der genauso viel Flair hat wie ein Wochenmarkt - Edeka Zurheide! Viel Auswahl, tolles Ambiente und sehr freundliche Mitarbeiter.

Salva

25. Juni 2011, 19:55

Wenn die Kunden nicht immer so ein chaos hinterlassen würde wären die Penny Märkte wesentlich sauberer.Da wird mal kurz was in irgend ein Regal geschmissen was der Kunde dann plötzlich nicht mehr will,egal ob Fleisch ,Käse oder Waschmittel.Unser Penny ist sauber ordentlich und hat die nettesten Mitarbeiter.Die laufen schon mal los wenn man etwas nicht findet.Die Backwaren werden ständig frisch gebacken.Ich mache jede Woche meinen Wocheneinkauf nur bei Penny und mir fehlt nirgends im Haushalt etwas.Das sind alles Kunden die in jedem Geschäft etwas auszusetzen haben

pro penny

26. Juni 2011, 13:41

Hallo zusammen, ich kann Alle hier nur ermutigen sich ein Herz zu nehmen und in den nächsten Tagen mal wieder einen PENNY aufzusuchen. Es hat sich schon viel getan und es wird sich noch mehr tun. PS. Heute Abend einfach mal die Finger von der Fernbedienung lassen und sich die neuen Werbespots anschaun :-) Ich glaube PENNY ist mit dem neuen Management nach Jahren auf einem sehr guten Weg......Also "ERSTMAL ZU PENNY"

Peer Schader

27. Juni 2011, 10:43

@Christian: Zu dem soll's an dieser Stelle bald auch noch ein Textchen geben. ist aber wirklich eine Ausnahme.

@pro penny: Ähm - bisschen subtiler geht's nicht mit der Eigenwerbung?

budlight

27. Juni 2011, 18:01

Von wegen "Es gibt keine guten Positionierungen mehr im Discount!"

Wann startet der erste Discounter mit einem Tankstellenangebot in D? Hinfahren, auftanken, einkaufen gehen, alles zusammen bezahlen und fertig.

Mit "unserem" Penny bin ich allerdings zufrieden, er ist nicht besser als Aldi & Lidl, aber auch nicht schlechter. Und ein bisschen Abwechslung vom Sortiment tut immer mal gut. Die ausverkauften Produkte sind meiner Erfahrung nach leider ein Phänomen, dass bei allen Discountern auftritt.

GRILLBAECKER

29. Juni 2011, 19:35

Ich finde es mitlerweile zum kotzen das in Supermärkten es nur um den Preis geht. Die Ware um die es ja eigentlich geht wird immer weiter unter wert verkauft.

Milch, BUtter, Eier, Öle welche teuer hergestellt werden müssen sind lock artikel und der Rest wird dann teuer verkauft und der kunde meint er hätte geld verdient.

Dann kommt noch hinzu das diese Penny Märkte sogar zu Gastronomen gehen und diese Anwerben bei ihnen Produkte zu kaufen und diese in großen mängen. Was ein Supermarkt ja gar nicht darf. EINZELHANDEL nicht GROßHANDEL !!!!

besser

18. Oktober 2011, 20:28

Ich war mal bei Penny als ML und bin froh dort nicht mehr arbeiten zu müssen, warum?

Die machen intern so viele Fehler haben wirklich nur 2.-3. klassiges Führungspersonal die gerne Kaffee trinken, kennen die Grundsätze des Verkaufens nicht (oder wollen diese nicht anwenden) erst als ich mich beschwert hatte, wurde meine Filiale teils nach meinen geforderten Richtlinien umgebaut, dadurch Umsatzplus 30 %, danach wurde ich versetzt und musste eine Filiale die dem Untergang geweiht war, wieder aufbauen umsatzplus 25 %. Danach hatte ich keine Lust mehr, weil Unterstützung keine da war und irgendwie war es jedem Führungsmitarbeiter egal ....ICH weiß was penny fehlt und könnte alle Filialen stark nach vorne bringen, ist gar nicht so aufwendig und teuer !

contra penny

08. Februar 2012, 15:59

kenn ich besser. arbeite auch bei penny. die haben keine ahnung die führungskräfte. intressiert auch keinen wenn man was sagt. ich hoffe die gehen pleite. bei den waren geht eh keiner hin. die haben nur schrott

big bang 2012

18. März 2012, 20:19

ich bin auch penny mitarbeiter und arbeite gerne dort ..

ich freu mich schon auf den umbau in unserem laden (haben nämlich auch so ein alten schmuddligen) .. Jeder hat ne 2. Chance verdient oder ..

Mal vorbei gehen und gucken kostet ja nichts .. =)

Tobias B. Blank

22. Mai 2012, 17:39

Dieser Bericht macht mich irgendwie traurig, ich finde es sehr bedauerlich, dass Herr Armin Rehberg und Herr Folker Gussek, den REWE-Konzern verlassen haben. Früher war ich überzeugter Kaufland Kunde, bis dieser Discounter Umstrukturierte, was die Einführung von K-Classic Produkten und outsourcing für gewisse Produktbereiche nach sich zog. Von Aldi bin ich immer weniger überzeugt, Lidl ist auf den ersten Blick ganz nett, allerdings war mein Favorit doch Penny geworden, obwohl ich so gar nicht für die REWE-Group bin. Hatte bisweilen oft sehr schlechte Erfahrungen mit MiniMal und auch mit TOOM-Märkten. REWE an sich finde ich eher etwas gehobener und dort fühle ich mich nicht wirklich wohl. Zugegeben, manche PENNY-Märkte sind echte Absteigen, allerdings hat mich das nicht wirklich gestört. Was mir beim Penny wirklich positiv auffällt sind die meist sehr motivierten und überaus freundlichen Mitarbeiter, was ich eigentlich in einem Discounter nicht erwarten würde. Von der Qualität der Produkte war ich meist überzeugt und auch der Fleischabteilung traute ich, bis dato hatte ich ausschließlich beim Metzger meine Fleischwaren bezogen. Meine Haupt- Penny Filiale ist recht gut besucht, Produktknappheit hatte ich bis vor einiger Zeit eigentlich kaum bemerkt, OK, alles bekommt man im Penny nicht, das habe ich ebenfalls festgestellt, aber die meisten Dinge des Lebens kann ich schon dort kaufen. Dann noch mal zum DM und zum Getränkemarkt und meine Wünsche sind doch zum Großteil erfüllt.

Mein Fazit war bisher, OK, die Aufmachung der Läden ist nicht die Beste, allerdings sind dort die Produkte sehr günstig und die Qualität scheint mir überdurchschnittlich gut zu sein, das Personal freundlich. Alles OK, denn irgendwoher muss ja auch der Preis kommen. Möchte ich bessere Läden, gehe ich zum REWE, der ist hübsch gemacht, das Personal geschminkt und viele Markenprodukte zur Auswahl. Dafür bezahlt man etwas mehr. Demnach wohl doch eine andere Käuferschicht, wie ich finde.

Was mir nur so auffällt, die PENNYs vermehren sich sehr stark, gibt es alleine in meiner Umgebung 3 neue Märkte, die mir so gerade ins Auge fallen, Nördlich von meinem Wohnort ist aber dann erst mal PENNY-Wüste, fast keiner mehr zu finden.

OK, die Umstellung auf die PENNY-Marke ist mir aufgefallen, was mich erst mal nicht stört, die Verfügbarkeit der Produkte wird meiner Meinung nach eher schlechter…

Und jetzt ein Umbau der Märkte nach REWE-Art? Ups und dann? Preisanstieg….? Dann ist ja alles womit der PENNY überhaupt Punkten konnte dahin! Die Umsätze werden sich mehr verteilen und die aktuelle Käuferschicht der PENNYs wird woanders einkaufen gehen. Ob die der REWEs dann zum Penny laufen? Vielleicht einige, die fehlen aber dann im REWE!

Meine Meinung!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, wir werden erleben wie es mit Penny und REWE weiter geht.

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